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Mai 012013
 

Ein Jahr ist ins Land gegangen, seit der gedruckte Gegenwind auf Eis gelegt wurde.

Wir haben seitdem viele, ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten. Positiv in dem Sinne, dass die Zeitung hochgeschätzt wird bzw. wurde, und ihr Fehlen entsprechend bedauert. Viel Lob für unsere Arbeit und die Qualität der Beiträge. Viel Verständnis für unsere Entscheidung, trotzdem immer wieder Versuche, uns zum Weitermachen zu bewegen. Gut gemeinte Ratschläge, wie sich das bewerkstelligen ließe. Allerdings, mit einer Ausnahme, keine spontane „ich komme und mache mit!“-Aussage.

l__rmschutzwand_img_9570Auf Sparflamme haben wir schon weitergemacht. Die online-Ausgabe (www.gegenwind-whv.de) wird weiter bestehen. Neue Beiträge erscheinen bislang allerdings eher sporadisch, denn unser knappes Zeitbudget hat sich im letzten Jahr nicht verbessert und nach vielen Jahren Dauerbetrieb brauchen auch diejenigen von uns, die irgendwie weitermachen wollen, offenbar mal eine Verschnaufpause.

Im reinen Onlinebetrieb wurde uns gleichzeitig bewusst, dass der Gegenwind neben der (momentan eben nicht zu realisierenden) Auseinandersetzung mit aktuellen Themen eine weitere wichtige Funktion hat: Eine mehr als drei Jahrzehnte umfassende Chronik der Stadtpolitik. Ein großer Teil davon ist komfortabel (und im Gegensatz zu den meisten Zeitungen kostenlos!) im Internet abrufbar. Und nicht wenige haben zu Hause ein komplettes Archiv aller Printausgaben gesammelt.

In dieser Chronik klafft nun leider schon ein Loch von mehr als einem Jahr, das wir leider nicht mehr stopfen können.

Noch sind einige von uns im Stand-by-Modus, d. h. immer noch offen für konkrete, gut durchdachte, ernst gemeinte Angebote der Mitarbeit.

Wir haben u. a. auch immer mal Studierende und Lehrkörper der Jadehochschule auf die Möglichkeit der Mitarbeit angesprochen. Mit ihrer Campuszeitung „impuls“ zeigen die angehenden MedienwirtInnen und JournalistInnen, was sie können, sei es Redaktion, Gestaltung oder Anzeigenaquise. Als „Gegenwindler“ könnten sie studienbegleitend das Erlernte praxisorientiert anwenden und gleichzeitig die persönliche Verbindung zum Studienort vertiefen, durch Erwerb von Insiderwissen und ehrenamtliche Teilhabe am Alltagsleben jenseits des Campus.

Dabei wären wir für neue Impulse aus dieser oder anderen Quellen durchaus offen, auch, um der vom großen Vorsitzenden angesprochenen Gefahr des Verstaubens entgegenzuwirken. Dabei hat das schnörkellos und in Graustufen gehaltene Auftreten, wo der Inhalt mehr zählt als die Form, unsere Stammleserschaft nie gestört. Aber innerhalb dieses Rahmens für eine Zeitung, die sich ernsthaft (wenn auch nicht humorlos) mit lokalpolitischen Themen beschäftigt, mag es Möglichkeiten zur Modernisierung geben, mit der wir auch Jüngere stärker für die Inhalte gewinnen können.

Eine durchaus interessante Erfahrung ist die Facebook-Seite, die wir ergänzend zur Website seit gut einem Jahr betreiben. Sie gibt uns die Möglichkeit, passend zur Form dieses Mediums einerseits und unserem engen Zeitbudget anderseits, schnell mal etwas zu posten, das unseren LeserInnen besondere Sichtweisen und Quellen zwecks umfassender Meinungsbildung zu aktuellen Themen eröffnet – ob das nun eigene kurze Statements der Redaktion sind oder Links zu Beiträgen Dritter, die uns interessant erscheinen. Und durch den Facebook-Schneeballeffekt hat sie uns schon viele neue „Freunde“ beschert.

Wie sprach immer unser Chefredakteur, wenn ein Thema noch nicht ausreichend mit Fakten hinterlegt war? Abwarten, sammeln, weitermachen.

Und noch haben wir seinen Ordnungsruf in den Ohren, wenn unsere Disziplin mal wieder zu wünschen ließ: „Wir haben eine Zeitung zu machen!“

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