Gegenwind 114

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Apr 191993
 

Wilhelmshaven 2000

Kann Wilhelmshaven die „Expo am Meer“ verkraften? Ein erster Ausblick auf das Expo-Jahr 2000

Gegenwind Titel 114Inhalt

♦ Was bedeutet das geplante 3.000 Megawatt Importkohleverstromungszentrum für die Energiepolitik Niedersachsens? Ist es ein „Ausstieg in den Einstieg“ der Energiewende? Wir spekulieren faktenreich: Wende zur alternativen Energienutzung oder Rückwende zur Atomenergie?

♦ Wissen unsere „Macherinnen“ eigentlich, was mit der EXPO AM MEER auf Wilhelmshaven zukommt? Zum Auftakt der überfälligen Auseinandersetzung beleuchten wir den zu erwartenden Besucherstrom.

♦ Radio Überleben kämpft ums Überleben. Wer den Piraten den Saft abdrehen will und warum der Sender „Legal Überleben“ muß

♦ Der 1. Mai – auch in diesem Jahr wieder am und im Pumpwerk. Gewerkschafter werden uns erzählen, was an Arbeitskämpfen in der letzten Zeit gelaufen ist und welche Kämpfe uns bevorstehen. Information, Diskussion und Unterhaltung am 1. Mai

♦ Gegenwehr im Gegenwind – Die Arbeitgeber blasen zum Kampf die ArbeiterInnen in Ost und West setzen sich zur Wehr. Der GEGENWIND sprach mit dem IG Metall-Bevollmächtigten Hartmut Tammen-Henke über die Möglichkeiten der Gewerkschaften in Krisensituationen.

♦ „Streetworker“ Mathias Röben verlässt Wilhelmshaven. Ein Bericht über seine Arbeit und über die Lücke, die sein Weggang bedeutet.

♦ An ein Tabu-Thema wagte sich die Landesbühne: Sexueller Mißbrauch von Kindern – eine etwas andere Kritik.


Titelbild: Burkhard Königshoff


Die Druckausgabe zum Runterladen: Gegenwind 114

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Apr 191993
 

Ärger

empfanden die Mütter und Väter, die mit ihren kleinen Kindern die Nachmittagsvorstellung des Filmes „Dschungelbuch“ im Kino-Center besuchten. Das Publikum bestand zum größten Teil aus Kindern, doch das Kino verzichtete nicht auf die Darbietungen von Werbespots, die nach Ansicht der Eltern eher jugendgefährdend sind. Es wurde nicht nur Reklame für Schnaps gezeigt (da kann man ja vielleicht noch davon ausgehen, daß es die Kleinen gar nicht interessiert), sondern auch eine Jeans-Werbung, die eher an einen Sexfilm erinnert. (noa)

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Apr 191993
 

gw114_bauschild

Kaum war das Haus Marktstraße 116 abgerissen, informierte ein überdimensioniertes Bauschild: „Neubau eines Büro- und Geschäftshauses mit Einzelhandelsflächen von 100 bis 1200 m2“. Eine Zeichnung des geplanten Baus komplettierte die Informationen über die Zukunft des nun brachliegenden Grundstücks. Es erübrigt sich beinahe, zu erwähnen, daß das Projekt wieder als „großer Erfolg“ von Stadtverwaltung und Presse gefeiert wurde. Dann wurde es still um den großen Investor, das Bauschild kippte um und dient jetzt als Wand für eine Spielburg. (hk) – Foto: Tunnat

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Apr 191993
 

Eine Frauenbeauftragte

ist für das Marinearsenal (Wilhelmshavener Zentrale und Betriebe in Kiel und Wilhelmshaven) bestellt worden. Seit Oktober 1992 hat eine Kieler Kollegin das Amt inne. Sie soll sporadisch den Betrieb in Wilhelmshaven besuchen. Zuletzt war sie im Februar da; ihr nächster Besuch wird voraussichtlich im Mai stattfinden. Eine Freistellung für diese Tätigkeit bekommt sie nicht. Sie muß die Arbeit nebenher leisten. Angesichts dessen befürchten die ca. 200 in Wilhelmshaven beim Arsenal beschäftigten Frauen, dass ihre Interessen nicht angemessen vertreten werden können. (noa)

