Wendepunkt

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Mai 302001
 

Ehrenamtliche Helfer gesucht

Essen für Kinder: Angebot wird ausgeweitet

(noa) Unseren Lesern und Leserinnen ist aus früheren Berichten bekannt, dass die Wendepunkt gGmbH nicht nur sozialpädagogische Hilfen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz leistet, sondern seit längerem auch ein Angebot für Schulkinder aus einkommensschwachen Familien vorhält. Die Kinder werden an ihrer Schule mit warmen Mahlzeiten versorgt.

Im Schulzentrum Bremer Straße essen einmal in der Woche ca. 25 Kinder. Für sie kocht der Hauswirtschaftsbereich des Vereins Beratung, Kommunikation und Arbeit e.V. An der Wasserturmschule können zweimal in der Woche 25 Kinder eine warme Mahlzeit einnehmen, die von der Berufsbildenden Schule III Bereich Ernährung-Hauswirtschaft und dem Institut Freund für sie zubereitet werden. Dieses Projekt wird von der Fleischerei Ammerpohl durch Lebensmittelspenden unterstützt. Im Stadtnorden können Kinder in der Finkenburgschule ebenfalls an zwei Tagen in der Woche ein richtiges Mittagessen kriegen; das Evangelische Seniorenzentrum in F’groden und das Alten- und Pflegeheim Nüsse in Hooksiel bereiten die Mahlzeiten zu.
Von der Erweiterung dieses Angebots profitieren seit dem 19. Februar Schüler und Schülerinnen der Orientierungsstufe Franziskusschule. Dort können montags bis donnerstags je 15 Kinder ein Essen verzehren, das Frau Metzner von der Kantine des Wasser- und Schifffahrtsamtes für sie kocht. Es können nun also insgesamt 185 Wilhelmshavener Kinder einmal in der Woche ein warmes Mittagessen kriegen.
Angesichts der Verhältnisse könnte man dies als Tropfen auf dem heißen Stein ansehen. Die Wendepunkt gGmbH erklärt dazu: „In unserer täglichen Arbeit im Auftrag des Jugendamtes stellen wir fest, dass die Schere zwischen gut versorgten und bedürftigen Kindern immer weiter auseinander klafft. In Wilhelmshaven sind ca. 40% aller SozialhilfeempfängerInnen Kinder, die größte Gruppe stellen die Kinder unter sieben Jahren. Viele Eltern sind nicht mehr in der Lage, ihr Leben selbst zu meistern. Die Kinder weisen Fehlernährung, Übergewicht, aber auch Untergewicht auf. Es gibt eindeutige Hinweise auf Zusammenhänge zwischen Einkommensarmut, Entwicklungsdefiziten, Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu Kinder- und Jugendkriminalität.“
Ein Mittagessen an einem Wochentag kann bestimmt das Steuer für derart gefährdete Kinder nicht herumreißen. Es ist aber ein Anfang und bestimmt besser als nichts.
Das gesamte Projekt „Essen für Kinder“ wird fast ausschließlich durch Sponsoren finanziert; seit Oktober 2000 und noch bis zum Ende dieses Jahres gibt es zusätzliche Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds „Lokales Kapital für Soziale Zwecke“. Doch ohne zahlreiche ehrenamtlich Tätige könnte es nicht laufen. Jede Erweiterung des Projekts braucht also nicht nur Sponsoren, die die Lebensmittel bezahlen, und Gruppen, die sie zubereiten, sondern auch weitere Menschen, die mithelfen.
Wer sich angesprochen fühlt und ein bisschen Zeit zur Verfügung stellen möchte, ist der Wendepunkt gGmbH willkommen und kann sich montags bis donnerstags vormittags unter der Rufnummer 365092 melden.

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