Containerriesen

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Mai 302001
 

Seifenblase

Während der Wilhelmshavener Bevölkerung durch Presse, Politiker und Interessenverbände eingetrichtert wird, dass die zukünftigen Containerschiffe unbedingt das tiefe Fahrwasser der Jade benötigen , stützt eine Studie des Germanischen Lloyds die u.a. im Gegenwind-Artikel „Stichproben“ (GW 163, November 2000) gemachte Aussage, dass nicht mit größeren Tiefgängen zu rechnen sei, und lässt das Hauptargument der Hafenbefürworter wie eine Seifenblase zerplatzen.

Wir zitieren eine dpa-Meldung der Tageszeitung vom 9. Mai 2001:
Studie belegt: Hamburger Hafen reicht für Containerriesen aus. Elbvertiefung und neuer Tiefwasserhafen nicht notwendig
Der Trend zu immer größeren Containerschiffen ist nach Einschätzung des Germanischen Lloyd nicht aufzuhalten. „Schiffe mit einer Kapazität von 9200 Standardcontainern (TEU) sind in der Entwicklung“, sagte Vorstand Hans G. Payer gestern in Hamburg. „Wir sind aktiv an einigen Projekten beteiligt und haben eine komplette Designstudie für ein solches Schiff fertig gestellt.“ Danach käme ein 9200-TEU-Schiff, das immerhin 2000 Container mehr fasst als die bislang größten Schiffe, bei einer Länge von 346 Metern auf einen Tiefgang von 14,50 Metern.
Es könnte also die beiden deutschen Großhäfen Hamburg und Bremen noch anlaufen. Die Container-Riesen, für die in Wilhelmshaven eigens ein neuer Hafen gebaut werden soll, benötigen nach Payers Worten nicht unbedingt auch tieferes Wasser. Sie würden zunächst eher breiter. So könnten 15.000-TEU-Schiffe gebaut werden, die 400 Meter lang und fast 70 Meter breit sind, aber nur 14 Meter Tiefgang haben, ebenso wie die aktuellen Containerschiffe, die wesentlich kleiner sind.
Der Germanische Lloyd (GL) ist als eine der weltweit führenden Schiffs-Klassifikationsgesellschaften zuständig für die technische Kontrolle und Sicherheitsüberprüfung von Schiffen. Mehr als 5000 Seeschiffe fahren in der GL-Klasse. (hk)

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