Landesbühne 2017/18

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Apr 242017
 

Laut & Stark

Landesbühne präsentiert den Spielplan 2017/2018

Nach „Gemein & Verständlich“ kommt nun „Laut & Stark“.

Die Landesbühne präsentiert in der kommenden Saison insgesamt 17 Premieren. Hinzu kommen diverse Gastspiele und weitere Angebote, mit denen sie wieder ihre Vielfältigkeit unter Beweis stellt.

Als feste Institutionen läuten das Kulturkarussell und die anschließende Spielzeitrevue am 19. August 2017 den Beginn der kommenden Spielzeit ein.

Den Auftakt macht am 26. August 2017 die Junge Landesbühne mit „Feuer fangen“ von Luc Tartar im TheOs. Das Stück für Jugendliche ab 13 Jahren ist eine poetische und berührend direkte Collage über die erste Liebe mit all ihren Unwägbarkeiten.

Am 2. September 2017 hat das mehrfach ausgezeichnete Musical „Spamalot“ im Stadttheater Premiere. Ausgehend von Monty Python‘s Kultklassiker „Die Ritter der Kokosnuss“ wird hier auf humorvollste Weise die legendäre Geschichte um die Suche nach dem Heiligen Gral erzählt.

Mit Irmgard Keuns Klassiker „Das kunstseidene Mädchen“ feiert die Landesbühne am 9. September 2017 im TheOs Premiere. Der Roman kommt als Chanson-Musical auf die Studiobühne, das die wunderbar expressionistische Sprache wie auch die Stimmung der literarischen Vorlage mit einer ganz besonderen Leichtigkeit zur Geltung bringt.

Der neue Oberspielleiter der Landesbühne, Sascha Bunge, feiert mit Noah Haidles „Götterspeise“ am 16. September 2017 seinen Einstand im Stadttheater Wilhelmshaven. Im Zentrum steht Constant, eine Köchin aus Leidenschaft, die mit gutem Essen die Welt verbessern will. In ihrem Eifer, jedem zu helfen, der ihren Weg kreuzt, ist Constant eine Quelle des Muts und der Lebensfreude, scheitert am Ende jedoch trotzdem.

Publikum und Presse haben das Rock-Oratorium „Luther! – Rebell wider Willen“, das im Januar 2017 in der Christus- und Garnisonkirche in Wilhelmshaven Premiere hatte, gefeiert. Aufgrund der großen Nachfrage steht das Spektakel in der kommenden Spielzeit noch einmal für kurze Zeit auf dem Spielplan. Der erste Termin der Wiederaufnahme ist der 7. Oktober 2017.

Gotthold Ephraim Lessings „Nathan der Weise“ hat am 21. Oktober 2017 Premiere im Stadttheater. Der Zuschauer wird mit der Utopie einer Versöhnung der drei großen Religionen konfrontiert. Aber ist in einer Zeit, in der sich religiös motivierte Konflikte und die Angst vor Überfremdung immer weiter zuspitzen, der Gedanke von Toleranz zwischen den großen Religionen überhaupt noch realistisch? „Nathan der Weise“ ist 2019 verpflichtende Abiturlektüre in Niedersachsen.

Mit „Abrakadabro … oder so?“, ein Stück für Zuschauer ab 3 Jahren, entwickelt die Junge Landesbühne zusammen mit dem Schauspieler Vasilios Zavrakis in dieser Spielzeit die Geschichte eines Zauberers, der seine Zauberkraft verliert. Auf der Suche entdeckt er jedoch bald, dass er alleine nicht auf des Rätsels Lösung kommt und die Kinder ihm hierbei helfen müssen. Die Premiere ist am 29. Oktober 2017 im TheOs.

Das kommende Weihnachtsmärchen der Jungen Landesbühne, „Der gestiefelte Kater“ (Premiere am 5. November 2017), erzählt die Geschichte vom perfekten Haustier: einem Kater, der seinem Herrn einen besseren Platz in der Welt verschaffen will. Dies stellt er selbstverständlich schlau, charmant und vielseitig musikalisch an. Ein Familienstück für alle ab 6 Jahren.

