EUROGATE schreibt an Bartels

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Mrz 272019
 

CTW-Betreiber beklagen Schwarzmalerei und Rufschädigung

JadeWeserPort hinter Gittern. Foto. GEGENWIND

Foto: GEGENWIND

Offener Brief der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG an Horst Bartels, Gründer und Inhaber der Nordfrost GmbH & Co. KG

Bremen, 27.3.2019

„Sehr geehrter Herr Bartels,

Sie haben in den vergangenen Jahren unzählige Gelegenheiten geschaffen und genutzt, um Ihren Unmut über die Entwicklungen am JadeWeserPort auch öffentlich zu äußern. Sie haben – so wie wir auch – viel Geld in den Hafen investiert, der sich anfänglich leider nicht so entwickelte, wie es alle Beteiligten in der Planungsphase erwartet hatten.  Stimmt, für uns Unternehmer war das unbefriedigend.

Wir haben allerdings überhaupt kein Verständnis dafür, dass Sie in Ihren Äußerungen stets andere für Ihre enttäuschten Erwartungshaltungen verantwortlich machen. Und da es im Hafen leider noch nicht so viele Mitspieler gibt, stehen wir, EUROGATE, seit mittlerweile sechs Jahren im Zentrum Ihrer Anfeindungen.

Wir haben lange zugehört und sehr zurückhaltend reagiert. Mittlerweile aber platzieren und wiederholen Sie eine ganze Reihe von Unwahrheiten und Fehleinschätzungen , den Hafen und EUROGATE betreffend. Je häufiger Sie sich zu Wort melden, desto mehr entfernen Sie sich von der Wahrheit.

Seit einem knappen Jahr erzählen Sie den Menschen, EUROGATE würde die Zukunft des Standortes gefährden , wenn wir nicht augenblicklich in acht weitere Containerbrücken investierten. Sie begründen das mit einer Wachstumsprognose im Containerumschlag, deren Ursprung wir nicht kennen. Ihre Container sind es jedenfalls nicht, die uns in Wilhelmshaven im Jahr 2020 auf über eine Million TEU katapultieren könnten.

Ja, wir wachsen am EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven (CTW). 2018 allein um 18,3 Prozent. Und ja, wir wollen dieses Wachstum fortsetzen. Aber selbst, wenn wir ein Wachstum von 25 Prozent pro Jahr erreichten und Ende 2020 auf einen Gesamtumschlag von einer Million TEU kämen, so wären das Terminal und die aktuell eingesetzten acht Brücken noch immer nicht vollständig ausgelastet.

In den regelmäßigen Gesprächen mit all unseren Kunden war und ist die Anzahl unserer Brücken nie ein Grund zur Beschwerde. Ganz im Gegenteil: die Zufriedenheit über die vorhandene Leistungsfähigkeit ist so hoch, dass wir viele zusätzliche, ungeplante Schiffsanläufe am CTW haben.

Sie hingegen malen schwarz.  Ihre Beweggründe dafür sind uns unbekannt. Aber Sie beurteilen dabei Prozesse und Entscheidungen, für die Sie nicht zuständig sind und für die Sie auch – bei allem Respekt – keine nennenswerten Erfahrungen vorweisen können.

Schlimmer noch: Sie nehmen die Rufschädigung, die durch Ihre Äußerungen für EUROGATE entsteht, bewusst in Kauf. Aus diesem Grund sehen wir uns gehalten, Ihre Äußerungen einer rechtlichen Würdigung zu unterziehen.

Herr Bartels, beenden Sie Ihren absurden Feldzug und kehren Sie auf den Boden der Tatsachen zurück . Der JadeWeserPort ist auf einem guten Wachstumskurs , den wir  alle begrüßen und fortsetzen wollen. Aber dafür müssen alle Beteiligten zunächst im eigenen Zuständigkeitsbereich die Voraussetzungen schaffen. Akzeptieren Sie bitte, dass es in diesem Hafen – wie in allen anderen Häfen der Welt auch – gleichwertige Partner gibt, die gemeinsam an der Zukunft des Standortes arbeiten und Erfolg und Misserfolg teilen. Der JadeWeserPort gehört nicht Ihnen allein!

Wir verweigern  uns keiner sachlichen und faktenbasierten  Diskussion zur Situation und Zukunft des JadeWeserPorts.  Lassen Sie uns diese gern führen. Aber bitte nicht in der Art und Weise, wie Sie es aktuell tun.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Blach, Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung

Marcel Egger, Mitglied der Gruppengeschäftsführung“

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein Interview mit Mikkel Andersen, EUROGATE-Geschäftsführer in Wilhelmshaven, im Weserkurier vom 20. März 2019. Nach seiner fachlichen Einschätzung ist die derzeitige Infrastruktur am JadeweserPort noch lange nicht ausgelastet. Aus Kreisen der Wilhelmshavener Politik erschallen derweil immer wieder Rufe, man müsse nun dringend die zweite Ausbaustufe des Terminals in Angriff nehmen …

 

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