Gegenwind 180

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Mai 292002
 

Geheimoperation Hafen

Die Stadtverwaltung scheut die Öffentlichkeit

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Südzentrale: Abriss droht!

Ist das einmalige Baudenkmal noch zu retten?
Die Südzentrale – ein Baudenkmal oder ein Schandfleck? Wir berichten über den vielleicht letzten Versuch, das Gebäude zu retten.

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 Wilhelmshaven intern
● Hamburg ist aus dem Tiefwasserhafen-Projekt ausgestiegen. Wir veröffentlichen, weil es sonst keiner tut, die Erklärung des Hamburger Senats.
● Seit es die ersten Planungen zum JadeWeserPort gibt, gibt es auch den Versuch, die Öffentlichkeit ‘sparsam‘ zu informieren. Und dafür wird auch schon mal kräftig an demokratischen Prinzipien manipuliert.
● Eigentlich ist die Bahnstrecke Wilhelmshaven – Oldenburg schon seit vielen Jahren elektrifiziert. Wenn wir den vollmundigen Erklärungen der Politiker geglaubt hätten. Sie nachlesen bei uns nachlesen, wer sich da besonders weit aus dem Fenster lehnte.
● Wer ist eigentlich für die öffentlichen Straßen zuständig? Die Stadt? Dann müsste sie ja auch dafür sorgen, dass diese befahrbar sind. Eine peinliche Geschichte, die wir da recherchiert haben.
● Ratssitzungen sind immer ein Erlebnis. Zu einem richtigen ‘Event’ werden sie allerdings erst durch unsere Ratssplitter. Themen: Aus für Grundschule Coldewei!, Dringlichkeitsantrag der FDP zur Grundschule Coldewei, Eine neue Kläranlage, Kompensationsflächen für Eingriffe in Natur und Landschaft, Mehr Gewerbe am Heuweg, Körperbehinderte Kinder in Grundschulen, Teures Plantschen (Holding), Stadtteilbeirat „Westliche Südstadt“, Einwohnerfragestunde
● Wem nützt die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe? Ausführliche Informationen.
● Was passiert in der Sozialen Südstadt? Wenig Antworten, aber viele Fragen
● Theda kommt diesmal ganz “kulltuhrell”.
● Leserbriefe

Die Druckausgabe: Gegenwind 180

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Mai 292002
 

Die Sumpfdotterblumen sprießen wieder

Geheim und hinter verschlossenen Türen wird der JadeWeserPort verhandelt

(hk) Wieder im eickmeierschen Tritt bewegt sich die Wilhelmshavener Stadtverwaltung. Das Vorgehen der Stadt Wilhelmshaven bei den Industrieansiedlungen der 70-er Jahre führte zu bundesweiter Kritik (Beiträge in „Monitor“, Buchveröffentlichungen wie „Dreckiger Sumpf“, große Artikel in Illustrierten und in den großen Tages- und Wochenzeitungen) und letztendlich zur Ablösung des damaligen Oberstadtdirektors Dr. Eickmeier. Jetzt beim JadeWeserPort sollte alles anders laufen. Vollmundige Versprechungen, zum Beispiel auf dem Scoping-Termin, ließen hoffen.

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Mai 292002
 

Brandaktuell: Rettet die Südzentrale!

Wilhelmshavenerinnen wollen Bürgerinitiative gründen

(hk) Einem Abriss der Südzentrale steht nach Meinung des Bauausschussvorsitzenden Norbert Schmidt (SPD) nichts mehr entgegen. Mit dieser Verlautbarung trat der SPD-Politiker zwei Tage vor dem Internationalen Museumstag an die Öffentlichkeit. Pikanterweise gab es an eben diesem Museumstag einen Vortrag der Studentin für historisches Kulturgut Corinna Janßen zum Thema Südzentrale.

