Imke

Okt 062019
 

Mit Spaß und Kreativität gegen die Verschwendung von Lebensmitteln

Bunte Möhrenvielfalt. Foto: BUND

Foto: BUND

Am kommenden Donnerstag lädt die BUNDjugend Wilhelmshaven gemeinsam mit der Initiative SelbstFairSorgt zu einer Schnibbelparty ins Jugendzentrum „Point“ ein. Aus geretteten Lebensmitteln wird gemeinsam etwas Tolles gekocht. Begleitet wird das Ganze mit Musik, zu der natürlich gern getanzt werden darf. Eingeladen sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 27 Jahren.

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Sep 272019
 

Logo DIE PARTEI Wilhelmshaven

Unvollständige Berichterstattung/ Möglicher Investor und Betreiber Möbelmarkt Potenburg wird von die PARTEI Wilhelmshaven abgelehnt

Pressemitteilung vom Ratsmitglied Andreas Tönjes, Die PARTEI Wilhelmshaven| 27. September 2019 * Mit Erstaunen wurde heute die Berichterstattung in der Wilhelmshavener Zeitung vom Ratsmitglied Andreas Tönjes (Die PARTEI) zur geplanten Ansiedelung eines Möbelmarktes in Potenburg aufgenommen. Mit keinem Wort wurde dort erwähnt, daß es nicht nur Bedenken gegen die Größe der innenstadtrelevanten Randsortimente gibt, sondern auch der mögliche Investor und Betreiber massiv kritisiert wurde. In einer flammenden Rede im Rat warf Tönjes den Sozialdemokraten eine mehr als fragwürdige Entscheidung vor. Wie bereits bekannt ist, will sich die Möbelhauskette XXXLutz in Potenburg ansiedeln und führt, wie aus einem Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden hervorgeht, seit Januar 2014 mit der Stadt Verhandlungen darüber. Obwohl mit wenigen Recherchebemühungen die Aggressivität des Marktteilnehmers ermittelbar gewesen wäre, wurden die Pläne aber weiterverfolgt. Mit allen Tricks versuchen nun Teile der politischen Entscheidungsträger das CIMA Einzelhandelskonzept und die dortigen Empfehlungen zu umgehen. „Wir haben hier einen äußerst aggressiven Marktteilnehmer aus der kapitalistischen Steinzeit, der gewerkschaftliches Treiben als „Wiederauferstehung des Kommunismus“ sieht.“ äußert sich Tönjes kritisch zu dem Investor. Investoren mit einer solchen Einstellung würden sich nicht um unsere Innenstadt kümmern, sie sehen einzig und allein ihren Profit, ergänzt Ratsherr Tönjes. Dass dieser nicht nur auf Kosten der Mitarbeiter gesteigert wird, sondern auch auf Kosten des Gemeinwohls, zeigt sich denn auch bei weiteren Nachforschungen. Ein nahezu undurchdringliches Firmengeflecht, hat Tönjes dabei recherchiert und auch POCO gehört zu 50% der XXXLutz-Gruppe. Dieses Geflecht reicht bis nach Malta und beinhaltet ein Steuersparmodell, wie es Apple, Google oder auch Ikea betreiben.

Dabei richtet Tönjes auch den Blick in Richtung Österreich, dort erkenne man schnell, daß auch hier wieder eine Politik der Konzerne betrieben wird. Der ehemalige österreichische Finanzmister, war z.B. Teil von XXXLutz. Tönjes rät nun den örtlichen Genossen der SPD, sich doch mal bei der ver.di über diesen Arbeitgeber zu Informieren, der regelmäßig gegen Gesetze verstoße. Ein Blick nach Mannheim oder München würde auch schon reichen. „Wir brauchen vor Ort sicher noch einen Anbieter für Möbel, aber keinen rücksichtslosen Frühkapitalisten, der für jeden Sozialdemokraten eigentlich kein roter Stuhl sein sollte, sondern ein rotes Tuch“, empört sich Tönjes über die Genossen, die seiner Meinung nach ihre sozialen Wurzeln völlig vergessen haben. Die Glaubwürdigkeit eines solchen Politikanbieters darf auch weiter bezweifelt werden und Tönjes führt weiter aus, ihm sei jeder Millionär, der vor Ort investiert, lieber, als ein Milliardär auf Malta.

Sep 242019
 

Die Plastikflut schlägt große Wellen

BUNDjugend und Kreisgruppenmitglieder schufen gemeinsam ein Müll-Kunstwerk. Foto: BUND

BUNDjugend und Kreisgruppenmitglieder schufen gemeinsam ein Müll-Kunstwerk. Foto: BUND

„StreetArt“ der besonderen Art: Die BUNDjugend Wilhelmshaven macht das Plastikmüllproblem mit einem Kunstwerk in der Marktstraße sichtbar. Jeder kann Teil des Projektes werden.

