Gegenwind 106

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Mrz 091992
 

Ozonkiller ICI

Dem Gegenwind zugespielte Unterlagen beweisen: ICI ist einer der größten Ozonkiller an der Küste

gw106_titel1Inhalt

♦ Das natur- und heimatkundlich wertvollste Gebiet Wilhelmshavens soll zerstört werden. Bagger an der Ladestraße

♦ Kinder krabbeln gern – doch was passiert, wenn dafür plötzlich kein Geld mehr da ist – Ausgekrabbelt

♦ Lehrerarbeitslosigkeit – Unterrichtsausfall – Normalitäten der heutigen Zeit. Die Stadt Wilhelmshaven weiß einen Weg, um zumindest der pädagogischen Unterversorgung Herr zu werden: „Pauker light“

♦ Ausländerfeindlichkeit, Fremdenhaß, Vorurteile – Dem Haß keine Chance geben will eine Koordinationsgruppe Wilhelmshavener Organisationen

♦ Wie wird man ein Paradiesvogel? Andreas Koût im GEGENWIND-Gespräch

♦ Seit dem Golfkrieg ist sie sprunghaft angestiegen: Die Zahl der Leute, die nach abgeleistetem Wehrdienst den Wehrdienst verweigern – „Aus der Reserve locken“ ist unser Artikel überschrieben

♦ Dem GEGENWIND zugespielte Unterlagen beweisen: ICI ist an der Küste der Ozonkiller Nr.1

♦ Die geplante Produktion des angeblich klima-unschädlichen „Klea“ bei der ICI zeigt, daß sie nichts mit dem Umweltschutz am Hut hat

♦ Die Horrormeldungen für unsere Region reißen nicht ab: Krupp-Industrietechnik ist gehörig ins Trudeln geraten. 1.200 Arbeitsplätze sind gefährdet. Viele Fragen aber keine Antwort


Titel-Montage: Gegenwind


Die Druckausgabe zum Runterladen: Gegenwind 106

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Auch bei

Bawi gibt es Kurzarbeit. Im Anschluß an die 6 Wochen 100%iger Kurzarbeit dürfen die MitarbeiterInnen einen 3-wöchigen Zwangsurlaub antreten. -hk-

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Mexico

heißt das Land, in dem sich vielleicht die Träume vieler Olympia-Beschäftigter nach Weiterproduktion der Schreibmaschinen realisieren werden – nur leider nicht für sie. Denn AEG will, wie jetzt bekannt wurde, die Produktion ins dortige Werk (in dem zur Zeit hauptsächlich mechanische Schreibmaschinen produziert werden) verlagern. Ob die Abwicklung dieses Geschäftes allerdings problemlos über die Bühne gehen wird, bezweifelt zumindest Olympia-Betriebsrat Holger Ansmann. „Glauben die denn, daß die Kollegen hier mit der Kündigung in der Tasche so eine Geschichte abwickeln werden?“ so Ansmann zum GEGENWIND. -hk-

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Spock reist jetzt PVC-frei

Die amerikanische Weltraumbehörde NASA stellt bekanntlich höchste Anforderungen an Mensch und Maschine. Werkstoffe, die in der Raumfahrt erprobt und für gut befunden wurden, finden dann weltweit Einzug im technischen Bereich.
So mag es für alle, die sich mit PVC auseinandersetzen, interessant sein, daß die NASA eben diesen Werkstoff unlängst aus ihren Raumkapseln verbannt hat. Grund: die Wissenschaftler befürchten, daß ihre Astronauten nachhaltig durch die Weichmacher geschädigt werden, die aus dem PVC austreten und die Luft in der Kapsel vergiften. -hk-

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Schule

Weiter verschlechtern

wird sich die Unterrichtsversorgung in Wilhelmshaven, wenn der neue Erlaß zur Berechnung der notwendigen LehrerInnenstunden angewendet wird.
Grundlage der Berechnung soll künftig eine Soll-Klassengröße sein, die einige Wilhelmshavener Schulen nicht erfüllen können. Beträgt die Stundenversorgung z.B. an den Grundschulen nach der noch gültigen Berechnungsgrundlage 99 %, so ist das nach dem neuen Schlüssel eine Überversorgung. Die kleinen Schulen werden nach Anwendung des neuen Erlasses die durch die Rahmenrichtlinien geforderten Stunden nicht mehr erteilen können.
An Neueinstellungen ist besonders an den Grundschulen erst mal nicht zu denken; unsere Schulkinder werden bald nur noch von Lehrkräften betreut werden, die ihre Großeltern sein könnten. -noa-

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Kurz kommentiert

Bei Olympia gibt es anscheinend eine doppelte 00-Lösung – da ist einmal der geplatzte Deal des Unternehmensberaters Sievers, der von Daimler den Zuschlag für die Olympia-Office (00)-GmbH und die Office-Service-Gesellschaft erhalten sollte.
Die zweite 00-Lösung müssen wohl die Beschäftigten in der Produktion schlucken: Über die wenigen kleinen Erfolgsmeldungen im Kampf für den Erhalt der Arbeitsplätze wurde die Frage „Was passiert eigentlich mit den Menschen in der Produktion?“ anscheinend völlig vergessen. Weiterlesen »

