Imke

Sep. 012014
 

Kein Krieg ist legitim

Teilnehmer der Gedenkveranstaltung zum Antikriegstag am 1. September 2014. Wilhelm-Krökel-Platz. Foto: Imke Zwoch

Teilnehmer der Gedenkveranstaltung zum Antikriegstag am 1. September 2014. Wilhelm-Krökel-Platz. Foto: Imke Zwoch

Krieg und Faschismus sind leider nicht nur Geschichte, sondern alltägliche Gegenwart

(iz) Mit dem Antikriegstag erinnern der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Friedensbewegung alljährlich seit 1957 am 1. September an den Beginn des 2. Weltkriegs, der 1939 an diesem Tag mit dem Überfall von Nazi-Deutschland auf Polen begann. In Wilhelmshaven versammelten sich in diesem Jahr etwa 50 Menschen zum Gedenken am Wilhelm-Krökel-Platz. Das waren deutlich mehr als in den letzten Jahren. Vielleicht ist das Bewusstsein besonders geschärft, weil gleich zwei Kriege, die von deutschem Boden ausgingen, in diesem Jahr besondere historische Beachtung finden: Vor 100 Jahren begann der 1. Weltkrieg, vor 75 Jahren der 2. Weltkrieg. Zudem vergeht im Jahr 2014 kein Tag ohne neue Schreckensmeldungen über aktuelle Kriege und ihre Opfer, Tote, Vertriebene, Flüchtlingselend in aller Welt. Bei deren Ursachen und Folgen Deutschland nicht selten eine unrühmliche Rolle spielt. Wir dokumentieren nachfolgend die Ansprachen der Gewerkschaftsvertreter Heinz Reinecke und Danny Schnur.

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Aug. 292014
 

Der Gegenwind ist wieder da - jedenfalls erstmal digital

Vor zwei Jahren mussten wir die Druckausgabe des Gegenwind vorläufig auf Eis legen. Es fehlte nicht an Geld, erst recht nicht an Themen, sondern schlichtweg an Personal.

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Aug. 242014
 

Keine Reaktion aus dem Rathaus

Verein zum Erhalt der Bunker Banter See kritisiert Stadt

Außenwand eines Bunkers am Banter See in Wilhelmshaven

Bunker am Banter See (Foto: Imke Zwoch)

[Presseinformation des Vereins zum Erhalt der Bunker am Banter See e.V.] Der Verein zum Erhalt der Bunker am Banter See reagiert mit Bestürzung auf die kürzlich veröffentlichte Ausschreibung zum Abriss des westlichen Bunkers (beim Biosphere), der laut Angaben von GGS (Grundstücke und Gebäude Stadt Wilhelmshaven) in der 37. bis 41. Kalenderwoche stattfinden soll. Es ist dem Verein unerklärlich, warum Nutzungsvorschläge (Kletterbunker, Dachterrasse, Übungsräume für Musiker usw.) auch betreffend des westlichen Bunkers von GGS und dem Oberbürgermeister immer wieder ignoriert wurden und die konstante Gesprächsbereitschaft des Vereines missachtet und durch Fehlinformationen seitens der Verantwortlichen bewusst missbraucht wurde.

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Aug. 202014
 

„The International Vagabond Orchestra“ kehrt zurück an den Wangeroogekai

The International Vagabond Orchestra: v.l. Oleg Stele, Holger Brettschneider und André Schulze. Foto: Michael Bockner

The International Vagabond Orchestra: v.l. Oleg Stele, Holger Brettschneider und André Schulze. Foto: Michael Bockner

Die drei Vagabunden des Orchesters kommen nach langen Reisen quer über alle Kontinente zurück in heimatliche Gefilde. Am Sonntag, dem 07. September 2014 spielen sie in jährlicher Tradition an Wilhelmshavens Wasserseite, direkt vor Heidis Grill- und Fischimbiss am Wangeroogekai, ein Konzert in besonders maritimem Ambiente. Für das Publikum heißt es auch bei leichtem Niesel: Südwester und Regenschirme eingepackt und ab ans Meer zu gut gelaunter Herumtreibermusik aus aller Welt. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Wilhelmshavener Musikinitiative.

