Gegenwind 105

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Jan 271992
 

Strandhalle: Gerettet
Warum die Strandhalle fast verfallen wäre
und wie es zu ihrer Rettung kam

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Bahnhof: Abrissbirne
Gegenwind-Gespräch mit Stadtbaurat Kottek
über die Planungen am Bahnhof

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Inhalt

  • Viele Nachrichten – unter anderem zur Situation bei Olympia
  • Über Rechtsradikalismus, Antifaschismus und über „Neue Wege“ in der Jugendarbeit
  • Was tun, wenn das Arbeitsamt die Arbeitslosenhilfe kürzt? Dieter W. zog vors Sozialgericht und….
  • Eine „Lobby fürs Hobby“ – 1. Wilhelmshavener Kunstmarkt,
  • Verkommt der Nationalpark Wattenmeer zu einem Selbstbedienungsladen für die Deichbauer und zu einem Tummelplatz für die Sportschiffahrt? Die Bürgerinitiative Umweltschutz kontert
  • Eine „Mauer des Schweigens“ umgibt das Thema „Sexueller Mißbrauch“. Wir berichten über Frauen, die diese Mauer einreißen wollen.
  • Suchtabhängige Frauen versuchen, mit ihren Problemen fertig zu werden; auf welche Schwierigkeiten stoßen sie dabei?
  • Ein Kläger gegen die Umweltverschmutzung durch die BETA-Raffinerie wird gesucht
  • Besonders häufig sieht man ihn im Hausmüll: Den „Grünen Punkt“ – Dazu nimmt die Aktionsgemeinschaft gegen Müllverbrennung“ Stellung.

Fotos und Montage: Gegenwind


Die Druckausgabe zum Runterladen: Gegenwind 105

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Jan 271992
 

Abgelehnt

wurde der Antrag der Grünen/ Frauenliste, die „Tage der Musik“ auch 1992 durchzuführen auf der Sitzung des Kulturausschusses am 19. November 1991.
In einem Protestschreiben an den Vorsitzenden des Kulturausschusses, Andreas Koût, hat jetzt der Leiter und 1. Vorsitzende der Chöre im Wilhelmshavener Sängerkreis, August Czaia, seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht, daß in diesem Jahr die Musiktage dem Sparkurs der Stadtverwaltung zum Opfer fallen.
Czaia verweist in seinem Brief unter anderem auf OB Menzel, der noch 1991 in seinem Grußwort darauf hingewiesen hatte, daß „die Musik im Kulturleben der Stadt Wilhelmshaven eine wesentliche Rolle“ spielt und die Tage der Musik den „Höhepunkt für rund 1.000 Wilhelmshavener Musiker“ darstellen. (ub)

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Jan 271992
 

Einen Staffellauf

zur Aufsichtsratssitzung in Frankfurt plant die Betriebssportgruppe von Olympia. Start zu den ersten rund 100 Kilometern ist am 10. Februar. An den einzelnen Etappenzielen wollen die Olympiakollegen mit Unterstützung der dortigen IG Metall-Verwaltungsstellen auf die alarmierende Situation in Wilhelmshaven hinweisen. Zum Termin der Aufsichtsratssitzung am 18. Februar wird die Gruppe dann, unterstützt von weiteren Kollegen, sicherlich einiges losmachen.(hk)

