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Mai 302001
 

La casa delle favole -  Das Haus der Märchen

Der leise Film

La casa delle favole erzählt die Geschichte eines Lebenstraumes, verwirklicht im Niemandsland, dort wo das Recht des einen aufhört und das des anderen noch nicht wirkt.

Apollo Programmkino
Mittwoch, 20. Juni um 20.30 Uhr und Donnerstag, 21. Juni um 18.45 Uhr
in Anwesenheit des Filmemachers Karl-Heinz Heilig
Eintritt 10 DM / ermäßigt 8 DM
„La casa delle favole“ erzählt poetisch und leise die Geschichte eines Lebenstraumes – verwirklicht im Niemandsland zwischen den Grenzen am Fluss.
Dort, wo die Sense und das Schwarzwasser zusammenfließen – inmitten einer der schönsten Auenlandschaften der Schweiz – hat Walter Bartlome ein irdisches Paradies geschaffen; so schön, so vollendet, dass man sich unvermittelt in einer anderen Welt glaubt. Ein Kunstwerk, gebaut aus 70 Jahren Zeit und nur aus dem, was der Fluss ihm schenkte – Steine, Sand, Kies und Treibholz.
Der Autor und Filmemacher Karl-Heinz Heilig hat zur Realisierung des Films von Sommer 1997 bis zum Sommer 1998 an diesem Ort gelebt. Entstanden ist dabei das einfühlsame Portrait eines Menschen, der sich und seinem Lebenstraum vertraut hat, der in tiefer Verbundenheit und Freundschaft zu seinem Ort lebt und diesen zu einer Oase des Friedens gestaltet hat. Es ist ein leiser und heiterer Film geworden – eine ‚ Liebeserklärung an das Leben‘ (NWZ Oldenburg).
Inszeniert im Licht und den Farben der Jahreszeiten wird die Geschichte vom Werden eines Gartens erzählt. Und von Lebenskunst und Lebensfülle im Einklang mit der Natur. Es ist anrührend und mutmachend mitzuerleben, wie Walter Bartlome von „ganz unten heraus“ seinen Weg gefunden hat, wie er in und mit seinem Garten gewachsen ist und wie er 85jährig und mittlerweile an Krücken gehend immer noch die unzähligen Stufen und schmalen Stege seines Felsengartens begeht. Und wie seine Hand die dünnen Halteseile entlang der steilen Felswege nur leicht umfasst, so, als brauchte er diese nur zur Erinnerung.
Walter Bartlome ist am Ende seines Lebensweges angekommen; das spürt er ganz genau und er beginnt, von seinem Paradies Abschied zu nehmen.
„Ich glaube an die Natur. Für mich ist das eigentlich mein Gott: unsere Natur und wie sich das alles entwickelt hat. Das Leben, wie es kommt und geht und vergeht und wiederkommt. Das ist auch Auferstehung.“ (W. Bartlome)
Mit Beendigung der Dreharbeiten ist Walter Bartlome 1998 nach kurzer Krankheit gestorben. Sein Werk soll als Kulturdenkmal der Schweiz erhalten bleiben.
Es ist ein Film, der Mut macht für das eigene, im Alltag vielleicht vergessene Märchen; der zu innerer Ruhe finden lässt und der vielleicht auch die eigenen „Krücken“ vergessen macht – die sichtbaren und die unsichtbaren.
In den vielen Filmvorführungen, u. a. in Bern, Freiburg, Stuttgart, Hamburg, Essen, Bad Krozingen, Oldenburg, hat der Film eine überwältigende Resonanz erfahren; hat junge und alte Menschen gleichermaßen angesprochen. Etwas ganz Besonderes allerdings war die Aufführung in der Oldenburger St. Lamberti-Kirche vor über 550 Besuchern anlässlich des internationalen Tages für die Ruhe am 12. April.
„Das Haus der Märchen“ – ‚märchenhaft‘ ist auch die Finanzierung des Films: über 200 Menschen aus Deutschland und der Schweiz haben „La casa delle favole“ mit Darlehen, Spenden und unbezahlter Arbeit überhaupt erst möglich gemacht.


Pressestimmen

FREIBURGER NACHRICHTEN, 04. Feb. 99: Der 85 Min. lange, einfühlsam, poetisch und facettenreich gedrehte Film regt zum Nachdenken wie zum Schmunzeln an.
DER BUND, Region Bern, 01. Feb. 99: Märchenhaft schön…sind Haus und Garten in Szene gesetzt; die Magie des Ortes erreicht die Zuschauenden.
NWZ Oldenburg, 22.Jan. 99: Es ist ein leiser, heiterer Film geworden, eine Liebeserklärung an das Leben.
SPUREN Nr. 55, Frühling 2000: Walter Bartlome lebte verschwiegen unter uns, kultivierte einen kleinen Garten und liess Lebenskunst erblühen bis zur Heiterkeit der Seele. Sein Haus der Märchen lässt uns schauen und staunen. Etwas Besseres lässt sich von einem Film kaum sagen.
“Natürlich”, Nov. 1999 La casa delle favole ist ein ungewöhnlicher Film – ein Film, der auf feinfühlige Art Zeit hat für einen Menschen, der Zeit hatte. Es ist das Ergebnis eines jener seltenen Glücksfälle, bei denen durch einen Zufall ein ungewöhnlicher Mensch und ein ungewöhnlicher Filmemacher zusammentreffen.


Referenzen

– Erstes Programm des Schweizer Fernsehen (DRS l); Ausstrahlung Himmelfahrt 1999
– 3sat Zürich; Ausstrahlung Pfingstmontag 2000
– Internationaler Tag für die Ruhe, 12. April 2000 in der St. Lambertikirche Oldenburg
– 17. Baden-Württembergische Literaturtage Sept.-Okt. 2000, Pforzheim
– Landesinstitut für Schule, Bremen, 7. Fachtag, Okt. 2000 „Gesundheit und Schule. Den Rücken stärken – seelische Gesundheit fördern.“
Kontakt:
Karl Heinz Heilig
Film + Medienproduktion
Quellenweg 83 • D-26129 Oldenburg
Tel.: 0441-73456 • Fax; 0441-75897
eMail: info@Heilig-Filrn,de
Internet: www.Heilig-Film.de

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