Gegenwind 157

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Mrz 152000
 

Wir wollen alles!

Die Planungen von Wirtschaft und Politik überschlagen sich. Wilhelmshavens Zukunft sieht golden aus. Der Gegenwind weist nach, dass für den Menschen wenig, für die Umwelt fast nichts bleibt.

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Bild gewordene Träume könnte das Titelbild auch überschrieben sein. Transrapid, JadePort, Seilbahn, Container, Luftschiffe, Elektrifizierung, Untertunnelung, Expo usw. usw. – alles Projekte, die in den Köpfen von Politik und Wirtschaft herumspuken. Die Projekte fanden nicht einmal alle ihren Platz auf unserer Collage. (hk)

Einblicke
● Der Bau des JadePorts ist überflüssig! Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls unsere Untersuchung über die Ladungssituation der großen Containerschiffe, die die Häfen hier im Norden anlaufen.
● Die Machbarkeitsstudie liegt vor. Der JadePort ist machbar lautet das nicht unerwartete Ergebnis. Wir befragen die Bürgerinitiative gegen den JadePort zu ihrer Einschätzung der Machbarkeitsstudie.
● „Hat da jemand etwas zu verbergen?“ Auch hier geht es um die milliardenschwere JadePort-Entscheidung.
● Es hat ja lange gedauert, bis die Wilhelmshavener so richtig in die Puschen kamen – doch heute können wir melden: Die Agenda-Aktivitäten machen Fortschritte.
● Im letzten Gegenwind sprachen wir mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Friedrich. In dieser Ausgabe sprechen wir mit dem CDU-Ratsherren Grubert. Der Gegenwind auf neuen Wegen? Natürlich nicht. Wir wollten diesmal die Antworten, die wir beim letzten Mal nicht bekamen.
● Spionage ist immer ein heikles Thema. Unsere Spione (die Guten) dienen dem Vaterland, die anderen Spione (böse Spione) sind Vaterlandsverräter. Mit der deutschen Einheit tauchten da natürlich die wildesten Geschichten auf. Wenn dann einer auch noch für beide Seite arbeitete, läuft’s vollends durcheinander. Eine Veranstaltung mit einem solchen guten bösen Spion findet am 22. März in Wilhelmshaven statt.
● Theda schreibt dem liebn Kuddl über Frühjahrsputz und Masoschisten.
Die Druckausgabe: Gegenwind 157

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Einen neuen Redenschreiber sollte sich Oberbürgermeister Menzel zulegen, wenn er sich zum Bürgermeister und Verwaltungschef wählen lassen will.

Hannover, 18. Februar 2000: „Ein wichtiger Tag für Wilhelmshaven – ein wichtiger Tag für die Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung, für die Stadt Wilhelmshaven, für den Hafen Wilhelmshaven, für die Menschen unserer Stadt, unserer Region.“

Wilhelmshaven, 10. März 2000: „Ein guter Tag für die Dasa, ein guter Tag für Wilhelmshaven.“…… (hk)

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Stunk gibt es im Jugendamt.

Schon seit Monaten tauchen immer neue Gerüchte über unhaltbare Zustände beim Sozialdienst auf. Von Mobbing, Kaltstellen, Ausnutzen und anderem ist dabei die Rede. Die meisten Beschwerden und Klagen gehen in Richtung Klaus Jürjens, Leiter der Abteilung Allgemeiner Sozialdienst.

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Stefan Raab

nominierte in seiner Sendung „TV-total“ den „So-Mann“ und den „Äh-Mann“ für den „Raab der Woche“. Der „So-Mann“ benutzte in 3 Minuten 37 Mal das Wort „So“, der Äh-Mann brachte es in der gleichen Zeit auf 72 Ähs. Wir haben auch einen Kandidaten: Sandes CDU-Ortsvereinsvorsitzenden Claus von Armin. In einem Absatz (Lesezeit 10 bis 15 Sekunden) benutzte er 4 Mal das Wort „Sache“. Schauen Sie sich das mal an: „Unstrittig ist, dass die Spendenaffäre eine Sache ist (…) um die Sache so schnell wie möglich (…) die man dieser Sache gewidmet (…) in dieser Sache gut tun. Nominiert! Sachen-Mann Claus von Armin! (hk)

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Guter Spion - Böser Spion

Veranstaltung mit Karl Gebauer und Rolf Gössner über Doppelagenten im geteilten Deutschland und die heutige Rolle der Geheimdienste

(iz / antifa) Zehn Jahre nach der „Wiedervereinigung“ sind die zwei deutschen Staaten noch längst nicht Geschichte. Über 100 ehemalige „böse“ DDR-Spione wurden zu langen Haftstrafen verurteilt, während die „guten“ BRD-Agenten unbehelligt blieben und staatliche Geheimdienste wie der Verfassungsschutz noch heute, im Interesse von Wirtschaft und Politik, im Privatleben unbescholtener BürgerInnen herumkramen dürfen. Das Antifaschistische Bündnis Wilhelmshaven hat zwei Referenten eingeladen, um interessierte BürgerInnen über Hintergründe zu informieren.