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Mai 292002
 

Zurückgetreten

sind Inge Gorath und Hermann Werle von ihren Ämtern als 2. Vorsitzende und als Schriftführer des Vereins zur Förderung der Internationalen Jugendarbeit e.V., der den Jugendtreff Point betreibt.

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Mai 292002
 

„Geschoben und gemogelt“

wurde, wie uns aus gut unterrichteten Kreisen zugetragen wurde, bei der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Wilhelmshaven des Deutschen Roten Kreuzes am 22. Mai

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Mai 292002
 

Aida Kleinschmidt

heißt die neue Geschäftführerin der Wilhelmshavener Projekt Gesellschaft WPG. Wir hoffen, dass sie ihre nicht leichten Aufgabe gegen alle Eitel- und Begehrlichkeiten innerhalb und außerhalb der WPG lösen und endlich die Skandaljahre 1999 bis 2001 aufarbeiten kann. Der Gegenwind wünscht Frau Kleinschmidt viel Glück, eiserne Nerven und das nötige Durchsetzungs- und Stehvermögen. (hk)

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Mai 292002
 

Leserbriefe:

Kinderfreundliche Stadt Wilhelmshaven
Nun hat es die SPD-Mehrheitgruppe in der Ratssitzung wieder einmal geschafft, ihre Kinderfreundlichkeit zu beweisen. Nach langer Diskussion, in der die SPD nicht einmal in der Lage war ein einziges Argument für die Schließung der GS-Coldewei zu liefern, wurde diese mit Mehrheitsbeschluss zum Ablauf des Schuljahres geschlossen. Dies war auch nicht gerade verwunderlich, stand doch in den anderen Tagesordnungspunkten der Verkaufserlös der Schule für eine Außerplanmäßige Nachbewilligung zur Verfügung.
Zu diesem „kinderfreundlichen“ Verhalten passt auch der Schildbürgerstreich im Kajedeich (Rüstersiel).
Wie in jedem Neubaugebiet wurde auch hier ein Kinderspielplatz geplant. Lange haben die Anwohner darauf gewartet. Jetzt wird er tatsächlich gebaut.
Bei der Ortsbegehung stellten die Planer jedoch fest, dass zu dem vorgesehenen Gelände, ein Abfallgrundstück, lediglich eine etwa 2m breite Brücke führt. Nicht geeignet um die Baumaschinen auf das Gelände zu bringen. Kurzerhand wurde eine neue Zufahrt geplant. Das diese von einem dunklen Weg aus (Zuwegung zur Holländerei) auf den Spielplatz führt, kann ganz sicher nicht im Interesse der Kinder und Eltern liegen, da dieser Weg ideal ist für dunkle Gestalten, die auch in unserer Stadt auf derartige Gelegenheiten warten.
Diese Zuwegung, zurückzuführen auf die Fehlplanung im Bebauungsplan, führt jetzt dazu, dass etwa 80 % der Gelder – ursprünglich für Spielgeräte gedacht – in den Wegebau investiert werden. Die Kinder bleiben auf der Strecke. Schilda gleich Wilhelmshaven ?
Die Mindestforderung, welche jetzt an die Verantwortlichen zu stellen ist, dürfte die Aufstockung der Gelder für Spielgeräte um den Betrag des zusätzlichen Wegebaus und die feste Verschließung der Zufahrt sein.

Mit freundlichen Grüßen Joachim Tjaden, Ratsherr, Vorstand: WALLI

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Mai 292002
 

Trotz und Erleichterung

Hamburg verabschiedete sich vom länderübergreifenden Hafenprojekt

(hk) Gewusst hatten es ja alle, und so fand der Abschied Hamburgs aus dem JadeWeserPort-Projekt auch nur noch ein mildes Echo in der örtlichen und regionalen Presse. „….und tschüß“ titelte WZ-Chef Westerhoff seinen Kommentar. Die niedersächsische Landesregierung warf dem Hamburger Senat vor, mit zum Teil falschen Zahlen gearbeitet zu haben. Einzig die niedersächsischen Grünen forderten den Ausstieg aus dem Tiefwasserprojekt.

