Juni 101991
 

Kaum Wohnungen für Finanzschwache

(ub) Die Wohnraumsituation in Wilhelmshaven hat sich in den letzten zwei Jahren drastisch verschlechtert. Trotz rückläufiger Einwohnerzahlen ist das Angebot an freiem Wohnraum ständig gesunken. Insbesondere sind preisgünstige Wohnungen für Wohnungssuchende mit geringem Einkommen äußerst rar.

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Juni 101991
 

Frauenliste

Chancen nutzen statt Wunder erhoffen


Die finanzielle und wirtschaftliche Situation der Stadt ist zum Tagesthema geworden. Noch bei den letzten Haushaltsberatungen hat die SPD so getan, als könne man allein durch die voraussichtliche „Genehmigungsfähigkeit“ des Haushalts den kommunalpolitischen Handlungsspielraum für W’haven erhalten. Um das damals gerade im Anfang der Entwicklung befindliche zarte Pflänzchen der rot/grünen Koalition in Hannover nicht zu gefährden, stimmten die Grünen im Rat mit der SPD gemeinsam gegen einen besseren Personalschlüssel in Altenpflegeeinrichtungen und gegen Mittel für mehr Kindergartenplätze. Wobei ich immer noch nicht glaube, daß die Bezirksregierung den Haushalt an diesen Mitteln hätte scheitern lassen, da beide Bereiche ausdrückliche Schwerpunkte der Landespolitik sein sollen. Weiterlesen »

Juni 101991
 

... noch nicht so emanzipiert

Frauenbeauftragte soll Frauen fördern helfen

(noa) Seit dem 1. März hat die Fachhochschule Wilhelmshaven eine Frauenbeauftragte. Ein solches Amt ist durch das Niedersächsische Hochschulgesetz vorgesehen; an anderen Hochschulen gibt es solche Stellen schon länger.

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Juni 101991
 

Praxis unpraktikabel

Studenten gegen Praxissemester

(noa) Am 6. Mai besuchte die Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Helga Schuchardt, die Fachhochschule Wilhelmshaven. Besonders viel haben sich die StudentInnen davon nicht versprochen.

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Juni 101991
 

Einarmige Banditen

Zum Artikel „Windige Geschäfte“ in Gegenwind Nr. 100

Ich finde es nicht so schön, dass Windenergieanlagen (WEA), deren Stromproduktion wesentlich durch das jahreszeitlich (natürlich) bedingte Windenergieangebot bestimmt wird, mit zentralen und antiökologischen Großkraftwerken verglichen werden; wobei es mir unerheblich erscheint, in welchem Gesellschaftssystem Kohlekraftwerke gemäß einer (natur-) ausbeuterischen Logik Energie produzieren. Weiterlesen »

Juni 101991
 

Sozial, gerecht und wirklich bildend: Die Fachschule für Sozialpädagogik

Der folgende Leserbrief wurde uns von zwei Schülerinnen der Fachschule für Sozialpädagogik übergeben. Die beiden jungen Frauen haben uns gebeten, ihre Namen nicht zu veröffentlichen, weil sie Nachteile befürchten müssen. Mit dem Abschluß der Fachschule ist ihre Ausbildung noch nicht beendet. Sie müssen nun noch ein Jahrespraktikum absolvieren und sich danach einer Prüfung an der Schule unterziehen, bevor sie ihre Anerkennung als Erzieherinnen bekommen. Wir machen in diesem Fall eine Ausnahme von der Regel, nur Zuschriften zu veröffentlichen, die einem Verfasser eindeutig zuzuordnen sind. Die Schreiberinnen sind der Redaktion bekannt.

Die Redaktion Weiterlesen »

Juni 101991
 

Ein guter Rat

Liebe Gegenwind-Redaktion,
über Eure Stellungnahme zum Leserbrief von Roland Rath habe ich mich sehr geärgert. Es ist für mich von untergeordneter Bedeutung, ob Roland Rath gesagt hat, er wolle nur wegen eines Sitzes im Jugendhilfeausschuß in den Vorstand des Stadtjugendringes. Wie Ihr selbst einräumt, steht hier Aussage gegen Aussage und damit wäre es nach dem Abdruck des Leserbriefes genug gewesen. Weiterlesen »

Juni 101991
 

Aufruf zur Veranstaltung am 26. Juni im Pumpwerk:

Vergeßt die Kurden nicht!
Das Schweigen tötet sie!

Das traditionelle Siedlungsgebiet der KurdInnen erstreckt sich über Teile von fünf Staatsgebieten: Insgesamt über 20 Millionen KurdInnen leben in der Türkei, im Irak, Iran, Syrien und im sowjetischen Armenien. Ein eigener Staat jedoch bleibt ihnen bis heute verwehrt. Weiterlesen »

Juni 101991
 

Tips vom Fachmann

(noa) Das Haus, das ich vor einigen Jahren bezogen habe, ist teilweise von einem Eternitzaun umgeben, Damals fand ich die Dinger schon häßlich. Als ich dann erfuhr, daß sie Asbest enthalten, das im Lauf der Jahre in die Luft abgegeben wird, beschloß ich, mich der gefährlichen Zäune zu entledigen.