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Aug. 142014
 

Blauer Brief für den OB

Die Südzentrale und ihre Kastanie haben zwei Kriege überlebt und möchten gern noch kommenden Generationen von ihrer Geschichte erzählen. Foto: Corinna Nickel

Die Südzentrale und ihre Kastanie haben zwei Kriege überlebt und möchten gern noch kommenden Generationen von ihrer Geschichte erzählen. Foto: Corinna Nickel

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mahnt den Erhalt des kulturellen Erbes an

(red) Während der Verein zum Erhalt der Südzentrale unermüdlich ackert und die Eigentümer vor dem Abriss erstmal alles ordentlich aufgeräumt und ausgefegt haben, ist aus dem Rathaus nichts Konkretes zur Zukunft des geschützten Industriedenkmals zu vernehmen. Mitten in diese unklare Gemengelage platzte ein Brief der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Horst von Bassewitz, Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission der Stiftung, adressierte sein Schreiben an Oberbürgermeister Andreas Wagner persönlich. Es ist nicht nur als Mahnung zu verstehen, sondern auch als Wink mit dem Zaunpfahl, dass die Stiftung der Stadt jede erdenkliche Unterstützung zum Erhalt der Südzentrale zukommen lässt.

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Juli 162014
 

 

Banter See: Ratsbeschluss zum „Konzept Pachtverträge“ vertagt!

Mehr als 50 ZuschauerInnen drängten sich auf der Tribüne. Foto: Imke Zwoch

Mehr als 50 ZuschauerInnen drängten sich auf der Tribüne. Foto: Imke Zwoch

Der Bürger/innen-Protest war erfolgreich: Für die heutige Ratssitzung hatte die GroKo (CDU+SPD) eine Beschlussvorlage eingebracht, wonach die Freizeitgärten am Banter See spätestens ab 2017 einer (Nobel-)Bebauung weichen sollen. Nach mehr als einstündiger Diskussion, mehreren Änderungsanträgen und Sitzungsunterbrechung wurde einstimmig beschlossen, das Konzept in Ruhe zu überarbeiten und erst in der nächsten Sitzung darüber zu entscheiden.
Im Vorfeld hatte sich heftiger Widerstand in der Bevölkerung formiert gegen dieses und weitere Vorhaben, die den Charakter des Freizeitgebietes Banter See großteils zerstören würden. Einen Tag vor der Ratssitzung versammelten sich an die 500 Menschen zu einer Demo auf dem Valoisplatz, zur Ratssitzung drängten sich über 100 auf der Zuschauertribüne und auf dem Flur davor.
Das Ergebnis ist beinahe historisch zu nennen: In der Regel bügelt die 30köpfige GroKo die Bedenken der 15köpfigen Opposition mehrheitlich nieder. Doch hier führte am Ende kein Weg daran vorbei, den von Stefan Becker für die Gruppe Grüne/WBV eingebrachten Antrag auf Vertagung zu akzeptieren.

Symbolisch wurde der Banter See zu Grabe getragen. Foto: Imke Zwoch

Symbolisch wurde der Banter See zu Grabe getragen. Foto: Imke Zwoch

Juli 162014
 

Alles Gute für die Pute?

Transparenzoffensive der Uni Vechta gibt Einblick in „moderne Geflügelwirtschaft“

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So sieht Putenfleisch aus, bevor es sauber abgepackt und spottbillig im Supermarktregal endet. Foto: Imke Zwoch

(iz) Die meisten Menschen kennen das Innere von Geflügelställen der Intensivtierhaltung höchstens aus dem Fernsehen. Zutritt haben nur Angestellte oder, zu nächtlicher Stunde und ohne Genehmigung, Aktivisten von PETA und anderen Tierschutzbewegungen. Was sie dort dokumentieren, ist nicht gerade appetitanregend. Doch schnell sind die schrecklichen Bilder vergessen und Geflügelfleisch ist so billig, dass der Markt boomt. Trotzdem sind kritische Medienberichte der Geflügelwirtschaft ein Dorn im Auge. Ein Projekt der Uni Vechta eröffnet die Möglichkeit, sich persönlich ein Bild zu verschaffen. Landwirte aus ganz Niedersachsen beteiligen sich mit einem Tag des offenen Stalles. Wir haben einen Betrieb im Wangerland besucht.