In Tennessee Williams Dramenklassiker „Endstation Sehnsucht“ erwartet die Zuschauer ein Spiel mit Fremd- und Eigenwahrnehmungen, Traum und Illusion. Ab dem 18. November 2017 im Stadttheater zu sehen, fragt es danach, was eigentlich unsere Persönlichkeit ausmacht.

Mit Molières Komödie „Der Menschenfeind“ gibt es ab dem 6. Januar 2018 einen weiteren Studioklassiker in der Inszenierung von Jan Steinbach zu sehen. Der Misanthrop Alceste hat genug von den Lügen der Gesellschaft. Er fasst die Entscheidung, ab sofort nur noch radikal ehrlich, aufrichtig und wahrhaftig zu sein. Sehr zum Leidwesen seiner Mitmenschen.

Unter der Schirmherrschaft des Deutschen Marinemuseums Wilhelmshaven wird der Regisseur und Autor Michael Uhl zum 100-jährigen Gedenken der Matrosenaufstände von 1918 ein Theaterstück entwickeln, das ausgehend von Tollers historischem Schauspiel „Feuer aus den Kesseln“ die heutige Bedeutung der Matrosenaufstände aufzeigt, die damals zur Weimarer Republik führten und somit einen wesentlichen Meilenstein unserer heutigen Demokratie bilden.

Der Theaterabend über die wohl wichtigste Meuterei der Geschichte hat am 13. Januar 2018 Premiere im Stadttheater.

David S. Craig hat mit „Agent im Spiel“ ein Stück, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen anspricht, geschrieben. Daniel ist ein Meister darin, schnell Freunde zu finden. Denn er weiß nie, wann er das nächste Mal wieder umziehen muss. Eines Tages lernt er Mehmet und Melanie kennen, die ihre eigenen Nöte haben. Da hilft es doch, Probleme als Agenten im Spiel zu lösen. Bald merken die beiden jedoch, dass Daniel ziemlich arm ist und nicht richtig lesen kann. Jetzt sind seine Freunde gefragt, eine ganz besondere Mission mit ihm zu erfüllen: zu Hause ankommen. Die Premiere ist am 21. Januar 2018 im TheOs.

Die Brücke zwischen Abendspielplan und Junger Landesbühne wird in dieser Spielzeit mit Konstantin Küsperts zeitgenössischem Drama „Rechtes Denken“ auf der großen Bühne im Stadttheater geschlagen. Wie formt sich eine Gesellschaft? Wieso gibt es Ausgrenzung, Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit? Diesen hochaktuellen Fragen auf den Grund gehen können die Zuschauer ab dem 27. Januar 2018.

Yvonne, Prinzessin von Burgund“ gehört zu den Klassikern des Welttheaters und feiert am 3. März 2018 Premiere im Stadttheater. Am Hofe König Ignaz‘ ist alles wie sonst. Eben noch wurde das Untergehen der Sonne bewundert– da erscheint Yvonne, ein unscheinbares, merkwürdiges Mädchen. Prinz Philipp ist sofort fasziniert und heiratet die junge Dame. Es dauert nicht lange, bis der Hof sich in eine Brutstätte von Psychopathen verwandelt hat, denn in jedem Bewohner gärt der Wunsch, diese unausstehliche Zimperliese zu ermorden.

Stararchitekt Martin ist auf der Karriereleiter gerade weit oben. Sein Leben mit Frau und Sohn ist perfekt – da bricht die Liebe in sein Leben. Allerdings in keiner gesellschaftlich akzeptierten Form. In bester Konversationskomödientradition verhandelt Edward Albee in „Die Ziege oder Wer ist Sylvia?“ die engstirnigen Moralvorstellungen unserer Gesellschaft. Welche Grenzen sprengt die Liebe? Wie weit würden wir selbst für sie gehen und welche Tabus sind wir bereit, für sie zu brechen? Mit diesen Fragen werden die Zuschauer ab dem 24. März 2018 aus dem TheOs entlassen.