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Apr 191993
 

Vernachlässigung von Arbeitnehmerrechten

Selbst karitative Organisationen wie der Malteser Hilfsdienst, die sich öffentlich als mildtätig darstellen sind geprägt von Gleichgültigkeit und Arroganz. Am 15.2.93 wurde mir dort als stellvertretender Geschäftsführer fristgerecht zum 31.März gekündigt. Trotz mehrerer Gespräche und Telefonate warte ich noch heute am 24.4. auf meine Arbeitspapiere. Demzufolge erhalte ich kein Arbeitslosengeld und verbringe meine Vormittage mittlerweile auf dem Sozialamt.
Danke für die Undankbarkeit.
Christian Schäfer, Weserstraße 140

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Apr 191993
 

gw114_menzeltisch
Schon oft

wurden wir gefragt, woher wir eigentlich immer die guten Ideen für unsere Artikel haben. Ob es daran liegt, daß die Redaktionssitzungen des GEGENWIND seit nunmehr fast 5 Jahren an einem original „Menzel-Tisch“ stattfinden? (hk)

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Apr 191993
 

Ausstieg aus dem Einstieg?

Drei zusätzliche Kraftwerkklötze will die PreussenElektra auf den Rüstersieler Groden setzen.

(jm) In den siebziger Jahren versuchte das einschlägige Establishment in Stadt und Land, Wilhelmshaven zur Energiedrehscheibe Deutschlands aufzublasen. In den Achtzigern ging ihnen die Puste aus. – Jetzt haben sie einen Pusteballon von der PreussenElektra bekommen. Mit Aufdruck Verstromungszentrum Wilhelmshaven.

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Apr 191993
 

Endlich brauchbare Zahlen

(hk) Bewegten sich die Diskussionen über die Beteiligung der Stadt Wilhelmshaven an der expo 2000 in der jüngsten Vergangenheit immer in einem relativ luftleerem Raum, bietet die Ende 1992 von Studentinnen des Fachbereichs „Landes- und Regionalentwicklung“ der Carl v. Ossietzky Universität Oldenburg vorgelegte und Anfang März von Wilhelmshavens Oberstadtdirektor Schreiber in Umlauf gebrachte „Studie über die Möglichkeiten der Beteiligung einer strukturschwachen Region an der Weltausstellung in Hannover“ endlich handfestes Material über das, was auf Wilhelmshaven zukommen wird, wenn es zur Realisierung der ‚expo am Meer‘ kommt.

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Apr 191993
 

Oh Gott!

Mehr als 6 Millionen Besucher werden zur ‚expo am Meer’ erwartet.

(hk) Die Expo-Studie der Uni Oldenburg untersucht unter anderem, wie viele BesucherInnen die ‚expo am Meer‘ besuchen werden, mit welchen Verkehrsmitteln sie hierherkommen und wo sie bzw. ihre Fahrzeuge unterkommen können. Ob den eifrigen Trommlern für die ‚expo am Meer‘ die Dimensionen einer Weltausstellung eigentlich klar sind?

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Apr 191993
 

Legal überleben

Auch nach Olympia braucht Wilhelmshaven einen Lokalsender

(ef/noa) Die WilhelmshavenerInnen und FriesländerInnen, die regelmäßig Radio Überleben hören, vermissen seit fünf Wochen ihre gewohnte Information mittwochs 17.15 Uhr auf 100,4 MHz. Ist das Überleben von Radio Überleben gefährdet?

