Gegenwind 222

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Nov 082006
 

Neue Farben im Rathaus

Was ändert sich?

222 titelbildReggae
♦ Müssen sich die Empfänger von Arbeitslosengeld II eigentlich alles gefallen lassen? Die Antwort lautet eindeutig Nein! So muss z.B. auch der Prüfdienst des Job-Centers bestehendes Recht beachten.
♦ Auch die Frage, ob Arbeitslose mehr kriminelle Energie als andere Bürger haben, wurde auf einer Ali-Versammlung mit Nein beantwortet.
♦ Schon bevor die neu gewählten RatsvertreterInnen zur ersten gemeinsamen Ratssitzung zusammentrafen, gab es viel Unsachlichkeit und Hahnenkämpfe: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern…
♦ Nun zeigen sich die Auswirkungen der Kommunalwahl 2006: Schwarz/Gelb/Grün tritt gegen Rot an. Wie lange die Zusammenarbeit der doch eigentlich so unterschiedlichen Charaktere aus CDU, FDP und Grünen anhalten wird, bleibt Objekt der Spekulation.
♦ Neu im Rat der Stadt ist Johann Janssen für die Linke Alternative Wilhelmshaven. Wir fragten ihn nach seinen Eindrücken seiner ersten Ratssitzung: Theaterdonner.
♦ Sechseinhalb Stunden dauerte die konstituierende Sitzung des neu gewählten Stadtparlaments. Auch unsere Gegenwind-Mitarbeiterin hatte Sitzfleisch und berichtet über die Marathon-Sitzung: Ratssplitter.
♦ Wohin driften die Linken? Wir versuchen in einem Gespräch mit dem WASG-Mitglied Werner Dalichow das herauszufinden. Was ist links los.
♦ Die Rechten sind auch diesmal wieder im Stadtrat vertreten. „Keinen Fußbreit den Faschisten – nicht im Rat und auch nicht auf der Straße“ war das Motto einer von den Wilhelmshavener Jusos durchgeführten Demonstration vor der Ratssitzung am 1. November.
♦ In unserer Rubrik „Hartz IV und Recht“ geht es diesmal um die leidige Frage nach dem Wohngeld. Unser Tipp: Lassen Sie sich von der ALI beraten!
♦ Es gibt viele Bereiche der Stadt Wilhelmshaven, die einfach Sch… aussehen, Bereiche von unbedingt etwas geschehen muss. Das Gebiet Jadestraße / Wiesbadenbrücke / Am Südstrand gehört dazu. Aber warum will man denn immer nur Hotels bauen? Ein Lob für unseren Oberbürgermeister!
♦ Was ist Schönheit? Eine Kolumne von Sultan Hasselbäck
♦ Steuergeschenk
♦ Neptuns Rache
♦ Leserbrief BASU vs. LAW
♦ NPD ignorieren?
♦ Dantons Tod

Die Druckausgabe: Gegenwind 222

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Nov 082006
 

Spiel nicht mit den Schmuddelkindern …

Wie die Etablierten den Wahlschock „bewältigen“ – eine Analyse

(iz) Es war nicht überraschend, dass die Karten bei der Kommunalwahl 2006 ganz neu gemischt wurden. Die sogenannten etablierten Parteien und ihre Fähnleinträger hat das bunte Ergebnis jedoch komplett erschüttert. Anders lässt es sich nicht erklären, warum über Wochen so unerträglich Unsachliches dazu abgesondert wurde. Die bisherige Opposition wählte mit dem höflichen Ton zwar die bessere Taktik, doch wollen wir hier für keine Seite Partei nehmen. Im verzweifelten Kampf um Machtansprüche scheute sich keiner, neu gewählte Ratsvertreter von vornherein öffentlich zu diskriminieren.

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Nov 082006
 

Sterntaler

Es gibt eine Stadt, die verschenkte ihr letztes Hemd, um Großindustrie am seeschifftiefen Wasser anzusiedeln. Mit kindlichem Vertrauen legte sie ihr finanzielles Schicksal in die Hände von multinationalen Konzernen. Doch die Hoffnung auf Gesundung der städtischen Haushaltsmittel trog:

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Nov 082006
 

Neptuns Wille

Seit Pfingsten 2005 stand am Geniusstrand die Skulptur „Neptuns Rache“: Mehrere Meter hoch ragten Unterarm und Faust des Meeresgottes aus dem Sand, auf dem Dreizack ein Container aufgespießt – auch Neptun will nicht, dass der JadeWeserPort einen Teil seines Reiches zerstört. Das Mahnmal überstand unbeschadet die Winterstürme des letzten Jahres .

Die Jahrhundertsturmflut in der Nacht zum 1. November 2006 zerstörte Gebäude und warf ganze Schiffe an Land – ihr hielt auch das Holzfundament der Skulptur nicht stand, sie war verschwunden. Doch als ein Mitglied der Bürgerinitiative gegen den JWP am Morgen nach dem Sturm am Strand entlangging, machte es gluck! – und Neptun warf ihm die unversehrte Skulptur vor die Füße. Sie überwintert nun in einem Voslapper Garten. (iz)

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Nov 082006
 

Konsequent ignorieren?

In den Ratssplittern wie auch in ihrem Beitrag über die NPD im Rat vertritt -iz- die Linie, dem einzigen rechtsradikalen Ratsherrn einfach jedwede Aufmerksamkeit zu verweigern, ihn konsequent zu ignorieren und zu verhindern, dass die NPD im Rat aktiv oder passiv eine Rolle spielt.