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Kult

Heleen Verburgs ,,Eier und Eltern“ im Jungen Theater

Wenn es auf die Welt kommt, soll es immer einen orangefarbenen Pullover tragen, dann kann man es schon von weitem sehen. Und mit sieben Wochen kommt es in den Kinderhort, damit seine Eltern fleißig dem Fischfang nachgehen können. Natürlich muss es auch lernen, wie man Fische fängt. Von sanftem Gemüt ist sein zukünftiger Vater, aber käme das Kleine eines Tages und würde sagen: ,,Papa, ich will nicht Fische fangen“, dann wäre Schluss mit der Contenance, dann garantiert er für nichts.Voller konkreter Pläne sind die erwartungsfrohen Eltern eines kleinen, weißen Eies in ,,Eier und Eltern“, dem Jugendstück der holländischen Autorin Heleen Verburg. Aus der einfachen und zugleich seltsamen Geschichte von dem menschlichen Pinguinpaar, das ein Ei legt und vergeblich auf den Nachwuchs wartet, ist unter der Regie von Ueli Blum ein poetisches und komisches, geradliniges und klares Stück geworden. In schlichten, aber eleganten Kostümen und mit genau jenem Bewegungsablauf zwischen Würde und Drolligkeit, der für die charmanten Südpolaner so charakteristisch ist, faszinieren und bezaubern Kati Stüdemann und Reto Baumgartner. Vom Verlieben über den ersten Streit darüber, wer das Ei ausbrüten darf, bis zum Einkauf von allerhand Sachen, „weil man eben Sachen braucht, wenn man ein Kind erwartet“, und schließlich zum Abschied – vielleicht bis zu einem neuen Versuch im nächsten Jahr – reicht die Entwicklung der Figuren. Warum es nicht klappt mit dem Ei und dem Wesen, das ihm doch eigentlich entschlüpfen sollte, das ist die Frage, auf die es allerhand mögliche Antworten gibt: Vielleicht möchte es nicht ,,so weit von zu Hause“, nämlich am Pol, sondern am Wattenmeer, geboren werden, wo statt frischem Fisch ein Berg von Konservensardinen auf es wartet, weil seine Mama das angesichts der Meeresverschmutzung für gesünder hält. Vielleicht bietet eine Welt voller Plastik und Konserve allzu wenig Möglichkeit zum Leben, vielleicht hatte es auch keine Lust auf orangefarbene Pullover. Eier und Eltern ist eine Geschichte, die das Nachdenken befördert und eine ganze Reihe von Antworten anbietet, ohne zu bevormunden.

Die letzten freiverkauften Vorstellungen im Jungen Theater sind am Samstag, 8.4., um 20.00 Uhr, und am Sonntag, 9.4., um 15.00 Uhr. Kartenvorbestellungen nimmt die Theaterkasse unter Tel. 0442119401-16 entgegen.

Frauenpower? Frauen sauer!

Das war nicht so prall, was uns „Die Circen“ (bzw. die Veranstalter) zum Internationalen Frauentag am 8. März im Pumpwerk boten. Genauer gesagt: Die beiden Circen passten so gut zueinander wie Gummistiefel zum kleinen schwarzen Minikleid.Circe 1, Gabriele Lange, gefiel uns nämlich mit ihren „sittlich-sinnlichen Chansons am Rande der Wahrheit“ im ersten Teil des Programms sehr gut, überzeugte stimmlich wie mimisch mit ihren Interpretationen mehrerer Chanson-Klassiker von Friedrich Hollaender und Georg Kreisler. Die Kritik „Tim Fischer ist aber besser“ lassen wir nicht gelten, denn jede/r interpretiert anders, und Tim Fischer ist nach unserer Kenntnis überwiegend keine Frau.

