„Wir haben es satt!“

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Jan 112017
 

Auf nach Berlin: gegen Agrarkonzerne, für nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft

Aufruf zur siebten „Wir haben es satt!“-Demonstration am 21.01.2017 in Berlin – Busse ab Oldenburg und umzu

Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!

Logo: Wir haben es satt

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Am 21. Januar demonstrieren Bäuerinnen und Bauern, LebensmittelhandwerkerInnen und kritische KonsumentInnen zum siebten Mal gemeinsam für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel. Im Jahr der Bundestagswahl wollen die Organisatoren die Agrar- und Ernährungswende zum zentralen politischen Thema machen. Zum Trägerkreis gehören mehr als 50 Organisationen, darunter der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), Campact, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, attac oder Slowfood Deutschland; dazu kommt eine große Zahl von UnterstützerInnen, FörderInnen und Medienpartnern.

Hier der Aufruf zur Demonstration: 21.01.2017 | 12 Uhr | Potsdamer Platz, Berlin

Gemeinsam für gesundes Essen, bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel

Die bäuerliche Landwirtschaft und das regionale Lebensmittelhandwerk sind in Gefahr. Denn Agrarkonzerne und die Bundesregierung treiben die Industrialisierung der Land- und Lebensmittelwirtschaft voran. Die Folgen: Das weltweite Höfesterben schreitet rasant voran, die handwerkliche Lebensmittelherstellung wird verdrängt, hunderte Millionen Menschen leiden an Hunger oder Mangelernährung, die Artenvielfalt schwindet und die Klimakrise verschärft sich.

Diese Ferkel fühlen sich sauwohl: Biohaltung auf dem Christanshof in Middoge. Foto: Gegenwind

Diese Ferkel fühlen sich sauwohl: Biohaltung auf dem Christanshof in Middoge. Foto: Gegenwind

Bauernhöfe statt Agrarindustrie! Statt Bäuerinnen und Bauern weltweit durch Landnahme den Boden unter den Füßen wegzuziehen, müssen Arbeit und Perspektiven in den ländlichen Regionen geschaffen werden. Im Wahljahr 2017 wird entschieden: Weiterhin Steuermilliarden für Agrar- und Chemieindustrie, Großgrundbesitz und Tierfabriken? Oder werden die regionale Landwirtschaft und das Lebensmittelhandwerk sowie Tier- und Umweltschutz gefördert? Wir wollen eine sozial gerechte Agrarpolitik! Kleinere und mittlere Höfe müssen überleben können. Dafür brauchen wir eine Agrarwende hin zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft!

Wir wollen gesundes Essen! Aber Pestizide wie Glyphosat belasten unsere Lebensmittel, Mega-Mastanlagen quälen Nutztiere und übermäßiger Gülleeinsatz verschmutzt unser Wasser. Chemieriesen versuchen, neuartige Gentechniken durch die Hintertür auf die Äcker und Teller der Welt zu bringen. An diesem System verdient vor allem die Agrarindustrie – auf Kosten von Bäuerinnen und Bauern. Schluss damit: Wir brauchen verbindliche Regeln für eine Land- und Ernährungswirtschaft, die Mensch, Tier, Umwelt und Klima schützt!

Wir wollen Demokratie statt Konzernmacht! Freihandelsabkommen wie CETA, TTIP und EPAs mit afrikanischen Staaten werden die Märkte weiter liberalisieren und zu noch mehr Exportabhängigkeit führen. Bäuerinnen und Bauern müssen zunehmend für den Weltmarkt produzieren, zu noch miserableren Erzeugerpreisen. Das führt zu Dumping-Exporten und zu höherer Marktkonzentration. Megakonzerne wie Bayer-Monsanto üben immer mehr Macht über unser Essen aus – vom Saatgut bis in den Supermarkt. Verantwortlich auch hier: die Agrarpolitik in Berlin und Brüssel.

Wir Bäuerinnen und Bauern, LebensmittelhandwerkerInnen, ImkerInnen, BäckerInnen, GärtnerInnen, Tier-, Umwelt- und NaturschützerInnen, Aktive der Entwicklungszusammenarbeit, kritische VerbraucherInnen und engagierte Jugendliche fordern auf der 7. „Wir haben es satt!“-Demonstration eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft.

Wir brauchen gesundes Essen für alle! Wir lassen die Ernährungs- und Agrarwende Tag für Tag Wirklichkeit werden und machen sie zum zentralen politischen Thema im Wahljahr. Die Politik muss sich jetzt ändern, damit Konzerne nicht länger über unser Essen bestimmen.

