Gegenwind 178

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Mrz 272002
 

Exodus

Was ist in Wilhelmshaven los? Immer mehr Führungskräfte aus allen Bereichen verlassen die Stadt.

178 titelbildFrohe Ostern!
● Totale Überwachung im Point? Schwere Vorwürfe gegen den Leiter des Jugendtreffs.
● Unzufrieden mit der offiziellen Informationspolitik schlossen sich jetzt mehrere BürgerInnen zu den „Mündigen Bürgern“ zusammen und stellen Fragen.
● Kurzberichte von der letzten Ratssitzung – Ratssplitter!
● Die Schulreform steht an: „Nicht auf die billigste Lösung setzen.“
● Wie aus 105 plötzlich 630 Euro wurden – ob vielleicht ein Poltergeist dafür verantwortlich war.
● Kommt der JadeWeserPort auch, wenn Hamburg nicht mitmacht? Wir untersuchen, warum Hamburgs Interesse am Tiefwasserhafen nicht so groß ist.
● Der neue Otto-Katalog ist da! Veranstaltung zu Otto Schilys Anti-Terrorpaket.
● Insa-Marie Ortgies und Dr. Uwe Biester stellten Fragen zum JadeWeserPort. Dafür bekamen sie ordentlich Prügel.
● Ungewollt aktuell: Die Landesbühne bringt mit „Das Kontingent“ ein Stück auf die Bühne, dem es an politischen Sprengstoff nicht mangelt. Wir haben es uns angesehen.
● Ein Kampf um Werbeeinnahmen ist zwischen den Verlagen „Brune-Mettcker“ und „Neue Medien AG“ entbrannt: Paperkrieger!
● Die „Ehljens“ sind an allem Schuld! Das versucht Theda ihrem Schäffredacktöhr klarzumachen.
● Hafenrundfahrt – Nachrichten rund um den JadeWeserPort

Die Druckausgabe: Gegenwind 178

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Neue Hoffnung fürs Küstenmuseum ist schnell verflogen

(iz) Im letzten GEGENWIND hatten wir die Verlierergeschichte des Küstenmuseums einmal finanztechnisch dargestellt. Unsere Hoffnung auf eine bessere Zukunft wurde genährt durch Beate Bollmann, die am 1. Februar die Aufgabe als Projektmanagerin des Museums übernommen hatte. Kaum sechs Wochen später legte sie enttäuscht ihre Kündigung auf den Tisch.

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Aufatmen

können die EinwohnerInnen der Südstadt: Mitte März schloss der neue SparMarkt an der Jadestraße eine schmerzhafte Lücke in der Nahversorgung. Im September hatte dort der extra-Markt geschlossen, der über 10 Jahre den täglichen Haushaltsbedarf der Anwohner gedeckt und trotz seiner Größe auch einen Nachbarschaftstreff mit Tante-Emma-Atmosphäre geboten hatte.

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BRIC & BRAC lebt und BAXTER auch!

Manchmal sieht man den Wald vor Bäumen nicht: Nach unserem sorgenvollen Schaufensterbummel in der Nordseepassage haben wir in der Druckausgabe vom März („Lack ab – Glantz weg“) versehentlich ein Geschäft „totgesagt“, das erfreulicherweise immer noch dort ist, und bei einem zweiten Geschäft Missverständnisse hervorgerufen.

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Another ‚H’ rockt wieder

Rechtzeitig zum Frühjahr sorgen „Another ‚H’ of Rock“ wieder live für hochwertigen Musikgenuss und gute Laune. Die Wilhelmshavener Formation um Sängerin Ute Hartmann ist zu sehen & hören im „Country Club“ (Wilhelmshaven) am 5. April ab 21.30 Uhr; im „Mittelpunkt“ (Sande“) am 12. April ab 21 Uhr; und – zusammen mit der vielversprechenden Nachwuchsband „Big Steal“ – im „Henry“ (Schortens) am 30. April ab 21 Uhr. Nix wie hin! (iz)

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Menschenrechte im Kochbeutel

„Das Kontingent“ von der Landesbühne bravourös inszeniert

(iz) Wir schreiben etwa das Jahr 2040. „Das Kontingent“, eine internationale Friedenstruppe von Freiwilligen, soll weltweit politische Konflikte neutralisieren, ohne Partei für eine Seite zu ergreifen. 2. Januar 2002: Eine Marineeinheit startet von Wilhelmshaven aus zu ihrem Einsatz im weltweiten „Krieg gegen den Terror“. – Als die Landesbühne die Fiktion im März 2000 auf den jetzt aktuellen Spielplan setzte, konnte sie den realen Bezug nicht ahnen. Auch künstlerisch ist ihr ein Volltreffer gelungen. Nur die Autoren müssen sich kritischen Fragen stellen.

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Der neue Otto-Katalog ist da!

