Gegenwind 1991
März 111991
 

3. Wilhelmshavener Maritime Filmtage

Der große Erfolg und die gute Resonanz bei Teilnehmern und Publikum der 2. Wilhelmshavener Maritimen Filmtage im letzten Jahr haben uns Mut gemacht damit es auch in diesem Jahr wieder heißt „Vorhang auf – Film ab“ für die 3. Wilhelmshavener Filmtage.
Vom 25.9. – 28.9. steht die Stadt Wilhelmshaven wieder ganz im Zeichen der Filmtage. Schwerpunkt wird wieder der Wettbewerb für professionell Filmschaffende im Nachwuchsbereich sein (Unterlagen können ab sofort im Filmtagebüro angefordert werden). Im Rahmen einer „offenen Leinwand“ haben die nicht-professionell Filmschaffenden die Möglichkeit ihre Arbeiten vorzustellen.
Über die Vergabe des Wilhelmshavener Filmpreises, der mit insgesamt 7.000 DM dotiert ist, entscheidet eine Fachjury, die wieder prominent besetzt sein wird.
Als Veranstaltungsorte sind das Kultur- und Kommunikationszentrum Pumpwerk und das Apollo Programmkino vorgesehen.
Ein erweitertes Filmtageteam, neue Ideen und der Charme eines kleinen persönlichen Festivals werden sicher für einen Erfolg der Wilhelmshavener Filmtage sorgen.

März 111991
 

Wie eine Hinrichtung

Kandidatenkür nach „Ratsherrenart“

(noa) Rechtzeitig vor dem Internationalen Frauentag lieferte der Ortsverein Rüstersiel der SPD ein Lehrbeispiel dafür, wie man „erfolgreich“ die politische Karriere einer Frau hintertreibt. Als Demonstrationsobjekt diente Marianne Fröhling.

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März 111991
 

Ökommerz

Erfreuliches und unerfreuliches vom Ökomarkt

(iz) Am 8. Februar wurde zum zweiten Mal der „Wilhelmshavener Ökomarkt“ in der Stadthalle durchgeführt. Ist mit dieser Veranstaltung der Durchbruch zur grünen Konsumgesellschaft geschafft?

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März 111991
 

Klärungsbedürftig

(buw/jm) Als lernunfähig erwies sich ein Großteil der gewerblichen Abwassereinleiter in die städtische Kanalisation. Fast auf die Kommastelle genau wie im Jahr zuvor, wurde ihnen bei zwei Drittel aller Abwasserproben unerlaubt hohe Schadstoffkonzentrationen nachgewiesen.

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März 111991
 

Ist weniger mehr?

Was ist los bei den Grünen?

(hh) Trotz Mitgliederschrumpfung gehen die GRÜNEN optimistisch in den Kommunalwahlkampf. Der GEGENWIND sprach mit den beiden Ratsherren Werner Biehl und Gerhard Kläne über Zukünftiges und bisher Erreichtes.

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März 111991
 

Sudeljournalismus

Leserbrief zum Artikel: „Dreckiger Sumpf 2.Teil?“

Wenn das ehemalige Krankenhaus in der Weserstraße 47 als ein Riesengebäude dieser Stadt ungenutzt leersteht, ist es die verdammte Pflicht der Verwaltungsspitze, über Nutzungen (Vermietung, Verkauf, Eigennutzung) zu verhandeln. Diesen Normalvorgang in die Nähe des „Dreckigen Sumpfes“ zu bringen grenzt an „Sudeljournalismus“. Weiterlesen »

März 111991
 

Kommentar

Wir vom GEGENWIND sind es gewöhnt, daß wir uns mit manchen Artikeln nicht gerade beliebt machen. Wir sehen den Sinn unserer Arbeit darin, aufzudecken, was nicht in Ordnung ist, und zu berichten, was die WZ verschweigt – auch dann, wenn es uns Nahestehende sind, die Mist gebaut oder etwas Wichtiges versäumt haben.

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März 111991
 

Logo_Kuddl

Isja schon wieder ne Zeit her, dasse was von mir gehört hast. Wenn Du da mal sauer über bist, dann mußt Du auch son Frühwarnsüstem haben, das mir dann rechtzeitig sagt, wenn ich wieder mal schreiben muß, weil es sonst aus is mit uns. Frühwarnsüsteme sind hier grad ganz große Mode, isja auch was Dolles. Weiterlesen »

Jan. 281991
 

Dreckiger Sumpf 2. Teil?

