Leserbriefe

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Dez 012011
 

Putschisten

Zum Kommentar „Gegen die Wand“ von Hannes Klöpper im Gegenwind 261:

Lieber Hannes, „Die Leute aus dem Epizentrum haben ihr Ziel erreicht,“ schreibst Du und weiter: „der W’havener Kreisverband liegt am Boden, die aktiven Mitglieder haben die Partei verlassen.“ Als jemand, der mit dem Epi-Zentrum gerne zusammenarbeitet und als jemand, der sich aktiv gegen die Putschisten, die aus der SPD zu uns kamen, gewandt hat, weiß ich, dass diese zwei Sätze von Dir völlig daneben sind. Weder hatte, noch hat das Epi-Zentrum das Ziel, der Linken zu schaden, ganz im Gegenteil, noch liegt unser KV am Boden. Die aktiven Mitglieder heute waren auch die aktiven gestern. Die Aktivität der SPD- Flüchtigen bestand hauptsächlich darin, den KV für ihre Ziele zu erobern. Dazu wurde von ihnen eine beispiellose Verleumdungskampagne gegen Mitglieder des Epi-Zentrums und gegen ihre Gegner im KV inszeniert. Mir ist in meinem politischen Leben schon viel menschliche Niedertracht begegnet, aber was einige aus der Gruppe der SPD-Flüchtigen sich erlaubte, war die Krönung. Wir sind stolz und froh, dass wir den Kreisverband in dieser Auseinandersetzung für eine solidarische linke Politik gerettet haben. Die Aktiven von gestern sind immer noch aktiv, das hätte Dir in den letzten Monaten auffallen können; und mit Hilfe neuer Mitglieder (die gibt’s schon!) wird die Partei wieder erstarken. Denn die Linke ist nötig, da hast Du Recht. Gruß Johann

(Johann Janssen, Klinkerstr. 47a, 26388 Wilhelmshaven)

An den Gegenwind

Sehr geehrte Damen und Herren, Ihren Archiven (Gegenwind 226, 246 und 260) entnehme ich, dass Sie sich sehr häufig mit der Cyanobakterienproblematik des Banter Sees beschäftigt haben. Sie zitieren Prof. Schuller, der das Problem der Sauerstoffversorgung im tieferen Teil des Sees beleuchtet hat. Die Sprungschicht kann nach einer kurzen Wärmeperiode selbst durch starken Wind nicht mehr aufgebrochen werden. Diese Sprungschicht weiter in die Tiefe zu verlegen ist genau der Ansatz, der durch die Freistrahlanlagen verfolgt wird. Wird an einer Stelle die Sprungschicht in die Tiefe verlagert, kann sich der dann vorhandene Dichteunterschied sehr weit ausbreiten – in der Bleilochtalsperre sogar über mehr als 10km stromauf. Die Geschwindigkeit ist u.U. sehr klein. Siehe hierzu die unten aufgeführten Veröffentlichungen. Der Gutachter Manzenrieder hat dies aber in Frage gestellt. Hier irrt er selbst! Die geringe installierte Leistung (2 mal 1,4kW) ist durchaus in der Lage, den gesamten See zu destabilisieren. Offensichtlich standen in den ihm von der Stadt zugeleiteten Informationen die unten aufgeführten Unterlagen der FH nicht zur Verfügung. Im See sind durchaus wesentliche Änderungen eingetreten. Hierzu wird es einen Zwischenbericht geben. Wenn der See grün ist, sind es und waren es auch nicht immer Cyanobakterien (Blaualgen) sondern es waren mehrheitlich Grünalgen, die völlig harmlos sind. Die von Ihnen und vielen anderen immer wieder vorgeschlagene Methode, Salzwasser einzubringen, ist durchaus fragwürdig. Durch einen solchen „Schock“ wird das Biotop durcheinander gewirbelt und die vorhandene Biozenöse umgekrempelt. Diese Methode hat Manzenrieder im Hooksmeer angewandt. Cyanobakterien gehören zu den Arten, die sich an alle Biotope anpassen können. Im Hooksieler Innenhafen habe ich das untenstehende Foto aufgenommen. Algen sind nach wenigen Jahren schon angekommen. Am 15. September 2011 habe ich die untenstehende Mail an den damaligen und an den jetzigen Oberbürgermeister geschickt. Die wesentlichen Unterlagen wurden von mir nicht angefragt. Ich habe bisher keine Rückäußerung erhalten.

Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr.-Ing. J. Michele, Soestestr. 3, 26419 Schortens

Micheles Mail an die Stadt

  Betreff: Banter See: Beiträge der Fachhochschule Von: „Prof. Dr.-Ing. Juergen Michele“ Datum: Do, 15.09.2011, 10:39 Sehr geehrter Herr W., sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Menzel! Für die Übersendung der Unterlagen, welche die Stadt Herrn Manzenrieder zugestellt hat möchte ich mich bedanken. Meine bei der Bürgerinformation als erstes gestellte Frage nach den Unterlagen von der Fachhochschule war zu recht gestellt. Wie ich vermutet hatte waren folgende Unterlagen – aus meiner Sicht die wesentlichen Beiträge der FH – nicht dabei: Patentschriften EP 1 262 460 A3; Offenlegungsschrift DE 101 20 111 A1 Wissenschaftliche Veröffentlichung in Limnologica. Hier sind die Möglichkeiten des Freistrahls aufgeführt: J. Michele and V. Michele; The free jet as a means to improve water quality: Destratification and oxygen enrichment; Limnologica (2002), 32, 329-337 Diese Arbeit wird inzwischen in der limnologischen wissenschaftlichen Literatur zitiert. Im Standardwerk von Cooke (2005) zur Seenrestaurierung ist sie aufgeführt. Ich kommuniziere mit vielen Wissenschaftlern weltweit. Postervortrag Limnologentagung 2009 in Oldenburg; Deutsche Gesellschaft für Limnologie (DGL); Erweiterte Zusammenfassungen der Jahrestagung 2009 (Oldenburg), Hardegsen 2010: J. Michele: Destratifikation: Warum war diese Methode nicht erfolgreich in vielen Fällen in der Vergangenheit? Verschiedene Internetseiten der Fachhochschule zu dem Projekt – Links: http://www.fh-oow.de/fbi/we/evu/projekte.php?_mdi=2 Dort dann noch weitere Links (Tagebuch …) 3 Vorträge bei den Sportfischern des Fischereiverbandes (Fortbildungsveranstaltungen) – Powerpoint-Folien So ist es nicht verwunderlich, dass Herr Manzenrieder die Freistrahlanlagen völlig falsch beurteilt hat. Obwohl er im Wasserfach zu Hause ist, kennt er sich in der Verfahrentechnik des Mischens und in der modernen Abwassertechnik nicht aus. Auf der Kläranlage sind Mitarbeiter der Stadt tätig, die durchaus wissen was ein „Bananenrührer“ ist und welch niedrige Leistung erforderlich ist. Bei Interesse kann ich Ihnen die Unterlagen zur Verfügung stellen. Mit freundlichen Grüßen Jürgen Michele

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