Gegenwind 197

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Apr 012004
 

Wer ist das Volk?

70 NPD-Leute machen aus Wilhelmshaven eine belagerte Stadt.

197 titelbildDas war’s!
● Breiten Raum nimmt in dieser Ausgabe die Berichterstattung über den Aufzug der NPD ein. Wir beleuchten die Ereignisse des 20. März aus vielen Richtungen. Los geht es mit einer ersten Bewertung der Aktionen und einem regionalen Pressespiegel. Es gab auf Seiten der Gegendemonstranten viele Reden. Wir veröffentlichen die von Pastor Ehlers. Unsren Bericht über den Demo-Ablauf haben wir ‚Der traurige Aufmarsch’ überschrieben. Eine Bewertung aus der Sicht des Aktionsbündnisses eine Zusammenstellung von Äußerungen Wilhelmshavener Honoratioren.
● Warum war Rolf Rütters in der CDU und nicht in der SPD? Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt es in unserem Beitrag „Wem das Herz voll ist…“
● Zufall oder weise Voraussicht? Pünktlich zum NPD-Aufmarsch punktet die Landesbühne mit Stücken zum Thema. Wir waren dort und berichten.
● Eigentlich gab es auf der März-Ratssitzung keine besonders spannenden Themen. Durch unsere Ratssplitter werden Sie merken: Ein Besuch der Ratssitzung lohnt immer!
● Wir fragen: „Alles im Griff?“ und „Wo bleibt die Bildung?“ Es geht um die Schulreform der niedersächsischen Landesregierung.
● Wie viele Meilensteine wurden schon für den JadeWeserPort errichtet? Der WALLI-Ratsherr Joachim Tjaden meint, dass es bei einigen Meilensteinen nicht ganz korrekt zugegangen ist.
● Wohnungslose können keine ‚Penner’ sein – sie müssen hellwach sein!

Die Druckausgabe: Gegenwind 197

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Apr 012004
 

Der Spuk ist vorbei!

Erfolg oder Misserfolg?

Die NPD-Demo vom 20. März 2004 ist Wilhelmshavener Geschichte geworden. Nicht nur, weil sie vorbei ist, sondern auch, weil Wilhelmshaven ein Polizeiaufgebot präsentiert wurde, das alles bisher Dagewesene sprengte.
2.800 Polizisten aller Gattungen wurden aufgeboten, um 70 NPDlern ihr grundgesetzlich garantiertes Demonstrationsrecht zu ermöglichen.

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Apr 012004
 

Presseschau

Rechtsradikaler Aufmarsch im Spiegel der regionalen Presse

(ub) Die NPD hatte ihre Anhänger zur Demonstration in der Wilhelmshavener Innenstadt aufgerufen. Knapp 70 Jung- und Altnazis fanden den Weg in die Jadestadt. Riesengroß das schützende Polizeiaufgebot. 2.800 Polizeibeamte verhinderten kompromisslos, dass weit über 1000 AntifaschistInnen dem braunen Spuk schnell ein Ende bereiteten. NPD-Aufmarsch, Polizeiaktion und Gegendemonstration nahmen außergewöhnlich breiten Raum in der regionalen Presse ein. Die Gegenwindredaktion hat mitgelesen und eine Presseschau zusammengestellt.

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Apr 012004
 

Ansprache von Pastor Enno Ehlers

„Wir sind hier zusammengekommen, weil Anhänger der NPD nun Wilhelmshaven als Ort ihrer Kundgebung ausgewählt haben. Nachdem dieses auch vor kurzem in Osnabrück geschah, scheint es wohl das Ansinnen der Organisatoren zu sein, die jeweilige örtliche rechte Szene zu stärken.

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Apr 012004
 

Der traurige Aufmarsch

Um ihren Demonstrationszug durch Wilhelmshavens Süd- und Innenstadt durchführen zu können, mussten die NPDler erst einmal auf Einhaltung der von der Stadt verfügten Auflagen untersucht werden. So wurde die Zahl der NPD-Fahnen auf eine pro 25 Teilnehmer begrenzt. Die NPD wich auf die Fahne des Landes Niedersachsen aus – für jemanden, der Fahnen für bedeutsam hält, war damit sicherlich der Tatbestand der Verunglimpfung von staatlichen Symbolen erfüllt. Weitere Auflagen waren z.B. das Verbot von dunklen Springerstiefeln, Uniformierung usw. Es sollte jede Erinnerung an Aufmärsche im Dritten Reich verhindert werden.

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Apr 012004
 

Besser ging’s nicht

Das „Wilhelmshavener Bündnis gegen Rechts” wurde vom Antifaschistischen Bündnis und DGB Wilhelmshaven ins Leben gerufen. Seit Jahresanfang trafen sich AntifaschistInnen aus Stadt und Region, um zu beraten, wie man dem Naziaufmarsch öffentlichkeitswirksam entgegentreten könnte. Der Kreis stand jedem offen, wovon verdeckte Ermittler der Polizei regen Gebrauch machten. Einige Tage nach dem 20.3. zogen die TeilnehmerInnen eine kritische Bilanz der eigenen und anderen Aktivitäten.

