Februar 2020

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Feb 262020
 

BUND: „Es geht darum, lokale Chancen und Stärken für nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweisen zu identifizieren und zu nutzen“

(red) Derzeit wird in vielen Kommunen entlang der niedersächsischen Nordseeküste und auf den Inseln über einen freiwilligen Beitritt zur Entwicklungszone des Biosphärenreservates „Niedersächsisches Wattenmeer“ diskutiert. Am 26. Februar 2020 (18 Uhr) findet dazu im Pumpwerk eine Informations- und Gesprächsveranstaltung mit Workshops (Kommunale Arbeitsgemeinschaft) statt. Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine und Interessensverbände sind eingeladen, ihre Ideen für die inhaltliche Ausgestaltung einer nachhaltigen Entwicklung einzubringen. Die BUND Kreisgruppe Wilhelmshaven sieht das als große Chance für eine nachhaltige Stadtentwicklung – und bedauert, dass große Wirtschaftsverbände sich schon im Vorfeld ablehnend äußern.

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Feb 192020
 

Eine Geschichte von Industriestädten – oder solchen, die es werden wollten – und ihren Krisen.

Lesung am 26. Februar 2020 um 18 Uhr im Stadtarchiv (Bremer Straße 78)

In seiner Studie „Industriestädte und ihre Krisen“ hat sich der Historiker Jörn Eiben mit den beiden Städten Wilhelmshaven und Wolfsburg in den 1070er- und 1980er-Jahren auseinandergesetzt. Dabei interessierte er sich im Besonderen für die Kontraste zwischen der lange Jahre erfolgreichen Industriestadt Wolfsburg und Wilhelmshaven, wo man Anfang der 1970er-Jahre die Transformation zu einer „Industriestadt an der Küste“ versuchte. Diese Transformationsversuche waren letztlich nicht von Erfolg gekrönt und die Stadt geriet in eine langwierige Krise, die bis Mitte der 1980er-Jahre andauerte, als man schließlich den Pfad der Industrieansiedlungspolitiken verließ. Doch nicht nur Wilhelmshaven widerfuhren Krisen. Wolfsburg, dessen Arbeitsmarkt und Haushalt durch den Volkswagenkonzern über weite Strecken der bundesrepublikanischen Geschichte extrem gut abgesichert waren, durchlitt in den 1970er- und 1980er-Jahren ebenfalls gravierende Haushalts- und Arbeitsmarktkrisen. Für den Historiker sind vor allem die Ungleichzeitigkeiten zwischen Wilhelmshaven und Wolfsburg bemerkenswert. Geriet man in der Volkswagenstadt zumeist in den Sog globaler Krisenphänomene, so waren schlugen sich die Öl- und Arbeitsmarktkrisen der 1970er- und 1980er-Jahre auch in der Jadestadt nieder. Hier waren allerdings sehr viele Probleme zugleich auch „hausgemacht“ und nicht zuletzt auf die massiven Investitionen in die Industrieansiedlungen zurückzuführen. Über diese Entwicklungen, wie auch die strukturellen Probleme der Jadestadt, die die Industrieansiedlungspolitik arbeitsmarkt- und haushaltspolitisch als durchaus sinnvolle Ansätze erscheinen ließen, wird Jörn Eiben anlässlich der Lesung im Stadtarchiv sprechen.

Kurzbiografie Jörn Eiben:
  • 2003-2009: Studium Anglistik und Geschichte, Universität Oldenburg
  • 2011-2015: Promotion zum Dr. phil. mit einer Studie über den Fußball und seine Subjekte im Deutschen Kaiserreich, Universität Oldenburg
  • 2015-2019: Forschungsprojekt zu Industriestädten und ihren Krisen, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
  • Seit August 2019: Studienreferendar an der Integrierten Gesamtschule Osterholz-Scharmbeck
Feb 192020
 

„Notstand herrscht, wenn in Wilhelmshaven der Deich bricht“

(iz) Ende 2016 verabschiedete die Bundesregierung den Klimaschutzplan. Bis 2050 soll Deutschland weitgehend Treibhausgas-neutral werden und damit seinen Anteil zum globalen Ziel beisteuern, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius oder besser auf nicht mehr als 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Welchen Beitrag unsere Region dazu leisten kann, war Thema einer Podiumsdiskussion, zu der die GRÜNEN (Kreisverband Friesland) in den Lokschuppen Jever eingeladen hatten.

