Gegenwind 240

Menü

 

 

Nov 192008
 

Lösung gefunden?

Gegenwind-Leser macht Vorschlag für die Verbesserung der Freizeitsituation in Wilhelmshaven
titel 240Lagune
♦ Diesmal fangen wir gleich mit der SPD an. Die Ratsfraktion straft Föhlinger und Ober-Bloibaum ab, der OV West will den Kopf von Siegfried Neumann. Die ziehen ihren Plan durch!
♦ Einen wichtigen Tipp gibt es für alle Arbeitslosengeld II-EmpfängerInnen. Rechtsanwalt Kroll war nämlich auf der letzten Ali-Versammlung. Und das ist dann immer ein guter Termin.
Zum Titelbild: Eine Insel vorm Südstrand. Ein Sandstrand als Ersatz für den Geniusstrand. Die Aufspülung eines Teils des Bordumer Sands könnte zu einer Aufwertung der Freizeitwerte Wilhelmshavens führen. Auf dem Bild haben wir eine solche Insel vor den Südstrand montiert – sieht doch ganz gut aus (Bilder: google-earth).
♦ Noch ein Bericht über Rechtsanwalt Kroll: Es geht um ein Anwaltsgerichtsverfahren gegen den Streiter für die kleinen Leute.
♦ Revolutionäres Theater in Wilhelmshaven? Wir besprechen den ‚Biberpelz‘ von Gerhard Hauptmann und die neue Produktion des Jungen Theaters ‚Die fetten Jahre sind vorbei’.
♦ Der Dreck aus den Schornsteinen der am Kai liegenden Schiffe ist signifikant für die dicke Luft in den Hafenstädten verantwortlich. Ob das auch für den JadeWeserPort gilt?
♦ Ein Bericht über die Veranstaltung der LINKEN zum 90. Jahrestag der Novemberrevolution.
♦ Um die spannende Frage, wie die Konzerne die Demokratie unterwandern, geht es in unserem Beitrag: Wer hat das Sagen?
♦ Während auf dem Rüstersieler Groden die Bauarbeiten für das Electrabel-Kraftwerk weitergehen und die Erkundungsarbeiten für das e.on-Superkraftwerk im vollen Gange sind, streiten sich die BürgerInnen Wilhelmshavens noch um den richtigen Weg gegen die Klimakatastrophe. Eine Veranstaltung mit Bärbel Höhn von den Grünen und Ingo Luge von e.on.
♦ Wir berichten über die Enthüllung zweier Stelen anlässlich des 70. Jahrestags der Reichspogromnacht.
♦ Die „arbeitsmarktpolitischen Instrumente“ kosten Steuergeld und sichern Arbeitsplätze bei den Maßnahmeträgern – und sonst? Ein Bericht aus einer ‚Maßnahme‘.
♦ Bombenfund
♦ Zusammengepfercht
♦ Wir haben einen Freund und Mitstreiter verloren. Uwe Brams ist tot – Erinnerung

Die Druckausgabe: Gegenwind 240

Print Friendly
Nov 192008
 

Am 28. Oktober ist Uwe Brams verstorben.

Mehr als 15 Jahre haben wir zusammen mit ihm Monat für Monat den Gegenwind gemacht. Uwe gehörte zu denen, die 1988, als das weitere Erscheinen des Gegenwindes gefährdet war, ohne langes Überlegen entschieden haben, künftig auf einen Teil der Freizeit zu verzichten, um den Gegenwind weiterhin pusten zu lassen.

Weiterlesen »

Print Friendly
Nov 192008
 

Bombenfund bringt’s ans Licht

Aus berufenem Munde war jüngst zu erfahren, dass die E.ON in Kürze, d.h. in wenigen Wochen, einen Genehmigungsantrag für den Zubau eines Kohlekraftwerks mit einer Kapazität von 505 Megawatt Netto- bzw. etwa 1.000 MW Feuerungswärmeleistung stellen will.
Mit den bauvorbereitenden Sondierungsbohrungen auf dem E.ON-Kraftwerksgelände wurde schon begonnen.
Dies wurde allerdings erst bekannt, als Evakuierungsmaßnahmen sowohl bei der E.ON als auch bei der NWO durchgeführt werden mussten, nachdem man in sechs Metern Bohrtiefe auf eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg stieß.
Zu beantworten sind zurzeit noch die Fragen, ob den zuständigen Behörden die Bodenerkundungen bekannt waren bzw. ob dafür eine evtl. erforderliche Genehmigung ausgestellt wurde. (jm)

