Leserbrief 1

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Aug 221995
 

Betrifft: Artikel „Flügelkampf um Kaiser“ und „Zeitgemäße Traditionspflege“

Zu 1.: Wie viele Seiten wertvolles Papier gedenken Sie denn noch wegen dieser völlig unwichtigen Bronzestatue zu verschwenden? Es gibt hier in WHV nun wirklich genug Probleme, über die Sie berichten könnten. Aber bald jede zweite Ausgabe Ihres lokalen Informationsblattes beschäftigt sich mit dem Demokratenhasser „Wilhelm I.“. Dieser in der Menschheitsgeschichte nun wirklich nicht erwähnenswerte und bei weitem nicht schlimmste Monarch hat in der heutigen Zeit keine Anhänger mehr. Der überwiegende Teil der Bevölkerung kann geschichtlich diesen Mann nicht mal einordnen. Bei der Aufstellung der Statue war der Aufklärungsbericht Ihrerseits ja zu begrüßen. Mittlerweile wird man aber den Eindruck nicht los, Ihnen gehen die Themen aus und Wilhelm I wird zum Lückenfüller.

Zu 2.: Die Aufklärung und Nachforschungen über den Namen Max Bastian Ihrerseits sind sehr zu begrüßen. Sollten diese Vorwürfe einer Prüfung standhalten, darf der Vorsitz der Marinejugend nicht zögern, eine Namensänderung vorzunehmen. Allerdings rechtfertigt die zögerliche Haltung einiger Personen nicht Ihren verbalen und demagogischen Angriff auf die Marinejugend und Herrn Klümper. Ihr Schlußwort unter dem Artikel „Man weiß, woher der Wind weht“ in der Marinejugend gehört wohl eher in die Kategorie Stammtisch. Der mir bekannte Herr Klümper ist weit davon entfernt, in die braune Ecke eingereiht zu werden. Das einzige, was Sie ihm vielleicht vorwerfen könnten, ist, ein Traditionalist zu sein. Dieses ist kein Verbrechen und hat in allen demokratischen Staaten seine Anhänger.

PS: Und jetzt ein Wort in eigener Sache. Seit über einem Jahr lese ich den Gegenwind mehr oder minder regelmäßig. Viele Berichte über Demokratiefeinde (deVries und Konsorten) waren sehr aufschlußreich. Jetzt aber möchte ich Euch um eine Stellungnahme bitten. Seit längerem fälIt mir in Eurem Anzeigenteil „Ständige Termine“ eine bestimmte Annonce äußerst unangenehm ins Auge . Und zwar die der DKP. Wie ist es möglich, daß diese rotlackierten Faschisten (Kurt Schumacher) in einem Demokratenblatt wie Eurem werben dürfen? Was diese Bande und ihre Vorbilder (Lenin, Stalin usw.) auf dem Kerbholz haben läßt, Wilhelm I wie Mutter Theresa aussehen. Und als Demokraten wollt ihr die DKP wohl kaum hinstellen ..

Hierzu wäre eine Stellungnahme überfällig. Sonst müßte man sich fragen, woher der Wind bei Euch weht.

Axel Werner, Norderneystr. 19, W’haven.

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