Gegenwind 179

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Apr 302002
 

Blühende Landschaft

Das Mauerwerk der Nordseepassage: Kalkablagerungen und -ausblühungen wechseln sich mit großflächigen dunklen Wasserflecken ab

179 titelbildDer Mai…
● Leserbriefe zur geplanten Schließung der Grundschule Coldewei.
● Wir stellen noch einmal den Vorschlag des Historischen Arbeitskreises für das Küstenmuseum vor.
● Der Scoping-Termin für den JadeWeserPort: Lief da wirklich alles so, wie wir es der Tagespresse entnehmen konnten?
● So langsam kommt das Förderprogramm für die Westliche Südstadt in Gang. Das meint zumindest der zuständige Quartiersmanager Thorsten Stahlhut – wir sprachen mit ihm.
● Die Schlagzeile „Revolution ist schön“ lässt viel vermuten – es geht aber ganz sachlich um die Arbeit des neugewählten Jugendparlaments.
● Im letzten Gegenwind schrieben wir, dass der neue Otto-Katalog da sei. Jetzt können Sie nachlesen, was darin angeboten wird.
● Des Deutschen angeblich liebstes Kind: Wat is ne Verein? Es geht um den Jugendtreff Point. Das Wilhelmshavener Anzeigenblatt „Wilhelmshaven AKTUELL“ hat sich ebenfalls mit diesem Thema befasst. Wir dokumentieren deren Artikel.
● Die Wilhelmshavener Aids-Hilfe ist umgezogen. Wir schauten uns in den neuen Räumlichkeiten ein wenig um.
● Wie kommt es, dass Erich Maaß immer wieder als CDU-Bundestagskandidat aufgestellt wird? Grundlagenforschung!
● Die Agrarwende ist möglich! Dr. Franz Alt kommt nach Schortens!
● Sündenbock gefunden und abgelöst – Dr. Jens Graul ist nicht mehr im Aufsichtsrat der Wilhelmshavener Projekt Gesellschaft.
● Was muss man tun, um auf die Seite 1 der Wilhelmshavener Zeitung zu kommen? Was muss man tun, um vom Chefredakteur derselbigen Zeitung abgewatscht zu werden. Hier gibt es die Antworten!
● Die Substitionsdroge Methadon gibt’s zukünftig im Schlachthof!

Zum Titelbild Blühende Landschaften hatte Kanzler Kohl für das Gebiet der ehemaligen DDR prophezeit. Die Versprechungen, die mit der Ansiedlung der Nordseepassage einhergingen, sind mit dieser Prophezeiung durchaus zu vergleichen. Zwar erblühte die Nordseepassage zu einem Ziel der WilhelmshavenerInnen, die endlich trockenen Fußes und ohne zerwehte Lockenpracht einkaufen konnten, gleichzeitig starb in Bereichen der Markt- und Gökerstraße so manches Pflänzchen – wir berichteten des Öfteren darüber.

Doch erst jetzt, 5 Jahre nach ihrer Eröffnung, erblüht die Passage so richtig. Das Mauerwerk des eher an eine Schiffbauhalle der Papenburger Meyer-Werft als an ein innerstädtisches Zentrum erinnernden Konsumtempels erblüht an allen Ecken und Kanten. Man findet dort alle möglichen Ausblühungen, Ablagerungen, Kalkfahnen und was es sonst noch so alles in diesem Bereich gibt. Große Flächen des Mauerwerks haben sich anscheinend mit Wasser vollgesogen und heben sich dadurch farblich von den anderen Steinen ab – kurz: Das Gebäude sieht echt Sch…. aus!
Lässt dieser äußerliche Zustand auch Rückschlüsse auf die Innereien zu? Wir denken schon. Die Leerstände lassen sich kaum noch durch überdimensionierte Ausstellungsflächen anderer Läden kaschieren. Und was ist eigentlich mit Bric & Brac los? Vor zwei Ausgaben berichteten wir fälschlicherweise, dass der Laden dicht ist. In der letzten Ausgabe berichtigten wir das und entschuldigten uns für unser Versehen. Und was ist jetzt? “Nachdem die Firmen Seemann und Spinnrad ihre Läden in der Nordseepassage aufgegeben haben, steht fest, dass auch die Firma Bric & Brac das Einkaufszentrum verlässt“, so war es in der Wilhelmshavener Zeitung vom 12. April zu lesen. Doch die neue Center-Managerin kann sogar den Leerständen noch etwas Positives abringen: “Die jetzigen Veränderungen seien aus kaufmännischer Sicht seit zwei Jahren überfällig“, ließ sie über die WZ verbreiten. Dann ist ja alles in Butter. (hk)

Die Druckausgabe: Gegenwind 179

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