Gegenwind 138

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Nov 201996
 

Krake Scientology

Seit Monaten kursiert das Gerücht, der Bezirksverband Weser-Ems der Arbeiterwohlfahrt sei in scientologischer Hand

titelBreiten Raum in dieser Ausgabe nehmen die Auswirkungen der Kommunalwahl ein. Unter der Überschrift ‚Menzel bleibt – Hofmann kommt‘ lassen wir die erste Sitzung des neuen Stadtparlaments Revue passieren.
Wir berichten aus ‚grüner Sicht’ grüner Sicht‘ über die Hintergründe der Thronbesteigung Fokke Hofmanns und der Postensicherung des alten und neuen Oberbürgermeisters Eberhard Menzel.
Seit einem anonymen Schreiben im Mai beobachten die Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt besorgt die Entwicklung in ihren Betrieben. Vieles deutet für sie darauf hin, daß die Führung der AWO scientologisch infiltriert ist. Unter der scientologischen Überschrift‘ Clear AWO‘ erfahren sie Näheres.
Die Hinweise auf mögliche Aktivitäten der Scientology Church sind Anlaß für den Hintergrundartikel ‚Wahnsinn mit Methode‘.
Zwei getrennte Kranzniederlegungen anläßlich des Gedenkens an die Reichspogromnacht und eine Aktion der Wilhelmshavener Antifa stehen im Mittelpunkt eines Artikels
Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt – so läßt sich Reaktion der Macherlnnen von Radio Jade beschreiben, als sie kurz nach der Lizenzerteilung zu hören bekamen, daß die Vareler Jade-Welle gerichtlich gegen den Beschluß der Landesmedienanstalt vorgehen wird.
Zurück zur Kommunalwahl: ‚Wenn’s um die Macht geht‘ – Eine Auseinandersetzung mit der Politik von SPD und UWB.
Keine Unterschiede fanden wir in den Vereinbarungen zwischen CDU und Grünen auf der einen, und SPD/UWB/FDP auf der anderen Seite. Ein mit vielen Zitaten gespickter Bericht.
Unser Favorit im Stadtrat ist ein Pirath. Ein neuer Streich von ihm.

Die Druckausgabe: Gegenwind 138

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Nov 201996
 

Mit schwerem Geschütz

schießt die Stadt gegen die Gewerkschaft. Mit Schreiben vom 11.10.1996 teilte eine Frau Maier vom Amt für öffentliche Ordnung unter dem Signum des Oberstadtdirektors dem DGB mit:
‚Wie ich aus de r Tagespresse erfahren habe, wurden von Ihnen am 01.09.96 und am 23.09.96 Kundgebungen durchgeführt, die bei mir nicht angezeigt worden sind.

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Nov 201996
 

Jugendgewalt

ist das Thema einer Veranstaltung ,die auf Initiative der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft am 26. November 1996 um 16 Uhr für ein pädagogisches Fachpublikum in der Bücherei der IGS und um 20 Uhr im Metropol/Pumpwerk für alle anderen Interessierten stattfindet. Der Referent Wolfgang Stürzbecher war l0 Jahre lang als Streetworker in der Jugendsozialarbeit tätig, und hat im Bastei-Lübbe Verlag unter den Titeln „Tatort Straße“, „Entwurzelt“ und „Großstadtrambos“ seine Erfahrungen und Erkenntnisse niedergeschrieben. In den von der GEW initiierten Veranstaltungen geht es um das Medienbild und die Wirklichkeit beim Thema Jugendgewalt. Es geht auch um die Frage, welche Rolle die Eltern, die Schule, die Polizei und die Sozialarbeit beim Thema Jugendgewalt spielen. Letztendlich will Wolfgang Stürzbecher auch zu Tips zum richtigen Verhalten in Gewaltsituationen Stellung beziehen (ub)

