Gegenwind 103

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Sep 231991
 

gw103_titelInhalt

♦ Schwerpunktthema der Oktober-Ausgabe: Die Kommunalwahl am 6. Oktober. Neben den Ergebnissen einer Bürgerbefragung haben wir versucht, uns mit den Wahlprogrammen der einzelnen Parteien auseinanderzusetzen

♦ Wir berichten über eine beispielhafte Veränderung im Pauline-Ahlsdorff-Heim

♦ Darüber, ob, wie der CDU-Politiker B. Rech meint, die zu hohen Ansprüche der Bürger den Wohnraummangel erzeugen und was die anderen Parteien zu diesem Thema sagen, gibt der Artikel „Ratsherren ratlos“  Auskunft

♦ Informationen, warum Wilhelmshaven schleunigst einen Beschluß gegen die Verwendung von PVC fassen sollte.

♦ Unsere ausländischen MitbürgerInnen sind am 6. Oktober zur Wahl eines neuen Ausländerbeirates aufgerufen. Ein GEGENWIND-Gespräch

♦ Was tun, wenn Mofas durch die gute Stube knattern? Wie sich die Bürger gegen ständige Ruhestörung zur Wehr setzten, steht im Artikel KNATTERTOWN

♦ Ein neuer Brief von Theda

♦ Der Beginn einer Fotoserie zur bedingungslosen Unterstützung der Forderung, daß Wilhelmshaven Standort der Weltausstellung 2000 werden soll.


Die Druckausgabe zum Runterladen: Gegenwind 103

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Sep 231991
 

Bei Olympia
Zeichnung: Erwin Fiege

Zeichnung: Erwin Fiege

beschäftigt zu sein, war bis vor kurzem noch so etwas wie eine Auszeichnung und für jeden Kredit gut. Wie schnell sich die Zeiten ändern, bekam eine Frau anlässlich eines Einstellungsgespräches bei einem kirchlichen Träger zu hören. Dort stellte man ihr die Frage, ob ihr Mann bei Olympia beschäftigt sei. Wenn ja, dann würde ihr Mann ja bald arbeitslos und würde vielleicht nach Süddeutschland arbeiten gehen. Und unter solchen Umständen könnte sie die Stelle natürlich nicht bekommen.

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Sep 231991
 

Liquidiert

werden sollen die Milchwerke Wilhelmshaven/ Friesland. Als Hinrichtungskommando sind die Milchzentrale Oldenburg, Libby und Botterbloom angetreten. Zwar sind die Hintergründe nur sehr schwer zu durchschauen, aber klar ist: Die Großen fressen die Kleinen. Eine Entwicklung, die im Hülsemeier-Gutachten so dargestellt wird, daß unter den jetzigen Bedingungen betriebswirtschaftlich keine Molkerei in Ostfriesland/Friesland weiterexistieren kann. Schon jetzt liefern die Milchwerke Wilhelmshaven über die Hälfte der von den Bauern angelieferten Milch zur MZO nach Edewecht. Sowohl die Gewerkschaft NGG, als auch die Stadt Wilhelmshaven sind jetzt auf der Suche nach einem Kooperationspartner, der die Abnahme der Produkte aus Wilhelmshaven garantiert. Die Erfolgsaussichten für diese Suche werden allgemein als ausgesprochen gering angesehen. Klöpping von der NGG spricht von einer 1:9-Chance. Zu hoffen bleibt nur, dass zumindest dieses Standbein in unserer so eng mit der Milchwirtschaft verflochtenen Region erhalten bleibt.

