Stopp Folter!

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Nov 192014
 

Amnesty International informiert

Amnesty international kämpft weltweit gegen Folter. Foto Christian Ditsch / ai

Amnesty international kämpft weltweit gegen Folter. Foto Christian Ditsch / ai

Warum wird noch heute in über 70 Ländern gefoltert?

Schlafentzug, Elektroschocks, simuliertes Ertränken. Es gibt viele Arten, Menschen zu foltern – immer wird den Betroffenen schweres Leiden zugefügt, soll ihr Wille gebrochen werden. Oft kämpfen sie ihr Leben lang mit den Folgen. Meist sind es staatliche Sicherheitskräfte, die Folter durchführen, anordnen oder billigen. 1984 trat die Anti-Folter-Konvention der Vereinten Nationen in Kraft. Die Abkommen stellen klar: Folter ist verboten – überall und unter allen Umständen. In den letzten 30 Jahren gab es Fortschritte im Kampf gegen die Folter – aber auch Rückschritte.

A5_Landscape.inddDie Zahlen sind schockierend: In mehr als 150 Ländern werden Gefangene gefoltert oder misshandelt. Nicht nur berüchtigte Folterstaaten greifen zu diesem Mittel. Nach dem 11. September 2001 setzten die USA und ihre Verbündeten Foltermethoden im „Krieg gegen den Terror“ ein. Zum Beispiel in den Geheimgefängnissen der CIA. Die US-Regierung hat inzwischen zugegeben, dass dort das sogenannte „Waterboarding“ eingesetzt wurde, um Geständnisse zu erpressen. Bei dieser Methode hat der Gefolterte das Gefühl zu ertrinken. Ein Verbot solcher „erweiterter Verhörmethoden“, wie die Folter verharmlosend genannt wird, verhinderte der Präsident im März 2008 mit seinem Veto. Die CIA brachte Terrorverdächtige in Geheimflügen in Staaten, wo Geständnisse durch Folter erpresst werden sollten.

Warum ist die Folter so zählebig? Was können wir für eine Welt ohne Folter tun?
Am kommenden Dienstag ist Dr. Smail Rapic, Sprecher der Koordinationsgruppe gegen Folter der deutschen Sektion von Amnesty International, zu Gast in Wilhelmshaven. Rapic engagiert sich seit über 30 Jahren für die weltweit größte Menschenrechtsorganisation.

Veranstaltung „Stopp Folter!“, VHS, Hans Beutz Haus, Virchowstraße 29. Dienstag, 25.11.2014, 19 Uhr

 

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