Apr. 151991
 

Kaffeeklatsch bei Olympia

Demnächst wird in Roffhausen u.a. eine besondere Art von „Büromaschinen“ produziert: KAFFEEMASCHINEN von AEG-Olympia. Sage und schreibe 90 (von über 2000) MitarbeiterInnen sollen damit beschäftigt sein. Die Maschinen können dann gleich im Werk an andere KollegInnen verkauft werden, die demnächst viel Zeit (aber weniger Geld) zum Kaffeetrinken haben werden: ab Montag, 22.4., ist wieder Kurzarbeit angesagt.

Apr. 151991
 

Unter Druck

Krankenkassen wollen Codein-Behandlung für Drogenabhängige nicht zahlen

(ub) Die Tatsache, daß ein Wilhelmshavener Arzt Drogenabhängige mit Codein behandelt, schlägt derzeit hohe Wellen. Einer Informationsveranstaltung der Aids-Hilfe mit dem bundesweit bekannten Arzt Dr. Grimm entzog unser Oberbürgermeister Menzel kurzerhand die Schirmherrschaft.

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Apr. 151991
 

Gedämpfter Optimismus

Informationsveranstaltung zum Thema Drogen

(hh) Eine gut besuchte Informationsveranstaltung zum Thema: Substitution von Drogenkranken, am Sonntag, dem 7.April, fand ein zum Teil skeptisches, auf jeden Fall aber interessiertes Publikum vor. Woran liegt es, wenn beim Thema, Vergabe von Ersatzstoffen für Drogenabhängige, ein öffentlicher Sturm der Entrüstung losbricht und sich selbst wohlmeinende Kritiker nur sehr zögerlich der Problematik annehmen? Zu diesen und anderen Fragen hatten die Wilhelmshavener Aids-Hilfe und die Perspektive ,denen man bei dieser Gelegenheit ein großes Lob für ihren Mut aussprechen muß, Dr. Gorm Grimm eingeladen.

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Apr. 151991
 

Kampftag im Grünen

Mit einem kämpferischen Volksfest will der DGB am 1.Mai den Kurpark in einen Kulturpark verwandeln

(hk) Neben lokalen Dauerthemen wie Arbeitslosigkeit und Strukturproblemen werden am diesjährigen 1.Mai die Lage im Nahen und Mittleren Osten und die Ausländerproblematik im Mittelpunkt der Aktivitäten des DGB stehen.

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Apr. 151991
 

Hilfe für Kurdistan

(noa) Abend für Abend sehen wir in den Fernsehnachrichten Bilder von Hunderttausenden von Kurden, die vor den Truppen Saddam Husseins in Richtung Türkei und Iran flüchten. In Wilhelmshaven hat der Kurde Mehmet Ateş die Aktion zur Unterstützung der kurdischen Flüchtlinge initiiert. Der GEGENWIND führte das folgende Gespräch mit ihm.

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Apr. 151991
 

Give peace a chance!

kreuze

(hk) Auch wenn es nur 140 Leute waren, die am Ostermontag dem Aufruf der Wilhelmshavener Friedensbewegung• folgten und sich am Ostermarsch beteiligten, können die Aktionen durchaus als Erfolg verbucht werden: War die Beteiligung in den meisten anderen Städten doch noch weitaus geringer (z.B. 20 in Bonn). Den Weg zur Kulturveranstaltung am Ostermontagabend fanden immerhin 200 WilhelmshavenerInnen. Die Ursachen der geringen Beteiligung sind auch schnell benannt: Die persönliche Betroffenheit war und ist der Motor aller spontanen Massenbewegungen. SS20 und Pershings direkt vor der Haustür, die Angst, das sich der Golfkrieg zu einem Weltkonflikt ausbreiten könne – das waren Gründe für die großen Demonstrationen der letzten Jahre. Jetzt, wo die Amerikaner am Golf gezeigt haben, daß Kriege wieder führbar sind, daß Weltkonflikte regional „gelöst“ werden können, da weicht die Angst doch schnell und es verbreitet sich ein Gefühl scheinbarer Sicherheit. Die Friedensbewegung wird weitermachen, sie wird weiter aufzeigen, daß der eskalierende Nord-Süd-Konflikt auch Schwarz-Rot-Gold gefärbt ist. Die Umorientierung der NATO, die geplante Grundgesetzänderung über den Einsatz der Bundeswehr, Rüstungsproduktion und -exporte – all das sind Themen, die die Notwendigkeit der Friedensbewegung unterstreichen, auch wenn mit diesen Themen vorerst nicht mehr Hunderttausende auf die Straße gebracht werden können.