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Apr. 151991
 

100

Wilhelmshaven im Sog der Abrüstung

Gegenwind-Gespräch mit dem Geschäftsführer der ÖTV, Jürgen Harms,

über die Probleme von Abrüstung und Rüstungskonversion

Gegenwind Titel 100

Zeichnung von Burkhard Königshoff, März 1991

Wieder eine Neuerung: Ab der Nummer 100 erschien der Gegenwind jeweils mit einem Titelbild. Die meisten Titelbilder wurden von der Redaktion erstellt, es gab aber auch einige Wilhelmshavener Künstler, die Titelbilder erstellten. Burkhard Königshoff, Hajo Kruda, Caspar sind einige von ihnen.

Die Druckausgabe: Gegenwind 100 

Apr. 151991
 

Abgelehnt

wurde in der Ratssitzung am 20. März erwartungsgemäß der Antrag der CDU-Fraktion, die Stadt möge sich finanziell am Schulschiff Deutschland im Rahmen des Projektes Deutsches Marinemuseum beteiligen. Allerdings fand auch der Abänderungsantrag der Gruppe Grüne/Frauenliste keine Mehrheit.
Diese Ratsgruppe hatte beantragt, den Plan zur Einrichtung eines Deutschen Marinemuseums ganz aufzugeben und stattdessen das Küstenmuseum mit einer werft- und marinegeschichtlichen Abteilung in die Weserstraße 47 zu verlegen.

Apr. 151991
 

Feueralarm

(R) Mir stockte der Atem, ich wollte nicht mehr atmen, aber mein Körper zwang mich dazu. Ich wollte vor dem Qualm wegrennen, aber wo ich auch hinlief, dieser Rauch verfolgte mich. Es gab kein Entrinnen. Innerhalb kürzester Zeit bekam ich Kopfschmerzen…
Eine Szene aus einem Science-Fiction-Film? Aus einem brennenden Gebäude? Etwa ein schlimmer Alptraum? War ich auf einer Sightseeing-Tour durch Kuwait? Bei weitem nicht!
Es war einfach nur Ostersamstag in Wilhelmshaven, und ein alter Brauch lebte für einen Abend auf, das Osterfeuer. Alte Bräuche sind oft etwas sehr Schönes, und sicher ist es jedem vergönnt, an ihnen teilzunehmen. Jedoch ging und fuhr man durch Wilhelmshaven, so konnte man feststellen, daß nicht nur jedes noch so kleine Stadtviertel ein eigenes
Osterfeuer hatte. Nein auch viele Vereine, Bauern und Bürger nutzten die Gunst der Stunde. So brannten in vielen Gärten und auf vielen Weiden und Wiesen in und um Wilhelmshaven größere oder kleinere Osterfeuer – idyllisch, romantisch und unter seinesgleichen. Um die Flammen zu erhalten, wurde alles Brennbare dem Feuergott geopfert. Der alte Schrank, die Kunststoffreste, alles was die Rumpelkammer zu bieten hatte, wurde gleich mitverfeuert, hätte sowieso schon lange in den Müll gehört. Da aber alles so schlecht anzuzünden geht, muß man natürlich Benzin oder Spiritus nehmen.

Apr. 151991
 

13 Jahre Willi-Bleicher-Zentrum

Seit 1978 besteht im Gewerkschaftshaus in der Kieler Straße das Willi-Bleicher-Zentrum. Aktive GewerkschafterInnen, die es leid waren, nach der Sitzungsarbeit in Kneipen abzuwandern, räumten die kahlen Räume gründlich auf und bauten das Zentrum auf, wo nun gemeinsame Abende und Freizeit mit sinnvollen Aktivitäten verbracht werden können. Gemeinsame Kulturarbeit, Musik live oder aus der Konserve, Tischtennis, Klönen: Das Team lädt alle herzlich ein, das selbstverwaltete und –gestaltete Zentrum zu besuchen.
Willi-Bleicher-Zentrum im Gewerkschaftshaus, Kieler Str. 63, Tel. 22126

Apr. 151991
 

Jugendkulturarbeit

soll zumindest in den nächsten zwei Jahren – im Pumpwerk professionell und systematisch betrieben werden. Die Freizeit GmbH hat bereits zum 1. März dafür die Sozialpädagogin Bettina Meier auf ABM-Basis eingestellt.
B. Meier will insbesondere den Kontakt mit den verschiedenen Jugendtheatergruppen in Wilhelmshaven ausbauen und Aufführungen im Pumpwerk organisieren. Geplant ist auch, eine Jugendkulturwoche durchzuführen. Daneben wird Bettina Meier einen Babysitterdienst für Eltern organisieren, die abends eine Veranstaltung besuchen wollen. Für die Kinderaktionen während des schon traditionellen Frühschoppens am Sonntag sucht Frau Meier noch SchülerInnen, die auf Honorarbasis mithelfen wollen.

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