Auch im zweiten Teil erfreute uns Gabriele Lange mit stimmlicher Ausdruckskraft und zusätzlich an der Gitarre. Ihre Partnerin Iris Kuhn beherrscht, wie sie im ersten Teil unter Beweis stellte, in der Tat das Klavier – sie hätte nur dort sitzen bleiben und die Klappe halten sollen. Denn was sie uns gesanglich wie „tänzerisch“ im zweiten Teil mit überwiegend eigenen Arrangements zumutete, war alles andere als „am Rande der Wahrheit“, sondern weit über den Rand der Peinlichkeit hinaus und: schlicht frauenfeindlich, und das keinesfalls in satirischer Form. Das Dummchen, das tollpatschig pfälzerisch auf Büttenreden-Niveau daherkommt. Warum sich ihre Partnerin darauf ein- lässt, blieb uns schleierhaft. „Männer mit Vorurteilen hätte das wohl begeistert“, meinten einige der Frauen, die teilweise schon zur Pause oder kurz danach flüchteten und in erbosten Diskussionen zu obigem Gesamturteil kamen. (Zum Glück waren außer den drei bemitleidenswerten Tontechnikern, die sich das antun mussten, keine Männer anwesend). War ja Frauentag. Die meisten Frauen blieben (pflichtschuldig?) sitzen, einige spendeten ausgerechnet Frau Kuhns Plattitüden begeisterten Applaus. Alle traten danach allerdings schlagartig den Heimweg an, so dass aus der geplanten anschließenden Party leider nix wurde: Das Vorprogramm als Stimmungskiller.

Wollten uns die Circen vielleicht symbolhaft vermitteln, dass Frauen auch die größten Qualen (wie z. B. diesen Auftritt) kritiklos oder sogar Begeisterung heuchelnd ertragen?

Notiz (oder Spitzfindigkeit?) am Rande: Die „WZ“ hatte am Vortag an die 10 ersten Anruferinnen Eintrittskarten verlost. Frau soll ja nicht undankbar sein, aber: Üblicherweise sind bei solchen Aktionen je zwei Karten zu gewinnen – hier gab’s nur je eine. Warum? Weil Frauen, die ihren Mann nicht mitnehmen dürfen, zwangsläufig allein losziehen? Zweite Pikanterie: Die Namen und Adressen der Gewinnerinnen wurden ohne vorherige Rücksprache in der WZ veröffentlicht – ignorierend, dass manche MitbürgerInnen im allgemeinen, und Frauen im besonderen, aus guten (zum Beispiel Sicherheits-) Gründen ihre Adresse lieber geheim halten möchten. (iz)

Ich bin das Volk

Volkstümliche Szenen aus dem neuen Deutschland von Franz Xaver Kroetz

„Lebenslängliche Haft für den jungen Neo-Nazi fordern Oberstaatsanwalt und Kammerpräsident vom ratlosen Richter, schließlich stehe das Ansehen Deutschlands auf dem Spiel. Der intellektuelle, ‚politische’ Dichter kann sich einmal mehr nicht dazu entschließen, die Umstände bei ihrem (faschistischen) Namen zu nennen. Ein enttäuschter Israelurlauber beklagt sich über den mangelnden Versöhnungswillen der Israelis, und ein deutscher Skinhead steht kurz vor der Erfüllung seiner Wünsche…

‚Aus aktuellem Anlass’ schrieb Franz Xaver Kroetz 1993 seine ‚Volkstümlichen Szenen aus dem neuen Deutschland’. Schlaglichtartig beleuchtet der Autor eine Gesellschaft, die geprägt ist von dem Traum vom wiedererstarkten Deutschland, von nationalistischen Parolen, von Oberflächlichkeit und Hass gegen ‚das Fremde’ Geprägt aber auch von gesellschaftlichem Stillstand: von Arbeits- und Perspektivlosigkeit, von existentiellen Ängsten und Einsamkeit ‚Ich bin das Volk’ ist – im Jahre 2000 leider nicht weniger als im Jahr seiner Entstehung – ein Zustandsbericht über Deutschland nach der Wende: nicht um jeden Preis politisch korrekt, aber ehrlich, ernst und trotzdem komisch.“

Soweit die Ankündigung der Landesbühne. Wir waren nach gespannter Erwartung doch etwas enttäuscht von der Premiere, fanden das Stück in sich etwas brüchig, zwischen wirklich guten Szenen, wo zwischen den Zeilen die feinen Nuancen des alltäglichen Faschismus zu Tage treten, bis zu plattem, plakativem, klischeetriefendem „Schülertheater“. Besonders peinlich die Schluss-Szene, in der mal eben der Kosovo-Konflikt verkitscht angerissen wird, ohne klaren Standpunkt – von welcher Seite auch immer – zu beziehen. Schade auch, dass in der lang ausverkauften Premiere eine Menge Schauspielerkolleg/innen den kleinen Saal füllten, während „echte“ ZuschauerInnen auf der Warteliste standen. Fazit: Gut, dass das Thema Neofaschismus immer wieder auf dem Spielplan steht, aber in diesem Fall schade um den Stoff. Etwas getröstet waren wir durch hervorragende schauspielerische und auch gesangliche Leistungen vor allem von Holger Teßmann, Matisek Brockhues und Stefan Diekmann. Vielleicht galt diesen der frenetische Applaus der Kolleg/innen, den wir ansonsten nicht recht nachvollziehen konnten. (iz)

