Juni 071994
 

Wilhelmspassage

Welche Auswirkungen hat die neue Einkaufspassage für die Innenstadt und den Einzelhandel?

(hk) Verklärte Augen bekommen Wilhelmshavens Stadtfürsten, wenn die Rede auf das neue Bahnhofszentrum – innerbehördlich „Wilhelmpassage“ genannt – kommt. Ob die hochgesteckten Erwartungen erfüllt werden?

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Juni 071994
 

Legalize it?

Der Konsum von Haschisch und Marihuana wird straffrei

(ub) Das Urteil der Karlsruher Richter zur begrenzten Freigabe sogenannter weicher Drogen hat auch die Diskussion über die zukünftige Drogenpolitik insgesamt neu belebt. Der GEGENWIND sprach darüber mit Renè Grotzeck, Präventionsberater der Wilhelmshavener Drogenberatungsstelle, und mit Wolfgang Steen, dem Leiter des Café Regenbogen, einem Anlaufpunkt der hiesigen Drogenszene.

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Juni 071994
 

Frauen in Wilhelmshaven

Ayshes Weg in Deutschland: Ausbeutung, Krankheit, Arbeitslosigkeit

Dritter Teil unserer Reportagen über die Perspektiven ausländischer und deutscher, arbeitsloser, alleinerziehender und verheirateter Frauen, die vom Frauenverband COURAGE erstellt werden.

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Juni 071994
 

...und der Busen bebt

Jede Menge schlitzohriger Ideen

(red) Wenn Jadeskipper in panischer Angst den schützenden Hafen aufsuchen, wenn in Hooksiel die Dachpfannen von Dächern purzeln; wenn in Dangast die original friesischen Teetassen in der Glasvitrine scheppern; wenn der Wilhelmshavener Rathausturm weit über Mittelmaß schwankt, dann ist nicht etwa ein Munitionsbunker der Marine in die Luft geflogen, hat uns auch kein Erdbeben mit 5,9 auf der nach oben offenen Richterskala heimgesucht. Nein, da ist nur wieder einmal der Wilhelmshavener SPD-Ratsherr Rath „auf Tour“.

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Juni 071994
 

Es gibt keine Steigerung des Horrors

Wilhelmshavener Pfadfinder unterstützen Flüchtlinge aus Rwanda

(Ralf Neuser, André Schlüter, André Gänßler, red) Seit einigen Jahren unterstützen die Wilhelmshavener Georgs-Pfadfinder ihre rwandesischen Freunde in ihrer Entwicklungsarbeit. Höhepunkt dieses Kontaktes war der Besuch einiger LeiterInnen der Association des Scouts du Rwanda (ASR), des rwandesischen Pfadfinderverbandes, im Sommer 1993. Aus einer Unterstützung wurde Freundschaft. So verfolgen die Wilhelmshavener Pfadfinder die Ereignisse in Rwanda mit großer Sorge.

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Juni 071994
 

Wie alt ist Wilhelmshaven?

WHV  1

Vom 17. bis 26. Juli 1953 feierten Wilhelmshavens Bürgerinnen und Bürger den hundertsten Geburtstag ihrer Stadt.
Demnach wird Wilhelmshaven in diesem Jahr 141 Jahre alt. Doch die Stadtverwaltung läßt uns in dem Glauben, dass Wilhelmshaven erst 125 Jahre alt ist.

WHV  2

Zugegeben: 141 Jahre Wilhelmshaven – das wäre doch kein Grund zum Feiern. In neun Jahren den 150. – das wäre ein Grund.
Nun ist bekanntlich Wilhelmshavens Verwaltungsspitze ausgesprochen vergnügungssüchtig. Getreu dem Motto „nur keine Feier auslassen“ beschloß man kurzerhand, 16 Jahre aus Wilhelmshavens Geschichte zu streichen. Und so kommen wir in diesem Jahr in den Genuß der 125-Jahr-Feier.

WHV  3

Apr. 271994
 

Verschwörung gegen Wilhelmshaven?