(red) Einen Tag nach dem weltweiten Klimastreik, an dem sich in Wilhelmshaven etwa 500 Menschen beteiligten, ging es für die BUNDjugend Wilhelmshaven mit konkreten Aktivitäten weiter. Am Samstagvormittag sammelten die jungen Umweltschützer rund um den Banter See Müll. Im Anschluss wurden die Fundstücke – überwiegend Verpackungsmaterial und andere Einwegartikel aus Plastik – zu einer besonderen Skulptur verarbeitet: In mehreren Stunden Arbeit entstand vor den Augen vieler interessierter Passanten in der Marktstraße eine „Welle“ aus Plastikmüll. Unterstützt wurde der BUND-Nachwuchs von Mitgliedern der BUND Kreisgruppe Wilhelmshaven und der JadeWale.

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Sep 012019
 

"Lasst uns die Warnungen erneuern ... !"

Gedenkfeier zum Antikriegstag am Wilhelm-Krökel-Platz

Kranzniederlegung zum Antikriegstag 2019. Foto: Gegenwind

Kranzniederlegung zum Antikriegstag 2019. Foto: Gegenwind

(red) Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg. In der Bundesrepublik Deutschland wird dieser Tag alljährlich als „Antikriegstag“ begangen. Die westdeutsche Initiative für diesen Gedenktag ging vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) aus, der erstmals am 1. September 1957 unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ zu Aktionen aufrief. In Wilhelmshaven findet die Gedenkveranstaltung traditionell am Wilhelm-Krökel-Platz statt.

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Aug 252019
 

Bröckelnde Fassade der zivilisierten Gesellschaft

Grandios: „Der Gott des Gemetzels“ an der Landesbühne

Szene aus "Der Gott des Gemetzels". Foto: Landesbühne

Szene aus „Der Gott des Gemetzels“. Foto: Landesbühne

(iz) Zwei Ehepaare, zwei vorpubertäre Söhne, zwei ausgeschlagene Schneidezähne: Mehr braucht es nicht für ein intensives wie unterhaltsames Kammerspiel, in dem innerhalb von 80 Minuten alle Register menschlicher Interaktionen gezogen werden.

Ach ja, ein Hamster spielt dabei noch eine Rolle, er bleibt aber genauso unsichtbar wie die beiden Rotzlöffel, deren handfeste Auseinandersetzung Anlass für das Zusammentreffen der beiden Elternpaare ist. Formal werden sie sich über die Schuldfrage schnell einig, ohne große Umschweife ist das Schriftstück für die Krankenversicherung unterzeichnet. Aber es wäre ja schade, wenn das Stück nach zehn Minuten vorbei wäre – denn jetzt geht es erst richtig los. Die Eltern des schlagkräftigen Jungen sind schon im Gehen begriffen, doch dann ist es nicht nur der von den Gastgebern angebotene Kuchen, der sie zum Bleiben veranlasst. Zunächst fliegen kleine nadelspitze Bemerkungen hin und her, in scheinbar trauter Einigkeit verteidigen beide Paare ihre Brut und ihr Beziehungsgebäude. Doch im Eifer des Gefechts- zu späterer Stunde noch durch Alkohol befeuert – beginnen die Fassaden zu bröckeln und die Protagonisten sich zu entblößen. Die Solidarität der Paarbeziehungen löst sich auf. Es folgt ein fortwährender Rollentausch im klassischen Verfolger-Opfer-Retter-Dreieck, statt zwei gegen zwei heißt es am Ende jede*r gegen jede*n. Was von der Anlage her nach Boulevard-Komödie riecht, entpuppt sich als tiefgründige Kritik an den Konventionen unserer scheinbar zivilisierten Gesellschaft. So amüsant die scharfzüngigen Dialoge auch sind, beim Zuschauen bleibt das Lachen oft im Halse stecken, weil sich jede*r in den Protagonisten wiedererkennt.