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Sep 231991
 

Nicht ausgelastet

scheint Wilfrid Adam zu sein. Der SPD-Multifunktionär (unter anderem Kreisvorsitzender der AWO, neben seiner Mitgliedschaft im Stadtrat ist er noch im Ausschuß für Wirtschaft und Stadtentwicklung, im Finanzausschuß, im Sportausschuß, im Stadtwerkeausschuß, im Ältestenausschuß, weiter ist er Beauftragter der Stadt für Vichy, Landtagsabgeordneter, im Landtag ist er Vorsitzender des Ausschusses für Häfen und Wirtschaft und Mitglied im Finanzausschuß, Innenausschuß und im Wissenschafts- und Kulturausschuß) Adam möchte gerne den Posten des Bürgermeisters im nächsten Stadtrat bekommen. Und da ist gleich doppelt Ärger vorprogrammiert. Sagte  doch z.B. die bisherige Amtsinhaberin Frau Iwersen unmißverständlich, daß ihre Nachfolge eine Frau antreten soll. Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) hat dann auch 2 KandidatInnen parat: Frau Ursula Aljets, seit vielen Jahren aktive Kommunalpolitikerin und Kirsten Trenne, (die schweigsame Unbekannte aus dem Stadtrat). Zum anderen gibt es diverse Beschlüsse der SPD, einer solchen Amterhäufung einen Riegel vorzuschieben.
Fraglich ist auch, wer Adam zum Bürgermeister wählen soll, falls die SPD nicht die absolute Mehrheit bekommt. Da kann im Endeffekt bei herauskommen, daß unser nächster Bürgermeister einen nach oben gezwirbelten Bart trägt und gerne mit dem Motorrad fährt.

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Sep 231991
 

Zu einer Provinzposse

entwickelte sich die Werbekampagne „East of Emden“ des Landes für den Wirtschaftsraum Niedersachsen, wodurch sicherlich bei den Trägem der Kampagne die Meinung erzeugt wurde, daß man für einen Standort, der von solchen Provinzfürsten vertreten wird, kaum im Ausland Werbung machen kann.
Einzig OB Menzel scheint gemerkt zu haben, daß man da wohl auf den CDU-Wahlkampfzug aufgesprungen war. Das jedenfalls läßt seine zweite Stellungnahme zu diesem Thema im Ansatz erahnen. Als dann auch noch im feinsten Pidgin-Englisch der Slogan „West from Wilhelmshaven“ ins Spiel gebracht wurde, verzweifelten die Werbeleute sicherlich vollständig.

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Sep 231991
 

Die ICI

plant im neuen Gewerbehof der Stadt ihre Anlage zur Wiederverwendung von Kunststoffen anzusiedeln. Pikanterweise soll die Anlage in Betrieb gehen, ohne die vom Bundesimmissionsschutzgesetz vorgeschriebenen Genehmigungsverfahren zu durchlaufen.

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Sep 231991
 

Mit der Drohung

der Druckerei Wiechmann „den Laden abzubrennen, wenn dort noch einmal der GEGENWIND gedruckt“ würde schüchterte ein sich als Sprecher der „Nationalen Befreiungsfront“ zu erkennen gebender Anrufer die Besitzer der Druckerei, in der seit mehr als 10 Jahren der GEGENWIND gedruckt wurde, so ein, daß wir uns nach einer neuen Druckmöglichkeit umsehen mußten. Wir hoffen daß wir unseren LeserInnen auch weiterhin ein drucktechnisch einwandfreies Erzeugnis vorlegen können.

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Sep 231991
 

Neuer Präsident

des Regierungsbezirkes Weser-Ems ist der ehemalige Oberkreisdirektor Frieslands, Dr. E. Bode. Damit dürfte der frische Wind, den sein nur kurz im Amt gewesener Vorgänger Weber durch die Beamtenstuben wehen ließ, was sich u.a. in einer entschieden bürgerfreundlichen Politik niederschlug, wieder erstarren.

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Sep 231991
 

Total daneben

ging der Versuch des City-Interessen-Vereins, den diesjährigen Citymarkt durch ein musikalisches Begleitprogramm auf ein Niveau abseits des reinen Konsumspektakels zu heben. Die Schelte gilt diesmal dem Publikum: Wer demnächst wieder mal meckert, WHV sei kulturell unterbelichtet, der sei gefragt, wo er/ sie denn an diesem auch meteorologisch überwiegend gesegneten Wochenende gesteckt hat? Den durchweg guten MusikerInnen machten die Auftritte, trotz Gage, vor einem durchweg spärlichen Zuschauerdutzend sichtlich keinen Spaß.
Allerdings waren auch die Bühnen unglücklich positioniert, an eher abseitigen und zugigen Plätzen und die eine direkt vor dem Klowagen, dessen Hinweisschild fast Richtung Bühne deutete.
Last not least kam auch der gute alte neue Börsenplatz mal wieder nicht zum Zuge: Statt Musik gab es einzig einen Hochseilakrobaten, ansonsten ringsum dichtgebaut mit Wagen der Katastrophenschutzeinrichtungen (alles für den Akrobaten-(Not)fall?), deren Rückseiten die Sicht von den umliegenden Cafes verfinsterte.

