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Gegenwind 247 - September 2009


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Frauen
Für einen kleinen Eklat während des Wahlkampfes sorgte der Deutsche Frauenring/ Ortsring Wilhelmshaven. Zu einer Diskussionsveranstaltung mit den Direktkandidaten des Wahlkreises 27 hatte er die Kandidatin der LINKEN, Anja Kindo, nicht eingeladen. „Wir wollten das rechte und linke Spektrum nicht dabei haben“, zitierte die WZ vom 20.08. die Diskussionsleiterin Liesel Burgholte.
Die Reaktion der LINKEN.Wilhelmshaven folgte umgehend: „Unverschämt“, hieß es am nächsten Tag in der WZ. Und ebenso umgehend reagierte Frau Burgholte (WZ vom 22.08.): „Müssen uns nicht rechtfertigen“
In Wirklichkeit ist der Deutsche Frauenring nicht so. Es ist überkonfessionell und überparteilich. Das DFR-Präsidium hat natürlich keine Berührungsängste mit der LINKEN, hat selbstverständlich deren frauenpolitische Sprecherin im Bundestag, Kirsten Tackmann, zur Feier des 60-jährigen Bestehens des DFR eingeladen, pflegt Kontakt zu allen im Bundestag vertretenen demokratischen Parteien, hat sich vergewissert, dass der Vorstand des Ortsrings Wilhelmshaven künftig die Überparteilichkeit wahren wird, und hofft, dass die Linke mit dem Ortsring Wilhelmshaven „ein zukunftsfähiges Verhältnis aufbauen“ kann. Das hoffen die Kreisverbände Wilhelmshaven und Friesland der LINKEN auch. (noa)


Linke Tour
Bestandteil des Wahlkampfes der LINKEN ist die „Kulturtour“. Diether Dehm, der Spitzenkandidat der niedersächsischen Linken, ist Künstler, und er hat weitere Künstler zur Teilnahme gewonnen. Am 19. September um 19 Uhr macht die Kulturtour Station in Wilhelmshaven. Im Fährhaus am Banter See gibt  Musik mit Diether Dehm und Michael Letz, die eigene Kompositionen und Brecht-Songs darbieten werden, dem südamerikanischen Liedermacher Pablo Ardouin und der türkisch-deutschen HipHop-Gruppe Microphone Mafia. Der Eintritt ist frei.


Leserbrief

 „Flashmob“ in der Nordseepassage

Man muss nicht unbedingt verstehen, was diese Bezeichnung zu bedeuten hat – man muss auch nicht unbedingt den Sinn eines solchen Geschehens erkennen, ohne gleich als taub und blind zu gelten.
Man muss sich auch nicht unbedingt aktiv an solchen Aktionen junger Menschen beteiligen, aber machen sollte man sie doch schon lassen, und das Ganze locker als das betrachten, was es ist, nämlich als Ausdruck von Lebensfreude oder auch Gesellschaftskritik – ganz einfach Abbild einer sich wandelnden Kultur.
Aktionen dieser Art beleben doch jedweden Konsumtempel, sie bewegen ganz einfach die Menschen, sich in diese Gebäude zu begeben.
Sollte eine solche „Hereinbewegung“ nicht jedes Kaufmannsherz erfreuen?
Im Centermanagement der Nordseepassage  scheint jedoch kein Kaufmannsherz zu schlagen – sie scheinen auch schon ersetzt durch coole Managerantriebsorgane, die aber offenbar leider alle einen grundsätzlichen Konstruktionsmangel aufweisen – und zwar die Fähigkeit, vorausschauend zu denken.
Wenn dem nicht so wäre, dann würde man in der Führungsetage der Einkaufswelt solche Ereignisse zum Wohle des Hauses und der eingemieteten Kaufmannschaft zu nutzen verstehen. Sonst könnte das Ensemble irgendwann das gleiche Schicksal wie die Leerstandsimmobilien in der unmittel- oder mittelbaren Nachbarschaft ereilen.
Was letztendlich die ausführenden Kräfte der Securitydienste des Hauses betrifft: Über die Wertigkeit vieler dieser meist von vorauseilendem Gehorsam beseelten Befehlumsetzer braucht man sich doch in Anbetracht der deutschen oder auch Weltgeschichte nun wirklich nicht mehr den Kopf zu zerbrechen.

Ewald Eden, Edo-Wiemken-Straße 31a, 26386 Wilhelmshaven


Gegenwind 247 - September 2009


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