Gegenwind 161

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Sep 052000
 

Nie wieder arm: Wohin mit dem vielen Geld?

Die Jade-Millionen werden zur Schuldentilgung eingesetzt. Was bleibt für die dringend anstehenden Aufgaben?

161 titelbild1 Einsicht
● Die Expo am Meer – der große Erfolg? Dazu gibt es zwei kleine Kommentare.
● Wer kennt Walli? Kaum jemand – dabei will Walli frischen Wind ins nächste Kommunalparlament bringen. Ein Gespräch mit zwei Wallisern.
● Drei Jahre Radio Jade. Kein besonderer Geburtstag, aber immer- hin ein Anlass, um mit dem Redaktionsleiter des kleinen Senders zu sprechen.
● Die Diskussion um die sogenannte Kampfhundeverordnung wird mit unverminderter Schärfe weitergeführt. Der Halter eines gefährlichen Hundes kommt zu Wort, und wir berichten über gerichtliche Schritte gegen die Verordnung.
● Die Macher des JadePorts haben die Macht der Zahlen erkannt. Sie überbieten sich gegenseitig, wenn es um Schiffsgrößen und Arbeitsplätze geht. Unrealistische Zahlen!
● Seltsame Dinge gehen im Kreisverband Wilhelmshaven des DRK vor.
● Theda muss sich von ihrer Hochzeitsreise erholen. Wir versuchen, die Lücke mit einem Surfausflug ins Internet zu schließen.
● Bunte Nachrichten

Zum Titelbild: Die Stadt ist schuldenfrei
(hk) Auf rund 92.000.000 DM beliefen sich Mitte dieses Jahres die Schulden der Stadt Wilhelmshaven. Mit dem Verkauf der städtischen Anteile (60%) an der Wohnungsbaugesellschaft Jade steht die Stadt praktisch schuldenfrei da. Wie lange es dauern wird, bis wieder ein ordentlicher Schuldenberg angehäuft ist, bleibt abzuwarten. Durch den rigorosen Sparkurs der letzten Jahre stehen der Stadt jedenfalls Ausgaben in nicht bezifferbarer Höhe ins Haus.
Der Sparkurs sorgte nämlich dafür, dass die städtischen Einrichtungen sich in einem katastrophalen Zustand befinden und nur mit hohen Geldbeträgen wieder auf Vordermann gebracht werden können. Das gilt für die Schulen, die Straßen genauso wie für die städtischen Gebäude.
Jetzt, wo sich die städtischen Finanzen wieder im Lot befinden, wird es auch schwer werden, alle die Begehrlichkeiten abzuwehren, die bisher mit dem Kein-Geld-Argument vom Tisch gewischt werden konnten. Finanzträchtigen Handlungsbedarf gibt es eben nicht nur für die Wiederherstellung von Häusern und Straßen, sondern gerade auch im sozialen und im Jugendbereich. Auch hier führte der Sparkurs der Stadt zu Verfallserscheinungen. Doch dafür werden, wie es leider allgemein üblich ist, wieder nur ein paar Krumen vom großen Kuchen abfallen.
Und noch eine weitere Ausgabenlawine rollt auf die Stadt zu: Durch den JadeWeserPort, wenn er denn gebaut wird, wird die Stadt gehörig zur Kasse gebeten werden (z.B. Straßenbau). Nur, und auch das dürfte klar sein, wird es für die Stadt schwieriger, sich Geld von den Banken zu beschaffen. Wer sein Tafelsilber verkauft, ist eben nicht mehr so kreditwürdig.

Die Druckausgabe: Gegenwind 161

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Sep 052000
 

Alle sind zufrieden

Ich glaub’, ich bin im falschen Film! Da werden Tag für Tag Jubelmeldungen über die Expo am Meer verbreitet, dabei wäre doch eigentlich Heulen und Zähneknirschen angesagt.

23 Millionen DM hat die Stadt Wilhelmshaven für die Realisierung der Expo am Meer ausgeben müssen. Im Januar 2000 ging Oberstadtdirektor Schreiber von „750.000 Besuchern“ der Expo aus. Nach vier mehr als traurigen Anfangswochen kamen zur Haupturlaubszeit endlich die Besuchermassen.

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Sep 052000
 

Einen Griff ins Klo

der kleinbürgerlichen Vorurteile meldete die „WZ“ am 16. August: In einem Artikel über Wohnungslose, die sich u.a. im Kurpark und am Bordumplatz aufhalten, wird SPD-Fraktionsvorsitzender Siegfried Neumann zitiert. „Wir können doch nicht zulassen, dass die Bürger auf diese Weise gequält werden“, sagt er da und meint, für viele aus diesem Kreis sei Arbeit die „größte Strafe“.

