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Mrz 232010
 

JadeWeserPort ist unrentabel!

Bekanntlich hat Hamburgs Bürgermeister Ole van Beust in Wilhelmshaven die Hoffnung wiederbelebt, dass sich Hamburg doch noch am JadeWeserPort (JWP) beteiligt.

Klaus-Michael Kühne – Mehrheitseigner eines der größten Logistik-Unternehmen für See-, Luft- und Landfracht „Kühne+Nagel“ und einer der Retter der maroden Reederei HAPAG-Lloyd – rät Hamburg eher davon ab:
Das wäre eine defensive Investition, um nicht ganz außen vor zu bleiben. Aber Sinn macht das nur, wenn dort viel Geld verdient wird, und das glaube ich nicht, jedenfalls nicht auf absehbare Zeit. (Weser Kurier, 06.03.10)
Skeptisch sieht er auch die künftige Auslastung des JWP: Wenn der Welthandel blüht, können die zusätzlichen Kapazitäten über einen neuen Hafen aufgefangen werden. Aber wenn die Weltwirtschaft eher langsam wächst, wird es ein Gerangel um die Ladung geben und einen verschärften Preiswettbewerb.
Auch das Alleinstellungsmerkmal „einziger deutscher Tiefwasserhafen“ beeindruckt ihn nicht sonderlich. Auf die Frage, ob der JWP Containerladung nach Deutschland zurückholen kann, antwortet er:
Es kommt darauf an, wie die Reedereien sich verhalten, wie viele große Schiffe sie im Weltmaßstab in Dienst stellen. Im Fernostverkehr sind diese Schiffe sicher gut einsetzbar, weil die Häfen dort die entsprechende Wassertiefe haben. In den USA ist das nicht der Fall. Es wird gewisse Routen geben, auf denen diese großen Schiffe verkehren. Aber das wird ein begrenzter Umfang sein. (jm)

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