Gegenwind 039

Menü

 

 

Jul 011982
 

RuschereiRuscherei in der Krise

Konflikte um das erste Whv’er Stadtteilhaus

Das erste Wilhelmshavener Stadtteilhaus , die „Ruscherei“ in Altengroden steckt in einer Krise. Nach einem hoffnungsvollen Beginn im letzten Jahr kam es bald zu Auseinandersetzungen um die Arbeit im Haus. Menschliche Unstimmigkeiten und kulturpolitische Meinungsverschiedenheiten verquickten sich unheilvoll. Der Höhepunkt: Nach monatelangen Reibereien kündigte der „Förderverein Stadtteilhaus Altengroden e.V.“ dem Leiter der Ruscherei, Hajo Kruda. Droht aus der Ruscherei ein bloßes Vereinsheim oder eine „kommunale Kneipe“ zu werden? Weiterlesen »

Print Friendly
Jul 011982
 

Arbeitsdienst durch Sozialhilfeempfänger!
Diese Parole gab Ratsfrau Karin Patent (CDU) kürzlich in der Sozialausschußsitzung des Rates aus. Frau Patent möchte nach Berliner Muster Sozialhilfeempfänger unentgeltlich zu öffentlichen Arbeiten heranziehen
Stadtrat Horst EngstIer (CDU) stellte fest, daß dies in der Verwaltung geprüft werde. Man stelle sich eine Sozialhilfeempfängerin mit vier Kindern vor, die zum „öffentlichen Wohle“ im Winter Schnee schippen oder im Sommer Unkraut zupfen darf! Hatten wir das nicht schon mal? wk
Print Friendly
Jul 011982
 

Verdoppelt
werden soll die jährliche Fahrtkostenpauschale für Ratsmitglieder von ca. 450,- DM auf 900,- DM. Um das Geld wieder hereinzuholen, will man bei der Reinigung der öffentlichen Gebäude sparen. Diese liegt in privaten Händen. Berechnungen zufolge werden die privaten Reinigungsfirmen wegen der stark verringerten Arbeiten fünfzig (!) Putzfrauen entlassen. Wir wünschen unseren Volksvertretern e in gutes Gewissen bei ihren Fahrten durch die Stadt. wk
Print Friendly
Jul 011982
 

Gegen den Wind
stellen sich Teestube Kluntje und Café Fleur mit einem neuen Konzept.
Als Kollektiv von acht Leuten, Schülern und Studenten, bietet sie neben dem Verkauf und Ausschank von vielen Teesorten, Kaffee aus Nicaragua, Kaltgetränken, Kuchen, Geschenkartikeln die Möglichkeit, Bilder auszustellen, Musik zu machen, Beziehungen zu knüpfen, Tageszeitungen zu lesen, Spiele auszuleihen und natürlich Vorschläge zu machen. Politische und andere Gruppen können das Café Fleur als Treffpunkt nutzen. Dort können sie auch Flugblätter drucken.
Der Reingewinn, den das Kollektiv erwirtschaftet, wird auf dessen Beschluß in Veranstaltungen, Gruppenarbeit, Spiele usw. investiert. So können auch finanzschwache Gruppen bei der Arbeitsgemeinschaft der Teestube Unterstützung finden.
Teestube Kluntje
Passage 55 Marktstraße
Tel. 21 555

Öffnungszeiten: Mo-Sa 10 – 24 Uhr
So 14,30 – 18 Uhr

Print Friendly
Jul 011982
 

Peinlich
ist Ulrich Iserlohe, Landtagsabgeordneter der SPD, ein Bestechungsversuch, der in seinem Namen geschah. Im SPD-Wahlkampfblatt „Zeitung am Sonntag“, sollte ein Artikel über das neue Kommunikationszentrum für Türken in der Rheinstraße erscheinen – voller Lob für Oberstadtdirektor Eickmeier, der das Vorhaben jahrelang blockiert hatte. In letzter Wahlkampfminute kriegten die Genossen kalte Füße und schickten den Verfasser mit 200,- DM „Entschädigung“ für den nicht abgedruckten Artikel zu den Türken. Diese lehnten dankend ab .
Refik El Basi, der Vorsitzende des „Vereins der Türken“: „Eigentlich wollte ich Herrn Iserlohe für die 200,- DM Blumen schicken. Aber dann habe ich mich doch für einen freundlichen Brief entschieden und das Geld abgelehnt.   wk
Print Friendly
Jul 011982
 

