Gegenwind 2003
Nov. 132003
 

65-jähriges Gedenken an die Pogromnacht 

Am Nachmittag des 9.11.2003 wurde im neuen Gewerkschaftshaus (Weserstr. 51/ Virchowstr.) der Film „Fritz lebt – Geheimtäter und Vielosoph“ gezeigt. Der 1994 entstandene Film erinnert an Fritz Levy, den einzigen Juden aus der Gegend, der nach dem Holocaust in seine Heimat zurückkehrte, beschimpft als „Schandfleck von Jever“, hinter Gitter gebracht und tätlich angegriffen.

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Nov. 132003
 

Moin Moin,
der Artikel von Uwe Brams hat mir viel Spaß gemacht, und ich bedanke mich dafür, dass GEGENWIND meine Kritik an der fehlerhaften Schreibweise des Namens der Künstlergruppe (PEEWEE Bluesgang) in GUTEN MORGEN SONNTAG aufgegriffen hat, um in diesem Zusammenhang auf unsere Kultur-Arbeit hinzuweisen. Weiterlesen »

Nov. 132003
 

Wohltat oder Bärendienst?

Ärzte sind nicht alle glücklich über das Urteil zum Bereitschaftsdienst

(noa) Im September bestätigte der Europäische Gerichtshof, dass sein Urteil vom 20.10.2000 bezüglich der Anerkennung von Bereitschaftszeit als Arbeitszeit auch in Deutschland gilt. Damals schon hatten in vielen Betrieben Beschäftigte, die Bereitschaftsdienste leisten müssen, gehofft, dass ihnen diese Zeit, in der sie ihrem Arbeitgeber zur Verfügung stehen, bald auch voll vergütet werden würde.

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Nov. 132003
 

Todesstoß für Dornröschen?

Noch ist die Südzentrale nicht verloren

(iz) Für die einen ist es ein Schandfleck, für die anderen das wichtigste Zeugnis der Stadtgeschichte: das ehemalige Marinekraftwerk „Südzentrale“ an der Kaiser-Wilhelm-Brücke. Jetzt scheinen die einen Recht zu behalten: Im September erteilte das städtische Bauordnungsamt die Abbruchgenehmigung. Doch das „Forum Wilhelmshaven – Erhaltet die Südzentrale!“ gewinnt weiter an Unterstützung aus der Bevölkerung.

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Nov. 132003
 

Das Pentagon ist ein Glaskasten

Gegenwind-Gespräch mit Joachim Tjaden von der Wilhelmshavener Alternativen Liste

Mit starken Worten beschrieb Joachim Tjaden vor einem Jahr seine Erkenntnisse aus 12 Monaten Ratsarbeit. Da war von vielen kleinen Nickligkeiten die Rede, die ihm die Mandatswahrnehmung erschweren, und von Schläfern, die über ein Gestänge gesteuert ihre Hände zur Abstimmung erheben. Mal sehen, was sich im letzten Jahr getan hat

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Nov. 132003
 

Von Renten und Enten

Der ehemalige Arbeitsminister Walter Riester hat Ende Oktober wieder eine Rentenidee gehabt: Arbeitnehmer sollen wöchentlich eine Stunde mehr arbeiten. Den Lohn für diese Stunde sollten sie steuer- und abgabenfrei sparen können für später. Fünf Jahre lang 1.500 Euro würden dabei rüberkommen.

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Nov. 132003
 

Nutzlos und zerstörerisch

Umweltauswirkungen des Hafenbaus

(jm) Was würde der Bau und Betrieb des JadeWeserPorts für unsere Natur bedeuten? Von den Planern zugegeben wird die unwiederbringliche Zerstörung von ca. 900 Hektar Gewässerboden der Jade. Auf der einen Hälfte will man den Terminal bauen und die andere Hälfte als Zufahrt zu den Schiffsliegeplätzen herrichten. Doch diese Gewässerfläche, für deren Umrundung rund zwölf Kilometer Strecke zurückzulegen wären, würde nur das Zentrum eines in seinem räumlichen Ausmaß kaum überschaubaren Gebietes sein, in dem die Flora und Fauna teils langfristig geschädigt, teils unwiederbringlich vernichtet wird.

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Nov. 132003
 

Unklare Finanzierung

Schuldenfalle JadeWeserPort

(hk) Der grüne Landtagsabgeordnete Hans-Joachim (Hanso) Janssen (Varel) sorgte mit seiner Landtagsrede zu einigen Ungereimtheiten der Finanzierung des JadeWeserPorts für Aufregung. Ob Wilhelmshavens Grüne sich noch lange in einer Partei wohl fühlen, in der solche Fragen gestellt werden? Wir glauben nicht.

