Freie Humanisten

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Okt 211998
 

Veranstaltung der Freien Humanisten

Ursula Neumann: Bricht ohne „christliche Werte“ das Chaos aus?

Die tägliche Erfahrung lehrt: Ob jemand ein guter oder schlechter Mensch ist, hat wenig mit seiner Religiosität zu tun. Wenn sich Menschen auf Grund ihrer religiösen Einstellung in Moral und sozialem Verhalten unterscheiden würden, müsste sich das nachweisen lassen. Das ist aber nicht der Fall, im Gegenteil. Trotzdem preisen Kirchenmänner die Religion als Allheilmittel an. Was ist dran an den Behauptungen, nur Religion und Kirche garantieren die Werte? Was ist davon zu halten, wenn suggeriert wird, ohne Glaube an Gott schwinde die Moral?

Freie Humanisten LogoDass die Kirchen an großem gesellschaftlichen Einfluss interessiert sind, wird ihnen keiner verdenken. Aber Behauptungen nach dem Motto „ohne uns geht es mit euch bergab“ und „was wir wollen, dient eurem Interesse“ sollten nie unbesehen geglaubt werden: Oft wird „Allgemeinwohl“ gesagt und der eigene Nutzen gemeint.
Das gilt gerade auch für den Religionsunterricht, dessen unerhörte Wichtigkeit die Kirchen ständig behaupten. Dass er für sie wichtig ist, um Kontakt zur nachfolgenden Generation zu bekommen, bestreitet niemand. Aber ist er auch für die Gesellschaft wichtig? Das darf nicht nur behauptet, sondern muss auch bewiesen werden. Diesen Beweis bleiben die Kirchen schuldig: Münchner Jugendliche mit Religionsunterricht begehen nicht weniger Ladendiebstähle als Berliner Jugendliche ohne. Franzosen, die seit Generationen keinen Religionsunterricht haben, sind nicht unsozialer als Deutsche.
Wer verspricht, was nicht zu halten ist, betreibt Hochstapelei. Das gilt auch für Kirchenleute. Deshalb: Fakten statt Behauptungen! Den Kirchen soll der Platz gegeben werden, der ihnen zukommt. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Dazu will die Referentin einen Beitrag leisten.

Veranstaltung am 3.11.1998 um 20.00 Uhr in der Perspektive, Eintritt: 5.- DM

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