Fußgängerzone

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Nov 272002
 

Nicht locker lassen

Im letzten Gegenwind berichteten wir über den langen Atem des ehemaligen Ratsherrn Rolf Frerichs, der über Beschilderung und Kontrollen in der Fußgängerzone nördlich der Nordseepassage die Fußgänger vor Verkehrsrowdies schützen will.

Auf Grund des Artikels haben inzwischen viele Menschen Herrn Frerichs darin bestärkt, in der Sache am Ball zu bleiben. Angesprochen fühlte sich auch Reiner Freese, der seit Jahren für Sicherheit und Ruhe in der Bahnhofstraße kämpft. „Die seinerzeit beim Bau des Kinopolis ohne Bürgerinformation eingebaute Großdisco FUN, welche praktisch die ganze Nacht geöffnet hat, ist unsere größte nächtliche Lärmbelästigung“, klagt Freese, der ebenfalls schon das Ordnungsamt informiert hat. „Weit überhöhte Geschwindigkeiten und regelrechte Beschleunigungsrennen“ der Taxen und „ab 4 Uhr johlende, schreiende Besucher beim Verlassen der Disco“ rauben ihm die Nachtruhe, die erst „ab 5 Uhr 50 eintritt, eine halbe Stunde später Beginn der Straßenreinigung durch die Fegewagen mit bis zu 89 dB Geräuschpegel“. Auch er führte, bislang erfolglos, persönliche Gespräche mit den Behörden. Aus einem Gespräch im Rathaus zitiert Freese einen Polizisten: „Die Bahnhofstraße ist eine Missgeburt der Politiker und wir (die Polizei) sind nicht dafür da, dies auszubaden … wir werden dort nicht kontrollieren.“ Wie gehabt: Es fühlt sich keiner zuständig. Frerichs geht es dabei vor allem um die „Verhältnismäßigkeit“. Immer wieder stolpert er durch eigene Erfahrungen und Beobachtungen sowie in der WZ-Kolumne „Jan“ darüber, dass Fußgänger und Radfahrer wegen kleinster „Vergehen“ ein Knöllchen kriegen, während die wirklich gefährlichen motorisierten Raser ungeschoren davonkommen.
Möglicherweise ist jetzt Land in Sicht. Mitte November erhielt Frerichs ein Schreiben vom Büro des Oberstadtdirektors: „Leider ist es richtig, dass es in der Bahnhofstraße trotz hinreichender Beschilderung zu Verstößen kommt. Von daher ist beabsichtigt, eine verstärkte Überwachung des fließenden Verkehrs mit Ermittlung der Fahrzeughalter und anschließender Ahndung in die Wege zu leiten.“ Zudem soll in Gesprächen das Problem im Bereich Kinopolis und Fun gelöst werden, verspricht der Referent und schließt:„Ob allerdings diese Maßnahmen zu einem für alle Beteiligten akzeptablen Zustand führen werden, bleibt abzuwarten.“ Kein Problem – im Warten hat Herr Frerichs mittlerweile große Übung. (iz)

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