Das Stück „Der Gott des Gemetzels“ der französischen Autorin Yasmina Reza eroberte nach der Uraufführung 2006 die Bühnen der Welt. Allein im deutschsprachigen Raum wurde es an über 90 Theatern gespielt. Mit der Verfilmung von Roman Polanski 2011 gelangte es auch über Theaterkreise hinaus zu Weltruhm. Abgesehen von zwei Außenaufnahmen bleibt jedoch auch der Hollywood-Film ein Kammerspiel, das macht ihn so besonders – er lebt von den pointierten Texten und damit vom Spiel der Mitwirkenden. Genau wie auf der Bühne, und das machen die vier vom Ensemble der Landesbühne ganz großartig: Aida-Ira El-Eslambouly als Anette, die als Anlageberaterin zunächst auch diesen privaten (Vor)Fall kühl-professionell abwickeln will, bis es ihr im wahrsten Sinne des Wortes hochkommt; Sven Heiß als ihr Gatte Alain, der während des Vierer-Disputs ständig am Handy hängt, um als Anwalt eines Pharmakonzerns einen Skandal zu vertuschen; Aom Flury als Michel, der bodenständige Haushaltswarenhändler und Familienvater, der sich am Ende als Zyniker entpuppt; und Ramona Marx als sozial engagierte Buchautorin Véronique, die inmitten des Gemetzels immer wieder an das Gute appelliert, bis auch ihr am Ende sichtbar fast die Halsschlagader platzt. Alle vier spielen sich (unter Regie von Krystyn Tuschhoff, cooles Bühnenbild: Uta Materne) nach und nach in Rage und entwickeln und entlarven dabei überzeugend ihre Rollencharaktere – absolut sehenswert!

Abspann: Für diese wundervolle Inszenierung kommen weder Hamster noch andere Tiere zu Schaden, wohl aber ein Blumenstrauß.

Weitere Termine im TheOs Wilhelmshaven: Sa., 31/08/2019, 20.00 Uhr; Sa., 14/09/2019, 20.00 Uhr; Do., 26/09/2019, 20.00 Uhr; Mi., 02/10/2019, 20.00 Uhr; So., 13/10/2019, 18.00 Uhr; Fr., 25/10/2019, 20.00 Uhr; Fr., 01/11/2019, 20.00 Uhr; Sa., 09/11/2019, 20.00 Uhr; Mo., 25/11/2019, 20.00 Uhr. Weitere Termine möglich!

Jul 232019
 

Ignoranter Startschuss

Norddeutsche Hafenkooperation mit Hamburg, Bremen und Wilhelmshaven würde die Elbvertiefung überflüssig machen

Elbinsel bei Glückstadt. Foto: Gegenwind

Elbinsel bei Glückstadt. Foto: Gegenwind

Am heutigen Dienstag läuten Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann den Start der Arbeiten für die umstrittene Elbvertiefung ein. Damit beginnt die größte Flussvertiefung aller Zeiten an der Tideelbe. Die Umweltverbände BUND, NABU und WWF befürchten gravierende Verschlechterungen für die Flussökologie und halten das Projekt weiterhin für rechtswidrig.

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Jul 062019
 

Seenotrettung kennt keine Grenzen

Demonstration auf dem Börsenplatz gegen das Ertrinken im Mittelmeer. Foto: Gegenwind

Demonstration auf dem Börsenplatz gegen das Ertrinken im Mittelmeer. Foto: Gegenwind

(iz) Bundesweit demonstrierten heute etwa 45.000 Menschen in über 100 Städten und Gemeinden für die Rettung in Seenot geratener Flüchtlinge im Mittelmeer und gegen die Kriminalisierung der Retter*innen. In Wilhelmshaven folgten gut 120 Menschen dem Aufruf der regionalen Initiative „Meer Menschlichkeit“ zu einer Kundgebung auf dem Börsenplatz und sprachen sich dafür aus, dass Wilhelmshaven „sicherer Hafen“ für Geflüchtete wird.

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Jul 042019
 

In seinem Leserbrief reagiert Rainer Klosse auf den WZ-Gastbeitrag von Lutz Bauermeister vom 25.6.2019 mit dem Titel „Debatte über CO2-Vermeidung statt Klima-Religion“:

Vielen Dank, Herr Bauermeister, dass Sie zum Ende Ihres Artikels festgestellt haben, dass der Klimawandel am Ende außer Frage steht. Der vorangestellte Artikel jedoch diffamiert, ja beleidigt alle die ein Klima gerechtes Handeln anmahnen. Stattdessen stellen Sie sich als Kenner wirtschaftlichen, liberalen Handelns vor. Um es mit Ihren Worten zu beschreiben, habe ich an keiner Stelle beobachten können, dass Sie Ihren Taschenrechner tatsächlich benutzt haben, uns mitteilen wie Sie Ergebnisse erreichen wollen.

Gemischt mit Halbwahrheiten, persönlicher Meinungen und Aneinanderreihung von Schlagworten, die in diesem Zusammenhang Verunsicherung hervorrufen sollen, macht mir Ihr Artikel Angst.

Das nach Ihrer Ansicht über Deutschland lachende China hat uns im Bereich Photovoltaik, Elektrospeicher und Elektromobilität in der Technologie bereits überholt. Entgegen Ihrer Suggestion hat China das Pariser Klimaabkommen unterschrieben und nimmt seine Ziele ernst. Die Anzahl von neu installierten Windenergieanlagen lassen auf Fachkonferenzen den Experten den Mund offenstehen.

