Apr 082019
 

BASU

Die BASU – Freie Liste für Bildung/Arbeit/Soziales/Umwelt – traf sich, um auf ihrer Jahreshauptversammlung 2019 die aktuellen Themen breit zu diskutieren.

Pressemitteilung vom 7. April 2019 * Den Durchbau der Friedenstraße lehnten die Mitglieder de BASU mit der Begründung ab, dass es in Wilhelmshaven kein so großes Verkehrsaufkommen gäbe, das eine weitere Straße in diesem Bereich rechtfertigen würde. Myrijam Bartelt machte nochmal deutlich, dass es im Stadtgebiet etliche Straßen und Radwege gibt, die in einem schlechten Zustand sind, hier solle doch Abhilfe geschaffen werden.

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Mrz 062019
 

Jochens Logbuch1

 

WZ, 05. März 2019 (Auszug):

„LNG spielt zunehmend eine tragende Rolle auf dem Energiemarkt. Wir erwarten noch im März eine Entscheidung des Bundes über Fördermittel zum Aufbau eines LNG-Standortes – und ich gehe fest davon aus, dass mindestens ein niedersächsischer Standort dabei Berücksichtigung findet“, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU).
„Sowohl die Planungen der Unternehmen Uniper und MOL für Wilhelmshaven als auch der LNG Stade GmbH im Verbund mit dem amerikanischen Chemiekonzern Dow haben einen hohen und belastbaren Detailierungsgrad erreicht.“


 

Hierzu meine erste Gedankenskizze:

Risiken des LNG-Importes über Wilhelmshaven

Im Fall einer Schiffskollision in der Jade-Fahrrinne könnte sich ein Tank entleeren, das Flüssiggas (LNG) auf dem Wasser ausbreiten und dann vergasen. Je nach Windrichtung und –stärke könnte eine riesige Gasfahne friesische Ortschaften oder die Stadt Wilhelmshaven erreichen. An den Rändern, wo sich das Erdgas in einem bestimmten Verhältnis mit Luft vermischt hat, könnte ein Zündfunken einen explosionsartigen Flächenbrand auslösen.
Im Gefahrenbereich liegen zudem ein Großchemiewerk (Vynovia), dass Vinylchlorid Monomer in Tanks lagert bzw. zu PVC verarbeitet sowie ein Öltanklager (HES). Zudem ist die teilweise Wiederinbetriebnahme einer Ölraffinerie beantragt worden. Sowohl vor dem PVC-Werk als auch vor dem Ölkomplex sind Umschlagbrücken für Chemie- und Öltanker kilometerweit in die Jade hineingebaut worden. Auch sie könnten im gegebenen Schadensfall von dem Flammeninferno erfasst werden…
Lt. Pressemeldung soll das LNG von Schiff zu Schiff in einen mit einem Schiffsanleger vertäuten Lager- und Regasifizierungstanker  – einem sogenannten „Floating storage and regasification unit terminal” (FSRU) – umgeladen werden. Dadurch wird eine Regasifizerungsanlage im Voslapper Groden überflüssig. Schiffsumschlag, LNG-Lagerung und Regasifizierung würden demnach in unmittelbarer Nachbarschaft der Umschlaganlage für Äthylendichlorid (EDC)  – eine farblose, brennbare und giftige Flüssigkeit – angelandet und in Tanks zwischengelagert, bevor es in dem nahen PVC-Werk zunächst zu gasförmigen, krebserregenden Mono-Vinylchlorid (VC) verarbeitet wird, um dann daraus schließlich Poly-Vinylchlorid (PVC) herzustellen..

Badewasserqualität

Für die Regasifizierung des auf minus 162°C heruntergekühlten und verflüssigten Erdgases wird Wärme gebraucht. Dazu würde sich das Wasser aus der Jade anbieten, das man dem verflüssigten Erdgas solange aussetzt, bis es in seinen gasförmigen Zustand zurückversetzt worden ist. Das abgekühlte Jadewasser müsste in die Jade zurückgepumpt werden. Inwieweit die Badestrände (z.B. bei Hooksiel) davon in Mitleidenschaft gezogen würden, müsste feststellbar sein.

Erdgaslagerung

Denkbar wär‘ es zumindest, dass im „Voslapper Groden Nord“ Erdgas-Lagertanks zum Zwischenlagern errichtet werden müssten. Das wäre eine Quelle für weitere Unfallgefahren.
In der Diskussion wird zudem der Vorteil hervorgehoben, dass vor Ort bzw. bei Etzel Salzstöcke vorhanden seien, aus denen man Kavernen herausgespült habe. In diese könne man neben Rohöl auch Erdgas einlagern.
Dazu hätten die Anwohner in Etzel sicher was zu sagen…

Arbeitsplätze, Gewerbesteuern, Wertschöpfung

Die Schaffung von Arbeitsplätzen dürfte sich auf einen äußerst bescheidenen Rahmen beschränken. Ich habe einen Bericht vorliegen, in dem von 50 Arbeitsplätzen in einem LNG-Terminal berichtet wird.
Wieviel Gewerbesteuern bei Realisierung des Projekts in die Stadtkasse fließen würden, wird wohl ein Geheimnis bleiben (wahrscheinlich kein „focken Cent“, denn der Betreiber wird dann wahrscheinlich seinen Geschäftssitz in Billigsteuerland einnehmen).
Die lokale bzw. regionale Wertschöpfung dürfte also äußerst mager ausfallen…

 

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