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Nov. 132003
 

Eine ungehaltene Rede

(iz) Das diesjährige Gedenken an die Reichspogromnacht auf dem Synagogenplatz dauerte gerade 10 Minuten, die der OB für seine Rede und der Pastor für das jüdische Gebet brauchte. Als einige BürgerInnen pünktlich um 19 Uhr eintrafen, war schon alles vorbei. Sozusagen abgehakt. Einer autonomen Gruppe junger Menschen hatte Menzel vor Beginn untersagt, ihren vorbereiteten Beitrag zu verlesen. Nun hätten sie ja trotzdem sprechen können, aber weil Menzel in der Vergangenheit mehr als einmal durch lautstarke Zornesausbrüche die Gedenkveranstaltung entwürdigt hat, wenn ihm kritische Beiträge aus der linken Szene nicht passten, verzichteten die jungen Leute auf ihre Rede.

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Nov. 132003
 

Neumann schießt ein Eigentor

Vom merkwürdigen Demokratieverständnis des SPD-Fraktionschefs

(iz) Siegfried Neumann, Sprecher der rot-grünen Mehrheitsgruppe im Rat, ist dafür bekannt, dass er hemdsärmelig auftritt, Vertretern der Opposition nicht zuhört und deren Vortrag stört, indem er sie unterbricht oder laut mit seinen Sitznachbarn quatscht. Jetzt hat Neumann den Bogen überspannt. Wir berichten, was wir erlebt haben und kommentieren, was zwischen den Zeilen herauszuhören war.

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Nov. 132003
 

Moderne Zeiten

Mal wieder: Arbeit im Call Center ist hart

(noa) Neuerdings zeigt uns Harald Schmidt im Werbefernsehen, wie wir mit Autosuggestion die Preise halbieren können: „Morgen kauf’ ich mir eine Bahncard, morgen kauf’ ich mir eine Bahncard, morgen kauf’ ich mir eine Bahncard…“ Wenn wir dann zum Telefon greifen, um sofort zum Kauf zu schreiten, haben wir vielleicht das Glück, unsere Freundin an der Strippe zu haben, von der wir wissen, dass sie neuerdings wieder einen Job hat.

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Nov. 132003
 

Logo Ratssplitter

Vom 5. November 2003

Diesmal waren 10 cm Beschlussvorlagen abzuarbeiten. Am umfangreichsten sind immer die Unterlagen für Anträge zum Flächennutzungsplan und Bebauungsplänen. Die bestimmen maßgeblich die Entwicklung des Stadt- und Landschaftsbildes in Wilhelmshaven, wurden aber meist schnell abgewickelt. Über Kleinigkeiten wird hingegen schon mal eine Stunde diskutiert …  

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Okt. 082003
 

Kranke und Journalisten

Krank sein ist zu teuer – Journalisten sind störend

193 TitelbildWichtig?
● Wir berichten über einen ziemlich überflüssigen Streit zwischen dem Fair-Café und einem Anzeigenblatt.
● Härter zur Sache geht es in dem Streit zwischen einem anderen Anzeigenblatt und der Chefin der Wilhelmshavener Freizeit- und Touristik-Gesellschaft. Wir sehen Grenzen für die Überlebensdauer der Macherin Aida Kleinschmidt.
● Der JadeWeserPort fehlt natürlich auch in dieser Ausgabe nicht. Der World Wide Fund for Nature (WWF) kommt mit kritischen Worten.
● Früher bedeutete Reform Verbesserung – heute werden damit die schlimmsten Gaunerstücke betitelt..
● Während die Stadt Hunderttausende in Werbemaßnahmen für den JadeWeserPort steckt, verrotten viele Schulen.
● Die Südzentrale hat sich zu einem Top-Thema in Rundfunk, Fernsehen und Zeitschriften entwickelt. Wilhelmshavens Image bekommt mal wieder einen Knacks. Der Gegenwind präsentiert sich ziemlich kaisertreu.
● Während unsere Jungs am Hindukusch mit Milliardenbeträgen unsere Freiheit verteidigen, hat die Stadt nicht einmal mehr Geld für Todesanzeigen.
● Wird das Reinhard-Nieter-Krankenhaus privatisiert? Wird es eine städtische Eigengesellschaft? Viele unbeantwortete Fragen.
● Was geschieht mit dem Banter Handwerkerbaum?
● Kurznachrichten: Arbeitsloseninitiative, Arbeitslosenzahlen, Bevölkerungsentwicklung, Langer Urlaub, Strafanzeige, Tauschringe, Arbeitsamtsstatistik, Mütterzentrum, Jugendberufshilfe, Kein Kindergeld, Fußballnacht
Die Druckausgabe: Gegenwind 193

Okt. 082003
 

ALI gegen von der Leyen

„Niedersächsische Sozialministerin fordert Diskriminierung“,

überschreibt die Arbeitsloseninitiative Wilhelmshaven/Friesland ihre Pressemitteilung vom 29.9., in der sie Bezug nimmt auf eine Meldung in der NWZ und der WZ vom 22.9.

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