Eine Methode des wirtschaftlichen Handels ist, Ergebnisse vom Ende zu betrachten (top to down). Damit beginnt ein jeder externe und bis dahin unbeteiligte Firmenberater. Hier stellen z.B. die „Fridays for Future“ Kinder fest, dass die von Ihnen genannten „Kraftanstrengungen“ leider nicht genug sind.

Ich würde mir wünschen, dass jeder in seinen „Gast Beiträgen“ von den Dingen berichtet, die er auch selber erlebt hat und uns daran teilhaben lässt.

Ich war auf dem Kirchentag und kann Ihnen versichern, dass der Klimaschutz dort ernst genommen wird. Sind es nicht die Kirchen, die sich mit „Brot für die Welt“ oder „Misereor“ in die Regionen wagen, die schon jetzt massiv unter dem Klimawandel leiden?

Auf den „Fridays for Future“ Veranstaltungen habe ich Kinder und Jugendliche mit unglaublichem Fachwissen und sozialer Kompetenz erlebt. Daher finde ich es gut und richtig, wenn verantwortliche Erziehungsberechtigte diese Veranstaltungen zum außerschulischen Lernort definieren und ihren „Zivilen Ungehorsam“ aufheben.

Meine fachliche Kompetenz liegt in Lösungen für regenerative Energiesysteme. Ich kann Ihnen versichern, dass nicht alle Probleme gelöst sind. In den letzten 30 Jahren hatte ich aber viel zu häufig mit der Verteidigung alter Besitzstände zu tun. Nur durch beharrlicher fachlicher Begründung konnten die zunächst unangenehmen Änderungen durchgesetzt werden. Haben wir nicht jetzt schon ein Verteilnetz, das abschnittsweise mit mehr regenerativer Energie klarkommt als zur selben Zeit bezogen wird? Das müssen wir jetzt weiter stabilisieren, damit dieses auch ohne unbehagliches Gefühl funktioniert. Ich glaube, dass Wirtschaftsexperten mir bestätigen, dass die einzige Konstante in der Veränderung liegt.

Rainer Klosse, Blumenstr. 4, 26382 Wilhelmshaven

Jun 162019
 

Diskussion über Energiewende

Leserbrief zum WZ-Bericht „SPD – Prof. Appel sorgt sich um Stabilität des Stromnetzes“

Herr Prof. Appel hatte auf Einladung der SPD und in der WZ ein weiteres mal die Gelegenheit, den durch Menschen angetriebenen Klimawandel zu leugnen und Menschen im grundlegendem Schulwissen zu verunsichern.

Durch den Begriff „Querdenker“ soll ihm wohl eine Opferrolle zugesprochen werden nicht gehört zu werden gegenüber z.B.  mehr als 28000 in Deutschland tätigen Wissenschaftler die erneut auf den katastrophalen Handlungsstillstand beim CO2 Ausstieg und Klimaschutz hinweisen.

Es ist schlichtweg ein NoGo, weiter fossile Brennstoffe über die Grenzwerte des Pariser Klimaabkommen 2030 hinaus auszustoßen. Der beschlossene Kohleausstieg für Deutschland bis 2038 reicht nicht aus und die Verkehrspolitik hat in den letzten 10 Jahren einen CO2 Anstieg anstatt Senkung erbracht.

Ein weiter so wie bisher, führt zu einer Erderwärmung um 4 ° C bis zum Jahr 2100. Leider wurden alle seriösen Klimavorhersagen ausgehend von 1990 bis heute weitgehend getroffen bzw. sogar übertroffen, daher ist davon auszugehen, dass auch die 4°C bei Untätigkeit zur Jahrhundertwende mit einer hinreichenden Genauigkeit eintreffen. Bei 4° C reden wir von der weitgehenden Unbewohnbarkeit des afrikanischen Kontinents. Überschwemmungen großer Teile Niedersachsens sind zu erwarten, oder können Sie sich vorstellen das höhere Deiche mehrere Meter Meeresanstieg zusammen mit immer heftiger werdenden Stürmen dauerhaft standhalten werden. Ein Artensterben in nie dagewesenem Ausmaß hat bereits begonnen. Eine Millionen Arten sind infolge des Klimawandels und der aktuellen Agrawirtschsft direkt vom Aussterben bedroht. Herr Prof. Appel wohl nicht mehr aber die Kids von „Friday for Future“ werden wohl die einsetzenden Flüchtlingsströme miterleben die vor Hunger oder Überflutung, Wetterkatastropen und Bürgerkriegen gezwungen sind ihr Heimat zu verlassen, wenn sie nicht selbst los ziehen müssen weil Ihnen buchstäblich das Wasser bis zum Hals steht.

