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Sep 012011
 

Gift und Galle

Die tageszeitung (taz) berichtete am 24. August unter der Überschrift „Verschwörung gegen Komplott“ über die des öfteren auch vom Gegenwind berichteten Vorkommnisse in der Wilhelmshavener Linken ( ). In dem von Jean-Philipp Baeck verfassten Artikel kommen alle Seiten zu Wort – der neue Vorstand, der alte Vorstand, der niedersächsische Parteichef Sohn, die Landesgeschäftsführerin Kaminski. Und der taz-Redakteur muss an dieser Informationsflut schier verzweifelt sein, wie die Überschrift „Verschwörung gegen Komplott“ belegt. In dem Artikel gibt es eigentlich keine neuen Erkenntnisse, und man hätte ohne weiteres zur Tagesordnung übergehen können. Doch dem neuen Vorstand der Linken gefiel wohl nicht, dass auch der alte Vorstand zu Wort kam. Und so dauerte es nicht lange, bis eine vom Vorstandsmitglied der Linken Klaus Heckenbach veröffentlichte Pressemitteilung in Wilhelmshaven die Runde machte.

In der taz hieß es: Zwischen SPD und Antifa, Ex-Nazis und Sarrazin: In Wilhelmshaven reibt sich die Linkspartei in internen Querelen auf. Dabei geht es nicht um inhaltliche Differenzen, sondern um persönliche Intrigen. Heckenbach in der Pressemitteilung dazu: „Es ist aber kein internes Problem der LINKEN mehr, wie die taz schreibt, DIE LINKE ist mit ihnen nach dem Jahr 2010 des politischen Nichts schnell fertig gewesen. Heute sitzen sie mit ihrer fantastischen Winkelschreiberei im „Gegenwind“, Stopp Rechts, Tim Sommer.de , BASU, Bürger-whv.de. Gerold-tholen.de. In Wirklichkeit immer dieselbe kleine von Neid und Missgunst zerfressene Gruppe, die leider noch von zu Wenigen durchschaut wurde und in einem demokratischen Parlament nichts zu suchen hat.“ Vergessen hat der Ratskandidat der Linken bei seiner Aufzählung vielleicht noch das Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts. Doch der Wilhelmshavener Linken bleibt ja für ihre Pressemitteilungen immer noch die Seite von Radio Abonga. Ob sich die künftigen Ratsmitglieder der Linken mit Aussagen wie „von Neid und Missgunst zerfressene Gruppe, die … in einem demokratischen Parlament nichts zu suchen hat“ einen guten Dienst erwiesen haben, ist schwer vorstellbar. Auch der Gegenwind sah sich genötigt, einen Kommentar zu dem taz-Artikel abzugeben. In dem Artikel wurde behauptet, dass „in deren Redaktion … die Linkspartei abgeschrieben“ sei. Dazu schrieb der Gegenwind: Die Linkspartei ist in unserer Redaktion nicht abgeschrieben. Abgeschrieben ist nur ein bestimmter Teil der Wilhelmshavener Linken um das erwähnte Epizentrum. Ansonsten stehen wir der Partei Die Linke zwar kritisch, aber dennoch wohlwollend gegenüber. Linke Politik und linke Inhalte werden immer eine Grundlage des Gegenwind sein. (hk)

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