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Jan 271992
 

Für einige wenige

MitarbeiterInnen von AEG-Mercedes-Olympia brachte die letzte Sitzung der Konzernprojektgruppe einen kleinen Hoffnungsschimmer. So soll, so das Ergebnis der Arbeitsgruppe, der Vertrieb der Systemtechnik (OS) zur Mercedes-Tochter DEBIS gehen; der Vertriebsbereich Schreibmaschinen, Fax usw. soll zu einer Handelsgesellschaft der AEG werden.
Der Werkzeug- und Betriebsmittelbau, der ja schon jetzt in erster Linie von Fremdaufträgen lebt, soll als eigenständige Gesellschaft weiterexistieren – Mercedes will für diesen Bereich ein jährliches Auftragsvolumen von 10 bis 12 Mio DM bereitstellen. Durch diese Maßnahmen, die allerdings noch vom Vorstand endgültig abgesegnet werden müssen, behalten ca. 400 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz.
Auch für den Kunststoff- und Galvanikbereich stehen „Investoren“ zur Übernahme in Aussicht. Hartmut Tammen-Henke von der „Bürgerinitiative Olympia“ zum GEGENWIND: „Für diese Bereiche sieht man zumindest von den Arbeitsplätzen her eine Perspektive, aber für alles andere ist nichts da. Die Sahnestücke verleibt man sich ein bzw. verscherbelt sie, für die Ärmsten der Armen bleibt nichts. „Aber“, so Tammen-Henke weiter, „wir machen weiter, das ist klar. Wir lassen uns da noch so einiges einfallen.“ (hk)

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Jan 271992
 

Absetzbewegungen

in größerem Ausmaß gibt es bei Olympia. Mehrere hundert MitarbeiterInnen haben sich bereits einen neuen Job gesucht bzw. haben einen neuen konkret in Aussicht. Das Fatale daran ist, daß es sich zumeist um hochqualifizierte Kräfte handelt, die in einigen Bereichen (z.B. in der Datenverarbeitung) nicht zu schließende Lücken hinterlassen. Ein in Wilhelmshaven ansässiges Software-Unternehmen engagiert sich dem Vernehmen nach besonders aktiv bei der Abwerbung von Olympia-Kollegen. Wie im Profi-Fußball soll es Hand- und Kopfgelder zahlen. (hk)

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Jan 271992
 

Geärgert

hat sich Frau Mosebach-Tegtmeier vom Stadtarchiv über einen Passus unseres Artikels „Gestern Synagogen – heute Wohnheime“ im letzten GEGENWIND. Dort hieß es zur Erklärung der Tatsache, daß die StudentInnen für ihre Ausstellung in erster Linie Zeitdokumente aus Bremer und Oldenburger Archiven benutzten, daß „im Stadtarchiv (…) dummerweise gerade die für die Ausstellung interessanten Zeitungen nicht aufzufinden“ waren.
Frau Mosebach-Tegtmeier weist in einem Brief an den AStA der FHS darauf hin, daß unser Stadtarchiv zwar nicht gerade dem Standard einer Großstadt entspreche, es so schlimm aber nun doch nicht bestellt sei. Als zwei AStA-Vertreter während der Vorbereitung der Ausstellung im Stadtarchiv waren und die gesuchten Dokumente nicht fanden, hat Frau Mosebach-Tegtmeier ihnen versprochen, Fotokopien davon für sie an der Kasse zu hinterlegen. Dort wurden sie aber nicht abgeholt. (noa)

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Jan 271992
 

Auf ein feines

französisches Essen vor Weihnachten kann man sich schon freuen. So ging es auch fünf Freunden, die voller Vorfreude nach gelungenem Abschluß einer wichtigen Arbeit im „Le Roustique“ Platz nahmen Doch bevor es mit einem guten Aperitif losgehen konnte, wurden sie schon ausquartiert. Denn wenn Herr Doktor französisch essen möchte, dann muß eben Platz gemacht werden, egal wie. Was macht es da schon aus, daß man sich rechtzeitig und ordnungsgemäß angemeldet hat? Da wird schnell ein Missverständnis erfunden. „Machen Sie doch keinen Ärger, da kommt gleich ein A-R-Z-T“ , flüsterte die Serviererin beschwörend und bat die 5 Freunde, das Menü doch nebenan im „Hubertus“ einzunehmen. Mit finsteren Mienen und in den tiefen Sesseln versunken, bissen die derart Überrumpelten in den sauren Apfel. Es gibt eben Arzte und andere Menschen. (hh)