Wenn Sie den 28000 Wissenschaftlern überzogene Panikmache unterstellen, lassen Sie sich doch bitte auf folgendes Gedankenexperiment ein.

Sie fahren mit hoher Geschwindigkeit ein Fahrzeug und sehen vor sich eine Gefahr, die Sie nicht einschätzen können, würden Sie dann nicht wie jeder andere auch, die Geschwindigkeit soweit reduzieren damit ein sicheres passieren der Gefahrenstelle möglich wird?

Herr Prof. Appel schlägt vor durch weiteren Zubau von Kohlekraftwerken die Geschwindigkeit noch mal zu erhöhen um die Gefahrenstelle so schnell wie möglich zu umfahren.

Wenn also akzeptiert wird, dass der Kompromiss des „Pariser Klima Abkommen“ eingehalten werden muss, selbst für Deutschland, dann kann man sich über das „wie“ unterhalten. Um den besten Weg zu stabilen Netzen, Versorgungssicherheit oder Energiespeicher kann dann gestritten werden. Es gibt noch nicht Antworten zu allen Fragen. Klimaskeptiker wie Herr Prof. Appel werden immer die Möglichkeit finden einzelne Themen herauszupicken und damit das gesamte in Frage zu stellen.

Aber es gibt auch Menschen, die anpacken, um die Katastrophe aufzuhalten. So sind auf EU Ebene und in den Arbeitskreisen des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.)  kürzlich Netzanschlussregeln verabschiedet worden, die Fragen zu stabilen Netzen aufgreifen und erhebliche Fortschritte erlangt haben. Der selbsternannte Stromnetzexperte Herr Prof. Appel ist seit Jahren nicht auf einer dieser Veranstaltungen gesehen worden.

Ich würde mir wünschen, dass sich die SPD sowie auch alle anderen Parteien und Entscheidungsträgern von Experten zum Klimaschutz beraten lassen, die sich positiv am Klimaschutz beteiligen und nicht zu beginn erst mal grundlegendes Schulwissen anzweifeln.

Das neu gegründete regionale Netzwerk „Scientist for Future, Bremen“, mit beteiligten auch aus Wilhelmshaven vermittelt Experten, die ihnen gerne den Stand der Wissenschaft vermittelt. Angst ist ein schlechter Ratgeber, solide Wissenschaft kann da schon mehr.

Rainer Klosse, Blumenstr. 4, 26382 Wilhelmshaven

Mai 162019
 

Diskussionsveranstaltung zu queerer Europapolitik

Am Freitag, 17.05.2019, dem internationalen Tag gegen Homo-, Trans-, Bi- und Interphobie, diskutieren Katrin Langensiepen (Grüne Europakandidatin) und Jens-Christoph Parker (Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Queer) mit Wilhelmshavener Bürger*innen zu Europas Politik für Schwule, Lesben, Bi- Trans* und Intersexuelle Menschen.
Kernthemen sind:
– Was wurde bereits erreicht?
– Welche politischen Baustellen gibt es noch?
– Wie umgehen mit dem zunehmenden Rechtspopulismus in Europa?
– Was sind die Leitlinien GRÜNER Queer-Politik?
Die Moderation hat Ulf Berner, Kreisvorstandssprecher der Grünen Wilhelmshaven.
Die Veranstaltung findet am 17.5. ab 17.00 Uhr im Café Gerda, Schillerstr. 16, Wilhelmshaven statt.

Mai 162019
 

Auf der Mitgliederversammlung am 14.5.2019 des Grünen Kreisverbandes Wilhelmshaven diskutierten die Mitglieder ihre Position zur anstehenden Stichwahl zum Oberbürgemeisterwahlkampf in Wilhelmshaven.
Zunächst dankte der Kreisverband dem Grünen Kandidaten Michael von den Berg ausdrücklich zu seinem guten Ergebnis im ersten Wahldurchgang. Anders als der Kandidat selber, bewertete der Kreisverband den dritten Platz mit 10,47% vor dem Hintergrund der Kandidat*innenlage als ausgesprochen erfolgreich. Von den Berg hatte noch am Wahltag seine Konsequenzen aus dem Wahlergebnis angekündigt. Konkret wird er diese aber noch einmal auf einer gesonderten Sitzung mit der Grünen Ratsfraktion besprechen.
Im Bezug auf die anstehende Stichwahl zwischen SPD Kandidat Dr. Niels Weller und dem unabhängigen Kandidaten Carsten Feist entschied sich die Versammlung mit großer Mehrheit dafür, keinen der beiden zu favorisieren. BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN hatte mit Michael von den Berg ein Grünes Angebot an die Wähler gemacht und möchte die GRÜNEN Themen, wie zum Beispiel ‚Kein Durchbau der Friedenstrasse‘, ‚Mobilitätswende‘, ‚ökologisch-ökonomische Stadtentwicklung‘, ‚Förderung des Radverkehres‘, ‚Energiewende, statt Kohlekraft und LNG‘ und ’soziale Stadtentwicklung‘ vor die Positionierung für einen Kandidaten stellen.
Der Kreisverband ist überzeugt, mit beiden Kandidaten als zukünftigen Oberbürgermeistern vertrauensvoll und konstruktiv zu Grünen Themen zusammen arbeiten zu können. Wichtig ist es allen Mitgliedern des Kreisverbandes jetzt, möglichst viele Menschen zu mobilisieren, am 26.5. ihre Stimme für die Stichwahl, aber ganz besonders auch für die Europawahl abzugeben.