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Nov 201996
 

Wenn andere Orte leiden…

…Wilhelmshaven leidet mehr. Unter dieser Überschrift erschien in der Frankfurter Rundschau ein von Eckart Spoo verfaßter Aufsatz über Wilhelmshaven. Spoo beschreibt darin, woran Wilhelmshaven leidet: ‚Der Hauptunterschied zu vergleichbaren deutschen Städten ist der: Wilhelmshaven leidet chronisch an höherer Arbeitslosigkeit und geringeren Einnahmen. Geht es anderen schlecht, dann geht es Wilhelmshaven noch schlechter. Gerade deswegen lassen sich Kommunalpolitiker und -verwalter auf törichte Projekte ein, durch deren Scheitern sich das Elend vergrößert. Es erregt weniger Spottlust als Mitleid (…).
Die Probleme Wilhelmshavens wären gewiß leichter lösbar, wenn es eine kritische Öffentlichkeit gäbe. Statt dessen gibt es das Monopol der Wilhelmshavener Zeitung – eines Blattes, das unter der Überschrift „So las man in der WZ vor 60 Jahren“ unkritisch den damaligen eigenen Jubel über ‚den Führer‘ zitiert. (hk)

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Nov 201996
 

Frischer Wind

weht seit dem 13.11. bei Bündnis 90/Die Grünen. Die Mitgliederversammlung wählte einstimmig einen neuen Vorstand. Ute Freese, Susanne Steinmann und Edgar Schäfer sind gleichberechtigte Vorsitzende, Elisabeth Hiel ist Schriftführerin und Erika Lach Kassiererin. Zur Vorstandssprecherin wurde Ute Freese bestimmt.
Die Grünen wollen mit ihrer Ratsfraktion zusammenarbeiten und sie unterstützen, angesichts der Verhältnisse im Stadtrat, wo die Grünen mit der CDU zusammen eine Gruppe bilden, aber gleichzeitig ihr eigenes grünes Profil deutlich darstellen und weiterentwickeln. Sie werden sich in der Öffentlichkeit zeigen und z.B. Stände in der Marktstraße machen. Besonderes Augenmerk werden sie auf die Jugend richten.(noa)

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Nov 201996
 

Abrupt zu Ende

war eine Schülerfete der KKG im Pumpwerk am Samstag den 16.11. bereits vor 24 Uhr. Das von Schülern gemeinsam organisierte Fest endete vorzeitig, als rivalisierende Schülergruppen sich mit Tränengas besprühten.
Das Pumpwerkteam sah sich veranlaßt, die Fete abzubrechen.(ub)

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Nov 201996
 

„Stil-Leben mit Vater“

lautet eine Veranstaltung, die am Donnerstag, 21.11. in den Räumen der evangelischen Familienbildungsstätte in der Kantstraße 9 um 20 Uhr stattfindet. Der Autor Dr. Christian Wolf, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Oldenburg, hat für sein Buch unter gleichnamigem Titel den evangelischen Buchpreis 1996 erhalten. Die zentralen Inhalte dieses Buches, die sich u. a. mit der Abwesenheit von Vätern in der Familie sowie mit der Frage, welche Auswirkungen das faktische Fehlen von Vätern in der Familie hat, sollen an diesem Abend diskutiert werden. (ub)

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Nov 201996
 

Für immer Abschied nehmen

müssen wir von einer Kollegin und einem Kollegen aus dem Gewerkschaftshaus.
Am 1. November verstarb Wolfgang Langer.
Wolfgang war Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall.
Wenige Tage später bekamen wir die Nachricht vom Tode Angelika Brockmanns.
Angelika, Gewerkschaftssekretärin der ÖTV, hat viele Frauen aktiviert und in die Gewerkschaftsarbeit eingebunden. Die Zusammenarbeit mit den Frauenausschüssen der anderen Gewerkschaften wurde von ihr mit neuem Leben erfüllt.
Beide, Wolfgang und Angelika, sind jung gestorben, hatten eigentlich noch viel Leben vor sich, hatten mit Sicherheit auch noch viele Ziele vor Augen. Beide kämpften für ein besseres Leben für die Menschen.

