Gegenwind 094

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Jul 091990
 

Ausverkauf bei KSW

Nach langem Hin und Her: Die Schließung der KSW ist beschlossene Sache

(noa) Etwa zwei Jahre lang gab es um die Kammgarnspinnerei Wilhelmshaven (KSW ) ein stetiges Hin und Her. Drohende Pleite, Umstrukturierung, neue Aufträge aus der DDR, Jubelmeldungen in der „WZ“ jetzt steht das Aus fest.

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Jul 091990
 

Dostluk –

heißt die Zeitung, die der Verein der Türken Wilhelmshaven nach fast vier Jahren Pause wieder herausgibt. In der neuen Ausgabe 1 heißt es: „Wir behandeln in unserer Zeitung alles, was die ausländischen Mitbürger in der BRD betrifft, u.a. das neue Ausländergesetz und die Ausländerfeindlichkeit. Außerdem wollen wir die Vereinsaktivitäten bekanntmachen. Um bei diesen Zielen erfolgreich zu sein, wird „Freundschaft“ uns dabei eine Hilfe sein. In diesem Sinne wünschen wir unseren Lesern und uns viel Erfolg …“
Diesem Wunsch schließt sich der GEGENWIND an.

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Jul 091990
 

Erstaunt

waren die Mitglieder(Innen?) des Personalausschusses der Stadt bei der Durchsicht der Bewerbungen auf die Stelle einer Frauenbeauftragten: Neben ca. 80 Frauen hatte sich doch auch ein Mann beworben! Den haben sie aber nicht genommen.

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Jul 091990
 

Skandalös

ist, wie die Gewerkschaft Textil und Bekleidung sich um ihre Mitglieder kümmert: Die erste GTB-Sprechstunde fand erst zwei Wochen nach den Freistellungen statt!

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Jul 091990
 

Mülltourismus

Einige Male beobachten konnte ein Mitarbeiter des Gegenwinds große mit Autowracks beladene LKWs (mit ebenso großen Anhängern), die aus Richtung Autobahn kommend zur Shredder-Anlage der Firma Jade-Stahl fuhren. Anhand des Autokennzeichens war zu erkennen, daß die LKWs im Landkreis Wesermarsch beheimatet waren. In der Shredder-Anlage des Herrn Schottler wird bekanntlich der brauchbare Autoschrott von den unbrauchbaren Kunststoff- und anderen Teilen getrennt. Der „gute Schrott“ wird zur Wiederverwertung gewinnbringend verkauft der Abfall landet (zu Sonderpreisen) auf der Wilhelmshavener Mülldeponie. Zu fragen ist, ob die Wilhelmshavener jetzt den Müll des Landkreises Wesermarsch mit entsorgen!? (hk)

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Jul 091990
 

Umweltorientierung?

Nach 1988 wurde der Südstrand auch in diesem Jahr zum zweiten Male mit der Blauen Europa-Flagge für „umweltorientierte Urlaubsorte“ ausgezeichnet. Die Freude über die Verleihung der Fahne wird allerdings durch zwei Punkte etwas getrübt.

  1. Untersucht wurde die Badewasserqualität; und das bedeutet, daß zwar auf Koli-Bakterien u.ä. untersucht wurde, nicht jedoch auf das mögliche Vorhandensein der breiten Palette chemischer Umweltgifte, die u.a. zu allergischen Reaktionen führen können. Von daher stellt die Blaue Europa-Flagge leider nur bedingt ein „Gütesiegel, das als Orientierung für Freizeit und Urlaub dient“ dar, wie es die Hamburger Staatsrätin Bludau-Krebs anläßlich der Verleihung benannte.
  2. Um diese Umweltauszeichnung zu erhalten, müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein. Eines dieser Kriterien lautet: „Keine direkt Einleitung von industriellen und kommunalen Abwässern im Strandbereich“. Auch dieses Kriterium gilt nur bedingt für den Südstrand. In einem Bereich, der von den Badegästen noch als Strand genutzt wird, mündet Wilhelmshavens Kanalisation in den Jadebusen – das Banter Siel. Bei einer Überlastung der Zentralen Kläranlage (z.B. bei starken Regenfällen) werden hier die Abwässer der Stadt direkt und ungeklärt in die Jade gepumpt. Das geschieht zwar nicht sehr häufig – aber allein das Vorhandensein dieses Sieles läßt den Stellenwert der Blauen Europa-Flagge um einiges sinken.
Die Blaue Europa-Flagge 1990