Schreiber wollte Wilhelmshaven in Hillebrandts Hände legen

(hk) Die durch die Eickmeiersche Politik geschlagenen Wunden sind noch nicht ganz verheilt, da hebt dessen Nachfolger zu neuen Hieben an. Unter Ausschaltung sämtlicher Ratsgremien und Ämter wollte Schreiber das sich in städtischem Eigentum befindliche Gebäude Weserstraße 47, zusammen mit einem ganzen Paket anderer „Sahnestücke“, an Hillebrandt (Burg Kniphausen) verscherbeln.

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Jan. 281991
 

Einsame Spitze

ist Wilhelmshaven: In der Arbeitslosenstatistik für Dezember nimmt Wilhelmshaven die erste Stelle ein. Selbst die miterfaßten neuen Bundesländer konnten Wilhelmshaven nicht vom Thron zu stoßen. Viel Hoffnung auf neue Arbeitsplätze gibt es hier nicht. Im Gegenteil: Der Verlust von Arbeitsplätzen (wabo, Milchwerke…) zeigt weiterhin steigende Tendenz.

Jan. 281991
 

Als Mekka

für Freizeitkapitäne soll am Fliegerdeich ein für Wilhelmshavens Verhältnisse beinahe schon gigantisch anmutendes Objekt hochgezogen werden: Das Helgolandhaus. 150 bis 170 Wohnungen will die „Allboden AG“ auf der 11.000 m2 großen Fläche errichten.
Gegen attraktives Wohnen am Wasser hat sicherlich nicht einmal die Nationalparkverwaltung etwas einzuwenden. Aber es ist inzwischen wohl zu einer typischen Wilhelmshavener (Un-)Tugend geworden, immer noch einen draufzusetzen.
So auch hier: Die Wohnanlage dient erst in zweiter Linie zum Wohnen: Dort sollen in kleinen Eigentumsbutzen die Freizeitschipper aus dem Binnenland eine warme Unterkunft finden. Die entsprechenden Anlegeplätze (100) für deren Jollen sind natürlich gleich im Angebot enthalten.
Daß die Intensivierung der Sport- und Freizeitschiffahrt negative Auswirkungen auf das Ökosystem Wattenmeer (und hier besonders auf den Jadebusen) haben wird, wurde den Stadtvätern wiederholt gutachterlich bestätigt. Ob die Natur genauso geduldig ist, wie das Papier auf dem die Gutachten geschrieben wurden?

Jan. 281991
 

Wahlbetrug?

gw098_kanzlerDaß es bei der letzten Bundestagswahl nicht mit rechten Dingen zugegangen sein konnte, war vielen von uns schon nach der ersten Hochrechnung klar. Doch zu welchen Mitteln die CDU greifen mußte, um Birne als großen Staatsmann zu verkaufen, brachte erst das regnerische und stürmische Wetter Wilhelmshavens an die Öffentlichkeit: Unter den Kohl-Kopf war das Haupt von Kalle Marx geklebt.
Nun sind unsere Sinne heute nicht mehr in der Lage, diesen großen, mit einem Kohl-Kopf überkleisterten Geist als Bild wahrzunehmen, doch unser Unterbewußtsein, unsere im Laufe der Entwicklung zum gehorsamen Staatsbürger verkümmerten Sinne sehen, was sich hinter dem obersten Bild verbirgt. Doch verkümmert, wie diese Sinne sind, wird die Täuschung nicht erkannt.
Ergebnis: Birne bleibt Bundeskanzler, die SPD drückt die Oppositionsbank, die Grünen werden nach Hause geschickt.

Jan. 281991
 

Ein gutes Geschäft

läßt sich mit der Stadtsanierung machen. Diese Binsenweisheit ist den Wilhelmshavenern bisher nur vom Hörensagen aus großen Metropolen wie Frankfurt oder Berlin bekannt. Wer nun glaubt, daraus schließen zu können, daß unsere Grundstückseigentümer besser sind, wird sich eines besseren belehren lassen müssen: Dem Automatenaufsteller Witthüser gehört das auf einem 294 m2 kleinen Grundstück stehende Haus Werftstraße 61. Die Werftstraße soll in diesem Bereich im Zuge der Innenstadtsanierung verbreitert, die Häuser, wozu auch die Nummer 61 gehört, abgerissen werden.
Der (schwarzdurchsetzte) Gutachterausschuß für die Stadtsanierung ließ sich auf einen Kaufpreis von stolzen 530.000 DM ein. Der Quadratmeterpreis von 1.800 DM ließ selbst bei CDU-Leuten Unruhe aufkommen.
Für die Stadt ist es mit diesen 530.000 DM noch nicht zu Ende: Der Abriß des Gebäudes belastet den Sanierungshaushalt ein zweites Mal.

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