Mrz 272019
 

CTW-Betreiber beklagen Schwarzmalerei und Rufschädigung

JadeWeserPort hinter Gittern. Foto. GEGENWIND

Foto: GEGENWIND

Offener Brief der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG an Horst Bartels, Gründer und Inhaber der Nordfrost GmbH & Co. KG

Bremen, 27.3.2019

„Sehr geehrter Herr Bartels,

Sie haben in den vergangenen Jahren unzählige Gelegenheiten geschaffen und genutzt, um Ihren Unmut über die Entwicklungen am JadeWeserPort auch öffentlich zu äußern. Sie haben – so wie wir auch – viel Geld in den Hafen investiert, der sich anfänglich leider nicht so entwickelte, wie es alle Beteiligten in der Planungsphase erwartet hatten.  Stimmt, für uns Unternehmer war das unbefriedigend.

Wir haben allerdings überhaupt kein Verständnis dafür, dass Sie in Ihren Äußerungen stets andere für Ihre enttäuschten Erwartungshaltungen verantwortlich machen. Und da es im Hafen leider noch nicht so viele Mitspieler gibt, stehen wir, EUROGATE, seit mittlerweile sechs Jahren im Zentrum Ihrer Anfeindungen.

Wir haben lange zugehört und sehr zurückhaltend reagiert. Mittlerweile aber platzieren und wiederholen Sie eine ganze Reihe von Unwahrheiten und Fehleinschätzungen , den Hafen und EUROGATE betreffend. Je häufiger Sie sich zu Wort melden, desto mehr entfernen Sie sich von der Wahrheit.

Seit einem knappen Jahr erzählen Sie den Menschen, EUROGATE würde die Zukunft des Standortes gefährden , wenn wir nicht augenblicklich in acht weitere Containerbrücken investierten. Sie begründen das mit einer Wachstumsprognose im Containerumschlag, deren Ursprung wir nicht kennen. Ihre Container sind es jedenfalls nicht, die uns in Wilhelmshaven im Jahr 2020 auf über eine Million TEU katapultieren könnten.

Ja, wir wachsen am EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven (CTW). 2018 allein um 18,3 Prozent. Und ja, wir wollen dieses Wachstum fortsetzen. Aber selbst, wenn wir ein Wachstum von 25 Prozent pro Jahr erreichten und Ende 2020 auf einen Gesamtumschlag von einer Million TEU kämen, so wären das Terminal und die aktuell eingesetzten acht Brücken noch immer nicht vollständig ausgelastet.

In den regelmäßigen Gesprächen mit all unseren Kunden war und ist die Anzahl unserer Brücken nie ein Grund zur Beschwerde. Ganz im Gegenteil: die Zufriedenheit über die vorhandene Leistungsfähigkeit ist so hoch, dass wir viele zusätzliche, ungeplante Schiffsanläufe am CTW haben.

Sie hingegen malen schwarz.  Ihre Beweggründe dafür sind uns unbekannt. Aber Sie beurteilen dabei Prozesse und Entscheidungen, für die Sie nicht zuständig sind und für die Sie auch – bei allem Respekt – keine nennenswerten Erfahrungen vorweisen können.

Schlimmer noch: Sie nehmen die Rufschädigung, die durch Ihre Äußerungen für EUROGATE entsteht, bewusst in Kauf. Aus diesem Grund sehen wir uns gehalten, Ihre Äußerungen einer rechtlichen Würdigung zu unterziehen.