Plötzlich ist nichts mehr so, wie es sein sollte. Als sehr spezielle Selbsterfahrungsgruppe treffen in einem Wäldchen drei Männer und drei Frauen unterschiedlichen Alters zusammen. Alle haben die Erfahrung des freiwilligen oder unfreiwilligen Ausstiegs aus der Normalität hinter sich. Und nun gehen sie los, die Fragen: Was gibt meinem Leben Sinn? Was ist Normalität? „In einem dichten Birkenwald, Nebel“ von Henriette Dushe (Premiere am 7. April 2018 im Stadttheater) zeichnet mit leichter und rhythmisch-poetischer Eleganz ein surreales Portrait unserer Wohlstandsgesellschaft, die immer auf der Suche nach einem besseren Schicksal ist.

Mit Peter Shaffers „Amadeus“ (Premiere am 21. April 2018, im Stadttheater) zeigt die Landesbühne ein Drama mit Welterfolg. Antonio Salieri, Hofkapellmeister Kaiser Josephs II. in Wien, blickt auf sein Leben zurück, das überschattet wird von der Existenz eines gewissen Mozarts. Einst verehrte er den Komponisten, später versuchte er Mozarts gesellschaftlichen Aufstieg zu verhindern. Ein Kampf mit Intrigen, Demütigungen und Verletzungen beginnt.

Für Menschen ab 6 Jahren zeigt die Junge Landesbühne ab dem 29. April 2018 im TheOs „Wann gehen die wieder?“. Der Räuberpapa hat sich ausgerechnet in eine Prinzessin verliebt, was für die Räuberkinder einige Veränderungen bringt. Die Autorin Gertrud Pigor erzählt in diesem Stück auf humorvolle Weise davon, wie vielseitig Familienleben sein kann und wie schwierig es manchmal ist, mit Veränderungen tolerant umzugehen.

Fortgesetzt wird auch in der kommenden Saison die Kooperation Große KleinKunst zwischen Landesbühne und Pumpwerk. Freunde des Tanztheaters, des Kabaretts und der Comedy dürfen sich auf namhafte Künstler freuen. Das niederländische Tanzkollektiv Project Sally kommt im Oktober mit „Skyline“ ins Stadttheater. Die Reunion des Bader-Ehnert-Kommandos beschert dem Wilhelmshavener Publikum im November eine Neufassung ihres Kabarett-Programms „Der Weihnachtshasser“. Auch Tim Fischer beehrt im März 2018 wieder die Jadestadt und Tatortkommissarin Eva Mattes liest und singt aus den Tagebüchern von Astrid Lindgren. Zusätzlich wartet ein Überraschungsgastpiel aus dem Bereich des Musiktheater-Kabaretts – das Comeback des Jahres. Um welches Ensemble es sich handelt, wird im Juni bekannt gegeben.

Freunde des Musiktheaters kommen bei drei Opernfahrten, organisiert von Landesbühne, VHS und Volksbühne, auf ihre Kosten. Den Beginn macht die Reihe mit „Lady Macbeth von Mzensk“ ins Theater Bremen. Ebenfalls zur Auswahl stehen „Die Walküre“ im Oldenburgischen Staatstheater und „Frau Luna“ im Stadttheater Bremerhaven. Informationen und Termine erfahren Interessierte bei der VHS Wilhelmshaven.

Der Förderverein der Landesbühne hat seit seiner Gründung im November 2013 mehr als 300 Mitglieder gewonnen. Durch die Mitgliedsbeiträge und Spenden konnte dem Theater bisher mehr als 65.000 € zur Verfügung gestellt werden. Mitglieder können Angebote, wie der Besuch exklusiver Theaterproben oder der Intendanten-Stammtisch in Anspruch nehmen.

Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem Spielzeitheft 2017/2018, das ab sofort im Stadttheater Wilhelmshaven erhältlich ist und auf der theatereigenen Homepage unter:

www.landesbuehne-nord.de

(Pressemitteilung vom 20. April 2017)

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