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Mai 192010
 

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Es gibt so vieles, über das wir gerne noch berichten würden, aber meist fehlt es am Platz, manchmal auch an der Zeit. Hier gibt es die Meldungen, die der Nachwelt erhalten bleiben müssen.

Um den JadeWeserPort steht’s wirklich nicht gut.
Die Wilhelmshavener Zeitung führte in der letzten Aprilwoche eine Leserumfrage durch:
Die künftigen Terminalbetreiber wollen den Betrieb am JadeWeserPort später aufnehmen. In der Diskussion ist zudem der Zeitpunkt des vollständigen Ausbaus der Bahnlinie. Glauben Sie noch an das Jahrhundertprojekt JadeWeserPort?

Die Antworten sind dann auch nur als Betriebsunfall zu werten.
Nur 13,1 % meinten: Ja. Der Containerhafen wird wie geplant den Betrieb aufnehmen.
Immerhin glauben noch 30,2 % dass der JadeWeserPort kommt – aber mit deutlicher Verzögerung.
Eine satte Mehrheit von 56,8 % bezweifelt, dass die Entscheidung für den Hafen richtig war.

Irre
Unter der Titelzeile “Milliarden in Beton – Die irrsten Bauprojekte Deutschlands” veröffentlichte die Financal Times Deutschland (FTD) eine Bilderserie. Da heißt es: Schöner, teurer, abgedrehter: Vieles wird derzeit hierzulande hochgezogen. (…) FTD.de zeigt, was sonst noch Großes in Deutschland entsteht.

Hier die komplette Liste:
1. Stuttgart 21;
2. Die neue Mitte von Berlin (Schlossneubau);
3. Der Ferienspaß im NS-Relikt auf Rügen;
4. Die Dresdner Waldschlösschenbrücke;
5. Die Kölner U-Bahn;
6. Die deutsch-dänische Querung;
7. Der JadeWeserPort: die Konkurrenz zum Hamburger Hafen. Die Geschichte des Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven ist eine Geschichte des Streits: Zuerst wollte Hamburg mitbauen, doch nun sind nur noch Niedersachsen und Bremen beim “JadeWeserPort” mit im Boot. Der Streit, wer den Zuschlag für das 500-Mio.-Euro-Projekt erhalten durfte, beschäftigte Gerichte und einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss. In den Hafen sollen ab Ende 2011 Containerschiffe mit rund 400 Metern Länge und hohem Tiefgang einlaufen – er wird dann auch in Konkurrenz zu Hamburg arbeiten.
8. Bebauung der Schleimündung mit der größten Ferienanlage des Nordens;
9. Das neue Luftkreuz für Berlin;
10. Die Gipfelbahn zwischen Sachsen und Böhmen;
11. Die Startbahn in die Flughafen-Zukunft (Frankfurt);
12. Hamburger Elbphilharmonie;
13. Europäische Zentralbank – Neubau in Frankfurt.
Da befindet sich der JadeWeserPort ja in einer illustren Gesellschaft.

Lärmschutzwand
Nachdem der erste Versuch, eine Lärmschutzwand zwischen der JWP-Bahnlinie und der Fauna des Voslapper Grodens zu errichten, buchstäblich in sich zusammensackte, will man nun Nägel mit Köpfen machen. Jetzt soll eine richtig stabile Betonwand entstehen – man darf gespannt sein.

Jahrhundertbauwerk mit Bürocontainern
Eurogate steht weiter zum JadeWeserPort. Wann der Hafen allerdings in Gang kommt, mag noch keiner so richtig sagen. Eurogate baut darum vorsichtshalber kein “siebenstöckiges Gatehouse”, sondern wird sich mit einem Zelt bzw. einem Bürocontainer (so wie früher beim Kartoffelumschlag am Süd-West-Kai) zufrieden geben. Auch die Containerbrücken sind noch nicht bestellt – da werden wohl “moderne Containerbrücken von Bremerhaven an die Jade verlegt.” (Marcel Egger, Chef des Eurogate Terminals Wilhelmshaven, in der WZ vom 28.04.2010)

Bahnlinie
Versprach Verkehrsminister Ramsauer am 15. April noch “die bestmögliche Hinterlandanbindung des JadeWeserPorts per Autobahn und Schiene”, war das eine gute Woche später schon Schnee von gestern. Nun hieß es plötzlich, dass die Bahn den Streckenausbau stoppt und wohl erst 2017 die Strecke zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven fertig hat. Vielleicht ja pünktlich zur Inbetriebnahme des Hafens?

Jusos wieder lieb
Weniger radikal will der neue Juso-Vorstand auftreten – konkret heißt das z.B., dass die Forderung nach kostenlosen Kita-Plätzen gestrichen wird, stattdessen geht es jetzt um eine “gerechte Finanzierung”. Ganz unten rangieren die Wilhelmshavener Jusos, wenn es um den Mindestlohn geht. Sie fordern 7,50 Euro! Die Juso-Position zum JadeWeserPort wurde wohl direkt von John H. Niemann ins Juso-Papier diktiert. Verwunderlich ist, dass die neuen Vorstandsmitglieder nicht Neumann, Menzel, Adam, Hartmann oder Will heißen.

Neuer Vorstand
Vor einem Jahr verlor Volker Block die Wahl zum Kreisverbandsvorsitzenden gegen Helmut Stumm. Beim diesjährigen Kreisparteitag der SPD gewann Block die Wahl deutlich mit 43 zu 22 Stimmen. Mal sehen, ob Volker Block noch etwas retten kann.

Keinen Fischmarkt
wird es in Wilhelmshaven mehr geben. Fast unbeachtet von den Wilhelmshavener Bürgern fand der Fischmarkt mit Aal-Hinnerk, Bananen-Fred, Blumen Jakpeter, Nudel-Uwe, Käthe-Kabeljau und Wurst-Herby auf dem Valois-Platz statt. Blumen Jakpeter will höchstens noch mal nach Wilhelmshaven kommen, um hier Urlaub zu machen, aber nicht mehr als Marktschreier.

b_ahoi

 

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