Rolf Gössner präsentiert die aktuellen Sonderangebote im Schily-Paket

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 zog Bundesinnenminister Otto Schily seine „Antiterrorpakete“ aus der Schublade. Verdächtig schnell – der Wunschzettel europäischer Regierungen lag offensichtlich schon parat, bis nun die ersehnte Rechtfertigung zur Umsetzung vorlag. Unter dem Eindruck der einstürzenden Hochhäuser wurde die Angst vor dem Terrorismus benutzt, um Gesetzesverschärfungen durch den Bundestag zu prügeln.

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Big Brother is watching you

Point: Videoüberwachung und andere Gesetzesverstöße

(red) Als wir vor knapp zwei Jahren aus unterschiedlichen Quellen Hinweise auf Rechtsbrüche im Point erhielten, stießen wir bei unseren Recherchen auf Schweigen. Vorstandsmitglieder des Vereins zur Förderung der Internationalen Jugendarbeit e.V. versicherten uns lediglich betreten, man versuche, die Probleme intern zu lösen.

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Vaterlandsverräter

Richtig Haue bekamen Ortgies und Biester von der Wilhelmshavener Hafen-Gang

(hk) Inse-Marie Ortgies und Dr. Uwe Biester, beide für die CDU im niedersächsischen Landtag, haben eine Anfrage zum geplanten JadeWeserPort gestellt. Sie bekamen nicht nur eine unbefriedigende Antwort, sondern gleichzeitig eine volle Breitseite der Wilhelmshavener Hafen-Gang vor den Bug. Man wirft ihnen gar vor, dass sie mit Hamburg gegen den JadeWeserPort paktieren: Vaterlandsverräter!

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Mit oder ohne Hamburg...

…teuer wird es allemal. Ergänzungen zum Artikel JadeEuroPort im März-Gegenwind

(jm) Laut Pressemitteilung der JadeWeserPort Entwicklungsgesellschaft mbH (JWE) soll die Infrastruktur für den JadeWeserPort 423 Mio. Euro kosten. Gemäß Vereinbarung der Regierungschefs von Bremen, Hamburg und Niedersachsen hätten Privatinvestoren davon die Hälfte – also 211,5 Mio. Euro – aufzubringen. Doch diese Vereinbarung ist inzwischen von den Planern zu Makulatur verarbeitet worden.

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„Guten Morgen Sonntag“ und „Wilhelmshaven Aktuell“ bekämpfen sich um Werbekunden

(ft) Seit Oktober 2001 gibt es in Wilhelmshaven die Sonntagszeitung „Wilhelmshaven & Friesland Aktuell“ (WFA) aus dem Verlag NM-Nord Medien AG, ein weiteres Werbeblatt am Sonntag und damit Konkurrenz zur Sonntagszeitung „Guten Morgen Sonntag“ aus dem Brune-Mettcker-Verlag (u.a. WZ, Neue Rundschau). Beide Publikationen müssen sich seitdem den Anzeigenmarkt in Wilhelmshaven und Umgebung teilen. Der frühere Monopolist aus dem Hause WZ verteidigt nun diesen Markt nach Meinung der „Wilhelmshaven Aktuell“ mit unlauteren Mitteln.

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Oder wer sonst verwüstet eine leerstehende Wohnung?

(noa) Eine seltsame Vermehrung von Schäden in einer nicht benutzten Wohnung hat sich jüngst in Wilhelmshaven zugetragen. Der GEGENWIND ermittelt, konnte aber bislang den Täter noch nicht ausfindig machen.

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Schnauze voll

Mündige BürgerInnen Wilhelmshavens formieren sich

(iz) Druck erzeugt Gegendruck. In dieser Hinsicht ist den letzten zwei Jahren in Wilhelmshaven Erstaunliches passiert. In der Bürgerinitiative gegen den JadeWeserPort schloss sich eine große Anzahl – bis dahin zumeist politisch unauffälliger – BürgerInnen zusammen, um der offiziellen einseitigen Informationspolitik zu dem geplanten Großprojekt etwas entgegenzusetzen. 2001 gründete sich mit der WALLI (Wilhelmshavener Alternative Liste) nach langer Zeit erstmals wieder eine lokale WählerInnengemeinschaft, die bei der Kommunalwahl auf Anhieb einen Kandidaten zwischen den etablierten Ratsvertretern platzieren konnte. Und nun melden sich, genervt von den Kommunikationsstörungen zwischen Rathaus und Fußvolk und jenseits vertrauter Organisationsformen, die Mündigen Bürger zu Wort.

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Logo Ratssplitter

Ratssitzung vom 20. März 2002
Wir dokumentieren die Diskussion zu wichtigen Beschlüssen und vergeben max. 5 Sternchen für fachliche und / oder menschliche Kompetenz – ohne Anspruch auf Vollständigkeit, durchaus kommentierend und nicht ohne Augenzwinkern.
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