Der Besuch des Prinzen

Uraufführung / Auftragsarbeit von Thomas MatschoßPrinz Nicolas ist auf Staatsbesuch in Deutschland. Als Höhepunkt seines dreitägigen Aufenthaltes ist der Besuch des Prinzen bei einer ,,ganz normalen“, glücklichen deutschen Familie geplant. Die Wahl fällt auf Familie Bergmann. Doch deren Familienverhältnisse sind längst nicht so geordnet, wie Frank Bergmann in seiner Bewerbung vorgegeben hat. Frank selber ist arbeitslos und lebt getrennt von seiner Frau Monika und seinen pubertierenden Kindern. Den voraussichtlichen Medienrummel um den Besuch des Prinzen möchte er zur Jobsuche nutzen. Monika stimmt zu, die heile Familienwelt fürs Fernsehen vorzutäuschen – doch sie hat eigene Gründe: Prinz Nicolas ist ihr großer Jugendschwarm…

Thomas Matschoß hat für die Landesbühne eine turbulente Familienkomödie geschrieben, eine augenzwinkernde Satire auf die moderne Fernsehwelt mit all ihrem Starrummel, ihren Talkshows und TV-Romanen, und zugleich ein romantisches Märchen, das davon handelt, dass der Märchenprinz stets unerwartet kommt…

Regie führt Reinhardt Friese, für den ,,Der Besuch des Prinzen“ die zweite Inszenierung an der Landesbühne ist. Premiere am 29. April um 20 Uhr im Stadttheater.

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Nicht maaßlos verbiestert

Gespräch über das Innenleben der Christdemokraten

(ef/noa) Für die letzte GEGENWIND-Ausgabe sprachen wir mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Friedrich. Auf unsere Frage nach den Querelen in der Wilhelmshavener CDU antwortete er ausweichend und ließ uns ziemlich „unbefriedricht“. Um der Frage nach den zwei Lagern – pro Maaß und kontra Maaß – doch noch auf den Grund zu gehen, sprachen wir mit Udo Grubert, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Stadtmitte Heppens und Mitglied des Rates der Stadt.

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Agenda macht Fortschritte

Sachstandsbericht zum lokalen Agenda-21-Prozess in Wilhelmshaven

(iz) Im GEGENWIND Nr. 155 (November 1999) berichteten wir über Wilhelmshavens Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung im Rahmen der weltweiten AGENDA-21-Kampagne. In diesem ersten Artikel sind Grundlagen-Informationen zur Agenda allgemein und zur Umsetzung an der Jade nachzulesen. Im folgenden kommentierenden Bericht ist zu erfahren, wie es seitdem weitergegangen ist.

Das Agenda-Büro

Zunächst die wichtigste Nachricht: Zum 1. März 2000 wurde im Umweltamt (im Erdgeschoß der Virchowstr. 1 / Ecke Weserstraße) ein lokales Agenda-Büro eingerichtet, das zunächst mit einer ABM-Kraft besetzt ist. Damit ist ein wesentliches Defizit der lokalen Agenda (LA 21) in Wilhelmshaven beseitigt. Diese zentrale Kontakt- und Koordinationsstelle mit einer hauptamtlichen Vollzeit-Fachkraft ist eine wesentliche Voraussetzung für einen effektiven Agenda-Prozess.

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Ein deutscher Tiefwasser-Terminal ist nicht erforderlich, weil die Jumbos voraussichtlich die Deutsche Bucht weiterhin teilbeladen anlaufen werden

(jm) Hat der Referent die inhaltliche Aussage schöngeredet oder liegt es an der unzureichenden Recherche der Gutachter? Diese Rätselfrage stellt sich nach Durchsicht des Vortragstextes Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zum Vorhaben Jade Weser Port / CT 5, den der Dipl. Ing. Günter Baak in seiner Eigenschaft als Projektführer des Projektkonsortiums JadePort auf der Veranstaltung des Deutschen Verkehrsforums am 18. Februar in Hannover gehalten hat.