Verwirrung
stiftete die „Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt“ (Lufa) beim Bauern Pietsch in Memershausen. Die Lufa schickte ihm in der Folge des ICI-Unfalls am 1.12.1981 ständig Berichte ins Haus. Danach sind im Gras über 130 mg Kupfer/kg Trockenmasse festgestellt worden. Der Schafauftrieb wurde auf einigen Weiden verboten. ICI hat sich bereiterklärt, für den Schaden aufzukommen. wk
Print Friendly
Jul 011982
 

Gescheitert
ist vorerst das Projekt eines Kommunalen Kinos in Wilhelmshaven. Der Oldenburger Kino-Mann Rossmann („Casablanca“), der im „Apollo“ ein Programmkino mit anspruchsvollem Filmangebot einrichten wollte, gab auf, als der Kino-Gigant Filmzentrum sich im Gegenzug ausweiten wollte. Wilhelmshaven bleibt auch weiter hin Filmprovinz. wk
Print Friendly
Jul 011982
 

Lernmittel
Der SSRW fordert noch immer mit Nachdruck von der Landesregierung die Einführung der uneingeschränkten Lehrmittelfreiheit in Niedersachsen. Die Vergangenheit habe gezeigt, daß das von Kulturminister Remmers eingeführte Bezugs-Schein-System-Lehrmittelhife in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Angaben der Schüler und Eltern für Lehrmittel stehe. Weiterlesen »
Print Friendly
Jul 011982
 

Bedrückend
wirkte die Anwesenheit des greisen „Stahlhelm-Ehrenlandesführers“ und CDU-Ratsmitglieds Wilhelm Schrader bei der Einweihung des Krökel-Platzes in Bant. Krökel war von des Nazis ermordet worden – der Stahlhelm einer der eifrigsten Steigbügelhalter Hitlers. wk
Print Friendly
Jul 011982
 

Seitenwechsel

Ein Seitenwechsel erfolgte bei den Förderern des Stadtteiles Bant. Bisher war es die SPD, die sich für die Erhaltung der Werfthaussiedlung einsetzte und jedes Jahr eine Summe in den Hauhalt der Stadt aufnahm, um weitere Verbesserungen zu ermöglichen. Weiterlesen »

Print Friendly
Jul 011982
 

Die alte Leier

Immer wieder Grodendamm

Der Wilhelmshavener Finanzchef Dr. Norbert Boese tritt immer mehr aus seiner bisherigen Rolle der „grauen Eminenz“ heraus. Boese fängt immer offener an, auf eigene Faust Politik zu machen. In der Grodendammfrage auch am müder werdenden Oberstadtdirektor vorbei. Weiterlesen »

Print Friendly
Jul 011982
 

Gegen Gewerkschaftsinteressen
verhält sich der Verwaltungsausschuß des Rates, dem alle Parteien angehören. Als der städtische Personalratsvorsitzende Georg Rohde kürzlich wie gewohnt an der Sitzung teilnehmen wollte, wo – so Rohde – Dinge besprochen wurden, „die den Personalrat etwas angehen“, hörte er schon beim Eintreten: „Was will der denn hier?“. Weiterlesen »
Print Friendly
Jul 011982
 

Nichts gewesen

Die Jusos nach dem Sturm

In der Rekordzeit von nicht einmal einer (!) Stunde absolvierten die Wilhelmshavener Jungsozialisten ihre jüngste Jahreshauptversammlung. Da nahezu der gesamte alte Juso-Vorstand die SPD verlassen hat, wurde die Versammlung vom SPD-Vorstand einberufen und geleitet . Das Ergebnis: Fast alles neue Gesichter im Juso-Vorstand. Weiterlesen »

Print Friendly
go Top