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Sep 231991
 

Richtungweisend

AWO-Betriebsvereinbarung geht über den gesetzlichen Rahmen hinaus

(noa) Für die Beschäftigten des Pauline-Ahlsdorff-Hauses in der Rheinstraße und des Sprachheilzentrums in der Masurenstraße gilt seit dem 13. Juli eine „Betriebsvereinbarung über Gleichstellungsmaßnahmen“. Diese beiden Betriebe unterstehen dem Bezirksverband Weser-Ems der Arbeiterwohlfahrt.

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Sep 231991
 

Alleinerziehende

Der GEGENWIND bietet den in Wilhelmshaven und Umgebung tätigen Vereinen und Verbänden die Möglichkeit, sich selbst vorzustellen. Diesmal stellt sich der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VaMV) vor.
Der VaMV Wilhelmshaven besteht seit 14 Jahren. Er hat z.Zt. 32 Mitglieder mit zusammen 53 Kindern. Zu uns kommen Frauen und Männer in akuten Trennungssituationen, die wir auf Grund unserer Erfahrungen bezüglich Scheidung, Sorgerecht, Unterhaltsfragen, Umgangsrecht, Schwierigkeiten mit Kindern, Ängsten bei Kindern sowie eigenen psychischen Problemen mit der Trennung bzw. dem Verlust des Partners beraten. Weiterlesen »

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Sep 231991
 

Ratsherren ratlos

Kein Geld und keine Konzepte gegen die Wohnungsnot

(ub) Die Wohnungsnot wird auch in Wilhelmshaven immer größer. Die Kommunalpolitik steht diesem Problem weitgehend hilflos gegenüber. So könnte das Fazit eines vom Arbeitskreis Wohnraummangel veranstalteten Hearings mit Wilhelmshavener Spitzenpolitikern lauten.

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Sep 231991
 

Umfrage

Ergebnisse eine Gegenwind-Umfrage zu den Wahlen am 6. Oktober

(red/hk) War es bisher guter Brauch des GEGENWIND, vor wichtigen Wahlen die Spitzenkandidaten der einzelnen Parteien zu Wort zu bitten, sieht unser Beitrag zur Kommunalwahl diesmal etwas anders aus. Der Grund dafür ist leicht benannt: In Wahlzeiten ist es praktisch unmöglich, von den KandidatInnen auch nur ein vernünftiges Wort zu erheischen: Alles ist Wahlkampf – alles Friede-Freude-Eierkuchen oder Niedermachen des politischen Gegners.

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Sep 231991
 

Teils heiße Luft.....

….teils frischer Wind

(noa) Eigentlich war für diese Seiten eine tabellarische Übersicht über die Wahlprogramme der im Rat vertretenen Parteien vorgesehen. Eine Tabelle haben wir wohl hingekriegt, aber übersichtlich war sie nicht. Da ist es schon einfacher, alle Programme selber zu lesen, als sich aufgrund des Studiums der Tabelle ein Bild von den Programmen zu machen. Die Programme unterscheiden sich nicht nur in ihren Inhalten. Noch unterschiedlicher als die programmatischen Aussagen und die politischen Forderungen sind der Umfang der Programme und der Grad der Konkretisierung der Aussagen.

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Sep 231991
 

Wir sind alle Menschen

Gegenwind Gespräch mit Vertretern des Ausländerbeirates

(hk) Am 6. Oktober wird nicht nur ein neuer Stadtrat gewählt: Die ausländischen MitbürgerInnen sind am gleichen Tag aufgefordert, einen neuen Ausländerbeirat zu wählen. Der GEGENWIND führte aus diesem Anlaß ein Gespräch mit Ibrahim Uğurpala (Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Ausländerbeirates) und Ali Doğan (Vorsitzender des Vereins der Türken und Mitglied im Ausländerbeirat).

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