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Mai 292002
 

Kein Handlungsbedarf?

Wie die Stadt ihre Bürger dazu nötigt, die Straßen zu pflastern

(noa) „Bunker mit oder ohne Grundstück zu verkaufen“, lautete vor einigen Wochen der Text einer Anzeige im Sonntagsblatt. Bunker prägen das Bild einiger Stadtteile Wilhelmshavens. Sie zu entfernen würde Millionen kosten. Für den Bund als Eigentümer der Bunker ist es schön, wenn jemand mit so einem Erinnerungsstück an den letzten Krieg etwas anzufangen weiß und auch noch ein paar Euro dafür in die Staatskasse fließen lässt

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Mai 292002
 

Eine unendliche Geschichte

Wie lange Politiker schon versuchen, elektrische Strippen über eine Bahnstrecke zu ziehen

(red) Dreierlei haben sie gemeinsam, die Eisenbahnstrecke von Makuyuwi nach Nansio und die von Wilhelmshaven nach Oldenburg: Beide Strecken sind eingleisig, beide haben Langsamfahrstrecken, beide sind nicht elektrifiziert.

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Mai 292002
 

Transparenz und Kahlschlag

Wem nützt die Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe?

(ub) SPD und Grüne sind sich einig: Die Arbeitslosenhilfe soll abgeschafft werden. Stattdessen sollen Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zu einer einheitlichen Leistung verschmelzen, die von nur noch einer Behörde verwaltet wird. Die Meinungen zu diesem jüngsten rot/grünen Reformentwurf gehen weit auseinander. Mehr Transparenz, weniger Bürokratie und eine „erfolgreichere Eingliederung der Hilfeempfänger in den Arbeitsmarkt“ verspricht beispielsweise die Financal Times ihren Lesern. Gewerkschafter hingegen befürchten, so die tageszeitung, einen „Kahlschlag in den Kassen von Joblosen und Kommunen“. Noch gibt es nur grob gerasterte Vorstellungen über die Auswirkungen dieser sehr weitgehenden sozialstaatlichen Veränderung. Der Gegenwind hat grundlegende Fakten zur bisherigen Praxis zusammengestellt und ist der Frage nachgegangen, wem diese Sozialgesetzänderung nützt oder schadet.

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Mai 292002
 

Logo Ratssplitter

Mai 2002

(iz) Wie immer berichten wir kommentiert und nicht ohne Augenzwinkern, was unsere gewählten VertreterInnen zu sagen haben – auch außerhalb des Protokolls, aber immer mit der Stimme, zu der ihnen die unsrige verholfen hat. Ausschneiden, sammeln und vor der nächsten Kommunalwahl gründlich studieren!

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Mai 292002
 

Was läuft eigentlich in der Sozialen Stadt?

Noch immer ist vom millionenschweren Förderprogramm nichts zu merken

(hk) Stellen Sie diese Fragen einmal einem ‚normalen Bürger’ aus dem Sanierungsgebiet. Er wird Sie nur verständnislos anschauen: „Soziale Stadt – nie gehört!“ Inzwischen soll es ja bereits mehrere Arbeitsgruppen geben, aber gibt es auch schon Konzepte? Was macht der Quartiersmanager, was der Beirat?