Apr. 151991
 

„Wir haben den Kopf noch fest auf dem Hals“

Olympia_herz

Am 4. Mai 1991 heißt es „Vorhang auf“ im Jungen Theater für die Premiere der AEG-Olympia-Theatergruppe.
„Wir haben den Kopf noch fest auf dem Hals“ zeigt die Geschichte des Olympia Werkes und seiner Menschen.
Folgende Auftritte wird es darüber hinaus im Mai 91 noch geben:
So. 5. / Sa. 18. / Mi. 22. / Fr. 24. / Sa 25. / So 26.
Aufführungsbeginn: jeweils 20 Uhr im Jungen Theater
WHV, Rheinstr. 91. Eintrittskarten gibt‘ s für jeweils DM 3,- in Betriebsratsbüros und im Betriebsbereichsrat, Tel. 2381.

Apr. 151991
 

Das Kind mit dem Bade …
Mensch stelle sich vor: Otto Graf Lambsdorff verkündet stolz (!) und öffentlich, in der FDP gebe es „keine innerparteilichen Auseinandersetzungen“ mehr. Was würde geschehen?
Ein Protestgeschrei erhebt sich unter den letzten aufrechten Liberalen. CSU und PDS bieten ihm die Ehrenmitgliedschaft an – und neulich noch hätten ihm die Grünen zärtlich einen Volkshochschulkurs spendiert: „Demokratie für Anfänger“.
Heute prahlt ein grüner Ratsherr höchstselbst damit, dass bei ihm abweichende Meinungen nicht mehr vorkommen. Und niemandem fällt das auf. Weiterlesen »

Apr. 151991
 

Anton P. Tschechows
Drei Schwestern

Vor elf Jahren haben Olga Mascha und Irina mit ihrem Vater, General Prosorow, Moskau verlassen, um nach dem Tod der Mutter in der Provinz ein neues Leben zu beginnen.
Olga erinnert sich am besten an die Moskauer Jahre als die Offiziere und Gebildeten im Haus ein- und ausgingen, heute ist sie Lehrerin und sehnt sich zurück nach der Stadt ihrer Kindheit. Mascha wurde jung verheiratet mit dem Gymnasiallehrer Kulygin, der sie längst langweilt. Irina, die Jüngste, möchte arbeiten, um der großbürgerlichen Langeweile zu entfliehen.
Heute feiert Irina ihren zwanzigsten Geburtstag, junge Offiziere sind eingeladen, darunter Oberstleutnant Werschinin.
Mascha verliebt sich in Werschinin, Irina hat sich, ohne ihn wirklich zu lieben – einem Leutnant versprochen – er fällt im Duell.
Als das Offizierskorps die Stadt verläßt, ist alles anders gekommen als man erträumt hat, Moskau ist in weite Ferne gerückt.
Inszenierung: Jasmine Hoch
Ausstattung: Susanne Dieringer
Bühnenmusik: Ralf Dietze
Spieltermine im Stadttheater:
3. und 8. Mai um 20.00 Uhr

Apr. 151991
 

Ausstellung:
V A S E L I K I
Körperstudien – Ölbilder
15. Mai – 9. Juni 1991

Bild Mann

Vasiliki Stavrikou wurde in Xylokastro bei Korinth/ Griechenland geboren. Sie studierte Kunst und Klassik in Griechenland.
1965 beendete sie ihr Kunststudium in Rom mit den Spezialgebieten Bühnenbildnerei, Malerei, Außen- und Innendekoration. Sie entwarf Bühnenbilder und Ausstattungen für Oper, Theater und Fernsehen und wirkte an der Ausstattung vieler Filme mit.
Neben Einzelausstellungen in den bedeutendsten Galerien Italiens nahm sie auch an internationalen Gruppenausstellungen teil.
Die Künstlerin wird bei der Ausstellung anwesend sein.

