Gegenwind 166

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Der scheinheilige Vorschlag

Wilhelmshavens Grüne verlieren die Bodenhaftung: dem bedingungslosen Ja zum Jade-Weser-Port folgt jetzt der Kampfeinsatz gegen die Kultur

166 titelbildGuide
● Trotz alledem: Wilhelmshavens Bevölkerung schrumpft weiter.
● Warum gammeln im Keller des City-Hauses die Exponate des Küstenmuseums vor sich hin, während die Jahn-Halle leer steht? Wir versuchen Licht ins Dunkel zu bringen.
● Ein Lehrstück in Sachen deutscher Humanität: Abgeschoben!
● Meldungen und Nachrichten: Soldatin; Leserbrief Kampfhunde 1; Leserbrief Kampfhunde 2; Wohnen am Deich; Lokale Agenda; DGB-Jugend; Wildflecken; Ärzte und Budget; Internationaler Frauentag
● Wilhelmshavener helfen: Ein Verein unter neuer Führung und mit neuen Ideen stellt sich vor.
● Am 31. März soll die Entscheidung fallen: Wilhelmshaven wird Standort für den Containerhafen. Wir blicken auf 30 Jahre Umweltzerstörung und gebrochener Versprechen zurück und wagen einen Ausblick in die Zukunft.
● Wilhelmshaven liegt 25 Kilometer vom Atomkraftwerk Esenshamm entfernt. e.on hat nichts mit umweltverträglicher Technik am Hut. Aktion-Z!

Die Druckausgabe: Gegenwind 166

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Jeder gegen jeden

Jahnhalle und Küstenmuseum – eine teure Schlamperei

(iz) Seit vier Monaten schwebt die Zahl 40.000 wie ein Damoklesschwert über Rat, Verwaltung und der städtischen Projekt GmbH (WPG). Soviel Mark zahlt die WPG seit dem 1. Januar 2001 monatlich (!) an den Eigentümer der seit Ende der „Expo am Meer“ leer stehenden Jahnhalle, ohne dass ein Pfennig an Einnahmen durch die versprochene kulturelle Nachnutzung zu verbuchen wäre. Da die WPG eine städtische Tochtergesellschaft ist, sind natürlich auch die BürgerInnen interessiert, wo ihre Steuergelder begraben liegen. Im ersten Teil unserer Recherche fassen wir die Vorgeschichte noch einmal zusammen, im Anschluss stellen wir die aktuellen Entwicklungen dar.

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Geisterstadt am Meer?

Deutschland schrumpft, und Wilhelmshaven schrumpft besonders stark.

(noa) Die Bundesregierung warnt im „Berufsbildungsbericht 2001“ vor einem Fachkräftemangel in den nächsten Jahrzehnten, berichtete die „WZ“ am 5. Februar. Und schon am 17. Januar hatte die „WZ“ gemeldet, dass in Wilhelmshaven die Zahl der Grundschüler besonders im Süden der Stadt zurückgeht und auch die Orientierungsstufen Schüler verlieren. Die Schließung der Helene-Lange-Schule wegen sinkender Schülerzahlen im letzten Jahr ist noch vielen in Erinnerung.

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Soldat_in

Diskriminierendes Anhängsel?

Ich musste den Artikel mehrere Male lesen, bis ich die Aussage verstand: „Warum sollen plötzlich neue Regeln gelten?“, fragen vier Soldatinnen des Marinestandortsanitätszentrums (WZ vom 23.02.01).

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BSEseidank

Im September 1999 schrieben wir erstmalig über Arzneimittelbudgets, damals mit der Kernaussage, dass sie gegen geltendes Recht verstoßen. In der nächsten Ausgabe berichteten wir über Aktivitäten gegen die Gesundheitsreform hier in Wilhelmshaven.

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Kein Wildflecken-Törn des CVJM

– so berichtete die „WZ“ am 8. Februar – findet in diesem Sommer statt. Während –id in seinem Artikel diese „Hiobsbotschaft“ beklagt und berichtet, dass auch der CVJM selber das bedaure, schütteln manche Vereinsmitglieder den Kopf.

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Sachstandsbericht

Inzwischen arbeiten bereits ca. 150 engagierte Bürgerinnen und Bürger als Privatpersonen oder aber als Vertretung verschiedener Organisationen und Institutionen, der Stadtverwaltung, des Rates, in den fünf öffentlichen Arbeitskreisen der Lokalen Agenda 21 in Wilhelmshaven mit. In drei Arbeitskreisen wird bereits an konkreten Projekten gearbeitet. Andere Projektideen stehen kurz vor der Realisierung.

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Wohnen am Deich

bzw. am Meer ist ein Traum, den man sich in Wilhelmshaven rings um den Großen Hafen oder – als Feriengast – am Südstrand erfüllen kann. Ansonsten sind die Landesschutzdeiche an der Nordsee aus Sicherheitsgründen von jeglicher Bebauung freizuhalten.

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Lieber Gegenwind,

anlässlich meines Leserbriefes aus dem Gegenwind Nr. 165 versuchte ein Mitglied der Rettungshundestaffel öfter mit mir in Kontakt zu treten, was ihm letztlich per SMS gelang.

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Vollziehbar ausreisepflichtig

Für Empörung sorgte eine Abschiebung der besonderen Art in Wilhelmshaven

(hk) Während sich die bundesdeutsche Politik Gedanken macht, die Einwanderung nach Deutschland zu erleichtern, um dem sich ankündigenden Aderlass der Bevölkerungszahl entgegenwirken zu können, und Green-Cards ausgibt, um ausländische Spezialisten nach Deutschland zu locken, werden in Wilhelmshaven zwei Familien auseinandergerissen, indem man einen Teil der Familie ins Flugzeug nach Aleppo (Syrien) setzt.

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Es geht bergauf

Neue Impulse sind deutlich spürbar

(iz) Seit drei Jahren betreibt der gemeinnützige Verein „Wilhelmshavener helfen“ in der Rheinstraße 98 ein Second-Hand-Kaufhaus für Kleidung, Möbel, Hausrat, Bücher und mehr. Bei aller Achtung vor dem ehrenamtlichen Engagement konnten sich viele mit dem „Plünnenladen“, der immer etwas chaotisch und überladen wirkte, nicht so recht anfreunden. Doch seit ein paar Monaten hat man schon von außen den Eindruck, als hätte sich da was zum Positiven verändert. Der GEGENWIND hat mal hineingeschaut.

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Trübungen

Ende März soll die Entscheidung bekannt gegeben werden, ob Wilhelmshaven Standort für einen Container-Tiefwasserhafen werden soll. Die Wachstumsfanatiker, die der Republik schon eine 50%-ige Stromüberproduktion bescherten, werden auch nicht davor zurückschrecken, einen ebenso hohen Containerhafen-Überschuss in die Tat umzusetzen. Schließlich ging und geht es immer um hehre Ziele: Die Lichter dürfen nicht ausgehen und Deutschland muss wieder die Nummer 1 werden. Und immer wieder folgen die Leute dem lieblichen Spiel der Rattenfänger, wie der folgende Rück- und Ausblick beweist.

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aktionz

Es tut sich was in der Wesermarsch

(hk) Wilhelmshavens dicht besiedelte Südstadt liegt 25 Kilometer vom Atomkraftwerk Unterweser entfernt. Zu dicht, um nicht von dem, was dort geschieht, betroffen zu sein. Doch in Wilhelmshaven bleibt es still, wenn es um die Bedrohung durch den Nachbarn in der Wesermarsch geht.

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