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Feb 201985
 

Ungeklärt

ist bei eher links stehenden Sozialdemokraten immer noch, wer gegen den von der Parteirechten favorisierten Eickmeier-Intimus Wilfried Adam kandidieren wird. Zwei gemäßigt links stehende SPDler versuchen noch, dem aussichtsreichsten Kandidaten Arno Wagner (vgl. Nr. 55) die Gegenkandidatur streitig zu machen: Der Heppenser Ortsvereinsvorsitzende Udo Hegenbart und der SPD-Schriftführer Hartmut Herzog aus Neuengroden. Um eine Selbstblockade der Adam-Gegner zu verhindern, sollen die beiden Kandidaten mit den geringsten Aussichten zurückstecken.
Nur ist die SPD-Linke derart desorganisiert, daß eine demokratische Vorauswahl unter Gleichgesinnten zur Zeit unmöglich er scheint. Stattdessen wollen die drei Konkurrenten mit ihrem Gegner Adam gemeinsam (!) durch die zwölf Ortsvereine der SPD tingeln. Die Schwäche der Linken drückt sich auch darin aus, dass sie ihre Entscheidung über ihre Kandidatur nicht der 50-köpfigen Delegierten-Konferenz, sondern dem rund 120-köpfigen Parteitag überlassen wollen. Auf dem aber hat der nicht zum Landtagswahlkreis Wilhelmshaven gehörige mitgliederstarke Ortsverein Fedderwardergroden ein gehöriges Wörtchen mitzureden. Und aus dem kommt Wilfried Adam.
Die ersten Tingelergebnisse lassen Adam, den die WZ in ihrem überregionalen Teil schon zum fertiggebackenen Kandidaten stilisiert hatte, relativ blaß erscheinen. Selbst in der Hochburg der SPD-Rechten, in der bei einer Vorstellungsveranstaltung die Genossen aus den anderen SPD-Ortsvereinen Frageverbot hatten, fiel er lediglich durch unangemessen häufige Hinweise auf die Politik seines neuen Dienstherrn Arno Schreiber auf, die er natürlich auch vertrete. Der Siebethsburger Ortsverein wird seitdem nicht mehr als sichere Adam-Hochburg gehandelt. Bei den „Linken“ haben Arno Wagner und Hartmut Herzog die Nase vorn.

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