Gemeinsam fordern wir im Wahljahr 2017:

Bauernhöfe statt Agrarindustrie!

  • Subventionen an Agrarkonzerne stoppen und die Agrarwende konsequent fördern: Jährlich 500 Millionen Euro mehr in bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft investieren. Anreize für besonders artgerechte Tierhaltung und umweltschonendere Bewirtschaftung schaffen!
  • Vielfalt der Bauernhöfe erhalten: Kleine und mittlere Betriebe fördern!
  • Bauernhöfe stärken: Bis 2020 mindestens 50 % der öffentlichen Beschaffung aus regionaler und ökologischer Landwirtschaft!

Gesundes Essen statt Umweltverschmutzung und Tierleid!

  • Für gesundes Essen und besonders artgerechte Tierhaltung: Tierschutzgesetz ohne Ausnahmen umsetzen! Bis zum Jahr 2020 Antibiotika um mindestens 50 % reduzieren! Antibiotikamissbrauch sofort stoppen und Reserveantibiotika in der Tierhaltung verbieten!
  • Wasser und Klima schonen: Überdüngung stoppen, Obergrenzen für Viehbestand einführen und Tierzahl an die Fläche binden!
  • Artenvielfalt erhalten und Bienensterben stoppen: Pestizideinsatz massiv reduzieren! Keine Gentechnik durch die Hintertür!

Demokratie statt Konzernmacht!

  • Konzernmacht beschränken: TTIP, CETA und EPAs verhindern! Megakonzerne im Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor aufbrechen und keine weiteren Fusionen zulassen! Kennzeichnungspflicht für Tierhaltung, Gentechnik im Futter und Herkunft bei allen Lebensmitteln!
  • Für mehr globale Gerechtigkeit: Agrarexporte reduzieren, bäuerliche Erzeugung und regionale Märkte weltweit stärken und Entwicklungszusammenarbeit agrarökologisch ausrichten!
  • Für faire Erzeugerpreise: Überschussproduktion durch Marktregulierung beenden! Heimisches Eiweißfutter fördern!
Passend zum Thema der Großdemo wurde heute (10.1.) der „Konzernatlas“ mit Daten und Fakten zur Agrar- zund Lebensmittelindustrie veröffentlicht. Hier gibt’s den Atlas zum Herunterladen oder Bestellen.

Gemeinsam rufen Bäuerinnen und Bauern, Verarbeiterinnen und Verarbeiter, Verbraucherinnen und Verbraucher dazu auf, am 21. Januar 2017 in Berlin ein starkes Zeichen zu setzen für eine gesellschaftlich akzeptierte bäuerliche Land- und Lebensmittelwirtschaft.
Weitere Infos unter www.wir-haben-es-satt.de.

Der BUND organisiert Busse aus der Weser-Ems-Region zur Demo nach Berlin:
5:30 Uhr Filsum Pendlerparkplatz, A 28 Abfahrt Filsum; an der B 72 ca. 600 m nördlich der A 28
5:50 Uhr Westerstede Pendlerparkplatz an der A 28, Auffahrt Westerstede, Ammerlandallee
6:10 Uhr Oldenburg Parkplatz bei Aral-Tankstelle und OBI am Westkreuz, Ammerländer Heerstraße
6:35 Uhr Ganderkesee/ Bookholzberg, Pendlerparkplatz Autobahnauffahrt Ganderkesee West, auf der Nordseite der A28; nach der Abfahrt links Richtung Bookholzberg, dann erste links (zur Hesterei)
7:15 Uhr Verden Autobahnabfahrt Verden-Nord, Parkplatz der BBS Verden, Neue Schulstraße 5, ca. 300 m südlich der Autobahnabfahrt links
Rückfahrt ab Berlin ca. 16:30 Uhr.
Kostenbeitrag pro Person: Unterstützerpreis 32 Euro, Normalpreis 29 Euro, ermäßigt 25 Euro (Schüler, Auszubildende, Studenten, Arbeitslose).
Anmeldung: Per Überweisung des Kostenbeitrags auf das Konto: Susanne Grube, IBAN: DE04 2806 3253 0012 4273 00; Verwendungszweck: „Agrar-Demo Berlin 2017“, unbedingt Namen und Zustiegsort angeben! Es können auch mehrere Personen durch eine Überweisung angemeldet werden, dann Personenzahl auf Überweisungsträger nennen.
Bitte zusätzlich um möglichst frühzeitige, verbindliche Anmeldung mit Namen, Telefon und/oder eMail bei: Susanne Grube, Tel. 04488-98139, eMail susanne.grube@bundammerland.de.

 

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