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Juli 152014
 

Pächter wollen bleiben

 

BürgerInnen kämpfen für den Banter See. Foto: Imke Zwoch

BürgerInnen kämpfen für den Banter See. Foto: Imke Zwoch

(iz) Zwischen 300 und 400 Menschen (Polizei-Schätzung) versammelten sich am 15. Juli 2014 auf dem Valois-Platz zu einer Demonstration und Kundgebung gegen die geplante Zerstörung des Freizeitgebietes Banter See.

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Juli 112014
 

Steht der Abriss kurz bevor?

Baucontainer auf dem Gelände der Südzentrale Juli 2014

Was wollen uns die Baucontainer auf dem Gelände der Südzentrale sagen? Foto: Imke Zwoch

(iz) Anfang Juli bemerkten Anwohner und Spaziergänger Aktivitäten auf dem Gelände der Südzentrale, die nichts Gutes verheißen könnten: Zwei Baucontainer wurden hinter dem Einfahrtstor an der Rheinstraße abgestellt und Arbeiter machten sich im Gebäude zu schaffen. Die dazu gehörenden Fahrzeuge trugen das Kennzeichen vom Landkreis Steinfurt und die Aufschrift der Firma Mucke. Das Abrissunternehmen gehört zur Immobiliengesellschaft BGI mit Sitz in Ibbenbüren, die Eigentümer des Industriedenkmals ist.
Kurz zuvor (Mitte Juni) wurde die vom Verein zum Erhalt der Südzentrale beauftragte Nutzungsanalyse den Vereins- und auch den Ratsmitgliedern vorgestellt und im Rathaus soll dazu eine Kostenermittlung erfolgen. Nichts Genaues weiß man nicht.
Juni 172014
 

Zugeschüttet und abgepumpt: Das Biotop am Grodendamm. Foto: Imke Zwoch

Zugeschüttet und abgepumpt: Das Biotop am Grodendamm. Foto: Imke Zwoch

Gegen 17 Uhr erreichte heute ein Notruf die Redaktion: An dem Feuchtbiotop auf dem „Kartoffelgrundstück“ am Grodendamm hatte sich Unfassbares ereignet. Vor Ort wurden uns die Schilderungen der Anruferin von mehreren Augenzeugen, unabhängig voneinander, bestätigt: Ein Laster hatte mehrere Fuhren Sand in den Tümpel gekippt – ohne Rücksicht auf die Entenküken, die unter dem Sand begraben wurden. Aufgebrachte Anlieger und Passanten hatten den Unternehmer angesprochen. Der war von der Stadt beauftragt, die das seit mehreren Jahren brach liegende Grundstück gekauft hat.

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Mai 292014
 

Kreisgruppe gegen Abwässereinleitung in die Jade

Presseerklärung der BUND-Kreisgruppe Wilhelmshaven zur Nordsee-Pipeline (WZ, 28.5.2014)

Aus dem Bericht „BUND sieht Nordseepipeline als Chance“ in der „Wilhelmshavener Zeitung“ vom 28.5.2014 könnte der Eindruck entstehen, als habe sich der BUND dafür ausgesprochen, die Kali-Abwässer aus Hessen und Thüringen ab 2020 in die Jade einzuleiten.

Dies ist ein Missverständnis. Der BUND-Landesverband Niedersachsen e.V. hat in seiner Stellungnahme zum anberaumten Raumordnungsverfahren gefordert, dass Vermeidung und Verwertung von Abfallstoffen unbedingten Vorrang vor einer Entsorgung haben müssen und dass angebliche Ausschlussgründe für Einleitungen seewärts des Nationalparks nachvollziehbar schlüssig von der Planungsbehörde darzulegen seien.

