Flüssiggasterminal

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Apr 232008
 

DFTG-Planfeststellung

Am 04. April fand in der Stadthalle die Erörterung eines Änderungsantrags der DFTG zum Bau ihres im Jahre 1979 erstmalig genehmigten Flüssigerdgas- (LNG-) Terminals statt. Die wesentlichen Änderungspunkte sind die Abfertigung von LNG-Tankern bis zu 350 m Länge mit einem Ladevolumen von 225.000 m³ statt ursprünglich avisierter Tanker bis 285 m Länge mit einem Ladevolumen von 125.000 m³
der Bau von zwei LNG-Tanks à 160.000³ statt dreier à 80.000 m³.


Einwendungen wegen des Risikos von Tankleckagen durch Schiffskollisionen, Flugzeugabstürze und Terrorakte wurden zurückgewiesen:
Schiffskollisionen mit Ladungsaustritten seien bei derartigen Schiffstypen nicht bekannt und auch wenig wahrscheinlich, weil die LNG-Schiffe eine Doppelhülle hätten und es in den Fahrrinnen nur zu Frontalkollisionen gekommen sei, bei denen die Tanks nicht beschädigt worden seien.
Die stählernen LNG-Tanks an Land seien mit einer Betonhülle versehen. Bei äußerer Einwirkung käme allenfalls die Beschädigung der Füllrohr- und Entnahmestutzen in Betracht. Explosionen würde es bei LNG-Austritt nicht geben. So wurde statt über Explosionsdruckwellen – die sehr wohl in anderen Gutachten abgehandelt werden – nur das Verbrennen von Erdgas und die sich ausbreitende Wärmestrahlung angesprochen. Die aus einem derart begrenzten Schadensfall resultierenden Schäden würden sich auf das Werksgelände beschränken. Die benachbarten Chemietanks der INEOS sind demnach nicht davon betroffen.
Angekündigt wurde der Bau einer Ringleitung zwecks Kühlwasseraustausch zwischen dem LNG-Terminal und dem E.ON-Kraftwerk. Dem Kühlwasser soll das Gefrierschutzmittel Ethylenglykol beigemischt werden, um das während der Regasifizierung des tiefkalten Flüssiggases heruntergekühlte Kraftwerkswasser nicht gefrieren zu lassen. Allerdings ist weder die Ringleitung noch eine vorgesehene Pipelineverbindung zu dem Kavernenfeld bei Etzel Gegenstand dieses Antrags. Dazu sollen weitere Verfahren folgen. (jm)

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