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Nov 082006
 

Der Revolutionär frisst seine Bücher

Landesbühne inszeniert „Dantons Tod“

Sehr viel Text und starke Bilder – so könnte eine vorsichtige Umschreibung der Inszenierung lauten. Was soll ich sagen? Mein Sitznachbar schlief nach der Pause ein. Ich persönlich fand das Stück zäh. Doch weil jede/r andere Erwartungen und kein Kritiker die Objektivität gepachtet hat, halte ich stets mein Ohr ins Publikum. Da war die eine oder die andere schon begeisterter als ich oder hatte sogar Pipi in den Augen vor Ergriffenheit. Und es gab, wenn auch keine stehenden Ovationen, doch anständigen Applaus.

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Nov 082006
 

„Das versteh´ einer! – Die BASU hat persönliche Differenzen mit der LAW“
Das zu verstehen bedarf keiner Fantasie. Wie schon in den frühen Jahren der Grünen stehen hier Realos den Fundis gegenüber, und wie in vielen „guten“ Familien lässt es sich mit den nächsten Verwandten „am schönsten“ streiten. Weiterlesen »

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Nov 082006
 

Logo HartzIV und Recht

Job-Center muss sich an die Wohngeldtabelle halten

(noa) Wie zuvor schon mehrere Male hat Werner Ahrens in der ALI-Versammlung im Oktober darauf hingewiesen, dass alle Erwerbslosen, die vom Job-Center nicht ihre volle Miete erstattet bekommen, in die Beratung der ALI kommen und sich beraten lassen sollten. Wenn sie schon keinen Anspruch auf die vollen Kosten der Unterkunft haben – mehr als der vom Job-Center gewährte Betrag ist auf jeden Fall drin. Denn dieses hat Mietobergrenzen „aus den Wolken abgelesen“, wie Werner sagt.

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Nov 082006
 

Logo Ratssplitter

vom 1. November 2006
ausgesessen von Imke Zwoch

Ach, wie war es doch vordem stets im Ratssaal so bequem! Acht Jahre lang war auf die Hackordnung Verlass, doch seit der Mauser am 10. September sind alle aufgescheucht. Die Roten mussten ordentlich Federn lassen, und die Gelben, Grünen und Schwarzen ließen kaum eine Gelegenheit aus, in die kahlen Stellen zu picken. Der Kampf um die besten Plätze auf den Sitzstangen währte 6 ½ – in Worten: sechseinhalb – Stunden, und am Ende ging es den Pressefüchsen wie Walter Schulz nach 42 Jahren auf seinem Ratssessel: So plattgesessen waren die Sitze, dass kaum einer noch über den Tisch gucken konnte.

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Nov 082006
 

Theaterdonner

Johann Janssen, LAW, nach seiner ersten Ratssitzung

Gegenwind: Johann, wie kommt ein ruhiger Mensch wie du mit dem teilweise rüden Ton im Ratssaal zurecht?

Johann Janssen: Ich kannte das ja schon von der Zuschauertribüne aus, war dann aber doch erstaunt, dass z. B. Siegfried Neumann und Günter Reuter außerhalb des Ratsaals recht vernünftig miteinander umgehen. Wenn sie da aufeinander losgehen, wirkt das fast wie einstudiert. Solch ein Theaterdonner ist unnötig.

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Nov 082006
 

Was ist links los?

Wir befragten Werner Dalichow zum Parteibildungsprozess

(noa) Am 2. Oktober meldete die „WZ“ auf der Niedersachsen-Seite: „Linke ringt um künftige Ausrichtung“. Und obwohl es da nicht ausdrücklich stand, klang es so, als sei es sehr schwierig. Da außerdem Gerüchte umgehen, dass es in der Linken total unterschiedliche Auffassungen gäbe und auch die Wilhelmshavener WASG gegen den Zusammenschluss von Linkspartei und WASG sei, wollten wir mit Werner Dalichow als einem Mitglied des Landesvorstandes der WASG darüber sprechen. Der überraschte uns jedoch mit einer unerwarteten Eröffnung.

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Nov 082006
 

Draußen vor der Tür

Demonstration „Keinen Fußbreit den Faschisten“ – nicht im Rat und auch nicht auf der Straße

(iz) Zum wiederholten Mal zog ein Vertreter einer rechtsradikalen Partei in den Wilhelmshavener Stadtrat ein. Es ist klug, diesem in der Ratsarbeit mit konsequenter Ignoranz zu begegnen, aber es ist nicht genug. Draußen auf der Straße, im Alltag, in Familien, Schulen, Vereinen, Kirchen darf der laute und aktive Widerstand nie aufhören. Die Wilhelmshavener Jusos riefen zu einer Demonstration vor der konstituierenden Ratssitzung auf, der DGB bot Unterstützung.

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Nov 082006
 

Gut gemacht, OB!

Hotelismus ist heilbar – vielleicht

(iz) Der Herr Menzel darf sich nicht in alles einmischen, was ihm nicht in den Kram passt – siehe unsere Nach-Wahl-Analyse. Aber es gibt Dinge, da muss er sich auf jeden Fall einmischen. Zum Beispiel, wenn jemand mit Planungen für ein Sahnegrundstück am Wasser daherkommt, angeblich gleich die passenden Investoren im Gepäck hat und wie selbstverständlich fordert, dass er den Zuschlag bekommt.

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