Neujahrsempfänge

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Jan 132019
 

Gelungenes Experiment: Grüner Neujahrsempfang als Netzwerkforum und Ideenschmiede

vlnr: Ratsmitglied Antje Kloster, Kreisverbandsvorsitzender Ulf Berner und MdL Meta Janssen-Kusz begrüßten als Repräsentante*innen von Bündnis 90 / Die Grünen die Gäste des Neujahrsempfangs. Foto: Imke Zwoch

vlnr: Ratsmitglied Antje Kloster, Kreisverbandsvorsitzender Ulf Berner und MdL Meta Janssen-Kusz begrüßten als Repräsentante*innen von Bündnis 90 / Die Grünen die Gäste des Neujahrsempfangs. Foto: Imke Zwoch

(iz) Im Januar findet traditionell der Marathon der Neujahrsempfänge statt. Kommunen, Parteien, Gewerkschaften und andere Institution laden reihum zum Stelldichein für alle, die sehen und gesehen werden wollen. Es gibt Sekt und Häppchen und viel Frontalprogramm mit langen Reden, ordentlich Selbstlob und manchmal etwas Musik. Der Kreisverband BÜNDNIS 90 – DIE GRÜNEN in Wilhelmshaven hat in diesem Jahr als Kontrastprogramm mal ein anderes Format ausprobiert – mit durchschlagendem Erfolg.

Unter dem Titel „9-JA’s-Empfang“ trafen sich GRÜNE Vertreter*innen aus Bund, Land und Kommunen mit Naturschutz- und Kulturorganisationen, Sozialverbänden und Einrichtungen des Bundes, des Landes und der Stadt in der „Ruscherei“ zu einem Austausch in lockerer Atmosphäre unter dem Motto „Kennenlernen-Netzwerken-Pläne schmieden“. In diesem Sinne gab es nur eine kompakte Begrüßung durch den Kreisverbands-Vorsitzenden Ulf Berner und eine einzige kurze Ansprache der Landtagsabgeordneten Meta Janssen-Kusz. Statt einer Lobeshymne auf die eigene Partei stellte sie Ehrenamt in der Region in den Mittelpunkt, das oft nicht angemessen und dauerhaft gewürdigt werde: „Zu Jahresanfang wird das bürgerschaftliche Engagement stets gelobt, später verliert sich das dann.“ Als ein Beispiel nannte sie die engagierte Aufnahme von Geflüchteten auf der Insel Borkum: „Ich ziehe den Hut vor allen, die an der Organisation beteiligt waren.“

Sie rief dazu auf, „klare Haltung zu zeigen in Sachen Demokratie, damit es so bleibt, wie es ist. Keinen Fußbreit den Rechten!“ Das beginne schon bei deren Vokabular: Drohungen wie „warte, bis wir an der Macht sind, dann bist Du weg vom Fenster“ würde sie sogar von gewissen Vertretern im Landtag hören. Abschließend bekannte sie sich zur Europäischen Union: „Das bedeutet Lebensqualität, freies Reisen, bringt die Mitgliedsstaaten ökonomisch und ökologisch voran – es lohnt sich, weiter für ein Vereinigtes Europa zu streiten.“

Im Anschluss vertieften sich die Gäste sofort in intensive Gespräche. „Kennenlernen-Netzwerken-Pläne schmieden“ – das Konzept ging auf. Dabei waren Vertreter*innen vom ADFC, der AIDS-Hilfe, der ALI, des Vereins BIZEBAK, des BUND, des DGB, des Fördervereins Ruscherei, der Landwirtschaft, der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, des Neue Botschaft Süd e.V., von Queerströmung, Radio Jade und GEGENWIND, von der Selbsthilfekontaktstelle, dem Verein SoLeWi, Gröschlerhaus und weitere. Immer wieder fanden sich neue Grüppchen zusammen, um Fachinfos und Ideen auszutauschen und gemeinsam konkrete Projekte anzudenken. Die Veranstalter zeigten sich überwältigt davon, wie ihr Versuch „Neujahrskonvent als Ideenschmiede“ einschlug. Erst nach gut drei Stunden lösten sich die letzten Gesprächsgruppen auf, mit neuen Ideen und Partnerkontakten im Gepäck. Fazit: Experiment gelungen, nächstes Jahr gerne wieder!

Angenehm ist stets auch der Neujahrsempfang des Botanischen Gartens. Auch dort geht es nicht so „steif“ zu, die Outdoor-Atmosphäre tut ihr Übriges dazu – die Begrüßung findet draußen statt, auch wenn es, wie in diesem Jahr, kräftig nieselt. Die Garten-Leiterin Sigrid Heider berichtete wie immer sachlich und fast zu bescheiden über die Fortschritte und weitere Planungen im neuen Garten. Eine große und verdiente Auszeichnung wurde Klaus Börgmann verliehen, der sich 15 Jahre lang als Naturschutzbeauftragter der Stadt engagiert hat und dieses Ehrenamt nun niedergelegt hat, um sich seiner Arbeit im Vorstand des NABU intensiver zu widmen und natürlich auch seiner Familie. OB Andreas Wagner zeichnete ihn für sein langjähriges Engagement mit der Stadtmedaille aus. Wie heißt es so schön: Hinter jedem großen Mann steht eine große Frau – Ehefrau Anita Börgmann erhielt anerkennende Worte und einen Blumenstrauß.

 

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