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Nov 201996
 

Zensiert

sollen in Zukunft Pressemitteilungen der Wilhelmshavener Jusos werden. Norbert Schmidt, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Wilhelmshaven möchte gerne „wissen, was in seinem Unterbezirk passiert“, und deshalb sollen alle Schriftstücke der Jusos vor Veröffentlichung auf seinem Schreibtisch landen. (ft)

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Nov 201996
 

Glatt vergessen

wurden die Frauen im regionalen Entwicklungskonzept Ost-Friesland – jedenfalls im Leitbild. Im Herbst bekamen die Frauenbeauftragten Wilhelmshavens und anderer Kommunen in der Region das Arbeitsergebnis der Arbeitsgruppe „Leitbild“ der Strukturkonferenz Ost-Friesland vorgelegt, und da fiel ihnen auf, daß Frauen als gesellschaftliche Gruppe darin überhaupt nicht vorkommen. Auf ihre Rückfrage beim Leiter der Arbeitsgruppe bekamen sie die Antwort, dass man an die Frauen einfach nicht gedacht hätte.(noa)

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Nov 201996
 

Menzel bleibt – Hofmann kommt

Eindrücke von der konstituierenden Sitzung des neugewählten Stadtparlaments

(hk) Daß die ‚Regierungsbildung‘ nach der Kommunalwahl nicht ganz einfach sein würde, war allen klar. Auch der Gegenwind konnte in der letzten Ausgabe nur ‚wer mit wem‘-Spekulationen anstellen. Daß sich diese Spekulationen im Nachhinein als richtig erweisen würden, war klar. Natürlich wird sich in Wilhelmshaven nichts ändern – außer, daß der narzißtische neue Bürgermeister Focke Hofmann dem Eberhard so manche Schirmherrschaft entreißen wird.

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Nov 201996
 

Hinter den Kulissen

Wie es zur Mehrheitsgruppe im neuen Rat kam – aus grüner Sicht

(noa) Seit 22. Oktober wissen wir es nun: Wilhelmshaven wird in der kommenden Legislaturperiode regiert von einer Gruppe aus SPD, UWB und FPD. Die UWB, die ihren Wahlkampf im wesentlichen gegen den „roten Filz“ geführt hatten, sitzen nun also drin im Filz.

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Nov 201996
 

Verunsicherung

entsteht durch die Spargesetze, die zum Beginn des kommenden Jahres in Kraft treten sollen. Durch die Änderung des § 56 Arbeitsförderungsgesetz entfällt die Verpflichtung der Bundesanstalt für Arbeit, Behinderten berufsfördernde Leistungen zu gewähren.
Das Landesarbeitsamt Niedersachsen/Bremen hat schnell reagiert und den Trägern von Berufsförderlehrgängen die erst in diesem Jahr abgeschlossenen Dreijahresverträge
gekündigt. In Wilhelmshaven ist davon der Berufsförderlehrgang des CVJM in der Marktstraße betroffen. Gesichert ist dort noch der laufende Lehrgang bis zum Ende des Schuljahres. Die jungen Leute, die seit August dort sind, werden ihr Förderungsjahr ohne Einschränkung weiterführen und abschließen können.
Für künftige Lehrgänge wird der Träger jedoch nicht mehr mit dem Landesarbeitsamt, sondern mit den einzelnen örtlichen Arbeitsämtern verhandeln müssen, um die Werkstätten und das Internat auslasten und die gut 50 MitarbeiterInnen weiter beschäftigen zu können.
Auch die Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen zeigen Wirkung. Aus Massage- und Krankengymnastikpraxen hören wir, dass Ärzte schon zurückhaltender sind bei der Anordnung dieser therapeutischen Maßnahmen.(ef)

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Nov 201996
 

Clear AWO?

Beschäftigte der Bezirks-AWO befürchten, dass ihr Verband scientologisch unterwandert ist

(noa) Als im Mai dieses Jahres ein anonymes Schreiben in Zeitungsredaktionen und an anderen Stellen auftauchte, in dem behauptet wurde, der Geschäftsführer des Bezirksverbandes der Arbeiterwohlfahrt, Hans-Jürgen Böcker, sei Scientologe, nahm das außerhalb der AWO kaum jemand auch nur zur Kenntnis. Im Zuständigkeitsbereich des besagten Mannes waren die Reaktionen unterschiedlich.

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Nov 201996
 

Wahnsinn mit Methode

Scientology – auf vielen Wegen zur Weltherrschaft

Wenn der Geschäftsführer eines Verbandes, der Inhaber einer Beratungsfirma, ein Lehrer oder sonstwer Scientology-Mitglied ist, dann ist das doch dessen private Angelegenheit, oder? – Ist es das wirklich? Ein Scientologe zu sein, ist niemals Privatsache, denn Scientologen sind verpflichtet, andere Leute zu Scientologen zu machen.

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