Jan. 261994
 

Ausgeschlachtet

soll das U-Boot sein, das Wilhelmshavens SPD am Südstrand als Touristenattraktion aufstellen möchte. Wegen der fehlenden Innereien dürfte das U-Boot für die Stadt Wilhelmshaven gehörig an Anziehungskraft verloren haben. Es wird wohl auch bald der Heckwelle der Deutschland Richtung Indien folgen (hk)

Jan. 261994
 

Als PVC-Fresser

stellen sich neuerdings die ICI-Leute Besuchergruppen vor. PVC kann man ohne Probleme essen. Alle die, die es schon versucht haben, leben noch. So dumm ist nicht einmal die Atomindustrie vorgegangen. Diese Dumpfbacken sollten einmal Eltern im Krankenhaus besuchen, deren Kind ein Teil dieser Weich-PVC-Tiere verschluckt hat, die sich im Magen zu nadelartigen Körpern entwickeln und nur operativ entfernt werden können. (hk)

Jan. 261994
 

Wiedergewählt

wurde Manfred Klöpper als Vorsitzender des DGB-Kreises Wilhelmshaven. Manfred Klöpper hat durch seine Politik klargemacht, daß die Interessen der Arbeitnehmer nicht am Werkstor abgelegt werden, sondern die gesamte Gesellschaft durchziehen. Sein Engagement gegen alte und neue Faschisten, gegen Rassismus, seine Initiativen für die Aufarbeitung unserer Geschichte, sein Wirken in Aufsichtsräten und Ausschüssen – all das zeigt uns, daß links sein noch eine Chance hat. Die GEGENWIND-Redaktion wünscht sich für Wilhelmshaven noch viele Jahre mit diesem DGB-Kreisvorsitzenden. (red)

Jan. 261994
 

Hilde Haake

Verlässt die GEGENWIND-Redaktion, der sie seit August 1988 angehörte. Nachdem es ihr nicht möglich war, in Niedersachsen eine Anstellung als Lehrerin zu bekommen, zieht es sie nun ins Land des SPD-Vorsitzenden Scharping. In Mainz, der Hauptstadt von Rheinland-Pfalz, bekam sie eine Stelle als Hauptschullehrerin. Daß Hilde dem GEGENWIND fehlen wird, braucht kaum extra erwähnt zu werden. Ihre Artikel , die sich immer durch eine besonders tiefgehende Recherche auszeichneten, prägten über fünfeinhalb Jahre das Gesicht des GEGENWIND mit. Wir wünschen ihr einen guten Start in der Stadt der Mainzelmännchen.

Jan. 261994
 

Dumm geguckt

hat die Bürgerinitiative Umweltschutz Wilhelmshaven (BUW), als ihr ein Scheck über 1.500.- DM ins Haus flatterte. Absender des Schecks ist die GMA – die Gesellschaft für Müll und Abfall aus Schortens, die in Wilhelmshaven für die Abfuhr der gelben Säcke, des Altpapiers und des Altglases sorgt. Die BUW wird dieses Geld für Informationen und Aktionen für eine vernünftige Müllpolitik einsetzen. (hk)

Jan. 261994
 

Als übelster Demagoge

erweist sich Focke Hofmann, der für die Statt-Partei in“ den Niedersächsischen Landtag einziehen möchte. Auf einer Versammlung der Statt-Partei, ein Sammelbecken gestrauchelter CDU-Leute, bezog er Stellung zum Thema Scheinasylanten. Hofmann sagte, dass man aktiv werden müsse gegen „derartige Parasiten, die ohne echte Gründe hierherkommen und unberechtigt und oft sogar doppelt abkassieren“ (Zitat nach WZ). (hk)

Jan. 261994
 

Neonazis veröffentlichen eine Liste ihrer politischen Gegner – Manfred Klöpper, Kreisvorsitzender des DGB, wird erneut zur Zielscheibe der rechtsradikalen Szene

(ub) Mit der Herausgabe der „nationalistischen Widerstandszeitschrift gegen Rotfront- und Anarchoterror DER EINBLICK“ ist es den faschistischen Kräften in der BRD gelungen, ein bundesweites Medienspektakel auszulösen. „DER EINBLICK“ veröffentlicht die Namen, Adressen und Telefonnummern von ca. 250 AntifaschistInnen und fordert ihre braune Leserschaft zur „Ausschaltung aller destruktiven, antideutschen und antinationalen Kräften“ auf.