So schlussfolgert Günter Baak im Hinblick auf den prognostizierten Trend zu immer größeren Containerschiffen:

Es wird in absehbarer Zukunft ein Tiefwasser-Containerterminal an der deutschen Küste erforderlich.

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Bürgerinitiative geht von 200 neuen Arbeitsplätzen durch den Jadeport aus

Die Bürgerinitiative gegen den JadePort ist für die Auseinandersetzung um den JadePort gut gerüstet

(hk) Auf einer Veranstaltung des Deutschen Verkehrsforums wurde am 18. Februar 2000 in Hannover die „Machbarkeitsstudie JadePort“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Gegenwind nahm dieses Ereignis zum Anlass für ein Gespräch mit Vertretern der Bürgerinitiative. Wir sprachen mit den Gruppensprechern Manfred Berger und Hans Freese.

Gegenwind: Die Machbarkeitsstudie wurde von dem auf der Präsentationsveranstaltung anwesenden BI-Vertreter beklatscht. War die Präsentation so überzeugend?
Bürgerinitiative gegen den JadePort: Das nicht. Ich bin einfach so erzogen worden. Wenn man eine Rede hört, die ‚unfallfrei’ über die Bühne gebracht wird – ohne Äh und Öh und Haspeln, dann klatscht man als höflicher Mensch. Dass ich keine Fragen gestellt habe, ist auch richtig. Bevor ich meinen Finger hochheben konnte, waren alle Fragen bereits gestellt – von Land- tagsabgeordneten, von Mitgliedern der Bremer Bürgerschaft, von Umweltverbänden. Ich brauchte gar nichts mehr zu fragen. Was die Presse dann daraus macht…

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Hat da jemand etwas zu verbergen?

Zusammenfassendes zur Präsentation der JadePort-Machbarkeitsstudie

(hk) Für wenig Überraschung sorgte die Meldung, dass in der Machbarkeitsstudie festgeschrieben wurde, dass der JadePort machbar ist. Doch wie geht es jetzt weiter? Ein Kommentar.

Alle Zitate sind den Redemanuskripten der Vorträge von Dipl. Ing. Günter Baak, Projektführer des Projektkonsortiums JadePort, Dr. Birgit Grote, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr, Eberhard Menzel, Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven und Emanuel Schiffer, Vorstand der EuroGate, entnommen, gehalten auf der Veranstaltung des Deutschen Verkehrsforums „Vorstellung der Machbarkeitsstudie Jade Port“ am 18. Februar 2000 in Hannover.

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Grad mach ich mal ne Pause vonnem ganzen Frühjahrsputz, also nich bei mir zu Haus, obwohl, da wärs ja auch mal wieder nötig, nee vonne Stadt, wird ja einmal im Jahr ganz sauber gemacht und kannst dir ja vorstellen, dass ich da so übers Jahr ne Menge Gammel ansammelt, womit ich gar nich mal die olle Weihnachtsbeleuchtung in der Marktstraße mein, die lassense ja nu einfach länger hängen, um für alle festlichen Anlässe gleich gerüstet zu sein und das is ja wohl ne ganz plietsche Sparmaßnahme. Nee, bei diesem Frühjahrsputz sind fast 5000 Leute dabei, schön so in Gemeinschaft, und wenn sich das mit der Bevölkerungszahl hier so weiter entwickelt, können wir bald sagen: Alle sind dabei gewesen! und sind wir eine vorbildliche Kommuhne, was ja längst kein Schweinskram mehr bedeutet.

Vorläufig müssen wir anner Vorbildlichkeit aber wohl nochn bischen arbeiten. Hab ich mir neulich mal wieder so Gedanken gemacht, als ich in soner Frauenzeitung beim Arzt was über Masoschisten gelesen hab, das war natürlich dochn bischen Schweinskram, aber man kann das ja auch mal seelisch sehn, also vonner Einstellung her, und da bin ich drauf gekommen, dass wir hier womöglich eine ganze Masoschistenkommuhne im Wachstum sind. Nee, nee, ich bin nich bekloppt, ich kann dir das beweisen, pass mal auf. Also das geht schon los, wennde mitm Rad irgendwo hin willst: entweder sind die Radwege sone Art Hügelpahrkuhr oder haste Fallgruben dabei oder biste mit Lebensgefahr verbunden, wennde gradeaus fahren willst, der im Auto neben dir aber rechts ab will. Mit unseren Radwegen kannste jede Kämmel-Abenteuer-Rällie innen Schatten stellen, könnte man vielleicht auch für die Eckspoh als Tuhristen-Attrackzjon anbieten.

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