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Feb 152020
 

Leserbrief zum WZ-Artikel „Briten sind heiß auf hier erzeugten Strom“ vom 12. Febr. 2020:

Mich trifft der Schlag:
Der Bauausschuss des Rates empfiehlt, den Weg freizumachen für den Bau von „Konvertern“ zur Umwandlung von Wechsel- in Gleichstrom und umgekehrt! Das wird die Projektfirma „Neu Connect“, die für eine Stromkabelverbindung zwischen Wilhelmshaven und der Themsemündung wirbt, sicher hochzufrieden zur Kenntnis nehmen…
Klingt ja auch auf den ersten Blick plausibel: In windreichen Zeiten bei uns erzeugten Überschussstrom nach England exportieren und bei Windflaute im Gegenzug (Atom)-Strom von dort importieren.

Ganz abgesehen davon, dass es ein Schnäppchen für die Briten wäre, unser Stromnetz immer dann anzuzapfen, wenn er an der Börse zum Schleuderpreis angeboten wird: Wo sollen dann die von Regierungsseite auf Bundes- und Landesebene propagierten Energien für Umstellungen auf Wasserstoff- bzw. Batterieantriebe herkommen?
Ist es nicht angezeigt, den zeitweilig aus Windkraft erzeugten Überschussstrom für die Überbrückung von Flauten bzw. für den Antrieb von Schienen-, Straßen- und Wasserfahrzeugen zu speichern?
Um das verwirklichen zu können, fehlen uns neben Akku-Stationen auch Elektrolyseanlagen zur Erzeugung von Wasserstoff sowie Speicher für dessen Zwischenlagerung. Wär‘ grüner Wasserstoff schon jetzt verfügbar, könnte man ihn übrigens schon jetzt in das ‘zigtausend km lange Erdgasnetz einspeisen. Das Leitungsnetz verträgt (je nach Materialeigenschaft) eine Zumischung zum Erdgas zwischen 3 und 10%.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass man

  • die dringend erforderliche Transformation in eine klimaneutrale Energieversorgung mit angezogener Handbremse betreibt,
  • in Entscheidungsgremien aller Ebenen ganz andere Vorstellungen – zur Erreichung des Zieles „klimaneutral bis 2050“ zu werden – hat, als wir uns das vorstellen,
  • uns durch ständiges Wiederholen einzutrichtern versucht, dass wir (höchst klimaschädliche) LNG-Importe als „Überbrückungstechnologie“ auf dem Weg zur Klimaneutralität benötigen
  • damit verbundenen milliardenschweren Kosten für die Steuerzahler und/oder deren Umlage auf die Gaskunden inkl. Abnahmegarantien für LNG-Importe (mit fiktivem Ablaufdatum in 20/25 Jahren) möglichst unter dem Teppich halten möchte.

Unglaublich!

Jochen Martin, Schulstr. 115, 26384 Wilhelmshaven

Feb 102020
 

Netzwerk fordert klare Distanzierung von der AfD

Pressemitteilung vom 8. Februar 2020 * Annäherungstendenzen Richtung AfD beobachten wir in der Kommunalpolitik schon länger. Nach dem Motto: „Insgesamt ist die Partei zwar sehr rechts, aber hier vor Ort sind die in Ordnung“, werden hier Mehrheiten mit der Duldung von AfD geschaffen. Die Einzelfälle in der Kommunalpolitik, in denen VertreterInnen demokratischer Parteien mit AfDlern anbandelten, häufen sich. Jetzt hat die Hemmungslosigkeit die Bundes- und Landespolitik erreicht. Was wir in Thüringen erleben ist ein unvergleichlicher Wort- und Vertrauensbruch, der die Bundespolitik noch lange beschäftigen wird. Es ist skandalös, dass CDU und FDP sich nicht zu schade sind, gemeinsam mit den Faschisten der Höcke-AfD einen Ministerpräsidenten ins Amt zu befördern und damit bewusst unsere Demokratie zu gefährden.

KEINE ZUSAMMENARBEIT MIT DER AFD!

„Das Netzwerk gegen Rechts“ Friesland-Wilhelmshaven-Wittmund fordert die demokratischen Parteien auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene auf, jetzt überparteilich zusammenzuarbeiten, um gemeinsam Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus, völkischem Gedankengut sowie Hass und Hetze entgegen zu treten!

Wir fordern kommunale Politikerinnen und Politiker auf, sich öffentlich eindeutig von jeglicher Zusammenarbeit mit der AfD vor Ort nicht nur verbal, sondern auch und vor allem in der praktischen Arbeit zu distanzieren.

Demokratische Parteien müssen gemeinsam für fortschrittliche, demokratische und vor allem konsequent antifaschistische Werte und Politik eintreten. Im Bewusstsein unserer Geschichte haben die Parteien – haben wir alle – eine besondere Verantwortung dies zu tun.

Denn die Anfänge, denen wir wehren müssen, haben schon längst begonnen!

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