Ist schon einmal der Versuch unternommen worden, die BürgerInnen der westlichen Südstadt in die Diskussion um die Zukunft ihres Stadtteils (hier muss man jetzt wohl Quartier sagen) einzubeziehen? Gab es vielleicht mal ein kleines Fest, um die soziale Stadt bekannt zu machen? Wurden vielleicht schon mal Infoblätter verteilt? Gab es den Versuch, vielleicht eine Stadtteilzeitung zu machen? Nichts davon ist bisher geschehen. Es soll allerdings einen Beschluss der Arbeitsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ geben, der zum Inhalt hat, dass erst einmal keine Öffentlichkeitsarbeit gemacht werden soll.
Statt dessen versuchen einige KommunalpolitikerInnen ihr eigenes Süppchen auf Kosten der Sozialen Stadt zu kochen, versuchen, die Bürgerbeteiligung zu minimieren, versuchen, MitarbeiterInnen im Stadtteil tätiger sozialer Organisationen aus den Entscheidungsgremien hinauszukicken, weil diese ja nicht unbedingt auch im Stadtteil wohnen. Unglaublich auch, dass die ausländischen Vereine einzig durch einen Vertreter des Ausländerbeirats am Geschehen beteiligt werden. Die Liste der uns in den letzten Wochen zugetragenen Ungereimtheiten ließe sich noch spaltenlang fortsetzen.

Woran liegt’s?

Liegt es daran, dass das Quartiersmanagement sein Quartier in der Blumenstraße noch nicht bezogen hat? Oder liegt es einfach daran, dass die Stadt Wilhelmshaven die Töpfe der Sozialen Stadt als Selbstbedienungsladen ansieht und dementsprechend auch nur geringes Interesse an der sozialen Komponente hat? In Wilhelmshaven wurde ja bekanntlich zur Erledigung der Aufgaben der Quartiersmanager Thorsten Stahlhut eingestellt, der seit Anfang Januar von Termin zu Termin hastet und doch wohl nicht das auf die Reihe kriegt, was er sich vorgenommen hat. In anderen Städten geht man mit der Sozialen Stadt ganz anders um. Als Beispiel haben wir uns eine aktuelle Stellenausschreibung der Stadt Dortmund ausgesucht:

Quartiersmanager/innen gesucht
Im Rahmen des Projektes Quartiersmanagement in der Dortmunder Nordstadt sind in der Zeit vom 01.07.2002 bis zum 30.06.2007 insgesamt 5 Stellen zu besetzen. Das Projekt ist eingebunden in die EU-Gemeinschaftsinitiative URBAN II und bildet den Verknüpfungspunkt zwischen den Bewohner/innen im Stadtteil, den verschiedenen Akteursgruppen und -ebenen, der Verwaltung, der Politik und der Wirtschaft. Das Quartiersmanagement beinhaltet u.a. folgende Aufgaben:

Leitbildentwicklung für das jeweilige Quartier in Kooperation mit den Bewohner/innen, den Hauseigentümer/innen etc.
Aufbau nachhaltiger nachbarschaftlicher Strukturen
Aufbau von Vernetzungsstrukturen
Beratung, Entwicklung und Mittelakquisition für bürgerschaftliche Projekte
Quartierspromotion/Öffentlichkeitsarbeit

Die Ausschreibung richtet sich an Absolventen/innen aus den Bereichen Sozialwissenschaften, Pädagogik, Sozialarbeit/-pädagogik, Raumplanung, Geographie, Architektur oder einer vergleichbaren Fachrichtung. Erwartet werden Berufserfahrungen mit der Projektentwicklung/Projektbegleitung in interdisziplinären Tätigkeitsfeldern sowie aus dem Bereich der Gemeinwesen- bzw. Quartiersarbeit. Darüber hinaus sind ausgewiesene kommunikative, interkulturelle und soziale Kompetenzen ebenso wie Teamfähigkeit, Organisationsgeschick und Fremdsprachenkenntnisse erforderlich. Ferner sollten sich Bewerber/innen durch ihre Kooperations- und Koordinationsfähigkeit auszeichnen.

Nun ist das Projekt in der Dortmunder Nordstadt ganz sicher nicht mit dem in der Wilhelmshavener westlichen Südstadt vergleichbar, zeigt aber doch, dass eine ganz andere Herangehensweise (Schwerpunkt Soziale Stadt) möglich ist.

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