Wie die Stadt auf die Monitor-Recherche reagierte

gw121_titelInhalt:

♦ Für weltweite Schlagzeilen sorgten die Dioxinfunde im ICI-Klärschlamm. Es geht unter anderem darum, wie es überhaupt zur Genehmigung der Ablagerung von Industriemüll auf der Hausmülldeponie kommen konnte

♦ Was passiert, wenn das Land Niedersachsen der Firma JadeKost eine Landesbürgschaft gewährt? Die Tiefkühlfischindustrie bangt um ihre Existenz!

♦ Mai 1994: DGB und Infoladen kündigen getrennte Veranstaltungen an.

♦ Der Abriß des Bahnhofes steht vor der Tür. Der Abriß historischer Gebäude in Wilhelmshaven hat eine lange Tradition

♦ Welche Schiffe dürfen – und welche Schiffe können übers Hohe-Weg-Watt fahren – Fragen und Antworten

♦ Eine Einladung zur Kripo bekam der DGB-Kreisvorsitzende auf Grund einer Veröffentlichung im letzten GEGENWIND. Hintergründe

♦ Frauen in Wilhelmshaven und deren Perspektiven

♦ Kreative Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten probte und zeigt der Jugendtheaterclub im Jungen Theater


Titelbild: Burkhard Königshoff


Die Druckausgabe zum Runterladen: Gegenwind 121

 

 

Apr. 271994
 

Für die Kultur

sieht es in der Zukunft nicht mehr so gut aus. Noch vor dem Regierungswechsel in Niedersachsen kommt es zu beträchtlichen Kürzungen deren Auswirkungen auch in Wilhelmshaven spürbar werden.
So werden die Frauenmusiktage dieses Jahr möglicherweise nicht in Wilhelmshaven stattfinden. Aufgrund von vorauseilendem Gehorsam im Hinblick auf den Wechsel im Frauenministerium wurde die Fördersumme für die Frauenmusiktage von 35.000.- DM auf 10.000.- DM gekürzt.
Desgleichen sollen die Mittel für die Landesarbeitsgemeinschaft Rock in Niedersachsen e.V. um 30 – 50.000.- DM gekürzt werden. Somit stehen keine Gelder für Workshops und ähnliches mehr zur Verfügung.
Unsicher ist auch, wie es ab November mit der Musikerinitiative weitergeht, da der Vertrag zwischen Musikerinitiative, Arbeitsamt und Stadt noch nicht unterschrieben wurde.
Auch das selbstverwaltete Jugendzentrum ist noch ein Wunschtraum, da es der Stadt immer noch nicht gelungen ist, geeignete Räume zu finden , obwohl die Genehmigung für das Jugendzentrum schon seit Januar 1993 vorliegt.
Erfolgreich dagegen waren die Gespräche von Andreas Koût, Ingo Sommer und der Künstlergruppe ARTIV mit dem Leiter des Hochbauamtes. Es konnte ein offenes Atelier geboten werden. (ts)

Apr. 271994
 

Super-GAU in Tschernobyl

8 Jahre ist diese Katastrophe am 28. April dieses Jahres her. Geht uns das noch was an? fragt die Friedensinitiative Jever/Schortens und lädt ein zu einem Vortrag mit Diskussion. Die Veranstaltung findet am 28.4.94 um 20.00 Uhr im Gästehaus der Stadt Jever statt.
Zwei der drei Reaktoren in Tschernobyl sind immer noch am Netz. Letzte Woche erreichte uns wieder eine Meldung über einen Störfall. Schicksalsmeldungen über verstrahlte Menschen aus Tschernobyl tauchen hin und wieder in Nachrichtenmagazinen auf.
Ist eine Reaktorkatastrophe bei uns ausgeschlossen? ist ein Diskussionspunkt auf der Veranstaltung. Auch deutsche Atomkraftwerke machen Schlagzeilen mit diversen Störfällen. Eine Gefährdung von Mensch und Umwelt hat aber nach Aussage von Politik und Atomlobby nie stattgefunden. Eine Reaktorkatastrophe kann auch in Deutschland nicht ausgeschlossen werden. Tschernobyl geht uns etwas an. (ft)

