Asyl

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Jun 071993
 

Vor den Mauern der Stadt

mußten schon im Mittelalter alle ungebetenen Gästen und das fahrende Volk campieren. Den Asylbewerbern geht es in Wilhelmshaven ähnlich. Weit entfernt von Einkaufs- und Kommunikationsmöglichkeiten und von den sozialen Einrichtungen der Stadt im nicht erschlossenen Industriegelände West haben sie ihre Unterkunft. Am 21. Mai sollte im Rat der Stadt darüber diskutiert werden, ob den Asylbewerbern die kostenfreie Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ermöglicht werden kann. Nur durch die Stimme des Sozialdemokraten Föhlinger war es überhaupt möglich, diesen Punkt auf die Tagesordnung zu setzen.
Natürlich wurde der Antrag abgelehnt. Der Vertreter der UWB im Rat der Stadt, Michael Tönjes, ließ dann auch noch Schönhuber aus seinem Munde reden: „Täter kriegen Freifahrtscheine“. Die Buslinie in Richtung Industriegelände West wird übrigens während der Krupp-Betriebsferien eingestellt. (hk)

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