Standortmanagement

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Dez 172008
 

Kalter Kaffee…

Vor einem illustren Kreis aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sowie vieler Interessierter wurden Anfang Dezember im „Biologiezentrum Nordwest“ erste Ergebnisse einer Studie zu den Perspektiven der maritimen Wirtschaft Niedersachsens vorgestellt – Auftraggeber ist das Land Niedersachsen. Mitte 2009 will die „Nord/LB Regionalwirtschaft“ das Ergebnis vorlegen. Im Vordergrund des Interesses stand natürlich – wie sehen die Gutachter die Aussichten für Wilhelmshaven?


Doch was dabei herauskam, sollte zumindest den Teilnehmern aus den Kreisen der „Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung“ (WHV) und der Wirtschaftsförderung in Wilhelmshaven bekannt sein:
Denn bereits im Juli 2006 hat das „Niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung“ (NIW) zusammen mit der NORD/LB die Studie Ansätze für ein Regionales Standortmanagement im Jade-Weser-Raum vorgelegt. Das Konzept wurde von der „WFG Wirtschaftsförderung in Wilhelmshaven GmbH“ in Kooperation mit den Landkreisen Friesland, Wesermarsch und Wittmund in Auftrag gegeben und zeigt Strategien und Projekte auf, die dazu beitragen sollen, zusätzliche regionale Wertschöpfung und Beschäftigung im Umfeld der o.g. Kerninvestitionen für den Jade-Weser-Raum zu generieren.
Darin heißt es eingangs u.a.: „Im Zuge der Umsetzung des JadeWeserPorts und der zu erwartenden Großinvestitionen der Chemie- und Energiewirtschaft haben sich in der Jade-Weser-Region die Chancen zur Ansiedlungen weiterer unternehmerischer Kompetenzen deutlich erhöht. (…) Zusätzlich zu den Hauptthemenfeldern Hafenwirtschaft sowie Chemie- und Energiewirtschaft wurden auch Strategien und Projekte für die wichtigen Wirtschaftszweige Tourismus und Luftfahrzeugbau sowie die Querschnittsthemen ‚Flächenmanagement und Regionalmarketing’ entwickelt.“
In dem Gutachten wird aber auch deutlich gemacht, dass die Realisierung des JWP kein Selbstgänger für den wirtschaftlichen Aufschwung der Region ist:
Voraussetzung dafür ist, dass bei Abarbeitung einer Riesenpalette sowohl breit gefächerter als auch tief gestaffelter Maßnahmen die Aussicht besteht, terminalbezogene Wertschöpfung in der Region aufzubauen und weitere von außen einzuwerben. Den Betrieben der Region müsse zunächst einmal flächendeckend bewusst gemacht werden, welche wirtschaftlichen Möglichkeiten der Terminalbetrieb für sie biete. Dann sollten sie sich in jeder Hinsicht qualifizieren und bei größeren Aufgaben zu überbetrieblichen Lösungen vernetzen. Fachpersonal für hafenbezogene Arbeitsfelder müsste ausgebildet werden.
Es sollte der Boden bereitet werden für die erfolgreiche Anwerbung von hafenorientierten Betrieben. Als Grundlage dafür müsse die Region attraktiver gemacht werden…
Scheinbar hat man diese Handlungsvorschläge nicht nur ungenügend befolgt sondern sie schlicht vergessen.
Beim „Herunterbrechen“ der Neuen Studie Perspektiven der maritimen Wirtschaft Niedersachsens für den Standort Wilhelmshaven durch Nord LB, WHV und WFG kann kaum mehr herauskommen als das, was seit zweieinhalb Jahren bekannt ist bzw. in den Köpfen der ‚Macher’ präsent sein sollte. (jm)

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