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Einen erneuten Erfolg

konnte jetzt der Arzt Dr. Gorm Grimm vor dem Kieler Sozialgericht gegen die starrsinnige Weigerung der Krankenkassen hinsichtlich der Kostenübernahme für die Behandlung Drogenabhängiger mit codeinhaltigen Präparaten verbuchen.
Dr. Grimm behandelt seit mehr als 10 Jahren opiatabhängige PatientInnen mit Codein. Nach Ansicht der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Schleswig-Holstein und des Landesverbandes der Krankenkassen verstößt die von Dr. Grimm bevorzugte Therapie mit dem Codeinsaft gegen gesetzliche Bestimmungen. Sie verweigerten deswegen nicht nur die Kostenübernahme, sondern sperrten dem Kieler Arzt sogar die Kassenzulassung.
Die Richter des Kieler Sozialgerichtes wollten den Ausführungen der KV und des Landesverbandes nicht folgen. Nach Auffassung der Richter ist Drogenabhängigkeit unstreitig eine Krankheit. Demzufolge können die Krankenkassen die Behandlung und die damit verbundenen Kosten nicht ablehnen.
Bleibt abzuwarten, inwieweit die Ansichten des Kieler Sozialgerichtes richtungweisend sein werden, wenn demnächst der mit Codeinpräparaten behandelnde Wilhelmshavener Arzt Johann Janssen die Kostenübernahme durch die Krankenkassen vor Gericht erstreitet. -ub-

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Stoppt die Bagger!

Gegen den Widerstand der Natur- und Umweltverbände will die Stadt den wohl wichtigsten Naturraum in der Stadt zerstören

(hk) Wieder soll Wilhelmshaven um ein Stück Natur und um ein Stück Heimatgeschichte ärmer werden: Das Gebiet zwischen Ladestraße/ Ebkeriege/ Ems-Jade-Kanal und Alter Banter Weg soll für Gewerbeansiedlungen erschlossen werden. Wilhelmshavens Natur- und Umweltschutzverbände laufen Sturm um den längst beschlossenen Plan doch noch zu kippen.

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Ausgekrabbelt

Arbeiterwohlfahrt schließt Krabbelgruppen

(hk) „Nach längeren Gesprächen und einer Grundsatzdiskussion über defizitäre Einrichtungen im KV WHV erging einstimmig dieser Beschluß durch den Vorstand des KV „Aufgabe der Krabbelgruppen zum 31.3.92.“ Dieser Beschluß des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt Wilhelmshaven traf die Eltern von 38 Kindern wie ein Schlag aus heiterem Himmel.

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Frauenliste

Nach siebzehn Jahren …
… sollen die Aufwandsentschädigungen der Ratsmitglieder in Wilhelmshaven erhöht werden. Das ist auch aus unserer Sicht sachlich durchaus gerechtfertigt. Denn Ratsmitglieder verdienen sich keine „goldene Nase“, jedenfalls nicht mit den Aufwandsentschädigungen. Weiterlesen »

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Lehrkräfte light

LehrerInnenausbildung im Schnellverfahren

(noa/gg) Nach dem Krieg gab es sie schon einmal, die „Hilfslehrerinnen“. Damals waren sie notwendig, weil es zu wenige vollausgebildete Lehrkräfte gab. Heute sollen sie im Schnellstverfahren „ausgebildet“ und eingestellt werden, obwohl es arbeitslose PädagogInnen gibt.

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Massentierhaltung Stop!

Eine Aktion gegen Intensiv- und Massentierhaltung plant die Tierrechtsbewegung Wilhelmshaven/ Friesland. Am Karsamstag, den 18. April 1992, soll es zu einer Umzingelung der im Landkreis Vechta angesiedelten Legebatterien kommen. Die TeilnehmerInnen der Menschenkette treffen sich vormittags an der BAB-Abfahrt Vechta. Nähere Informationen sind unter der Telefonnummer zu erfragen. –ub-

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...eine Zukunft

Koordinationskreis will die Aktivitäten gegen Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile forcieren

(hk) Übers Jahr verteilt fanden sie schon immer statt, die Veranstaltungen gegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhaß. Sie ballten sich dann, wenn es auf den 9.11., den Tag der Reichspogromnacht, zuging. Da konnte es schon passieren daß man an einem Abend gleichzeitig im Pumpwerk, im klingklang und in der Perspektive auftauchen mußte, um von allen Veranstaltungen wenigstens etwas mitzubekommen.

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Arbeitskreis Südafrika und Bürgerinitiative gegen Ausländerfeindlichkeit (BIGAF): Beratung für Asylbewerber
Der AK Südafrika und die BIGAF arbeiten seit Dezember 1991 gemeinsam an den Themen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.
Die Betreuung von AusländerInnen und AsylbewerberInnen wird dabei als erste wichtige Aufgabe gesehen. Dabei soll es nicht um eine rechtliche Beratung gehen, sondern um Unterstützung bei Kontakten mit und zu Behörden.
Ab 3. März 1992 wird jeden Dienstag und Donnerstag von 16.00 – 18.00 Uhr ein Team im Infoladen, Rheinstraße 104 für Gespräche mit Betroffenen zur Verfügung stehen.
Um eine regelmäßige Betreuung leisten zu können, werden noch kontaktfreudige BürgerInnen gesucht.
Nähere Informationen: M. Klöpper oder DGB
Regelmäßiges Plenum: jeden 1. Mittwoch im Monat um 20.00 Uhr im Gewerkschaftshaus (Willi-Bleicher-Zentrum), Kieler Str. 63.

 

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Paradiesvogel

Andreas Koût bringt Farbe in den Kulturausschuß

(hh) Die Kommunalwahl vom November letzten Jahres hat nicht nur zu veränderten Mehrheitsverhältnissen geführt. Es haben auch einige Ratsneulinge die politische Bühne betreten. Einer von ihnen ist der Grüne Andreas Kout. Der Gegenwind befragte ihn nach seinen noch frischen Erfahrungen mit der Ratsarbeit.

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