Weihnachtsmarkt

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Dez 172008
 

Lob

Erstmals ist es gelungen, in Wilhelmshaven einen attraktiven Weihnachtsmarkt auf die Beine zu stellen. Nach den eher peinlichen Versuchen in der Grenzstraße und auf der „Rambla“, im zugigen Schatten der Nordseepassage, ist nun südlich der Passage ein anheimelndes Weihnachtsdorf entstanden.

Eine Eislaufbahn soll zusätzlich winterliche Atmosphäre schaffen. Bisher werden der Valoisplatz und der Gotthilf-Hagen-Platz kaum für solche Zwecke genutzt, und man fragt sich täglich, wozu diese riesige Fläche versiegelt wurde – wirklich kein städtebauliches Glanzstück. Nun ist da wenigstens mal einen Monat lang Leben.
Säuerlich reagierte allerdings der Wilhelmshavener Kältetechniker Seus, der die ganze Idee für sich reklamierte und am Ende nicht mal den Auftrag für die Eisbahn erhielt.
Aus ökologischer Sicht ist der Weihnachtsrummel natürlich (grundsätzlich) fragwürdig: Naturfremde Monokulturen liefern die Weihnachtsbäume, die kurze Zeit Straßen und Wohnzimmer schmücken, um dann auf dem Müll zu landen; die öffentliche und private Beleuchtungsorgie spottet jeder Energiesparkampagne. Und nachdem wir den Globus so erwärmt haben, dass auch die Parkteiche nicht mehr zufrieren, installieren wir künstliche Eisbahnen – riesige schlecht isolierte Kühlschränke, die das Klima weiter aufheizen. Aber gut, wenn dieser Aufwand schon betrieben wird, bleibt zu wünschen, dass die BürgerInnen dieses Angebot auch nutzen und das Ganze ein Erfolg wird. (iz)

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