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Apr 012004
 

Die Jugend, die Presse und der Oberbürgermeister

Nicht nur die SprecherInnen des Bündnisses gegen Rechts waren erfreut, dass der Widerstand gegen den Naziaufmarsch von einer großen Zahl Jugendlicher getragen wurde. Lange schien es, als müssten im ehrenamtlichen Bereich die Alt-68er bis ins Rentenalter allein für Arbeit, Frieden, Umweltschutz kämpfen. Weit gefehlt! Unter dem Thema “Was ist nur mit der Jugend los?” stellten sich im letzten Gegenwind gleich drei neue Jugendgruppen vor, die sich in Wilhelmshaven politisch engagieren wollen. VertreterInnen dieser Gruppen waren auch beim Bündnis gegen Rechts präsent, dazu kam vor allem das SchülerInnenbündnis Wilhelmshaven, aber auch weitere Jugendliche, die mit viel Engagement und Kreativität bei den Vorbereitungen mitwirkten: Seien es regelmäßige Infostände in der Innenstadt, Infoveranstaltungen, das Malen von Transparenten oder das Verteilen von Handzetteln an die BürgerInnen.

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Apr 012004
 

Gut und Böse

Zitate zum Naziaufmarsch

 

Konsequenzen 1

Wir haben das uns Mögliche getan, um all das aus diesem gespenstischen Umzug herauszuhalten, was Menschen verletzen könnte, was Menschen Angst machen könnte, was auf Faschismus und Nationalsozialismus hinweist, keine Reichskriegsflagge, keine Springerstiefel.
Oberbürgermeister Eberhard Menzel

… keine uniformähnliche Kleidung, keine Springerstiefel …
Heinz Henze, Polizei

Man sieht Bomberjacken und Springerstiefel.
Andreas Klose, Radio Jade

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Apr 012004
 

Rede zum 20.3 (Lesekreis im “Kling Klang”)

Der “Ursprung” der Rechtsentwicklung in der BRD und das Manifest werden von unter Herrschaftsbedingungen immer latent vorhandenem Rassismus und diffuser Fremdenfeindlichkeit, vor allem, aber nicht nur an der gesellschaftlichen Basis, ist wohl markiert mit dem Beginn der Krise des sogenannten “Modell Deutschland” ca. Mitte der 70er Jahre. Durch die beklagte Verteuerung des Wirtschaftsstandorts durch relativ stetige Lohnzuwächse und den Ausbau des Wohlfahrtsstaates bedingt, wurde, wie auch in anderen reichen kapitalistischen Industrieländern, mit Produktionsauslagerungen in so genannte Billiglohn-Länder und mit verstärkter Rationalisierung der Produktion zur Überflüssigmachung von Arbeitskräften begegnet. Beides führte zu einer strukturell bedingten Massenarbeitslosigkeit.

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Apr 012004
 

Rede der Marxistisch Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD)

Redner: Conrad von Pentz

Liebe Wilhelmshavenerinnen und Wilhelmshavener, liebe Antifaschisten!

Es ist ein Schlag ins Gesicht jedes demokratisch gesinnten Bürgers, wenn die NPD heute eine öffentliche Kundgebung und Demonstration machen kann.

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Apr 012004
 

Wem das Herz voll ist...

Der Gegenwind sprach mit Rolf Rütters, dem ehemaligen CDU-Kommunalpolitiker

Ein Gespräch über sein politisches Wirken, über seine Siege und Niederlagen, über seine Widersacher, über sein Engagement für „seine“ Voslapper Siedler, über den „Club zu Wilhelmshaven“ und andere Vereine und seine jetzige Tätigkeit als Pensionär

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Apr 012004
 

Alles Theater

Gleich zwei Stücke zum Thema Faschismus im Programm der Landesbühne.

TOTE OHNE BEGRÄBNIS von Jean Paul Sartre hat das Schicksal von Mitgliedern der französischen Résistance als Hintergrund, um sich mit der Frage nach dem Sinn von Existenz und Tod zu beschäftigen.

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Apr 012004
 

Logo Ratssplitter

Sitzung am 24. März 2004

(iz) Im frühlingsbesonnten Ratssaal knisterte erotische Spannung. Bernhard Rech kassierte einen Ordnungsruf, weil er allzu öffentlich mit Ursula Aljets flirtete. Doch das war noch jugendfrei im Vergleich zu der Leidenschaft, mit der fast alle Ratsmitglieder vom Hotelneubau am Südstrand schwärmten.

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Apr 012004
 

Kurpfuscher am Werk
Eine Kur ist normalerweise ein Heilverfahren. Wer kuriert wird, soll danach gesund oder mindestens gesünder als vorher sein. Begriffe wie „Rosskur“ und „Kurpfuscher“ zeigen, dass gelegentlich auch eine Verschlimmerung statt einer Verbesserung beim Patienten eintritt. Oft ist das bei „Radikalkuren“ so. „An den Schulen beginnt die Radikalkur“, war ein Artikel auf der Niedersachsen-Seite der „WZ“ vom 20. März überschrieben. Zur Schulreform haben wir in dieser Ausgabe gleich zwei Beiträge: „Wo bleibt die Bildung?“ und „Alles im Griff?“.

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Apr 012004
 

Alles im Griff?

In Wilhelmshaven soll die Umsetzung der Schulreform ohne Probleme über die Bühne gehen

(noa) „An den Schulen beginnt die Radikalkur“, so titelte die „WZ“ am 20. März auf der Niedersachsen-Seite. Zum Beginn des Schuljahres 2004/2005 wird die Orientierungsstufe abgeschafft. Nicht nur die Kinder der 6. Klasse, sondern auch die der 5. und der 4. stehen, sofern sie zum Halbjahreszeugnis nicht die Schullaufbahnempfehlung bekommen haben, die sie sich wünschten, jetzt unter dem Druck, ordentlich ranzuklotzen.

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