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Sep 052000
 

Ein halbes Jahrhundert zu spät

(wie einer der Redner bemerkte), wurde am 1. September 2000 eine Gedenkstätte für die Opfer der NS-Euthanasie in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen auf dem Ofener Friedhof errichtet.

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Sep 052000
 

Nach der Sommerpause geht es am 14. September weiter. Psychose-Erfahrene, Angehörige psychisch Kranker und professionelle HelferInnen treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch über Psychosen. Am 2. Donnerstag jeden Monats kommen sie um 18 Uhr in der Ev. Familienbildungsstätte zusammen, um sich über ihre jeweiligen Sichtweisen gleichberechtigt auszutauschen. Neue TeilnehmerInnen sind willkommen, und wenn jemand zunächst mal nur zuhören und noch nichts von sich erzählen mag, ist das in Ordnung. (noa)

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Sep 052000
 

Foulspiel

Catch as catch can lautet zur Zeit die Devise der Wilhelmshavener und Cuxhavener Container-Terminal-Protagonisten beim Madig-machen des jeweils anderen Hafenstandortes. Die Darbietungen sind denn auch ganz lustig, solange man nicht schlau draus wird, was dabei herauskommen soll.

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Sep 052000
 

Wer ist Walli?

GEGENWIND-Gespräch mit der Wilhelmshavener Alternativen Liste

(ub/noa) Seit einem halben Jahr gibt es die „Wilhelmshavener Alternative Liste“. Sie ist hervorgegangen aus dem Kommunalpolitischen Arbeitskreis. Im Gespräch mit Gudrun Klöpper und Johann Janssen erfragten wir Motive und Ziele.

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Sep 052000
 

Was war, was ist, was wird sein?

Seit drei Jahren versorgt Radio Jade die Region mit Infos und Unterhaltung

(hk) Es ist mit Sicherheit nicht die große Liebe, die den Gegenwind mit Radio Jade verbindet, denn schließlich haben vor drei Jahren die „falschen“ Leute die Lizenz zum Senden bekommen. Heute, drei Jahre später, ist das Radio auch für uns Gegenwind-Macher zum festen Bestandteil der Wilhelmshavener Medienlandschaft geworden. Wir sprachen mit Michael Diers, dem Redaktionsleiter des Bürgerradios.

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Sep 052000
 

"Das Prinzip der Nazis ist erreicht!"

Nochmals kommt ein „Kampfhund“-Halter zu Wort

(iz) Seit einem halbseitigen WZ-Bericht mit Foto sind sie wohl das bekannteste „Kampfhund“-Gespann der Stadt: André Deckena und seine Hündin „Frolein“. Deckena wandte sich auch an den GEGENWIND. Gern entsprachen wir seinem Wunsch nach einem Gespräch, um in einem Straßencafé hinter den Kulissen des Kampfhund-Sommertheaters dessen Vielschichtigkeit zu beleuchten.

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Sep 052000
 

Unrealistisches Zahlenwerk

Die Automatisierung wird auch vor dem JadeWeserPort nicht halt machen

(jm) Sollte der JadeWeserPort im Jahre 2006 seinen Betrieb aufnehmen, glaubt man, bis zum Jahre 2013 am Container-Terminal ein Jahresumschlagvolumen von 1,8 Mio. TEU erreichen zu können. Rund 950 Mitarbeiter sollen dort dann Beschäftigung finden. So steht es in der publik gemachten Kurzfassung der Machbarkeitsstudie für einen Container- und Mehrzweckhafen in Wilhelmshaven.

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Sep 052000
 

Schon komisch

Seltsame Dinge gehen vor im Kreisverband Wilhelmshaven des Deutschen Roten Kreuzes

(ef/noa) Am 13. September um 19.30 Uhr findet im Graf Spee eine Kreisversammlung des Deutschen Roten Kreuzes statt. An der Einladung, die in der „WZ“ vom 26. August veröffentlicht wurde, ist einiges bemerkenswert.

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Sep 052000
 

Theda ist zwar von ihrer Hochzeitsreise zurück, ist aber schon wieder mit unbekannten Ziel unterwegs. Darum gibt es diesmal als Ersatz eine kleine Sammlung von Kommentaren und Meinungen aus dem Internet. Wir sollen uns ja alle mehr mit dem Internet befassen, hat unser Kanzler ja gesagt. Die Texte stammen aus dem Gästebuch der Internet-Seite der Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung WHV (http://www.jade-weser-port.de).

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