Apr. 271994
 

Eine Demonstration

für den Erhalt des autonomen Jugendzentrums Schlachthof veranstalteten ca. 500 Jugendliche aus Göttingen, Leer, Oldenburg, Aurich und Wilhelmshaven am 26.3.94 in Aurich. Der Protest – von der Auricher antifaschistischen Bewegung initiiert – richtete sich gegen den schleichenden Abbau der Selbstverwaltung in diesem JZ. Hatte der Auricher Stadtrat noch vor einigen Monaten versucht, das Jugendzentrum ganz und gar zu schließen und damit den Auricher Jugendlichen die einzige Möglichkeit, dem „konsumorientierten Leben in Aurich zu entfliehen und demgegenüber eine eigenständige Lebenskultur zu entwickeln“ zu nehmen (die Veranstalter), so versucht man offenbar jetzt, die in den letzten Jahren von den Jugendlichen selbst aufgebauten autonomen Strukturen schrittweise mit Hilfe eines neu eingestellten sozialpädagogischen Leiters abzubauen. Dem Auricher Stadtrat ist besonders die Anfang der neunziger Jahre entstandene Auricher antifaschistische Jugendbewegung ein Dorn im Auge. Diese autonome antifaschistische Bewegung hat im Jugendzentrum Schlachthof ihren Ausgangspunkt. (ub)

gw121_antifa

Foto: Tunnat

Apr. 271994
 

Arbeitsplatzabbau um 20 %

Das sprichwörtlich gute Verhältnis zwischen der ICI-Betriebsleitung und der Belegschaft ist empfindlich gestört. Das „Denkmodell“ der Unternehmensleitung wurde jetzt dem Betriebsrat vorgestellt. Danach will das Unternehmen bis Ende 1995 weitere 70 Stellen streichen, nachdem bereits in den letzten Monaten 25 Stellen abgebaut wurden. Die Unternehmensleitung machte dem Betriebsrat klar, daß die von der Beratungsfirma „Coopers & Lybrand“ erarbeiteten Vorschläge auch realisiert werden sollen.
Rationalisierungsmaßnahmen werden ja in beinahe allen Betrieben und Branchen durchgeführt. Bei einem Betrieb wie ICI, wo der kleinste Fehler schon zu einer Umweltkatastrophe führen kann, muß ein solcher Arbeitsplatzabbau aber besonders kritisch untersucht werden. Die Folge von Rationalisierungsmaßnahmen ist häufig, daß die verbleibenden Mitarbeiter höheren Belastungen ausgesetzt sind. Und Streß ist oftmals eine Ursache für Fehlentscheidungen. (hk)

Apr. 271994
 

FMW macht dicht

Wieder verschwindet ein traditionsreiches Unternehmen aus Wilhelmshaven. Die Förderanlagen und Maschinenbau (FMW) wird zum 1. Mai ihre Produktion einstellen. Betroffen davon sind knapp 100 MitarbeiterInnen. Erstaunlich ist, daß seitens der FMW-Beschäftigten, die ja bereits in der ersten Aprilhälfte ihre Kündigung bekamen, kein Protest und keinerlei Aktionen zum Erhalt ihrer Arbeitsplätze initiiert werden. (hk)

Apr. 271994
 

Dioxin auf der Hausmülldeponie

ICI-Chemiker: Ungiftiges Ultragift

(hk) Seit der Produktionsaufnahme verseucht die ICI die Umwelt. Seit 1982 belieferte die ICI die Wilhelmshavener Hausmülldeponie, die Sondermulldeponien in Ochtrup und Hoheneggelsen mit dioxinverseuchten Abfallen aus der Kläranlage. Einen Zusammenhang zwischen der PVC-Produktion und der Entstehung des Ultragiftes Dioxin wiesen die ICI-Manager immer als Panikmache der Umweltschützer zurück.

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Apr. 271994
 

Wer bleibt auf der Strecke?

Heiße Debatten um Tiefgefrorenes: Arbeitsplatzvernichtung durch Landesbürgschaft?

(hk) Wenn Sie diesen GEGENWIND in der Hand halten, werden sie wahrscheinlich schon wissen, ob das Land Niedersachsen für die Firma „JadeKost“ eine Bürgschaft in Höhe von 35 Millionen Mark übernommen hat. Wir wissen’s noch nicht und wollen im folgenden Artikel darstellen, was an dieser Entscheidung so schwierig ist.

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