Apr. 151991
 

Endlich wieder eröffnet

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15 Monate Zeit hat es gekostet und über 2 Mio DM. Ab 16. Mai wird sich zeigen, ob sich der Aufwand gelohnt hat: Mit einem 5tägigen Eröffnungsprogramm sollen alten und neuen Gästen die Ergebnisse des Umbaus präsentiert werden. Der Saal faßt jetzt 800 Leute; im neuen Anbau bietet das Bistro METROPOL unabhängig von Veranstaltungen Gelegenheit zu Kommunikation und kulinarischen Erlebnissen. Den Charakter des geschichtsträchtigen Bauwerkes wollte man weitestgehend erhalten. Ein großer Teil der Kosten floß, weniger sichtbar, in die technische Ausstattung.
Ober den Erfolg der Investitionen wird in den nächsten Wochen und Monaten das Publikum entscheiden.

„Lerne lachen ohne zu weinen“

Im vergangenen Jahr wurde Tucholskys 100. Geburtstag gefeiert , und die Aufmerksamkeit richtete sich einmal mehr auf den scharfzüngigen Berichterstatter, Dichter und Schriftsteller. Manche Texte sind Zeitdokumente geworden, andere hingegen stehen noch so frisch da, als wären sie heute geschrieben.
In besinnlichen und heiteren Geschichten , Liedern und Gedichten wollen wir uns an das Werk jenes Mannes erinnern, der so trefflich die kleinen Sorgen und Widrigkeiten des Lebens zu schildern wußte. Da werden sie alle wieder lebendig: das kleine Vereinsmitglied, der Kongreßabgeordnete, die Einsame in der Großstadt, der unvergessene Heinrich Zille, der „deutsche Mann“ und viele andere.
PUMPWERK, Dienstag, 18. Mai 1991, 20 Uhr 30.

Pumpwerk 1991

Apr. 151991
 

Hauptsache Arbeit

Gegenwind-Gespräch mit dem Geschäftsführer der ÖTV, Jürgen Harms, über Abrüstung und Konversion

(hk/jm) Ungewiß ist Wilhelmshavens Zukunft als Marinestandort. Die Verlagerung von Einheiten und Dienststellen steht vor der Tür, die geplante Reduzierung der Streitkräfte tut ein Übriges. Für die ÖTV stehen die Signale auf Alarm. Wie wird Wilhelmshavens Zukunft aussehen?

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Apr. 151991
 

Kreatief geht (fast) nix mehr schief

Neue Konzepte in der Perspektive

(iz) „Der Fehler fängt schon an, wenn sich einer anschickt, Keilrahmen und Leinwand zu kaufen.“ Diese Weisheit vom ollen Joseph Beuys, als Metapher für Distanzen zwischen Kunst und Alltag, für Schwellenängste im Umgang mit der eigenen Kreativität, könnte den konzeptionellen und räumlichen Umbau in der PERSPEKTIVE beflügelt haben.

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Apr. 151991
 

tierschau

Die kleine Tierschau
„Landfunk und Scheunentrash“ ist der Titel des clowneskgrotesken MIMUSE-Festivals. Deutschlands berüchtigste Comedy-Truppe schlägt wieder zu. Die 3 Schwaben sind in der ganzen Republik eine Institution. Wenn sie auftreten, steht die Szene Schlange. Wer nicht dabei war, ist out. Stimmungsmache, TV-Sendungen wie „Musikantenstadl“ oder „Blauer Bock“ nachgeäfft, stößt sonst auf Verachtung.
Bei der TIERSCHAU wird befruchtende Haßliebe draus.
BÜRGERHAUS SCHORTENS, Montag, 6 . Mai 1991, 20 Uhr .

Apr. 151991
 

Zum Kommentar „In eigener Sache (Gegenwind 99)
Moin, Moin!
Das ist also Eurer Meinung nach Eure Freizeitaufgabe, aufzudecken, was nicht in Ordnung ist.
Deckt Euch (es tut mir leid, daß ich „Euch“ schreiben muß, aber die Redaktion hat diesen Kommentar unterschrieben) doch bitte mal selber auf, gebt doch bitte auch mal zu, dass Ihr diejenigen wart, die „Mist gebaut haben“, um es mit Euren Worten auszudrücken. Weiterlesen »

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