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Jan 271992
 

Geärgert

hat sich auch die Redaktion des GEGENWINDES, daß sie in Sachen „Tag der offenen Tür“ an der Fachhochschule falsch informiert wurde. Unsere Meldung, die Leitung der FHS habe dieses Unternehmen verboten, stimmte nicht. Die Nachricht kam in den GEGENWIND, nachdem im AStA-Info eine entsprechende Meldung erschienen war und wir uns genauere Informationen von einem AStA-Mitglied einholten. Im Nachhinein stellte sich dann heraus, daß es der AStA war, der aus verschiedenen Gründen kein Interesse an der Durchführung mehr hatte. (hk)

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Jan 271992
 

„Schwule Schweine

wie ihr sind hier nicht erwünscht!“ Mit dieser barschen Aufforderung des Türstehers, die Diskothek „Kir Royal“ unverzüglich zu verlassen, endete für zwei Freunde der 1. Weihnachtstag. Die beiden, die in der Diskothek Zärtlichkeiten austauschten, konnten hautnah erleben, daß die Diskriminierung von Schwulen und Lesben immer noch ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft ist. (hk)

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Jan 271992
 

1992: Columbus-Jahr

Die Stadt Wilhelmshaven läßt sich ihre Strandhalle etwas kosten

(ub) Die Imagepflege der Stadt Wilhelmshaven treibt zuweilen seltsame Blüten. Um zu verhindern, daß der Restaurantbetreiber Jan Gronewold sich aus dem Seehafenrestaurant „Columbus“ zurückzieht, bietet ihm die Stadt eine sechsstellige Finanzspritze.

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Jan 271992
 

Daß es in Deutschland schon üblich geworden ist, mit einem guten Essen den Hunger in der Welt zu bekämpfen, ist ja an sich schon ein starkes Stück; daß jetzt aber schon Veranstaltungen durchgeführt werden, um die Hilfsbereitschaft der Wilhelmshavener Bevölkerung zu verringern, das ist ein Stück aus dem Tollhaus. (hk)

Daß es in Deutschland schon üblich geworden ist, mit einem guten Essen den Hunger in der Welt zu bekämpfen, ist ja an sich schon ein starkes Stück; daß jetzt aber schon Veranstaltungen durchgeführt werden, um die Hilfsbereitschaft der Wilhelmshavener Bevölkerung zu verringern, das ist ein Stück aus dem Tollhaus. (hk)

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Jan 271992
 

Keinen Fußbreit den Faschisten

Antifa mobilisiert erfolgreich gegen Wilhelmshavener Neonazis

(iz) Seit einige ihrer lokalen Köpfe inhaftiert sind, ist es ruhig geworden in der ultrarechten Wilhelmshavener Szene. Wirklich? Statt wahllos Menschen bis zur Unkenntlichkeit krankenhausreif zu prügeln, soll jetzt anscheinend der ideologische Unterbau gestärkt werden.

Viele Kulturen - eine Zukunft Weiterlesen »

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Jan 271992
 

Mitkläger gesucht

BETA darf mehr Abgase in die Gegend blasen, als das Gesetz erlaubt

(buw/jm) Dieser Tage wird BETA-Baas Johan Anton van Weelden, nach „lange(m) Warten auf die endgültige Genehmigung“ (WZ 27.1.92), die ihm noch fehlende Ausnahmegenehmigung zur Überschreitung der gesetzlich zugelassenen Emissionsgrenzwerte für Schwefeldioxid (S02) in den Händen halten können. Dann darf er endlich schwefelreiche Ölschlämme statt sauberen Gas ungefiltert durch den Schornstein jagen. Das war ihm bis jetzt untersagt!

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Jan 271992
 

Kürzung unrechtmäßig

Arbeitsloser klagt erfolgreich gegen Arbeitsamt

(ub) Im Oktober 1988 wiesen wir in einem Artikel auf die unrechtmäßige Praxis des Arbeitsamtes hin, Arbeitslosenhilfeempfängern die Bezüge aufgrund einer unterstellten Unterhaltspflicht der Eltern zu kürzen. Die Klage eines Wilhelmshavener Arbeitslosen gegen diese Praxis war jetzt erfolgreich

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