In der Antragskonferenz am 1. April 2014 in Oldenburg hat der Wilhelmshavener Vertreter des BUND überdies auf eine Projektstudie der „Forschungsstelle für Insel- und Küstenschutz, Norderney“ hingewiesen, derzufolge sich der Salzgehalt in den Wattengebieten der Innenjade und des Jadebusens infolge der Ausspülungen der Salzkavernen Wilhelmshaven und Etzel bereits so weit erhöht hat, dass Veränderungen im Artengefüge der Bodenlebewesen eintraten. Weiterlesen »

Mai 142014
 

Flashmob versus Lynchmob

Wilhelmshaven gegen Gewalt – und gegen Gegengewalt

Menschenkette gegen Gewalt (Valoisplatz). Foto: Imke Zwoch

Menschenkette gegen Gewalt (Valoisplatz). Foto: Imke Zwoch

(iz) Etwa 300 Menschen haben heute auf dem Valoisplatz ein Zeichen gegen Gewalt gesetzt. Zunächst formierten sich die Demonstranten zu einem Schriftzug, der ihre Botschaft bekundete, dann bildeten sie einen Kreis und fassten sich an den Händen. Die Botschaft: Zusammenstehen, nicht wegschauen, Zivilcourage zeigen. Und: ein klares Bekenntnis gegen Gegengewalt und Selbstjustiz.

Entgegen begründeter Befürchtungen verlief die Veranstaltung friedlich, es tauchten keine Störer auf, um die Intention der Veranstalter zu unterlaufen. Die Aktion war sehr kurzfristig im kleinen Kreis entstanden. Das Megafon war von der Polizei ausgeliehen und knarzte, es gab keine Ansprache und kein offenes Mikro-/Megafon, um allen Teilnehmer/innen einen persönlichen Wortbeitrag zu ermöglichen. Wäre schön gewesen, aber es hatte auch was Erfrischendes, dass nicht „die üblichen Verdächtigen“, sondern ganz neu politisierte Menschen die Initiative ergriffen hatten. Und die Medienpräsenz aus ganz Niedersachsen war beeindruckend.

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Apr. 082014
 

IVG Etzel erneut im Fokus der Aufsichtbehörden

Trotz des Ölunfalls im November werden Sicherheitsvorkehrungen vernachlässigt

(iz) Die IVG Caverns hat aus dem Ölunfall im vergangenen Herbst anscheinend keine Konsequenzen gezogen. Auf behördliche Anordnung sollten die Sicherheitsvorkehrungen eigentlich verschärft werden, zumal die Betreibergesellschaft selbst von einem möglichen Sabotageakt sprach. Stattdessen entdeckten Mitglieder der örtlichen Bürgerinitiative jetzt am selben Verteilerplatz ein nicht abgeschlossenes Tor. Weiterlesen »

Apr. 012014
 

Blühende Landschaften … oder Stunk am JadeWeserPort

Kein Aprilscherz: Auf 145 ha Sand auf dem JadeWeserPort-Gelände wurden in den den letzten Wochen landwirtschaftliche Abfälle ausgebracht – Gärreste aus Biogasanlagen, oder Gülle, oder beides. Man erhofft sich durch die Nährstoffzufuhr eine Begrünung, die den Sandflug stoppt. Rätselhaft ist allerdings, warum das auf einer planungsrechtlich als Hafen-/Industriegebiet ausgewiesenen Fläche erlaubt sein soll – denn eigentlich darf man das nur auf landwirtschaftschaftlich genutztem Grünland. (iz)

März 312014
 

Amnesty International jetzt auch in Wilhelmshaven

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Etwa 20 Interessierte kamen Ende März zu einer Info-Veranstaltung in der VHS, die der Vorbereitung zur Gründung einer örtlichen Gruppe von Amnesty International diente. Katja Schmiederer und Eileen Börner von der Oldenburger AI-Gruppe berichteten über Geschichte, Bedeutung und Ziele der weltweit größten Organisation für Menschenrechte. In der WZ war bereits über das Anliegen einiger Engagierter berichtet worden. Das Treffen in der VHS zog noch weitere motivierte Menschen an und lieferte auch praktische Infos.

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