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Jan. 261994
 

Ausgetrickst

Wessen Interessen soll der Jugendhilfe-Ausschuß nach der Umbesetzung eigentlich vertreten?

(iz) Keine Spielplätze, mangelnde Kindergartenplätze, marode Schulen, keine Chance auf ein selbstverwaltetes Jugendzentrum, kaum Möglichkeiten für Ausbildungs- und Arbeitsplätze mit Zukunft – düstere Aussichten für Kids und Teens in der Jadestadt. Umso mehr benötigten sie eine schlagkräftige und praxisnahe Vertretung in der städtischen Politik und Verwaltung. Doch diese scheinen den miesen Stellenwert der Kurzen und Halblangen noch zu parodieren.

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Jan. 261994
 

Kein Schacher

Hajo Kruda und Hans Georg Wölbern präsentierten ihr Revolutionsdenkmal

(hk) Vor 75 Jahren stellten die Arbeiter und Soldaten die Weichen für Sozialismus und Demokratie. Trotz eines Beschlusses des Stadtrates konnte die Aufstellung eines Denkmals für die Novemberrevolution 1918 aus finanziellen Gründen noch nicht realisiert werden.

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Jan. 261994
 

Die Menschen sind jetzt reif!

IG Metall geht mit klug dosierten Forderungen in die Tarifrunde

(hk) Tarifauseinandersetzungen haben ihre eigenen Gesetze: Wenige Wochen vor Ablauf der Verträge stellt die Gewerkschaft fest, daß die Preissteigerungen so hoch waren, daß die Arbeitnehmer mit ihrem Lohn nicht mehr auskommen. Dann werden die Verträge fristgerecht gekündigt, die Gewerkschaften präsentieren ihre Forderungen, man tritt in Verhandlungen ein, es wird gegebenenfalls gestreikt und ausgesperrt und irgendwann trifft man sich ungefähr in der Mitte und schließt einen neuen Tarifvertrag ab.

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Jan. 261994
 

DGB Kreis Wilhelmshaven

Der Gewalt von rechts entgegen treten!

Rostock, Mölln und Solingen stehen symbolisch für Gewalt und Mordbrennereien von rechts gegen ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger. Dieser Gewalt sind Hunderttausende auf Demonstrationen entgegen getreten. Unzählige Menschen sind öffentlich mit ihrem Namen für eine Bekämpfung der Gewalt von rechts eingestanden. Dieses persönliche Engagement stört die Neonazis. Sie machen einzelne Aktivisten zur Zielscheibe ihrer Aktivitäten. Durch Bedrohung von Leib und Leben versuchen die Neonazis die Exponenten der Gegenwehr gegen rechts einzuschüchtern; sie versuchen dadurch, die Gegenwehr mundtot zu machen. Dem werden Listen und Anschriften von Bürgerinnen und Bürgern, Kolleginnen und Kollegen publiziert und die rechte Szene mittelbar aufgefordert, gegen diese Personen Gewalt anzuwenden. Dieser Gewalt, diesen Einschüchterungsversuchen treten wir entgegen. Wir lassen uns nicht mundtot machen. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner sind solidarisch mit denen, die auf den Listen der Neonazis stehen. Sie erklären sich bereit, sich am Schutz der Betroffenen zu beteiligen und stehen für z.B. von DGB-Kreisen organisierte Telefonketten zur Verfügung. Wir lassen uns von dem Naziterror gegen einzelne Personen nicht einschüchtern. Deshalb stehen wir mit unseren Namen öffentlich für die Bekämpfung des Neofaschismus ein. Ich bin damit einverstanden, daß mein Name im Zusammenhang mit dem vorstehenden Text im Rahmen einer Zeitungsanzeige veröffentlicht wird.