Die Blaue Europa-Flagge 1990

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Jul 091990
 

Unverfroren

– und leider meist mit Erfolg – versucht das Autohaus Filmer in Varel immer wieder, seine Auszubildenden um einen Teil ihrer Ausbildungsvergütung zu betrügen.
In den Ausbildungsvertrag wird ein „Lehrlingslohn“ eingetragen, der unter dem Tarif liegt. Die Industrie- und Handelskammer, der die Verträge vorzulegen sind. streicht regelmäßig die zu niedrige Summe aus und trägt stattdessen die tarifliche Vergütung ein.
Sobald die Verträge wieder bei der Firma Filmer eingetroffen sind, werden dort die von der IHK eingetragenen Summen mit Tippex flüssig überschmiert und die niedrigeren Vergütungen wieder eingetragen.

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Jul 091990
 

Doppeltes Trauerspiel

Befürworter und Gegner der Fremdenlegion steckten Niederlagen ein

(hk) Sowohl unser Oberbürgermeister, der mit markigen Worten den Auftritt der Fremdenlegionäre am  „Wochenende an der Jade“ verteidigte, als auch die Organisatoren der Gegenkampagne können mit dem Ablauf aus ihrer jeweiligen Sicht nicht zufrieden sein.

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Jul 091990
 

Ein Engel für Trautmann

KSW-Betriebsratsvorsitzender zwischen allen Stühlen

(noa) Der wohl am heftigsten attackierte und am wenigsten geliebte Mann in Wilhelmshaven ist zur Zeit schätzungsweise der Betriebsratsvorsitzende der KSW, Reinhard Engel.

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Jul 091990
 

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Endlich!

Wir haben es geschafft: Wilhelmshaven hat eine Frauenbeauftragte! Wir wünschen Frau Dr. Jutta Niedersen-Marchal viel Glück, Standhaftigkeit und Ausdauer für die schwierige Aufgabe, Benachteiligungen von Frauen abzubauen. Auf unsere Unterstützung kann sie zählen! Weiterlesen »

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Jul 091990
 

Pyromanen gestoppt

Die Müllverbrennung ist erstmal vom Tisch – Freie Bahn für eine rohstoffschonende Abfallwirtschaft!

(AGM/jm) Die Öffentlichkeitsarbeit von Umweltverbänden und Vor-Ort-Aktionen von Bürgerinitiativen im Vorfeld der Landtagswahlen haben für den erforderlichen Schub gesorgt, um ein „Stop für Müllverbrennungsanlagen (MVA)“ in die Koalitionsvereinbarungen zwischen SPD und Grünen zu hieven.

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Jul 091990
 

Betrugsversuch

Arbeitgeber versucht Arbeitsgerichtsurteil durch Tricks zu unterlaufen

(noa) Mitte Februar hat die Firma FMW erneut Entlassungen vorgenommen. Die Kündigungen – etwa 20 an der Zahl – waren auf unterschiedliche Termine ausgesprochen, teils zu Anfang März, teils zu Mitte April, einige zu Ende Juni.

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Jul 091990
 

Auslaufmodell Ehrenberg

Der Landkreis Friesland will sich zukünftig von Herbert Ehrenberg beraten lassen

(hk) Als „Auslaufmodell“ bezeichnete sich der (noch) SPD-Bundestagsabgeordnete Herbert Ehrenberg in einem Gespräch der Fernsehreihe „Norddeutsche Profile“ am 6.7.89 (siehe auch Kasten).

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