Print Friendly
Nov 192008
 

Verdammt eng

geht es bei den neun Frauen in einer AGH-Kolonne (AGH = Arbeitsgelegenheit)zu, die beim Grünflächenamt arbeiten. Sie haben als Pausenraum einen Bauwagen. Solche Wagen sind ausgelegt auf etwa vier gleichzeitig pausierende Arbeiter – die können dann auch menschenwürdig sitzen.
Die Gesellschaft für Arbeitsvermittlung und Qualifizierungsförderung e.V. (GAQ), bei der die Maßnahme läuft, schlägt nun vor, dass halt nicht alle neun Frauen gleichzeitig Pause machen sollen – hmm… und was ist bei Regen? Und außerdem: Der Wagen ist ausgestattet mit neun Sitzgelegenheiten mit Rückenlehne, und das sei nach der Arbeitsstättenverordnung ausreichend. Nun, die Arbeitsstättenverordnung sieht aber auch vor, dass in einem Pausenraum für jede Person dreiviertel Quadratmeter freie Fläche zur Verfügung stehen muss – und danach sieht es in diesem Bauwagen nicht aus. (noa)

Print Friendly
Nov 192008
 

Alles nach Plan

SPD-Ratsfraktion straft Föhlinger und Ober-Bloibaum ab

(hk) Eigentlich wollten sie ihn rausschmeißen, weil er es gewagt hatte, die Kungel-Pläne der SPD-Fraktionsoberen zu durchkreuzen. Es ging darum, dem von den Wilhelmshavener WählerInnen abgestraften Wilfrid Adam neben dem lukrativen Aufsichtsratsposten bei den Stadtwerken auch noch den Posten des 2. Bürgermeisters zuzuschustern.

Weiterlesen »

Print Friendly
Nov 192008
 

Möglichkeiten fürs Baden in der Nordsee

(hk) Die Situation für die sommerliche Freizeitgestaltung in Wilhelmshaven ist bekannt: Der Geniusstrand ist weg, im Banter See treiben Algen ihr Unwesen und am Südstrand wird gequirlte Scheiße eingeleitet. Da ist Unmut programmiert, der sich bisher hauptsächlich noch in Leserbriefen äußert.

Weiterlesen »

Print Friendly
Nov 192008
 

Dürfen die das?

(noa) Am 27. Oktober sollte ein Standesgerichtsverfahren gegen den Oldenburger Rechtsanwalt Alfred Kroll stattfinden. Verstöße gegen das Sachlichkeitsgebot sollten verhandelt werden, nachdem verschiedene Amtsleiter sich über seinen Ton in Schriftsätzen beschwert hatten.

Weiterlesen »

Print Friendly
Nov 192008
 

Revolution light

Zwischen Untertanengeist und Widerstand: Landesbühne inszeniert 100 Jahre deutsche Sozialgeschichte

(iz) Auf den ersten Blick haben „Der Biberpelz“ von 1893 und „Die fetten Jahre sind vorbei“ von 2004 wenig gemein. Tatsächlich widmen sich beide Stücke den gesellschaftlichen und sozialen Verhältnissen ihrer Zeit. Beide haben mit deutscher Befindlichkeit und das eine aktuell ziemlich viel mit Wilhelmshaven zu tun.

Weiterlesen »

Print Friendly
Nov 192008
 

Schiffe an die Steckdose!

Das sollte doch möglich sein: Landstromversorgung von Containerschiffen am JadeWeserPort.

(jm) Noch knapp vier Jahre ist es hin, dann werden der JadeWeserPort (JWP) und das Electrabel-Kohlekraftwerk in Betrieb gehen. Bis dahin dürfte auch die Niedersachsenbrücke längst für die Vervielfachung des Kohleumschlags gerüstet und dazu ein Zwischenlager mit einem jährlichen Durchsatz von Millionen Tonnen Importkohle, bestimmt für den Schienentransport ins Binnenland, errichtet sein.

Weiterlesen »

Print Friendly
Nov 192008
 

Wem ham se die Krone jeklaut?

Eine fröhliche Veranstaltung zum 90. Jahrestag der Novemberrevolution

(noa) Die Frage, ob die Revolution vom November 1918, die mit der Meuterei der Heizer und Trimmer auf dem Linienschiff „Thüringen“ ihren Ausgangspunkt in Wilhelmshaven hatte, ein Sieg oder eine Niederlage für die Arbeiterbewegung war, wird auch innerhalb der Partei DIE LINKE kontrovers diskutiert.