Liste

Jan. 261994
 

Revue passiert

Betrachtung der neuen Herzog-Produktion zum Stadtjubiläum

(iz) Mit gemischten Gefühlen begab sich die Kulturredaktion in die Stadthalle, um die anläßlich des 125. Geburtstages der Stadt produzierte Wilhelmshaven-Revue des Hobby-Autors und Regisseurs Hartmut Herzog zu konsumieren. Mußte sie sich doch vorab von einem Mitspieler beschimpfen lassen, der den GEGENWIND als „Revoluzzerzeitung“ beschimpfte (oder ist das als Lob aufzufassen?) und sich weigerte, das im Rahmen professioneller Kulturarbeit sonst übliche Presseexemplar des Programmheftes herauszugeben.

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Jan. 261994
 

Von Krümeln und Visionen

Der Ausbau von Wilhelms Häfen kostet viele Steuergelder –  neue Jobs finden dort jedoch nur wenige. Die Hafenprofis beschwören das Prinzip Hoffnung

(hk/jm) In einem Gespräch mit dem Geschäftsführer der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung e.V. (WHV) – Detlef Weide – und dem Vorsitzenden des Landtagsausschusses für Häfen und Schiffahrt – Wilfried Adam (SPD) – ging es um den Nutzeffekt und die Perspektiven der Jade- und der Binnenhäfen.

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Jan. 261994
 

Im Abseits

Wilhelmshavener Wohnungslose machen mit einer Platzbesetzung auf ihre Situation aufmerksam

(ub) Der zunehmende Wohnraummangel trifft die sozial Schwächsten. Ohne Arbeit – keine Wohnung, ohne Wohnung – keine Arbeit. Ein Teufelskreis, in den immer mehr Menschen hineingeraten. Einige von ihnen, die gezwungen sind, bei Wind und Wetter draußen zu schlafen – „Platte machen“ im Jargon der Wohnungslosen – haben Mitte Dezember 93 mit einer Platzbesetzung versucht, auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

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Jan. 261994
 

Horrorfahrten in den Tod

Schlachttiertransporte rollen weiter – quer durch Europa bis in den Nahen Osten – ein Ende ist nicht in Sicht. Der Großteil der Bevölkerung reagiert empört und fassungslos angesichts der kaum erträglichen Bilder in den Medien. Um ihren Protest gegen diese grausamen Mißstände zu verdeutlichen, hat sich eine bundesweite Aktionsgruppe des Bundesverbandes der Tierversuchsgegner – Menschen für Tierrechte – gegründet, bei der auch die in Schortens ansässige „Tierrechtsbewegung“ mitmachen wird. Diese Aktionsgruppe führt in der Zeit vom 21.3. bis 26.3. (Osterferien) eine Sternfahrt von 5 LKW zum Landwirtschaftsministerium in Bonn durch. Einer dieser zu Tiertransportern umgerüsteten Infomobile startet am 21. März in Wilhelmshaven.
Für den Abreisetag sind verschiedene Aktivitäten geplant. In der Nähe des Wilhelmshavener Schlachthofs haben die Tierschützer an der Ecke Luisen-/Ebertstraße eine Plakatwand gemietet, auf der sie vom 21.3. bis 31.3. das Thema „Schlachten“ darstellen. Der Verein bittet die interessierte Bevölkerung um Mithilfe bzw. Unterstützung bei der Aktion. Die Tierrechtsbewegung versammelt sich jeden 1. und 3. Sonntag im Monat ab 18.00 Uhr im Tarish (Börsenstraße). Telefonisch ist die Tierrechtsbewegung unter der Nummer ###### zu erreichen. Wer lieber einen Brief schreibt, muß diesen an die Tierrechtsbewegung adressieren. (TRB/hk)

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