Herr Bartels, beenden Sie Ihren absurden Feldzug und kehren Sie auf den Boden der Tatsachen zurück . Der JadeWeserPort ist auf einem guten Wachstumskurs , den wir  alle begrüßen und fortsetzen wollen. Aber dafür müssen alle Beteiligten zunächst im eigenen Zuständigkeitsbereich die Voraussetzungen schaffen. Akzeptieren Sie bitte, dass es in diesem Hafen – wie in allen anderen Häfen der Welt auch – gleichwertige Partner gibt, die gemeinsam an der Zukunft des Standortes arbeiten und Erfolg und Misserfolg teilen. Der JadeWeserPort gehört nicht Ihnen allein!

Wir verweigern  uns keiner sachlichen und faktenbasierten  Diskussion zur Situation und Zukunft des JadeWeserPorts.  Lassen Sie uns diese gern führen. Aber bitte nicht in der Art und Weise, wie Sie es aktuell tun.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Blach, Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung

Marcel Egger, Mitglied der Gruppengeschäftsführung“

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein Interview mit Mikkel Andersen, EUROGATE-Geschäftsführer in Wilhelmshaven, im Weserkurier vom 20. März 2019. Nach seiner fachlichen Einschätzung ist die derzeitige Infrastruktur am JadeweserPort noch lange nicht ausgelastet. Aus Kreisen der Wilhelmshavener Politik erschallen derweil immer wieder Rufe, man müsse nun dringend die zweite Ausbaustufe des Terminals in Angriff nehmen …

 

Mrz 212019
 

Stadtpark"verschönerung" braucht echte Bürgerbeteiligung

Mit großer Sorge lasen mein Mann und ich von der bevorstehenden  Veränderung unseres Rüstringer Stadtparks. Es wird von Verjüngung und Verschönerung, von Sichtschneisen, neuen Wegen etc. geschrieben. Man will sich an die ursprünglichen Pläne des Parks halten und deshalb die Pappeln durch Säulenbäume ersetzen. Da Herr Pallaske von außerhalb kommt, kann er auch nicht wissen, dass in der Zeit vor diesen Pappeln auch Pappeln  an der Straße zum Ehrenfriedhof standen. Rechts der Straße standen Fliederbüsche bis zum Eingang des Friedhofs. Hinter dem Flieder gab es einen schmalen Pfad, der von Reitern benutzt werden durfte.

Da ich quasi als Neuengrodenerin im Park aufgewachsen bin – wir spielten noch draußen  –  kann ich mich  gut erinnern, wie die vorherigen Pappeln  gefällt und dazwischen die jetzigen angepflanzt wurden.  Ich verstehe auch nicht, warum der wasserreinigende Schilfgürtel um den Parkteich entfernt wurde, in dem sich  Wasservögel mit ihren Jungen  verstecken konnten. Es liegt kein Ast mehr im Wasser, keine Weidenzweige reichen ins Wasser,  an dem die Teichhühnchen ihr Nest befestigen könnten. Der Eisvogel hat kaum noch einen Ansitz, weil das entsprechende Strauchwerk jedesmal wieder entfernt wird. Nun braucht man 5,5 Millionen Euro, um das Gewässer zu sanieren. Der Schilfgürtel hätte es günstiger gemacht.

Die alten Linden am Kanal entlang duften im Frühling herrlich und ziehen unzählige Insekten an ( jedenfalls einen  Teil  der  restlichen 20%, die der Mensch noch nicht vernichtet hat). Es dauert Jahrzehnte, bis die Neuanpflanzungen den biologischen Nutzen der alten Bäume ersetzen.

Wir Kinder freuten uns immer, wenn wir einen Hirschhornkäfer im Park fanden. Der Parkwächter  aber bestand darauf, dass wir den Käfer wieder  zurücksetzten.

Gerade im Hinblick auf die Klimaveränderungen, deren Folgen wir in den letzten Jahren durch Stürme mit umstürzenden Bäumen, Hitze, Feuer, Anstieg des Wasserspiegels, Dauerregen, Insekten- und Vogelsterben, Luftverpestung hautnah erleben mußten und in Zukunft erleben werden, ist es  notwendig, um jeden Baum zu kämpfen. Gerade die alten Bäume bieten nicht nur Nahrung für die Vogelwelt, sondern verbessern auch  unsere Atemluft, schlucken Lärm, halten das Erdreich fest, spenden Sauerstoff etc.

Umso entsetzter und enttäuschter waren wir – und viele Parkbenutzer –, als auf Veranlassung von Frau Dr. Heider und Herrn Pallaske 33 überwiegend gesunde, von den Kleingärtnern angepflanzte  Bäume auf dem Parkplatz gegenüber dem Botanischen  Garten gefällt wurden. Bisher wurde der versprochene Ersatz noch nicht nachgepflanzt (Fotos der Rodung sind vorhanden).

