Über 100 Menschen versammelten sich zum Jahrestag der Reichspogromnacht (9. November 1938) am Synagogenplatz zum Gedenken an die Wilhelmshavener MitbürgerInnen, die von den Handlangern des Nazi-Regimes im 3. Reich ermordet wurden. Vier weitere Namen sind in diesem Jahr auf den Gedenktafeln hinzugefügt worden. Angesichts der Angriffe gegen Flüchtlinge, die aktuell in Deutschland Schutz suchen, fand Oberbürgermeister Andreas Wagner in seiner Ansprache klare Worte.
Hand in Hand für den größten Umzug des Jahres
(iz) Weit über 100 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben heute eine sportliche wie logistische Meisterleistung vollbracht: In knapp einem Tag zog die „Kleiderkammer“ der Flüchtlingshilfe aus dem Bunker Arngaststraße in den ehemaligen Supermarkt im Erdgeschoss des Jadezentrums um. Dabei war eigentlich das ganze Wochenende veranschlagt, um mehr als Hundert Paletten voll Kartons in die neue Sammel- und Ausgabestelle zu bringen.
Mit der Vernichtung historischer Baukultur geht es fast nahtlos weiter: Heute wurden die Vorbereitungen zum Abriss des Schulgebäudes Allerstraße getroffen.
Aus der Not erwachsen Tugenden
(iz) Letzte Woche kamen die ersten Flüchtlinge im Notaufnahmelager „Sporthalle KKG“ (ehemaliges Käthe-Kollwitz-Gymnasium) an. Zwei Tage später schilderten Vertreter von Stadt und Polizei in einer Pressekonferenz die Sachlage. Detailliert wurde über die Organisation und den Alltag in der Unterkunft berichtet. Wenige Tage später waren lokale MedienvertreterInnen eingeladen, sich selbst vor Ort ein Bild zu machen.
In den Räumen des Wilhelmshavener Stadterweiterungsamtes spürt man den regen Geist jener gewaltigen Arbeit, die hier für die Zukunft unserer Stadt und ihrer ständig zunehmenden Bevölkerung geleistet wird. Inmitten von Zeichnungen, Plänen, Modellen und Entwürfen wird hier das Bild der kommenden Großstadt gestaltet.
Immer noch aktuell. Oder?
(freifunk / red) Seit Mai diesen Jahres wird in Wilhelmshaven und Friesland ein Freifunk-Netz ausgebaut. Die Freifunk-Community ist Teil einer globalen Bewegung für freie Infrastrukturen und offene Funkfrequenzen. Dahinter steckt die Idee, Kommunikation zu demokratisieren, statt sie kommerziellen Anbietern zu überlassen.
Entspanntes Miteinander
(iz) Zwei Tage nach der Ankunft von über hundert Flüchtlingen in der kurzfristig zur Notunterkunft umfunktionierten Sporthalle des ehemaligen Käthe-Kollwitz-Gymnasiums schilderten heute Vertreter von Stadt und Polizei in einem Pressegespräch die Sachlage. Alle zeigten sich menschlich tief beeindruckt von der Begegnung mit den Gästen, die vorübergehend die Hilfe der WilhelmshavenerInnen benötigen.
Zitat Pressemitteilung (laut „Gegenwind“):
“Gesundheitsgefährdender Lärm im Rathaus
Gestern war auf dem Rathausplatz für 15:15 Uhr eine angemeldete Demonstration im Vorfeld der Ratssitzung genehmigt worden. Kurz nach Beginn der Kundgebung, die mit einem Trommelkonzert begann, begaben sich die Teilnehmer ins Rathaus und erzeugten im gekachelten Treppenhaus und angrenzenden Fluren mit Trillerpfeifen und Tröten massiv gesundheitsgefährdenden Lärm. Den mehrfachen Aufforderungen der städtischen Mitarbeiter, die Lärmbelästigung zu unterlassen, wurde nicht nachgekommen. Vielmehr wurde das Vorgehen von mindestens einem anwesenden Lehrer deutlich befürwortet und kommentiert mit „das ist ziviler Ungehorsam“. Die Lärmemission dauerte in etwa von 15:40 bis 16:25 Uhr. Weiterlesen »
Eins auf die Ohren
OB startet Frontalangriff gegen kritische SchülerInnen
Über 400 SchülerInnen, Lehrkräfte und Eltern der Oberschule Nord demonstrierten gestern erst vor und dann im Rathaus gegen Pläne der Mehrheitsgruppe (CDU und SPD), durch die sie sich und ihre Schule gegenüber dem Gymnasium am Mühlenweg und den Berufsbildenden Schule benachteiligt sehen. Die Standorte Marion Dönhoff-Schule (Warthe- und Salzastraße) und Nogatschule sollen erst 2019 zusammengelegt werden. Insbesondere die Gebäude an der Salzastraße haben nach Aussage der Betroffenen einen großen Sanierungsbedarf, das Lernen sei dort kaum noch möglich. Mit Blick auf den Um- und Neubau des neuen Gymnasiums und den Beschluss, zunächst den Ausbau der BBS in Angriff zu nehmen, fühlen sich die Oberschülerinnen wie „Müll“ oder „Zweite Klasse“.