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Apr 191993
 

Liebe Gegenwind-Redaktion,

als Angestellter des Marinearsenals habe ich mich sehr für Eure Version vom „Energie-Problem“ im Arsenal interessiert. Ich habe den Briefwechsel Eggert/Menzel aufmerksam verfolgt; beide Briefe hingen hier am „schwarzen Brett“. Wenn ich mich recht erinnere, schreibt Herr Eggert in seinem Brief u.a. auch, daß Monika Griefahn sich persönlich informiert und die geplante Anlage für das Arsenal als wirtschaftlich und umweltverträglich befunden hat. Weiterlesen »

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Apr 191993
 

gw114_mgm

Neben verschiedenen Demonstrationen gibt’s am 1. Mai ab mittags auf dem Börsenplatz Country-Musik. Wer nicht so auf Johnny Cash & Co. steht, sollte trotzdem mal hinhören: die erst seit wenigen Wochen bestehende Wilhelmshavener Band MGM bietet, mit teilweise sehr eigenwilligen Interpretationen, was für Blues-Rock-Ohren. MGM, das sind Markus Lomartin (Gesang), Gordon Klüttermann (Bass/ Technik), Michael Geddert (Gitarre) und Archie Raasch (Rhythmusgitarre). (iz) Foto: Tunnat)

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Apr 191993
 

Tote Hose

herrscht immer noch in der Kasse der Wilhelmshavener Musikerinitiative (WIMU). Auf der letzten Kulturausschußsitzung in der PERSPEKTIVE trug Andreas Koût zum x-ten Mal den anwesenden Ratsmitgliedern die Bedeutung der WIMU für das soziokulturelle Leben der Stadt und die Gefährdung ihrer Arbeit durch finanzielle bzw. personelle Probleme vor (der GEGENWIND berichtete mehrfach).
Während die Finanzierung des Musikerhauses und der Öffentlichkeitsarbeit aus eigener Kraft erfolgt, müßten die beiden erforderlichen Personalstellen von der Stadt getragen werden, die immerhin über die größte und aktivste Musikerinitiative Niedersachsens verfügt. Die WIMU leistet gleichzeitig Jugendkultur- und –sozialarbeit und kann und will deshalb nicht, wie von UWG-Vertreter Mike Tönjes vorgeschlagen, als kommerzielle Agentur agieren, die sich nur mit gagenträchtigen Bands befaßt.
Nach Auslaufen der AB-Maßnahmen arbeiten Marina Speckmann und Andreas Koût derzeit ehrenamtlich weiter, mit 90 bis 110 Wochenstunden. Wenn die Ratsvertreterinnen weiter gemütlich darauf bauen, daß es so auch laufen kann, wird es ein böses Erwachen geben, wenn den beiden anderweitig eine feste Stelle angeboten wird. (iz)

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Apr 191993
 

Green Answers

(hk) Eine „Grüne Antwort“ auf den Verkehrskollaps

gibt der Verein „Green Answers e.V.“: Car Sharing! Wir zitieren aus einem Informationsblatt der Umweltorganisation: Sie besitzen einen Führerschein aber KEIN AUTO? Sie TEILEN!!! Möchten Sie die Möglichkeit haben. ein Auto zu fahren, wenn Sie es brauchen, ohne Reparaturen allein bezahlen zu müssen? Ohne sich um die Reparaturen kümmern zu müssen? Ohne die Versicherung allein bezahlen zu müssen? Ohne daß das Auto 18 Stunden am Tag steht und nicht benutzt wird? Ohne die ganzen Anschaffungskosten, Zinsen, usw. allein tragen zu müssen? Ohne ein Auto zu besitzen?
Wenn Sie einige dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, dann sind sie sicherlich an der Aktion

„Das Gemeinschaftsauto
Wilhelmshaven“

interessiert.
Die Umweltorganisation „Green Answers e.V. – Verein zur Förderung einer Umweltstiftung“, möchte helfen. eine solche Organisation ins Leben zu rufen.“
Wer daran Interesse hat, sollte sich mit Roger Staves, Wilhelmshaven, in Verbindung setzen.

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