Hoffentlich wird die „Verschönerung“ unseres Parks nicht ähnlich aussehen, wie der Parkplatz nach den Rodungsarbeiten.

Viele Bürger können wegen des zu kurzfristig angesetzten Termins zur sog. „Bürgerbeteiligung“ nicht kommen. Diese sog. Bürgerbeteiligung soll schnell „eingearbeitet“ werden, um an das Fördergeld zu kommen, las man in der WZ. Man hat den Verdacht, dass eine Bürgerbeteiligung nur störend ist und sowieso nicht ernst genommen wird. Daher erwarte ich einen neuen Termin, damit Bürger genügend Zeit haben, sich darauf vorzubereiten.

Afra Cassens-Mews
Neuengrodener Weg 30
26386 Wilhelmshaven

Mrz 012019
 

Verwaltung ist nach Einschätzung von OB-Kandidat Andreas Tönjes (Die PARTEI) schlecht informiert

Pressemitteilung des Kreisverbandes Wilhelmshaven der Partei „Die PARTEI“ vom 1.3.2019

Am 20.02.2019 wurden von der GUS-Gruppe mehrere Anträge zur verbesserten Verkehrsführung auf der Bismarckstraße in den Rat der Stadt eingebracht. In einem Antrag wurde unter anderem die Verkehrsführung im Bereich der Einmündung Bismarckstraße/ Mozartstraße sowie die Auffahrt zum REWE-Markt von der Ratsgruppe als problematisch eingestuft. Dazu nahm der Stadtrat Oliver Leinert Stellung und verwies auf die Zuständigkeit der Verwaltung und vertrat die Auffassung, daß der Rat sich nicht mit solchen Themen befassen sollte, da hier die Verkehrslenkung und Unfallkommission zuständig wäre und entsprechend tätig würde, wenn erforderlich. Auf Nachfrage des Ratsherrn Tönjes (Die PARTEI) unterstrich Herr Leinert, das dort hundertprozentig nicht gehandelt werden muß und dieser Ort „überhaupt nicht auffällig“ wäre. Der Antrag wurde daraufhin im Rat mit großer Mehrheit abgelehnt. Der zweite Antrag zur Verkehrsführung kam dann aufgrund eines Geschäftsordnungsantrages nicht mehr zur Abstimmung, obwohl auch hier nach Auffassung der GUS-Gruppe Handlungsbedarf besteht.
Zur großen Verwunderung führte nun, nach Veröffentlichung des Unfallatlas (die WZ berichtete), daß diese Aussage des Stadtrates Oliver Leinert offensichtlich im krassen Widerspruch zur Faktenlage steht. Der Unfallatlas weißt dort doch zwei Unfallgeschehen, sogar mit Schwerverletzten, aus. Dieser Widerspruch sollte nun in der nächsten Ratssitzung von Stadtrat Oliver Leinert aufgeklärt werden. „Nicht nur als Ratsmitglied muß man sich auf die Aussagen der Verwaltung verlassen können!“ unterstreicht Tönjes. „Gleichzeitig zeigt dieser Vorfall aber auch, wie wichtig Transparenz in der Verwaltung ist“ erklärt Tönjes, der sich auch um das Amt des Oberbürgermeisters bewirbt. „Verwaltungshandeln muß für Ratsmitglieder, und noch wichtiger für die Bürger, nachvollzieh- und überprüfbar sein. Die Realität zeigt aber immer wieder, daß interne Prüfmechanismen versagen und hier könnten die Bürger, bei entsprechender Transparenz der Verwaltung, Hinweise auf Mißstände geben“. „Transparenz bedingt damit die Digitalisierung der Verwaltung“ führt Tönjes weiter aus, um mit den Worten zu schließen „Sümpfe sind zwar schützenswerte Biotope, aber nur in der Natur!“

Feb 142019
 

Zurück in die Zukunft

Der LNG-Tanker ArcticVoyager (mit 4 roten Tanks) im Europoort Rotterdam. Foto: Kees Torn / flickr / CC BY-SA 2.0

Der LNG-Tanker ArcticVoyager (mit 4 roten Tanks) im Europoort Rotterdam. Foto: Kees Torn / flickr / CC BY-SA 2.0

(red) Seit fast 50 Jahren träumt die hiesige Hafenwirtschaft von einem Flüssiggasterminal am Voslapper Groden. Nun könnte ihre Hoffnung sich erfüllen. Das altbekannte Mantra von Aufschwung und Arbeitsplätzen soll kritische Geister in Schach halten. In Hinblick auf eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Zukunft beziehen der BUND und Bündnis 90 / DIE GRÜNEN klar Stellung gegen Investitionen in eine nicht mehr zeitgemäße Brückentechnologie.

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