Ihrer Demo folgte eine PR-Aktion des OB, die sie in diesem Empfinden noch bestärken könnte.
Für einen gerechten Welthandel
(jm / red) Eine bunte Schar von BürgerInnen zog es am 10. Oktober 2015 aus allen Himmelsrichtungen nach Berlin, um hier ihren Protest gegen die Geheimverhandlungen über eine „Transatlantische Handels- und Investitionsschutzpartnerschaft“ (TTIP) zwischen den USA und der EU sowie gegen ein „Umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen“ (CETA) zwischen Kanada und der EU auszudrücken. Und mittendrin ein Pulk von 34 gestandenen WilhelmshavenerInnen. Der DGB Stadtverband Wilhelmshaven hatte hierfür einen Bus für die An- und Abreise organisiert.
Erst denken, dann posten
Im Eifer des Vorwahlkampfgefechts verlieren manche Parteigänger das Wesentliche aus den Augen
Wenig überraschend, gibt es auch in Wilhelmshaven einige „Besorgtbürger“, die nicht Nazis genannt werden wollen. Wenig überraschend, toben sie sich auch auf „Facebook“ aus. Dort haben sie die Gruppen „Wilgida“ und „Nein zum Heim in Ebkeriege“ gegründet, denen man keine übermäßige Beachtung schenken sollte, denn diese Geisteshaltung ist deutschlandweit aus den „sozialen“ und anderen Medien hinlänglich bekannt. Die richtigen Leute und auch der Staatsschutz behalten im Blick, was sich dort abspielt. Heute sorgten einige „Likes“auf diesen Seiten allerdings für einen Shitstorm zwischen verschiedenen politischen Gruppierungen in Wilhelmshaven. Und eine interessante Kleinigkeit am Rande wurde dabei übersehen.
Geschützte Räume für facettenreiches Leben
Jugendprojekt „Queereros“ in neuer Kooperation
Der QUEERströmung e.V. , Streetwork Wilhelmshaven und das Jugendzentrum Point tragen zukünftig gemeinsam das Jugendprojekt „Queereros“. Ziel ist es, die junge Lesben, Schwule, Bi-, Intersexuelle und Trans*-Menschen (LGBTI) mit der Fachkompetenz der beteiligten Organisationen zu begleiten und zu unterstützen. Die Wilhelmshavener Streetwork bietet ihre Anlauf- und Vertrauensstelle als Treffpunkt an.
Volle Breitseite gegen bürgerschaftliches Engagement
(iz) Seit stolzen 34 Jahren besteht die Ruscherei in Altengroden als erstes Wilhelmshavener Stadtteilhaus. Lange bevor es kommunale oder staatliche Förderprogramme für solche Einrichtungen gab, engagierten sich Altengrodener BürgerInnen, um die historische Hofstelle zu erhalten und mit Leben zu erfüllen. Seit 18 Jahren schaffen sie das sogar ohne städtische Zuschüsse. Doch jetzt könnte eine Pachtforderung der Ruscherei den Todesstoß versetzen.
4. Demonstration gegen den Planungswahnsinn am Banter See
Bürgerförderverein fordert echten Bürgersee
Unter dem Motto “Wilhelmshaven sucht den SUPER-GAU” richtet der “Bürgerförderverein Banter See “ am 26.9. eine Demonstration zur Rettung des Banter Sees aus. Hier der Einladungstext:
„Ruhig ist es in Wilhelmshaven geworden, was den Banter See anbelangt. Klar ist aber, dass das “Primat der Politik” so nicht hingenommen werden darf. Die Bürger Wilhelmshavens werden gar nicht erst gefragt, wenn sich Wilhelmshaven verändert.
Die vorangegangenen Demonstrationen haben gezeigt, dass die Bürger sich nicht als Lemminge verstehen. Der “Bürgerförderverein Banter See“, dessen grundlegende Basis die Etablierung der Nachhaltigkeit in ganz Wilhelmshaven ist, appelliert mit diesem Aufruf zur Demonstration an die Bürger Wilhelmshavens und Interessierte, dass der Banter See nicht in die Hände von Investoren gelangen darf, die im Endeffekt die Wilhelmshavener vom einzig verbliebenen kostenlosen Erholungsgebiet aussperren könnten.










