Februar 2016

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Feb 172016
 

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vom 17. Februar 2016

am Kehrblech: Imke Zwoch

 

Foto: Gegenwind

Foto: Gegenwind

Die Diskussion um den Durchbau der Friedenstraße machte es schmerzhaft deutlich: Wilhelmshaven ist und bleibt politische Provinz. Ist nicht böse gemeint, man muss einfach der Realität ins Auge sehen, dass die Ratsmitglieder – mit einzelnen Ausnahmen – nicht bereit sind, ausgetretene Pfade zu verlassen. Die Bevölkerung schrumpft zahlenmäßig und überaltert, die Kassen sind leer, die Arbeitslosenzahl bleibt überdurchschnittlich hoch, die Innenstadt verödet. Das wird sich nicht ändern, solange die Mehrheit nicht bereit und/oder in der Lage ist, mal in ganz andere Richtungen zu denken, und die wenigen Querdenker statt Aufmerksamkeit nur Hohn und Spott ernten.

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Feb 162016
 

Frauentag_1914_Heraus_mit_dem_Frauenwahlrecht

„Dieser Internationale Frauentag ist die wuchtigste Kundgebung für das Frauenwahlrecht gewesen, welche die Geschichte der Bewegung für die Emanzipation des weiblichen Geschlechts bis heute verzeichnen kann.“ Dieses Fazit zog Clara Zetkin in der sozialdemokratischen Zeitschrift „Gleichheit“, nachdem am 19. März 1911 Hunderttausende Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich und der Schweiz erstmals den Internationalen Frauentag begangen hatten. Im Mittelpunkt des Tages stand die Forderung nach Frauenrechten, vor allem nach dem Frauenwahlrecht, aber auch nach besseren Arbeitsbedingungen für erwerbstätige Frauen. Als Frauen in Deutschland nach Kriegsende und der Revolution im November 1918 das aktive und passive Wahlrecht erhielten, war ein wichtiges Ziel des Frauentags erreicht. Dennoch behielt er seine Relevanz. Politisch aktive Frauen legten den Schwerpunkt nun auf Arbeitsschutzgesetze, gleichen Lohn, mehr Bildung, ausreichenden Mütter- und Kinderschutz sowie die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs. Bis dahin war es ein weiter Weg und einiges, wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit, ist bis heute nicht vollständig durchgesetzt worden.

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Feb 112016
 

Hase und Igel

"Besorgtbürger" auf dem Rathausplatz. Foto: Bündnis gegen Rechts

„Besorgtbürger“ auf dem Rathausplatz. Foto: Bündnis gegen Rechts

Unter dem Motto „Wilhelmshaven ist bunt“ versammelten sich heute auf der Rambla etwa 80 BürgerInnen zu einer Kundgebung gegen Hass, Hetze und Rassismus.

Flüchtlinge werden in unserer Stadt mit einer großen Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft empfangen, trotzdem gibt es, wie andernorts auch, einige Leute aus dem rechten Spektrum, die gegen Flüchtlinge hetzen, Gerüchte verbreiten und Vorurteile schüren. Diese Vertreter hatten sich eine Stunde später zu einer Kundgebung auf der Rathaustreppe verabredet. Doch als sie dort eintrafen, war die Treppe bereits von den 80 AntifaschistInnen besetzt – wie in der Fabel von Hase und Igel: „Wie bünt al dor! – Wir sind schon da!“ Eine gewaltfreie Protestaktion mit Symbolkraft: Keinen Fußbreit den Faschisten – wo immer sie auftauchen oder ihre Parolen verbreiten, wird sich ihnen ein breites Bündnis entgegenstellen. Weiterlesen »

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Feb 102016
 

Rettung im Doppelpack

Die Junge Landesbühne zieht um – und ein historisches Gebäude wurde erhalten

Foto: Landesbühne

Foto: Landesbühne

(iz) Am 13. Februar wird das neue „Theater im Oceanis“ (TheOs“) offiziell eröffnet. Ab 19 Uhr werden Intendant Olaf Strieb und Eigentümerin Angelika Reichelt alle Gäste am Eingang begrüßen. Der Festakt beginnt um 19 Uhr 30 (alle müssen dann sitzen!!). Auch Ministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Wissenschaft und Kultur) ist als Gastrednerin dabei. Um 20 Uhr beginnt dann die Eröffnungspremiere des Musicals „The Fantasticks“.

Mehr als ein Vierteljahrhundert war die Junge Landesbühne als Mieter in der Rheinstraße 91 zuhause und das Bistro „Spectakel“ das Wohnzimmer (nicht nur) der Ensemblemitglieder. Durch Renovierungsstau fiel Ensemble und Publikum zunehmend – im wahrsten Sinne des Wortes – die Decke auf den Kopf, ein Umzug war unausweichlich. Strieb ist trotz Abschiedsschmerz überglücklich, dass nicht IRGENDEIN Ersatz gefunden wurde, sondern die wohl denkbar schönste Spielstätte: lichte Räume in einem historischen Gebäude direkt am Hafen.

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Feb 032016
 

Roter Salon der Landesbühne

Landesbühne

Mit einem Roten Salon „Apropos Krieg!“ am Donnerstag, 18. Februar, 21 Uhr, im TheOs, setzt die Landesbühne ein Zeichen für den Frieden.
Unterstützt von der Buchhandlung „Gedankenflieger“  setzen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theaters über Literatur, Hörspiel und Musik mit dem Einsatz deutscher Soldaten in Syrien auseinander. Ob Gedicht, Klagelied oder Prosa – die Darsteller finden eine künstlerische Antwort auf die Frage, warum wir immer noch glauben, dass Bomben Terroranschläge verhindern können.
Karten gibt es im Service-Center der Landesbühne, Virchowstraße 44, Tel. 04421.940115 und im Internet: www.landesbuehne-nord.de

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