Weiterlesen »

Print Friendly
Nov 192008
 

Wer hat das Sagen?

Wie Konzerne die Demokratie unterwandern

(iz) „Wer hat denn das Sagen bei uns? Electrabel, e.on, …?“ fragten LAW und DIE LINKE.Wilhelmshaven in ihrem Informationsblatt „Kapitalismus killt Klima“, das anlässlich der Veranstaltung mit Jürgen Trittin im Juni veröffentlicht wurde. Bei der Beantwortung der Frage sind wir gern behilflich: e.on & Co. arbeiten weiter kräftig daran, das Sagen zu haben.

Weiterlesen »

Print Friendly
Nov 192008
 

Fossile Politik

In angenehmer Atmosphäre die Leviten gelesen

(hk) Bärbel Höhn (Grüne) und Ingo Luge (e.on-Kraftwerke) diskutierten in Wilhelmshaven über die Energiestrategien der Zukunft, wobei die grüne Bundestagsabgeordnete Höhn aus allen Runden eindeutig als Siegerin hervorging. Dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der e.on-Kraftwerke Dr. Ingo Luge bleibt aber der Fairnesspreis. Veranstaltet wurde die Diskussion im Rahmen einer bundesweiten Veranstaltungsreihe der Grünen-Bundestagsfraktion „Energie vor Ort“.

Weiterlesen »

Print Friendly
Nov 192008
 

 

 

 

synagoge 3

 

70 Jahre nach der Reichspogromnacht vom 9. November 1938, als auch die Wilhelmshavener Synagoge von den Naziverbrechern und willfährigen Bürgern niedergebrannt wurde, erinnern nun zwei Bronzestelen an die jüdischen MitbürgerInnen unserer Stadt, die dem Holocaust zum Opfer fielen. Die Stelen mit den Namen von 113 Ermordeten wurden am früheren Standort des Thora-Schreins errichtet und am diesjährigen Gedenktag im Beisein von VertreterInnen der jüdischen Gemeinde Oldenburg enthüllt. Oberbürgermeister Menzel dankte dem Arbeitskreis Synagogenplatz mit Kirchen und Gewerkschaften, dem Historiker Dr. Hartmut Büsing, dem Antifaschistischen Bündnis, den Auszubildenden von „Straße & Grün“, dem städtischen Kulturbüro und den zahlreichen Privatpersonen und Unternehmen, deren Engagement die Umsetzung des Projektes ermöglichte. Zur abschließenden Finanzierung fehlen noch etwa 7.000 Euro. Weitere Spenden an die Regionale Dienststelle des Kirchenkreises (kurz RDS-Friesland-Wilhelmshaven) , Kontonummer 2605004 (BLZ 28250110) unter dem Stichwort „9. November“ sind willkommen. (iz / Foto: Claus Schulz)

synagoge 1

Enthüllung der Stelen

synagoge 2

Am frühen Morgen des 10. November 1938 wurde die Synagoge vermutlich durch eine größere Menge ausgegossenes Benzin in Brand gesetzt. Die Feuerwehr war lediglich zur Sicherung der umliegenden Gebäude anwesend. Da der Brand zunächst nicht die gewünschte Wirkung zeigte, wurde er am Vormittag des 10. November erneut gelegt und zerstörte den Rest des Gebäudes vollständig. Bild: Verein zur Förderung der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa e.V.

 

 

 

Print Friendly
Nov 192008
 

Maßnahmen

Die „arbeitsmarktpolitischen Instrumente“ kosten Steuergeld und sichern Arbeitsplätze bei den Maßnahmeträgern – und sonst?

(noa) „Wir hätten da auch ein paar Vorschläge…“, lautet der Titel der „16 Thesen der Erwerbsloseninitiativen für einen Richtungswechsel in der Arbeitsmarktpolitik“, aus denen Werner Ahrens in der Monatsversammlung der Arbeitsloseninitiative Wilhelmshaven/Friesland am 14. Oktober vortrug. Da heißt es u.a.: „Vielen von uns Erwerbslosen fehlt nichts als ein Arbeitsplatz! Viele von uns sind gut ausgebildet und die erworbenen Qualifikationen sind auch ‚up to date’. Viele von uns sind ‚kerngesund’ und haben keine gesundheitlichen, psychischen oder sozialen Probleme. Wir brauchen keine Therapie und keine sozialarbeiterische ‚Betreuung’ – wir brauchen existenzsichernde Arbeit!“

Weiterlesen »

Print Friendly
go Top